Die Anstalt

von John Katzenbach 
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Die Anstalt
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Positiv (422):
K

fesselnder thriller

Kritisch (125):
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Zäh, zäher, Die Anstalt - trotz des großartigen Simon Jäger leider auch als Hörbuch kaum zu ertragen

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Inhaltsangabe zu "Die Anstalt"

Das Böse. Das Grauen. Die Klinik. Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht - bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat - mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse »Engel des Todes«, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis' Schreckensphantasien?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426504574
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:748 Seiten
Verlag:Droemer Knaur
Erscheinungsdatum:01.08.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.04.2006 bei Audible GmbH erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    zickzacks avatar
    zickzackvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Bis auf Anfang und Ende durchgängig zäh. Dazu war das Ende noch für mich enttäuschend.
    Die Anstalt von John Katzenbach

    Inhalt: Vor 20 Jahren war Francis Petrel in einer Nervenklinik. Dort ereignete sich ein Mord, der schnell einen Patienten namens Lanky zugeschrieben wurde. Doch davon waren nicht alle überzeugt. Zusammen mit Staatsanwältin Lucy Jones und Peter the Firman versucht Francis den wahren Mörder, wovon Jones überzeugt war, dass es ihr gesuchter Serienkiller war, der sie schon im Gesicht vernarbt hatte, zu entlarven. Der Mörder, der von den Patienten als „Engel“ bezeichnet wird, dank der ersten Beschreibung von Lanky, mag es ein Versteckspiel zu veranstalten…
    Diese Geschichte schreibt Francis, 20 Jahre später, an die Wand seiner Wohnung und verliert sich mehr und mehr in den Erinnerungen, die seine alte Schizophrenie aufblühen lässt.

    Das Buch war eigentlich ein Re-read und ich hatte es noch gut in Erinnerungen. Der Anfang war auch recht gut, wie man Francis kennenlernte und mich hat es besonders beruhigt, dass die Geschichte in der Vergangenheit, was eigentlich riesige Rückblicksszenen sind, aus der dritten Person erzählt wurde. Die Gegenwart fing nämlich in der Ich-Perspektive an und man weiß ja inzwischen von mir, dass das nicht meine bevorzuge Perspektive ist.
    Aber schon bald habe ich mich über die Rückblickszenen gewundert. Ich meine, Francis schreibt die Geschichte an die Wand und dann schlüpft er in die Köpfe von Lucy und Peter, beschreibt ihre Empfindungen und was passiert ist, während er nicht anwesend war? Klar, man hätte ihm das erzählen können, was passiert war und dennoch fand ich das mehr als merkwürdig. So richtig hat sich mir die Logik dahinter nicht erschlossen.
    Zumal ich Francis als die interessanteste Figur empfand. Er ist mit seinen Stimmen anstrengend, aber dennoch hatte er die spannendsten Ansichten. Und irgendwie traurig, dass er keinen Besuch von seiner Familie in der Klinik bekommen hat. Aber das ist nichts Seltenes. Sobald herauskommt, dass jemand psychische Probleme hat, dann distanzieren sich einige Leute von der Person oder nehmen diese nicht mehr für voll.
    Die mehreren Perspektiven waren nicht mein Problem mit dem Buch. Mit den Figuren an sich konnte ich mich noch anfreunden, obwohl sie mich nicht so gepackt habe, dass ich sie jetzt vermissen würde oder dass ich mir noch ein Buch mit ihnen wünschen würde.

