Das Opfer

von John Katzenbach 
3,9 Sterne bei464 Bewertungen
Das Opfer
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Positiv (310):
Katrin_Noacks avatar

traumatischer thriller

Kritisch (31):
Leila_Jamess avatar

Leider gar nicht mein Fall

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Inhaltsangabe zu "Das Opfer"

Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen
Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426637579
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:656 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.07.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.03.2007 bei Argon Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Katrin_Noacks avatar
    Katrin_Noackvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: traumatischer thriller
    john katzenbach - das opfer

    zum buch

    Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt …

    MeineRezension:
    Kurz und bündig: es zieht sich, das Buch. Spannung mag zunächst nur dürftig aufkommen. Die Geschichte wirkt trotz des ernsten Themas aufgesetzt und banal. Liebeskummer bei lesbischen Paaren, Frust eines geschiedenen Ehemanns, die geliebte Tochter usw. Doch der Geduldige wird aber dann doch belohnt. Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf und macht das "Opfer" dann doch packend und richtig gut. Dafür schätze ich den Autor. Die Anstalt und der Patient haben aber 5 Sterne von mir bekommen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Viele Stellen sehr zäh geschrieben & viele Wiederholungen. Spannung ab den mittleren Teil des Buches. Muss man nicht unbedingt gelesen haben
    Ein One-Night-Stand, Liebe und Ashley.

    Da es eine Geschichte in einer Geschichte ist, würde es in die Beobachter- und der Ich-Perspektive geschrieben. 
    In geteilten Abschnitten, kann man mitverfolgen, was die Protagonisten fühlen und tuen.

    Es wurde auch sehr zäh, langatmig und mit Wiederholungen  geschrieben. 


    Die Protagonisten Ashley, Hope, Scott, Sally und Michael waren mir auf Anhieb unsympathisch. 
    Sie kamen mir sehr unreif vor. 
    Die Geschichte ist nur für diejenigen Interessant, die mehr von dem Verhalten einer Person, die eine Obsessiven Liebe verspürt, sprich "Stalking" betreibt.
    Mir hat es jedoch gefallen, die Geschehnisse mit zu verfolgen.

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    Kim_Rylees avatar
    Kim_Ryleevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wer gern die dunkle Seite eines Menschen erforscht, wird hier seine wahre Freude haben.
    Ungefilterte Hingabe


    Diesen Thriller habe ich mir vorlesen lassen.

    Ich gebe zu, ich bin ein Fan von Hörbüchern.

    Anfangs war ich jedoch ein wenig enttäuscht von der Qualität.
    Der Klang war etwas dumpf, als würde man eine Monoaufzeichnung auf Stereo hören. Dennoch ließ ich mich darauf ein.

    Die ersten Kapitel waren kein Hörgenuss, doch der Text wurde im Laufe der Zeit immer spannender. Später störte mich der unausgegorene Klang nicht mehr und ich lauschte gespannt der Geschichte.
     
    Einen Stalker zu haben, ist wahrlich kein Zuckerschlecken.
    Ganz besonders dann nicht, wenn er meint, dass seine Auserkorene große Liebe, in diesem Fall Ashley Freeman, keinen anderen Mann verdient.
    Da kann selbst der Kuss eines Anwärters zu einer gefährlichen Angelegenheit werden.
     
    Michael O'Connell ist nicht dumm. Ganz im Gegenteil. Er ist überaus intelligent und kann hervorragend mit dem Computer umgehen.
    Das geht so weit, dass er sogar Ashley und ihre Freunde diffamiert, ohne eine Spur zu hinterlassen.
    Immer mehr zieht er das Netz um seine angebetete Ashley zu, bis ihr nichts anderes übrig bleibt, als zurückzuschlagen.
     
    Während die Freunde um Ashley Freeman ihren Gegenschlag planen, hat die Geschichte etwas an Fahrt eingebüßt.
    Zum Ende hin wird es sogar melodramatisch.
    Erstaunlich ist, dass der Leser - oder der Hörer - am Ende nicht weiß, wer das tatsächliche Opfer ist.
     
