Owen Meany

von John Irving 
4,5 Sterne bei442 Bewertungen
Owen Meany
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Positiv (389):
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Typischer Irving: skurrile Figuren und detailreiche Geschichte. Für mich ein toller Roman und besser als Garp. Kleiner Owen ganz groß!

Kritisch (13):
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Totales Unverständnis, warum das Buch so gut ankommt. Quälendes Geschfafel und ein am Schluss sehr vorhersehbares Ende

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Inhaltsangabe zu "Owen Meany"

John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt: die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright. Man schreibt den Sommer 1953, die beiden elfjährigen Freunde Owen und John spielen Baseball, als ein fürchterliches Unglück passiert…
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257224917
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:864 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:20.10.1992

Rezensionen und Bewertungen

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    MadVis avatar
    MadVivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Typischer Irving: skurrile Figuren und detailreiche Geschichte. Für mich ein toller Roman und besser als Garp. Kleiner Owen ganz groß!
    Großer Roman über das Leben und Wirken des kleinen Owen

    Das Buch ist aus der Perspektive des Ich-Erzählers geschrieben, in diesem Fall ist es John Wheelwright, der beste Freund Owen Meanys. Er berichtet über die Kindheit und das gemeinsame Aufwachsen der beiden Jungen inklusive der Familien und sämtlicher Bekannter. Wie bei Irving typisch, wird detailliert über jede Person geschildert - sämtliche Besonderheiten mit einbezogen.
    Wie bei allen Freundschaften gibt es auch in dieser Höhen und Tiefen; die tiefe Verbundenheit der beiden reisst jedoch nie ab. Obwohl mir Owen anfangs nicht sonderlich sympathisch erschien, ist er mir doch immer mehr an Herz gewachsen. Er hat grundsätzlich eine überlegte, oft besserwisserische Art an sich - liegt jedoch damit häufig richtig. John erzählt auch aus seinem Leben als Erwachsener in Kanada, wo er als Lehrer arbeitet und sich oft dafür rechtfertigt, Amerikaner zu sein - obwohl ihn niemand danach fragt. Ebenso amüsant fand ich seine vergeblichen Versuche, das Zeitungslesen aufzugeben, was ihm jedoch niemals gelingt. Seine Äußerungen zur Politik und zum Glauben waren für mich nicht immer ganz so interessant; dieser Makel soll jedoch nicht dem Buch zugeschrieben werden. Ansonsten geht es um Streiche, die die Jungen spielen und Johns mehr oder weniger unternommenen Anstrengungen, herauszufinden, wer sein Vater ist. Besonders hervorzuheben ist noch die Weihnachtsaufführung, an der die beiden als Kinder teilnehmen ;-) Nachdem die beiden ihr Studium beendet haben, werden die meisten Männer ihres Alters nach Vietnam eingezogen - eine Entscheidung, die sich nur einer von beiden leicht macht.
    Auch die Figuren dieses Romans sind mir ans Herz gewachsen und ich denke weiterhin über sie nach. Garp war mein erster Irving und auch wenn mir die Geschichte gefiel, hatte sie auf mich nicht diese Nachwirkungen, wie es bei diesem Buch und auch "Gottes Werk..." der Fall war.
    Für mich eine ganz klare Leseempfehlung, allerdings sollte man ein Buch dieser Dicke schon lesen wollen und sich darauf einlassen können.

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    itwt69s avatar
    itwt69vor einem Jahr
    Owen Meany - Held oder Gottes Werkzeug?

    Owen Meany ist einer der außergewöhnlichsten Charaktere, die ich je durch ein Buch kennenlernen durfte. Owen denkt seit frühester Kindheit, dass er zu einem bestimmten Zweck auf der Welt ist. In einem Traum "sieht" er sein eigenes Ende inklusive des Datums. Und so begibt sich dieser kleinwüchsige Held auf seine Reise - zusammen mit seinem besten Freund John - um das Unausweichliche zu erfüllen - nämlich Gottes Wille. Die amerikanische "Politik" und der Verfall von Sitten und Moral zwischen 1950 und 1990 werden dabei gehörig auf die Schippe genommen. Wenn der Roman nicht des öfteren so fuchtbar zäh zu lesen gewesen wäre hätte er die Höchstwertung verdient.

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    mondys avatar
    mondyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Erzählweise und der Schreibstil sind klasse und wie sich am Ende alles ineinander fügt, finde ich ziemlich genial.
    Begeisterung und Irritation

    Aus dem Amerikanischen von Edith Nerke und Jürgen Bauer

    Meine Meinung
    Ich bin hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Irritation. Begeisterung einerseits, weil ich es faszinierend finde, wie durchdacht die Handlung ist. Man kann sich sicher sein, dass jedes Detail später noch einmal eine Rolle spielen wird, auch wenn man es schon wieder fast vergessen hat. 

    Viele Erlebnisse von Owen Meany und John Wheelwright werden episodenhaft erzählt. So darf man z.B. ein aus den Fugen geratendes Krippenspiel miterleben (köstlich!) oder an den denkwürdigen Spielen mit einem ausgestopften Gürteltier teilnehmen. Sehr witzig fand ich auch den Streich mit dem Auto ... zum Wegschmeißen! Andere Ereignisse sind eher tragisch, aber genauso lesenswert. 