    Das ganze Buch war teilweise so zäh, obwohl ich es anfangs noch interessant fand, über eine Psychiatrie mehr zu erfahren. Allerdings kann ich nicht sagen, inwieweit das an die Realität rankommt, da ich dahingehend wenige Erfahrungen habe.
    Ich bin mir auch noch nicht so sicher, ob ich diese albernen Spitznamen gut finden soll. „Little-“ und „Big Black“ für zwei schwarze Pfleger, die auch noch Brüder sind. „Short Blond“ für eine Schwester mit kurzen blonden Haaren. „Gulp-a-pill“ für den Oberdoc (Anspielung auf dessen Namen), „Mr. Evil“ für einen fiesen Psychiater und dann noch für einzelne Patienten. Napoleon, Cleopatra, Peter the fireman, da er Feuerwehrmann war (übrigens der einzige, der Patienten, der nicht verrückt ist, sondern sein Geisteszustand überprüft wird, da er als Feuerwehrmann ein Feuer gelegt hat). Und Francis selbst als C-Bird. Leider habe ich vergessen bzw. verpasst, warum er C-Bird genannt wird. Ich glaube, dass es etwas mit seiner Beobachtungsgabe zu tun hat.

    Ich sag mal so, nach dem ersten Mord ist nicht mehr viel passiert. Bis die überhaupt angefangen haben zu ermitteln, dann die ständigen Streitereien, ob es wirklich einen Mörder in der Klinik gibt oder ob es doch der festgenommene Patient war und dann diese ewig langen Befragungen bei denen nicht einmal etwas herauskam.
    Und dann quält man sich durch die endloslangen Seiten, in denen die Charaktere immer wieder vor sich hin philosophieren, ich irgendwann aus Langeweile gar nicht mehr alle Zusammenhänge mitbekommen habe (keine Ahnung was das für Leute waren, die Peter irgendwo anders hinbringen wollten) und doch gespannt darauf wartet, dass endlich der Showdown kommt.

    Tja… dann fällt denen plötzlich eine hirnrisse Aktion ein, um den „Engel“ aus der Reserve zu locken und glauben wirklich, dass sie alles getan haben, damit es nichts schief geht. Natürlich geht alles schief, aber das war nicht nur so, weil man es plotmäßig ahnen konnte, sondern weil die Aktion einfach nur dumm war.
    Ich habe ehrlich fassungslos die letzten Seiten gelesen und dachte mir nur, wie verzweifelt die wirklich sein können oder ob den ihr Wunsch zu sterben so groß ist? Ich weiß es ehrlich nicht, was das sollte und warum man dann die Action auf 100 Seiten gequetscht hat und vorher 400 Seiten einfach nur dahinsiechen ließ und das Gefühl gehabt hat, dass nichts passiert.
    Die Frequenzen, wenn man kurz in die Gegenwart gesprungen ist, fand ich auch alles andere als gut. Ich bin mir nicht sicher, ob man das gebraucht hat. Irgendwie wurde man dadurch nur unnötig aus der eigentlichen Geschichte rausgeschmissen. Ich hätte es wohl besser gefunden, wenn man nur die Vergangenheit beschrieben hätte und die Gegenwart einfach weglassen hätte. Der Anfang war zwar gut, wie man erst einmal Francis kennenlernte, aber dann hörte es schon auf. Höchstens war es dafür gut, dass man da teils (zumindest ich), auf eine falsche Fährte gelockt wurde.

    Zum Abschluss muss ich noch sagen, dass ich die Auflösung des „Engels“ ziemlich enttäuschend fand. Ich hatte ja durchaus mitgerätselt und teilweise sind mir persönlich echt wilde Theorien gekommen bis zu schönen Plottwists, wer er nun ist. Aber letzten Endes war es für mich eine Enttäuschung.
    Und die Bezeichnung „Engel“ finde ich immer noch unpassend, makaber sogar. Nur weil Lanky ihm am Anfang als eine Gestalt mit weißem Schein um sich herum an seinem Bett beschrieben hat (was wohl bloß das Licht war), mussten die das bis zum Schluss durchziehen. Der „Engel“ war einfach ein gewöhnlicher, irrer Killer. Punkt.

    Fazit: Das Buch hatte ich wirklich anders und viel besser in Erinnerung, obwohl ich noch ganz dunkel im Hinterkopf hatte, dass es stellenweise zäh war (vielleicht hätte ich mich daran besser orientieren sollen, denn ich wusste auch nicht mehr, wer der Killer war). Heute muss ich sagen, dass es bis auf Anfang und Ende durchgängig zäh ist und man da einiges hätte kürzen müssen. Obwohl, wenn man dann zu diesem haarsträubenden Ende kommt, dann hilft das auch nicht mehr. Daher leider nur einen Stern von mir, obwohl ich Setting und Schreibstil gut fand. Aber das war es dann leider auch mit dem Buch.