    Ashley Freeman oder Michael O'Connell?
     
    'Das Opfer' ist ein Thriller, der ohne viel Action auskommt.
    Seine unterschwellige düstere Atmosphäre lässt den Leser - oder wie in meinem Fall dem Zuhörer - nicht mehr aus seinem Bann.
    Er zeigt unnachgiebig auf, wie es sein kann, wenn ein Mann besessen von einer Frau ist.
    Die Ängste der Protagonistin sind spürbar und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl.
     
    Mein Fazit!
    Auf jeden Fall lesenswert. John Katzenbach fängt die Machtlosigkeit der einzelnen Protagonisten gut ein.
    Wer gern die dunkle Seite eines Menschen erforscht, wird mit diesem Thriller Genüge getan.

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    SophieNdms avatar
    SophieNdmvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Etwas langwierige Stalking-Geschichte.. J. Katzenbach hat schon bessere Bücher geschrieben als dieses.
    Das Opfer - John Katzenbach

    Das Opfer von John Katzenbach

    Inhalt:

    Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. 
    Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen
    Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashley's gesamte Familie in die Tiefe reißt..


    Meine Meinung:
    Die Grundidee fand ich ganz gut, allerdings hätte man mehr daraus machen können. Man braucht ein bisschen Durchhaltevermögen für dieses Buch, da es erst ca. ab Seite 300 ein wenig Spannend wird.
    Zum Ende hin gibt es noch die ein oder andere interessante Wendung, was mir dann doch noch ganz gut gefallen hat.
    Die Protagonistin Ashley fand ich an manchen Stellen ein bisschen nervig mit ihrem naiven, hilflosen Verhalten. 
    Einige ihrer Handlungen waren auch ziemlich vorhersehbar.


    Fazit:
    Im Prinzip kein schlechtes Buch. Dennoch hat John Katzenbach meiner Meinung nach deutlich spannendere Bücher als dieses geschrieben.
    Wenn man sich also damit abfinden kann, dass erst spät ein bisschen Spannung aufkommt, kann man dieses Buch durchaus lesen.



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    Miiis avatar
    Miiivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich war regelrecht paranoid, was neue Bekanntschaften anging, nachdem ich mit dem Buch fertig war, weil es so realistisch geschrieben war.
    Könnte ich jederzeit wieder lesen

    Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, seit ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. Es ist auch nicht bei diesem ersten Mal geblieben, ich habe es seitdem bestimmt noch mindestens fünfmal gelesen und obwohl ich weiß, wie es ausgeht, schlägt mich das Buch jedes Mal wieder in seinen Bann.

    Die Studentin Ashley Freeman verbringt eine Nacht mit Michael O'Connell, für den anschließend feststeht, dass die beiden füreinander bestimmt sind und zusammengehören. Das lässt er sich von niemandem ausreden und schreckt auch nicht davor zurück, Ashleys Freunden physische als auch psychische Schäden hinzuzufügen, um sie für sich zu gewinnen.

    Was mich persönlich total gefesselt hat, war die Tatsache, dass es in diesem Buch um mehr ging als nur um einen Stalker.
    Der Thriller behandelt Skrupellosigkeit, Besessenheit und die Frage, welche Grenzen Elternliebe kennt.

    Ich möchte nicht allzuviel vorwegnehmen, aber ich habe
    mich zwischendurch immer wieder fragen müssen, wer eigentlich mehr Grenzen überschreitet, was richtig oder falsch ist.
    Der Schreibstil war klasse, flüssig zu lesen und keine überflüssigen Details. Man konnte sich alles wunderbar vorstellen und sich prima in die Charaktere hineinversetzen.

    Ein klasse Psychothriller.

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    Asmodina66Xs avatar
    Asmodina66Xvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend und beklemmend
    Rezension zu "Das Opfer"

         

    Inhalt

    Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen
    Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt.