    Nicht so gut gefallen haben mir die Episoden, die John Wheelwright als älteren Mann vorstellen. Sie ziehen sich teilweise etwas in die Länge, was daran liegen mag, dass ich mich mit der US-Politik der 80er nicht so gut auskenne. Und darüber wird viel darüber gesprochen bzw. geschimpft. 

    Auch kann ich nicht so ganz nachvollziehen, warum John und Owen befreundet sind. Es ist nur eine Kleinigkeit, denn darum geht es in dem Roman eigentlich gar nicht. Anscheinend sind sie einfach von Anfang an befreundet und fertig. So ganz verstehen kann ich es nicht, zumal Owen nicht immer freundlich zu John ist, dieser ihm aber kaum widerspricht oder mal seine Meinung äußert. Es ist eine bedingungslose Freundschaft, aber wo kommt sie her? Ich konnte es mir nicht erklären und das ist mir während des Lesens mehrmals negativ aufgefallen.

    Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen. Die Erzählweise und der Schreibstil sind klasse und wie sich am Ende alles ineinander fügt, finde ich ziemlich genial.

    Kommentare: 2
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    Sandy3437s avatar
    Sandy3437vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Totales Unverständnis, warum das Buch so gut ankommt. Quälendes Geschfafel und ein am Schluss sehr vorhersehbares Ende
    Nur Geschwafel

    Leider hat mir dieses Buch gar nicht gefallen. Nachdem ich mit "Witwe für ein Jahr" meinen ersten Irving gelesen hatte, war ich total begeistert und wollte mehr.

    Owen Meany hat meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt. Der Ich-Erzähler Johnyy Weelwright ist so farblos und uninteressant, dass man einfach gelangweilt sein muss. Vielleicht wäre das Buch besser gewesen, wenn Owen Meany seine Geschichte selbst erzählt hätte, da diese Figur durch aus interessant ist. Durch die Augen von J.W. ist man aber nur gelangweilt.  Völlig unnötig wird über 800 Seiten die "Spannung" aufrecht erhalten, was denn jetzt endlich mit Owen passiert bis es der Autor mit seinem ausufernden Geschwafel schafft, dass es am Ende dann wirklich keinen mehr interessiert (mich zumindest nicht). Ich war einfach froh, dass diese quälende Geschichte endlich ein Ende gefunden hat. Schade, aber ich gebe John Irving noch nicht auf und hoffe, dass mir das nächste besser gefällt

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    Gwennileins avatar
    Gwennileinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich würde alle zur Verfügung stehenden Sterne vergeben - des kompletten Himmelszeltes!
    Meisterwerk!

    Welch wundervolle Figur, welch wundervoller Roman! Ein ganz außergewöhnliches Lesevergnügen, was perfekt die Geschichte der besonderen Freundschaft zwischen Owen Meany und John beschreibt, sowie die politische und religiöse Zeit, in der Sie lebten. Ebenso wird in Vorblenden von John auf seine Kindheit zurückgeschaut, die die Geschichte von damals immer weiter beleuchtet und dadurch einen ansteigenden Spannungsbogen produziert. Ebenso wird auch hier die Politik, Religion und die Zeit der "Gegenwart" beleuchtet. Nebenbei gibt es noch die Handlungsstränge einiger anderer wichtigen Romanfiguren, sowie die Suche nach dem Geheimnis von John´s Mutter. Ein Meisterwerk der Erzählkunst, welches uns eine außergewöhnliche Geschichte dieses einzigartigen Charakters von Owen Meany erzählt, sodass beinahe 900 Seiten nicht einmal langweilig erscheinen.

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    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 6 Jahren
    Rezension zu "Owen Meany" von John Irving

    Oh Owen Meany – was für eine faszinierende Figur, was für ein wunderbarer Roman. Wer es schafft eine Geschichte über fast 900 Seiten nicht nur spannend sondern schlichtweg immer interessant zu halten, der ist für mich wirklich ein guter Autor, und dazu muss man Irving wirklich zählen. Die Geschichte der Freundschaft von Owen Meany und John Wheelwright ist gleichermaßen faszinierend wie auch oft alltäglich, immer aufregend und einfach mit einer so grenzenlosen Liebe erzählt, dass einem erst im Nachhinein bewusst wird, welches große Werk man hier gelesen hat. Irving hat zwar auch seine Höhen und Tiefen, ist aber zweifelsohne einer der besten Autoren unserer Zeit. Owen Meany beweist das einmal mehr.

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    Vinschens avatar
    Vinschenvor 6 Jahren
    Rezension zu "Owen Meany" von John Irving

    Ein richtiger Irving. Tolle Geschichte um Freundschaft und Glaube. Um die Geschichte der USA der 50er, 60er, 70er, 80er Jahre, mit dem Schwerpunkt Vietnam - anhand eines kleinen, seltsamen, liebenswerten, prinzipientreuen, mit einem entsprechenden Erscheinungsbild ausgestatteten, einzigartigen Charakters: Owen Meany!