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    K
    Katrin_Noackvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: fesselnder thriller
    john katzenbach - die anstalt

    fesselnd ...nervenaufreibend ...spannung ... nachdenklich ..traumatisch ...

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    Zeilentraumfaengers avatar
    Zeilentraumfaengervor einem Jahr
    Die Anstalt

    Die Anstalt ist ein Buch, vor dem ich mich lange gedrückt habe, weil mich die Länge doch sehr beeindruckt hat und ich zu John Katzenbach eine kleine Hassliebe entwickelt habe. Mit dem Buch konnte er mich aber wirklich überzeugen.
    Mich hat die Idee hinter dem Buch von Anfang an total interessiert. Psychiatrie, Kranke Leute und ganz viel Wahnsinn - Total meins. Oft sind solche Bücher aber total übertrieben, oder zu lasch. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Das Feeling in dem Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und deswegen war ich auch relativ schnell drin und total begeistert.
    Die Kapitel in dem Buch sind meistens in zwei Teile aufgeteilt. Kursiv wird erzählt, wie Francis in seiner Küche sitzt und schreibt, das passiert meistens am Anfang der Kapitel und danach folgt dann eben Francis Geschichte. Mit der Zeit vermischt sich das alles miteinander und man sitzt total verwirrt und fasziniert vor dem Buch und versteht überhaupt nicht mehr, was jetzt abgeht.
    Dadurch sind die Kapitel dann auch relativ lang und das hat mich kurz gestört. Ich bin einfach kein großer Fan von zu langen Kapiteln, aber je mehr ich in der Geschichte war, desto besser kam ich damit klar.
    Die ersten 100 Seiten waren für mich ein ziemliches Chaos, Francis wurde eingeliefert und man wurde mit Namen überschüttet. Mit der Zeit hat sich das gelegt und man hatte die Namen gut drauf, aber es hat eben ein bisschen gedauert und somit hab ich meine Zeit gebraucht, um ins Buch zu kommen. Zum Glück ist es aber lang genug und 100 verwirrende Seiten zerstören das Gesamtbild nicht.
    Außerdem finde ich den Schreibstil in diesem Buch einfach wahnsinnig gut. Es ist natürlich kein lockeres Buch, das man mal eben nebenbei lesen kann und zwischendurch muss man sich schon ein bisschen konzentrieren. Aber er passt zu der ganzen Thematik und hat eine geniale Atmosphäre geschaffen.
    Mit der Zeit hatte ich dann auch meine Theorien, aber gleichzeitig auch nicht. Die ganze Geschichte war so verstrickt und spannend. Auf der einen Seite hat jeder Verdächtig gewirkt, auf der anderen Seite war jeder irgendwo sympathisch und man wollte ihn nicht verdächtigen.. Das Ende hat mich wirklich komplett überrascht.
    Die Anstalt ist definitiv nichts für schwache Nerven oder für Leute, die etwas leichtes zwischendurch lesen möchten. Aber wer sich für das Thema interessiert und einen richtigen Thriller möchte, sollte es hiermit auf jeden Fall probieren.

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    Bonbosais avatar
    Bonbosaivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Handlung gefiel mir ganz gut, bis auf die endlosen und langweiligen Dialoge.
    Leider nur stellenweise spannend, durchweg langatmig


    Diese Beschreibung ist  keine Rezension, sondern gibt nur ganz subjektiv meine Meinung sowie meine persönliche Empfindung zu diesem Buch wieder.
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    Mein erstes und wahrscheinlich auch mein letztes Buch, das ich von John Katzenbach gelesen habe. Die Grundidee, die hinter dem Buch steckt ist hervorragend, es begann sehr gut. Ich fühlte mich zuerst an "Einer flog über das Kuckucksnest" erinnert, und die ersten 100 Seiten waren durchaus vielversprechend. 


