John Kennedy Toole Die Verschwörung der Idioten

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Inhaltsangabe zu „Die Verschwörung der Idioten“ von John Kennedy Toole

Ignatius J. Reilly ist schon von weitem eine groteske Erscheinung: Tweedhose, Flanellhemd, Schal und grüne Jagdmütze umhüllen den überdimensionierten, unter den Launen einer sensiblen Verdauung leidenden Körper. Sein Geist hingegen leidet an der Verkommenheit der Welt und ihrer Bewohner. Lange Zeit konnte der verkrachte Intellektuelle beiden aus dem Weg gehen, doch das träge Leben auf Kosten seiner Mutter findet ein jähes Ende, als sie in Geldnot gerät und ihn zum Arbeiten zwingt. Ob am Hotdog-Stand oder in der Hosenfabrik – Ignatius stiftet Unheil, wo immer er auftaucht …

Absurd und komisch. Ich habe Tränen gelacht.

— Pseudokrates

überraschend witziges buch. die charaktere werden herrlich gezeichnet. der humor ist noch heute zeitgemäß.

— Borkins

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. 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Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. 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    • 2011
  • Politisch unkorrekt - aber witzig...

    Die Verschwörung der Idioten

    parden

    POLITISCH UNKORREKT - ABER WITZIG... Gestatten: Ignatius J. Reilly, eloquent, flatulent und zu absolut nichts zu gebrauchen. Die grüne Jagdmütze stramm auf der Wölbung des Kopfes schützt vor Schnupfen. Die geräumigen Hosen aus robustem Tweed bieten mehr Bewegungsfreiheit als üblich. Das karierte Hemd erübrigt eine Jacke, der Schal deckt die Blöße zwischen Ohrenlaschen und Kragen. Ein solcher Aufzug mag vielleicht nicht alltäglich-modisch sein, entspricht aber allen theologischen und geometrischen Anforderungen und deutet auf ein reiches Innenleben. Ein "Wirrkopf von Gottes Gnaden, ein fetter Don Quijote, ein perverser Thomas von Aquin", in der Tat einer der originellsten Helden, den die amerikanische Literatur in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Seine berufliche Odyssee führt ihn von Hosen-Levy, wo er eine Revolte der Arbeiter anführt, ins Franzosenviertel, wo er einen fahrbaren Wurststand verwaltet. Ort der Handlung ist New Orleans. Naja, der Held ist eher ein Anti-Held, nicht dumm aber schon sehr verschroben in seinen Ansichten und mit einer recht eigenwilligen Wahrnehmung und Interpretation der Geschehnisse und seiner Umgebung. Ignatius ist selbstverliebt, leidet unter Blähungen und sieht sich als Mittelpunkt der Erde, um den alles kreist. Dumm nur, dass ihn niemand anderer so sieht. Für die meisten ist er ein fetter, ekliger Spinner, der nur dumme Sprüche von sich gibt und seiner Mutter, in deren Haus er auch mit seinen 30 Jahren noch lebt, das Leben schwer macht. Igantius ist allerdings recht intelligent und kann sich sehr eloquent ausdrücken, doch seine zahlreichen Spleens machen diesen Eindruck schnell wieder zunichte... Als er, der eigentlich nur essen, an seinen Tagebuchnotizen feilen und TV oder Kinofilme sehen möchte, plötzlich von seiner Mutter gezwungen wird, sich eine Arbeit zu suchen, nimmt das Chaos seinen Lauf. Aberwitzigen Figuren - vollkommen überzeichnet und karrikiert - begegnet Ignatius fortan, und im Laufe der Geschichte stoßen diese unter merkwürdigsten Umständen immer wieder aufeinander. John Kennedy Toole schrieb diesen Roman 1963. Damit war er jedoch wohl zu fortschrittlich für diese Zeit, denn das Buch ist in keinster Weise politisch korrekt. Die Schwarzen bekommen hier ebenso ihr Fett weg wie Juden, Schwule, Polizisten, italienische Einwanderer, nichtsnutzige Fabrikantensöhne - und masturbierende Muttersöhnchen. Der Autor verschont hier niemanden, am wenigsten sich selbst. Weil er mit seinem Roman derart viele Tabus überschritt, ließ sich dafür kein Verleger finden, was John Kennedy Toole sehr deprimierte. Im Nachwort ist zu erfahren, wie viele Parallelen es gibt zwischen dem Leben des Autors und dem des Anti-Helden Ignatius - und da bleibt einem nachträglich das Lachen schon ein wenig im Halse stecken. Denn der Autor hat sich schließlich das Leben genommen, weil niemand sein Werk, von dem er so überzeugt war, publizieren wollte... Allerdings hat seine Mutter nach dem Tode Tooles den Roman bei unzähligen Verlagen eingereicht, bis sich tatsächlich einer fand, der das Buch schließlich zehn Jahre nach Tooles Freitod herausbrachte. Im folgenden Jahr wurde "Die Verschwörung der Idioten" mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet - das erste Mal, dass ein Autor ihn postum erhielt. In 18 Sprachen wurde der Roman seither übersetzt, und John Kennedy Toole gilt als einer der wichtigsten Klassiker der sog. Südstaaten-Literatur. Mit seinem einzigen Buch... Mich hat das Buch größtenteils gut unterhalten, auch wenn ich es phasenweise etwas langatmig fand. Manche Anspielungen, Wortspiele und zynische Anmerkungen sind sehr im amerikanischen Kontext verhaftet und der damaligen Zeit gemäß sehr gesellschaftskritisch, aber es macht auch Spaß zu lesen, ohne jedes Detail dieses politischen Hintergrundes zu kennen. Schon etwas Besonderes... © Parden