    Schreibstil

    John Katzenbachs Stil ist beklemmend, reißend und spannend wie es für einen guten Psychothriller gehört. Interessant ist auch, das die Hauptstory von Ashley quasi wie eine Rückblende erzählt wird und das zwischendurch immer wieder Befragungen von unterschiedlichen involvierten Personen der Gegenwart stattfinden. Diese werden von der Schrift her, deutlich abgehoben, trotzdem kann der Leser nur erahnen, um wen es sich handelt.

    Fazit

    Ich finde die Idee sehr originell und zusammen mit der Grundgeschichte ist der Roman sehr zu empfehlen, obwohl gerade diese häufigen Wechsel etwas verwirrend sein können. Jedoch werde ich gerne wieder von diesem Autor lesen.

    Kommentare: 2
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    Mistermarios avatar
    Mistermariovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe schon einige Bücher von Katzenbach gelesen, aber dieses Buch ist das Beste, was ich von ihm gelesen habe.
    Der Beste Thriller von Katzenbach?

    Ich habe schon einige Bücher von Katzenbach gelesen, aber dieses Buch hat mich von Anfang an so gefesselt, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Auch wenn die verschiedenen Erzählperspektiven anfänglich etwas verwirrend schienen, halte ich es momentan für das beste Buch des Autors.

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    Pounces avatar
    Pouncevor 5 Jahren
    Nicht nur ein einziges Opfer


    John Katzenbach hat mit "Das Opfer" einen recht spannenden,  anspruchsvollen und tiefgründigen Psychothriller geschrieben. Die Protagonisten versuchen einem Stalker zu entkommen und haben dabei ihre ganz eigenen Methoden.

    Leider empfand ich den Thriller teilweise als zu langatmig. Es gab einige Passagen in denen recht viele Handlung der Personen wiederholt wurden. Das lag vor allem daran, dass eine Geschichte in der Geschichte erzählt wird. Das schafft zwar zum einen Spannung, da man wissen möchte, was denn nun mit den einzelnen Personen geschieht und wer die erzählenden Person überhaupt ist, andererseits werden so viele Gedankenabläufe, Emotionen und Handlungen noch mal diskutiert und bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet, sodass man etwa träge wird und gar keinen Anreiz sieht selber eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Ich bin der Meinung, dass man in einem Psychothriller dem Leser ruhig etwas mehr zutrauen kann, sodass man nicht alles vorgekaut bekommen muss. 

    Wirklich gut hingegen hat mir die beklemmende Stimmung gefallen. Ich konnte mich sehr gut in die Opfer hinein fühlen, denn die Bedrohlichkeit des Stalkers wurde auf jeder Seite deutlich und die ausweglose Lage dadurch für mich sehr greifbar. 

    Fazit: Ein Psychothriller den man nicht unbedingt mal so nebenbei ließt, da er doch recht tiefgründig und anspruchsvoll ist, aber durchaus lesbar.

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    FranzIskas avatar
    FranzIskavor 5 Jahren
    ...so gefährlich kann "Liebe" sein....

    In seinem Thriller Das Opfer beschreibt John Katzenbach wie aus einem One-Night-Stand eine gefährliche, obsessive Beziehung werden kann. 
    Michael O´Conell, Opfer einer extrem schlimmen Kindheit, der den Mord an seiner Mutter durch seinen Vater mit erleben musste, macht Ashley zum Objekt seiner Begierde. 
    Ashley, die aus einem wohl situierten, wenn auch nicht ganz ehrlichem Elternhaus stammt, verbringt eine einzige Nacht mit Michael. Für sie ist klar: ein One Night Stand. Michael hingegen sieht das anders: er stellt Ashley nach und aus harmlosen Anrufen wird im Laufe der Zeit mehr. Je mehr Ashley versucht, sich von Michael zu lösen, desto mehr bringt er sie, ihr Leben und das ihrer Eltern in Gefahr. 
    Ein Plan muss her. Und da herkömmliche Mittel (zu denen offenbar auch Bestechung zählen) nichts nutzen, schmiedet die angesehene Familie einen mörderischen Plan. Kann eine Familie, die aus Anwälten, Professoren und Schulseelsorgern besteht, zu einem Mord als letzte Waffe greifen? Wird die Familie damit unbeschadet  durchkommen? 