    Was dann folgte war schleppend und langweilig. Manche Passagen waren so ausführlich und langatmig beschrieben, und ich sehe keinen Sinn in diesen detaillierten Beschreibungen. Die immer wieder kehrenden sinnlosen Dialoge empfand ich ab Mitte des Buches nur noch als quälend. Dazu die vielen Verhöre, und Patienten als Detektive, das hat mich nicht überzeugt. 


    Ich habe bis zum Ende durchgehalten allerdings ab Mitte des Buches nur noch quer gelesen, bzw. Absätze angelesen und größtenteils überschlagen - die Freude am Lesen blieb aus. Da ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht, wer der "Engel" ist, hab ich überhaupt nur weitergelesen. Da müht sich der Leser durch eine zähe und langatmige Geschichte voller bis ins kleinste Detail ausgemalter Nichtigkeiten, nur wartend auf das was als Auflösung kommt. Und --- das Ende gefiel mir überhaupt nicht, dafür hätte ich mich nicht durch das Buch quälen müssen. 


    Das Buch war nicht durchgehend uninteressant, stellenweise war doch etwas Spannung vorhanden. Die Protagonisten, allen voran Francis sind sehr gut ausgearbeitet, das war schon viel Ansatz für einen guten Krimi. Auch die Beschreibungen und Abläufe in der Klinik waren interessant, nur einfach zu ausschweifend. 


    Es hätte dem Buch gut getan, wenn es um 200 bis 300 Seiten gekürzt worden wäre. 




    Fazit:
    Die Handlung gefiel mir ganz gut, bis auf die endlosen und langweiligen Dialoge, die leider einen Großteil des Buches ausmachen. Empfehlen kann ich es wegen der vielen langatmigen Passagen allerdings nicht. 

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    J
    JackydHvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein psychisch kranker Mensch, eine Psychiatrie und viel Wahnsinn
    Spannendes und gelungenes Buch

    Vorneweg muss ich sagen: Ich bin ein riesen Fan von John Katzenbach und anderen Autoren dieses Genres und dieser Art von Büchern.

    Dieses Buch ist einer meiner Favoriten: Spannende Story, Verwirrungen, authentische Charaktere und ein gelungenes Ende.

    Es geht um die Hauptperson Francis, welcher akustische und visuelle Halluzinationen hat. Er kommt in eine Psychiatrie, lernt dort unterschiedlichste Charaktere kennen. Es geschieht ein Mord und das Geschehen nimmt seinen Lauf.

    Was viele Leute als zäh und langwierig beschreiben, ist für mich in diesem Fall eine ausgeprägte Story, die jederzeit das wahre Leben in einer Psychiatrie wiedergibt. Die Charaktere werden detailgetreu beschrieben, sind auf ihre Art mehr oder weniger liebenswert. Der Hauptcharakter steht immer wieder im Fokus. Auch seine Beschreibung ist realistisch und passend.

    Die Story an sich wirkt zunächst klischeehaft für eine Psychiatrie, überzeugt aber durch nicht vorhersehbare Situationen, ihre bunten Charaktere und einer guten Beschreibung. John Katzenbach schreibt flüssig, gut verständlich und ehrlich. Man fühlt sich als Leser mitten in der Situation und fiebert mit. ich habe mich des Öfteren dabei erwischt, wie ich in Gedanken die Charaktere warnen wollte, mein Puls sich in gewissen Abschnitten steigerte, weil ich so sehr mit fieberte. Es wechselt immer zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, dies ist aber jederzeit gut ersichtlich und verständlich.

    Ich habe dieses Buch in einem gelesen, fand es durchweg spannend ( natürlich braucht der Aufbau einer Story sowie die Beschreibung der Charaktere eine gewissen Seitenanzahl) und kann es nur jedem empfehlen.

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    lauja01s avatar
    lauja01vor 2 Jahren
    Schade, das ich die Zeit diesem Buch gewidmet habe.