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    Duffyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Owen Meany" von John Irving

    Es ist einer von diesen Romanen, bei denen man auch nach 850 Seiten noch nicht genug hat. Irving hat mit den beiden Freunden John Wheelwright und Owen Meany zwei Figuren geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich deshalb ganz hervorragend ergänzen. Aber auch die anderen Charaktere, die in diesem Buch durch ein halbes Jahrhundert geleiten, wachsen einem genauso ans Herz, wenn man sie auch nicht alle sympathisch finden muss. Meisterhaft weiß Irving wieder den Leser zu fesseln, wenn er ihn durch diese Zeit führt, in der Vietnam und die Verlogenheit der Politik eine ganze Generation prägte, in der die Frage nach Glauben und Wahrnehmung für Verwirrung und viele ungelöste Probleme sorgte. Liebe und Sex, die Lüge von verbrieften Rechten und Werten, die Suche nach einer Formel für ein komplikationsloseres Leben, all' das lässt Irving seine Helden durchleben und übt scharfe Kritik an der kaputten Nation USA. Bewegend, erhellend, spannend und einfach großartig.

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    FrauMaerzvor 7 Jahren
    Rezension zu "Owen Meany" von John Irving

    Im Mittelpunkt von "Owen Meany" steht die Freundschaft von John Wheelwright und Owen Meany, die im Neuengland der 50er und 60er Jahre aufwachsen. Beide sind in gewisser Hinsicht besonders; John wohnt bei Mutter und Großmutter und kennt seinen Vater nicht (einzig und allein seine Mutter weiß, wer er ist, doch gibt ihn nicht preis) und Owen ist klein und hat eine seltsame Stimme ("wie ein Schrei"). Und auch als Owen am Unfalltod von John's Mutter beteiligt ist, bleibt die Freundschaft bestehen - sie gehen zusammen auf die selbe Highschool und auf dasselbe College. Doch etwas unterscheidet beide stark von einander: Owen glaubt an Gott, John jedoch nicht.

    "Owen Meany" behandelt nicht nur Freundschaft und Glaube intensiv, sondern gibt auch einen kritischen Einblick in die amerikanische (Außen)politik in Bezug auf den Vietnamkrieg, welcher ebenfalls ein großes Thema dieses Buches ist, und die Jahre danach. Theaterspielen, Widerstand gegen Autoritäten, Hippies, das Fernsehen - auch das sind umfangreiche Themen. "Owen Meany" ist für jeden etwas, der kein Problem mit seitenstarken Büchern hat und sich auf skurrile Ereignisse einlassen kann. Und obwohl John Irving selbst nicht an Gott glaubt - laut eigener Aussage - so schreibt er außerordentlich suggestiv. Es wirkt gerade so, als wolle er seinen Leser zum Glauben missionieren. Aber das ist nur eine weitere, wunderbare Stärke dieses Autors: Er schreibt aus John Wheelwrights Sicht und dessen Meinung ist nun einmal nicht "neutral", so ist es das gesamte Buch auch nicht.

    Das ist gerade das Gute und das Besondere an "Owen Meany". Selten kamen mir Figuren glaubwürdiger vor, als in diesem Buch. Ich konnte sie während des Lesens vor meinen Augen sehen und ich kann es auch jetzt noch - als wären sie gar keine Buchcharaktere, sondern lang verschollene Verwandte, die man schmerzlichst vermisst. Selten habe ich ein Buch zugeschlagen und mir gewünscht, es hätte nie geendet und ich hätte noch weitere 800 Seiten vor mir.

    Nicht nur die Figuren sind glaubwürdig, auch alle anderen Gegebenheiten. Ich habe das Gefühl, genau zu wissen, wie es in Neuengland in den 60ern war. Ich habe das Gefühl, die ersten Fernsehshows miterlebt zu haben und Kenndys Reden (und seinen Tod), Marilyn Monroe, den vielen Schnee im Winter, Johns Wohnhaus und die Gravesend Academy.

    Und bei all diesen umfangreichen Beschreibungen; bei all den vielen Seiten, um von John, dem Zehnjährigen, zu John, dem lange Erwachsenen, zu kommen, bleibt die Spannung kein bisschen auf der Strecke. Sie ist sogar eine Stärke dieses Buches. Wie ein Sog wird man unaufhaltsam zum Ende hingezogen. Und bis zuletzt bangt mit John und Owen - die man schon so lange zu kennen scheint - obwohl man das Ende längst weiß. Eigentlich.

    Ich kann "Owen Meany" aus tiefstem Herzen jedem weiter empfehlen.

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    B
    BlurOasisvor 8 Jahren
    Rezension zu "Owen Meany" von John Irving

    Owen Meany ist ein tolles Buch und wer was anderes behauptet ist doof.
    Ein absolut geniales Buch,welches man kaum aus der Hand legen kann,weil es so unglaublich anrührend geschrieben ist.Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft und der Moment als Owen Meany dann stirbt ist einer zum Weinen.
    Es ist wie immer bei Irving,der Anfang ist immer schwer,doch wenn man erstmal richtig drin ist gibt es noch genau eine schlimme Seite:
    Die Letzte.

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