    Mit Ausnahme einiger weniger langatmiger Passagen hält sich die Spannung in diesem Thriller durch das gesamte Buch hinweg. Natürlich merkt der Leser recht schnell, in welche Richtung sich die Story entwickeln wird. Die Ausführungen zum Plan lassen ihn jedoch nicht so schnell ermüden. 
    Im Anschluss an jedes Kapitel gliedert sich ein weiteres Gespräch, das anfangs ziemlich verwirrend ist.  Es handelt sich hierbei um eine Analyse des bereits Erzählten, die zwischen einem Schriftsteller und einer weiteren Person, deren Identität erst am Ende namentlich erwähnt wird, geschieht. 
    Auf diese Weise kann der Leser das Geschehen noch einmal unmittelbar reflektieren und wird durch die unbekannte Person zu weiteren Spekulationen  veranlasst, was ich ein ziemlich interessantes Konzept finde. 

    Alles in allem ein wirklich gutes Buch, das sich leicht lesen lässt und trotz vorhersehbarer Handlung durch das Interagieren der Figuren spannend bleibt.

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    Weinknopfs avatar
    Weinknopfvor 5 Jahren
    Manchmal braucht Spannung keine sadistischen Folterverletzungen...

    "...Eine Geschichte Über Mord? Da habe ich mich geirrt, besser gesagt, ich habe Ihnen nicht die Wahrheit gesagt. Es ist eine Liebesgeschichte..."

    Inhalt:
    Als Ashley Freeman, Bostoner Studentin für Kunstgeschichte, sich im betrunken Zustand auf einen One Night Stand mit dem vage bekannten Michael O'Connell einlässt, ahnt sie noch nicht, welche weitreichenden Konsequenzen es haben wird, O'Connell in ihr Leben zu lassen.
    Der junge Mann ist kein gewöhnlicher Verehrer, sondern ein obsessiver, psychopathischer Kleinkrimineller und Hobby-Hacker, dessen einzige Lebensaufgabe fortan darin besteht, Ashley zu beschatten, zu terrorisieren und als Ausdruck seiner fanatischen Liebe, ewig an sich zu binden. Es dauert nicht lange, bis Ashley merkt, dass sie Michael (der weder vor Einbrüchen noch Hackerangriffen und Körperverletzungen zurück schreckt) nicht aus eigener Kraft abschütteln kann und ihre engsten Familienangehörigen in ihre Zwangslage einweiht. Mit ihren dürftigen Versuchen, Michael durch Einschüchterung oder Bestechung von ihrer Tochter fernzuhalten, stacheln Ashleys Eltern den Fanatiker nicht nur weiter an, sie begeben sich auch selbst in seine Schussbahn und müssen bald am eigenen Leib erfahren, das es ein großer Fehler war, den Wahnsinn des jungen Mannes anfänglich zu unterschätzen. Als auch Bemühungen, Ashley bei einer entfernten Verwandten versteckt zu halten scheitern und bei einer Familienkonferenz einvernehmlich entschieden wird, dass die juristisch legalen Methoden einen Michael O'Connell wohl kaum davon abhalten können, der jungen Frau etwas anzutun, schmieden die geschiedenen Eltern gemeinsam mit der neuen Lebensgefährtin der Mutter einen waghalsigen Plan, der den Psychopathen auf die sicherste Art und Weise aus ihrer aller Leben verbannen soll. Selbstverständlich denkt niemand (bevor es zu spät für einen Rückzug ist) daran, dass Pläne in den seltensten Fällen so aufgehen, wie man es sich ausmalt...