    Über das Buch:

    ISBN: 3426629836
    Verlag: Knaur TB
    Erschien: 1. Mai 2006
    Originalsprache: Deutsch
    Seiten: 752
    Preis: 12,99 Euro
    Gelesen im Dezember 2015

    Inhalt:

    Das Böse. Das Grauen. Die Klinik.
    Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht – bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat – mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse »Engel des Todes«, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis’ Schreckensphantasien?

    Das Cover:

    Das Cover finde ich nicht so außergewöhnlich. Ist halt eine Hand auf schwarzem Hintergrund. Es gibt schönere Covers.

    Die ersten 3 Sätze:

    Ich kann meine Stimmen nicht mehr hören und weiß daher nicht so recht weiter. Irgendwie hege ich den Verdacht, dass sie diese Geschichte viel besser erzählen könnte als ich. Wenigstens hätten sie ihre eigenen Ansichten und Vorschläge zu der Frage, was am Anfang und was am Ende und was dazwischen stehen könnte. 

    Meine Meinung:

    Ich war echt froh, als ich die Geschichte endlich durch hatte. Sie wird aus der Sich von francis erzählt, also in Ich-Form. Es wird immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her gesprungen. Für mich fehlt einfach die Spannung. Ich finde, das das Buch total langweilig geschrieben wurde.
    Außerdem ist es in der Länge gezogen worden. Man hätte das Buch auch auf 300 Seiten schrumpfen lassen können. Vielleicht wäre es dann spannender gewesen.
    Dafür das das Buch so hoch gelobt wurde, hatte ich mir mehr vorgestellt.
    Auch das niemand nach Francis schaut, wo doch jeder weiß, das es nicht gut ist, wenn er sich mehrere Tage nicht meldet. Find ich nicht prickelnd.
    Ich habe das Buch oft an die Seite gelegt und habe etwas anderes gelesen, weil es einfach nicht voran ging.

    Fazit:

    Schade, das ich die Zeit diesem Buch gewidmet habe.

    Über dem Autor:

    John Katzenbach wurde 1950 in Princeton, New Jersey, als Sohn einer Psychoanalytikerin geboren. Bereits von ihr lernte er eine Menge über die menschliche Psyche, deren Untiefen er später in seinen Thrillern ergründen sollte. Weitere Erkenntnisse gewann er in seiner jahrelangen Tätigkeit als Gerichtsreporter des "Miami Herald" und der "Miami News". Seine Artikel wurden zudem in mehreren Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Später machte er sich als Autor selbstständig. Zu seinen bekanntesten Werken, die zum Teil bereits verfilmt wurden, zählen "Der Patient" und "Die Rache". Nur eines ist Katzenbach noch wichtiger als das Schreiben: seine Familie. Mit seiner Frau, der Pulitzerpreisträgerin Madeleine Blais, und seinen Kindern lebt er in Amherst, Massachusetts.

    Wie viele Sterne? 2

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    Emyralias avatar
    Emyraliavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich persönlich zu langwierig und ziehend geschrieben. Auch das Ende war jetzt nicht sooooo überraschend, wie angekündigt...
    C-Bird

    Francis ist irre. Und das nicht auf die "is ja irre"- Art, sondern auf die "Da sind Stimmen in meinem Kopf"-Art. Aber das macht nichts. Er sich daran gewöhnt, kommt sogar gut mit ihnen aus, hat einen geregelten Tagesablauf und zählt Fische. Bis eines schönen Tages ein Brief vergangene Ereignisse wieder zum Leben erweckt.

    John Katzenbachs "Die Anstalt" ist ein viel gelobter Thriller - in den Rezensionen liest man von Spannung, Nervenkitzel, einem völlig unerwarteten Ende. John Katzenbach sei ja "der Thrillerautor überhaupt". Ich fand leider nichts von dem versprochenem in diesem "Thriller". Kein "Thrill" sozusagen. Natürlich gibt es Mord, Angst - aber wieder einmal hat sich das typische Thriller-Muster wiederholt. Wie in 99,9% der Thriller: kennt man also den Leitsatz (nein ich werde ihn jetzt nicht wiederholen, sonst versaue ich noch jemandem die Thriller, wer den Satz noch nicht kennt), ist es ein Leichtes bereits bei der Hälfte den Mörder zu identifizieren. Nunja, soweit möglich.

    Die Ausführungen ziehen sich teilweise ins Unerträgliche, nicht nur wegen der vielen Wiederholungen. Oft konnte ich mir ein "das haben wir schon vor 100 Seiten festgestellt" nicht verkneifen (sehr zur Verwunderung meiner Sitznachbarn Café, Bus und Bahn). Andererseits spiegelt das wohl ganz gut die geistigen Fähigkeiten der Protagonisten wieder. Was auch sehr gut dargestellt wurde ist die Feindlichkeit und der fehlende Respekt gegenüber Frauen und/oder allem, was nicht der Norm entspricht der vorherrschenden Zeit. So genannte Profis, die aus Arroganz nicht den geringsten Schimmer von ihrem Fachgebiet haben oder aus persönlicher Abneigung willkürlich mit den Rechten der Patienten umgehen... Auch die Zustände der Patienten wurden (und sehr ausführlich) beschrieben. 

    Alles in Allem war ich zwar sehr enttäuscht, denn mir wurde (auch vom Freundeskreis) mehr versprochen, allerdings hätte es auch schlimmer sein können.

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 4 Jahren
    "Die Anstalt" von John Katzenbach

    Inhalt


    Francis ist verrückt. Zumindest würden ihn andere so bezeihnen, denn er hört Stimmen, die niemand sonst hören kann. Eine Weile befand er sich deshalb in einer Anstalt, bis diese von einer grauenhaften Mordserie erschüttert und geschlossen wurde. Jetzt, 20 Jahre später, erhält er eine Einladung zu einer Feier beim Western State Hospital, das als Museum wiedereröffnet werden soll. Er fährt hin, doch die Nähe zu dem Ort des Geschehens lässt Erinnerungen und Ängste wieder hochkommen. Zurück in seiner Wohnung beschließt er, aufzuschreiben, was damals geschehen ist. Doch zu den Stimmen in seinem Kopf gesellt sich die Stimme des Engels, wie sie den Mörder damals nannten, und droht ihm mit dem Tod. Doch Francis will nicht aufgeben - die Welt muss erfahren, was wirklich geschah.


    Meine Meinung


    Lange dachte ich, dieses Buch sei Horror pur und habe es vor mir her geschoben, weil ich selten in Stimmung für einen Horror-Wälzer war. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich es nicht sehr gruselig fand und auch sonst nicht viel an dem Buch entdecken konnte, was mich begeistert hat.

    Zwar hat mich der Roman mehr als ein Mal an Hannibal Lecter erinnert, wozu sicher auch das Umfeld der Nervenheilanstalt beitrug, und mir gefällt auch die Idee, eine solche als Zentrum für einen Psychothriller zu wählen. Dadurch sind die Gesetze der Logik ausgehebelt und kein Schritt  ist vorhersehbar. Trotzdem kam mir einiges unrealistisch vor, vor allem das Verhalten von Person, die ich eigentlich für klüger gehalten habe. Die Staatsanwältin und der intelligente ehemalige Feuerwehrmann tappen in Fallen, die sie eigentlich hätten erkennen müssen, wie sie es schon unzählige Male zuvor getan haben. Sie stellen clever durchdachte Thesen auf, übersehen dabei aber das Offensichtliche.

    Dieses erschließt sich im Laufe des Romans dann aber dem damals 20-jährigenFrancis und er ist es auch, der uns die Geschichte erzählt. Zunächst bekommt der Leser einen knappen Einblick in seine Lebensgeschichte und was er jetzt, 20 Jahre nach den Ereignissen in der Anstalt, tagein tagaus so macht. Nachdem er dann aber das ehemalige Western State Hospital im Rahmen einer Sponsorenveranstaltung besucht hat, wird er von der Vergangenheit eingeholt und möchte diese aufschreiben - mangels Papier auf seine Wohnzimmerwände. Dass er teilweise als auktorialer Erzähler auftritt, erscheint anfangs nicht ganz schlüssig, doch das gibt sich, als Katzenbach Francis erklären lässt, dass er die Ereignisse rund um das konstruiert, was er von der betreffenden Person erzählt bekommen hat.