    Stil und Sprache:
    Katzenbachs Sprache ist weder ein emotionsloses Feuerwerk an Fachbegriffen noch derart rührend, dass man glaubt, anstelle eines Thrillers, einen zarten Strandschmöker in den Händen zu halten. Die gute Mitte, würde ich sagen. Ganz sicher ist sein Sprachstil allerdings von detailreichen Ausflügen in die Welt seiner Protagonisten geprägt. Diese teilweise sehr umfangreichen Schilderungen von Umgebungen, Situationen und Emotionen erlauben es einem nicht, in Lichtgeschwindigkeit durch seine Bücher zu rasen. Einen Katzenbach kann man nicht an einem Abend wegknallen - man muss sich gedulden, sich immer wieder ärgern das Buch aufgrund anfallender Alltäglichkeiten aus der Hand legen zu müssen und kommt auch als schneller Leser erst allmählich zu einem (in meinem Fall) befriedigenden Ende.
    "Das Opfer" enthält im Groben zwei Handlungsstränge, die einander hin und wieder ablösen. Im Hauptstrang bezwecken einige schöne Perspektivwechsel, dass der Leser das Ausmaß des Horrors, den ein wahnsinniger Stalker anrichtet, aus jeder möglichen Sichtweise miterleben darf. Mir gefällt das außerordentlich gut.

    Persönliches Fazit:
    "Das Opfer" beinhaltet ein brisantes Katz-und-Maus-Spiel mit einem psychopathischen Stalker, in dem die Mäuse zeitweise verzweifelt versuchen zur Katze zu werden und die alte "es wird schon alles gut gehen"-Weisheit gänzlich überschätzen.
    Für mich ein super Buch, weil es unter anderem beweist, dass Spannung in einem Thriller nicht zwangläufig durch kontinuierliches Blutspritzen erzeugt werden muss. Die Höllentouren, welche die Opfer eines obsessiven Stalkers durchstehen, haben bei mir als Leserin eine nicht abreißende, kribbelnde Spannung erzeugt, die sich bis in die Endzüge des dicken Buches zog. Wo ist er gerade? Was plant er als nächstes? Sieht er mich? Weiß er was ich tue? Fragen um die weder Protagonisten noch Leser herumkommen und die "Das Opfer" zu einer (in positivster Weise) nervenkitzeligen Angelegenheit machen.
    Unterschwelliges, immer leise mitklingendes Thema ist die 'Liebe'. Einmal wird sie mit krankhafter Obsession verwechselt, ein anderes Mal scheint sie so grenzenlos, dass Eltern bereit sind für ihre Tochter undenkbare Strapazen auf sich zu nehmen, die ihre eigenen Leben für immer zerstören könnten.
    Besonders spannend fand ich die Tatsache, dass das amerikanische Strafrecht  (insofern Katzenbach vernünftig recherchiert hat) scheinbar ebenso wenig effiziente Möglichkeiten an die Hand gibt, gegen Psychostalking vorzugehen, wie das deutsche - hier: eine großartige Vorlage für einen nach Selbstjustiz stinkenden Thriller.

    Man mag mäkeln, dass Katzenbach sich streckenweise zu stark in seinen Darstellungen von Einzelheiten verliert - meiner Meinung nach ist das  nicht der Fall. Mir kommen seine Schilderungen keineswegs langatmig vor, im Gegenteil: Ich liebe sein Auge fürs Detail und finde es der Spannung eher zuträglich, dass er noch das letzte Bisschen Abscheulichkeit aus einem Raum, die letzte Essenz Angst aus einem Blick und den letzten Hauch trügerichen Frieden aus einer Landschaft herauskitzelt. Er schlittert nah an der Grenze zur Überausführlichkeit vorbei, übertritt sie meinem Empfinden zufolge allerdings nicht und erschafft damit eine silhouettenreiche Parallelwelt, in die man sich komplett hineinfallen lassen kann.
    Wer 'flotte Nummern' liebt, die eher eine Seite zu wenig als eine zuviel enthalten, der wird sich mit Katzenbach nicht anfreunden können. Ebensowenig wird es jemand, für den ein Thriller nicht ohne sadistische Folterqualen und Morde mit Tarantino-ähnlichen Blutfontänen auskommt, genießen "das Opfer" zu lesen. Allen anderen kann ich das Buch sehr ans Herz legen und verteile großzügige 5 von 5 Sternen.

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