    Abgesehen vom Anfang ist das Buch so aufgebaut, dass das, was Francis an die Wände schreibt, der eigentliche Roman ist, gelegentlich unterbrochen von gut platzierten Einschüben, die den Leser und Francis selbst zurück in die Wohnung holen. Gelegentlich ergänzen diese Einschübe noch ein fehlendes Puzzlestück oder legen den Köder für das weitere Geschehen aus, was ich für eine sehr gute Taktik halte.

    Aber alle gute Taktik nützt nichts, wenn die Charaktere nicht überzeugen und wenn sich die Ereignisse künstlich in die Länge ziehen. Meiner Meinung nach hätte alles in einen halb so langen Roman packen können, ohne dass Entscheidendes gefehlt hätte. Und mit einer fähigeren Staatsanwältin sähe die Sache auch noch einmal anders aus. Ich vergebe  2 von 5 Wolken.

    Ein tolles erwähnenswertes Detail ist übrigens das Cover - die Hand leuchtet im Dunkeln ;)

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    Carlalis avatar
    Carlalivor 4 Jahren
    Lesenswert!

    "Die Anstalt" handelt von Francis Petrel der vor zwanzig Jahren gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden ist. Mehrere Jahre hat er dort gelbt, bis eine Mordserie die Anstalt erschüttert.

    Francis begibt sich daraufhin auf die Suche nach dem Mörder, was in einer psychiatrischen Anstalt, in der nicht nur die Insassen verdächtig sind, schier unmöglich scheint...

     

    Die Anstalt war das erste Buch, welches ich von John Katzenbach gelesen habe und mich sofort zum "Fan" dieses Autors werden ließ. Bei diesem Psychothriller wird der Leser häufig in die Irre geführt und die schlichte Beschreibung des "Wahnsinns" in dieser Psychiatrischen Anstalt macht es schon unterhaltsam. Gerade die Idee einen Mord in eine psychiatrische Klinik zu legen ist meiner Meinung nach eine geniale Idee gewesen.

    Auch die Hauptperson Francis ist durchaus sympathisch, gerade weil er nicht perfekt ist und Stimmen in seinem Kopf hört. Gerade diese Eigenart machen dann Gespräche die Francis mit anderen Insassen etc. führt sehr unterhaltsam.

    Mit seinen fast 750 Seiten, mag es vielleicht für manchen zu lang geraten sein, für mich war es jedoch kurzweilige und spannende Unterhaltung!!!

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    Saskia512s avatar
    Saskia512vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Zieht sich wie ein Kaugummi und das Ende war dann auch nicht das Wahre
    Die Anstalt

    Inhalt : Das Böse. Das Grauen. Die Klinik.
    Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht – bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat – mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse »Engel des Todes«, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis’ Schreckensphantasien?
    Meine Meinung : Der Klapptext verspricht viel und so hab ich mich voller Begeisterung auf das Buch gestürzt. Nachdem nach 200 Seiten immer noch keine Spannung aufkam war ich ein bisschen enttäuscht, wollte aber weiterlesen, um zu sehen ob irgendwann nochmal Spannung aufkommt.Nach 750 Seiten wurde mir klar, das war wohl nix :D 
    Der Autor schreibt einfach zu detailreich, schreibt alle Gedanken auf und alles was man sieht. Eigentlich ganz schön aber dadurch wird der Spannungsaufbau einfach immer wieder "zerstört".Das ist mein erstes Buch von John Katzenbach und wird vielleicht auch mein letztes bleiben.

    Fazit: Ein Buch das man lesen kann, aber nicht als Psychothriller bezeichnen sollte

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