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    • 2
  • Schade

    Die Verschwörung der Idioten

    Buecherfreundin

    12. February 2014 um 20:48

    Ignatius J. Reilly, als Erwachsener lebt er immer noch bei seiner Mutter. Arbeiten ist unter seiner Würde. Er schikaniert seine Mutter und quält mit seinem flegelhaften Benehmen seine Umwelt. Als er nun doch gezwungen ist einer Arbeit nach zu gehen, endet das für alle Beteiligten in einer mittleren Katastrophe. ---------------- Eine Leseprobe hatte  mich neugierig gemacht, auf diesen Ignatius und seine verwirrende Art Dinge war zu nehmen. Das Buch hat ein paar gute Passagen. Hier und da konnte ich schmunzeln, war von wieherndem Gelächter allerding weit entfernt. Leider wurde mir Ignatius während des Lesens immer unsympathischer, und sein ständiges „Geschwafel“ ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven. Seine Mutter, mit der ich anfangs noch Mitleid hatte weckte bald ähnliche Gefühle bei mir. Die anderen Personen waren eher farblos. Der Autor schenkt ihnen zu wenig Bedeutung. Sie kommen hier eindeutig zu kurz und gehen in dieser Geschichte fast unter.  Die Ereignisse in diesem Buch erstrecken sich über eine kurze Zeitspanne. Einzelne Begebenheiten, aneinander gereiht,  lassen einen roten Faden leider vermissen. Es fehlt hier der Aufbau von Spannung und der Anreiz zum Weiterlesen. So musste ich mich irgendwann regelrecht durch das Buch quälen und war froh als ich das Ende erreicht hatte. Schade, denn ich glaube das hier Potential verschenkt wurde. 

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Violet_Princess

    06. August 2012 um 20:31

    Klappentext: Die braven Bürger von New Orleans scheinen nicht besonders viel von Ignatius und seinen Ausrastern zu halten. Der aber ignoriert sie einfach, wenn er seinen massigen Körper zu den Fleischtöpfen der Stadt bewegt. Er führt immerhin einen edlen Kreuzzug gegen das Laster, die Modernität und die Unwissenheit. Doch seine Mutter hält eine hässliche Überraschung für ihn bereit: Nach einem Blechschaden, den sie verursacht hat, wird er von ihr gezwungen, seine rituellen Zornesausbrüche vor dem Fernseher aufzugeben und sich einen Job zu suchen, statt mit Leserbriefen die Welt zu verbessern. Unerschrocken nutzt er die neue Stelle, um seine Mission fortzuführen - und hat dafür jetzt auch noch ein Piratenkostüm und einen Imbissstand zur Hand ... Definitiv einer der originellsten Helden, den die amerikanische Literatur im letzten Jahrhundert hervorgebracht hat. Inhalt: Ignatius J. Reilly, 30 Jahre alt, lebt noch immer bei seiner Mutter in New Orleans. Er ist nicht dumm, schließlich hat er studiert, aber faul, das ist er wohl. Statt zu arbeiten, spielt sich sein Leben irgendwo zwischen Philosophie und Fernsehen ab. Ignatius ist außerdem der Überzeugung, er besitze ein Magenventil, welches bei Stress oder Anstrengung gleichwelcher Art, zum Verschluss neigt. Nach einem Unfall seiner Mutter sieht sich Ignatius dann jedoch gezwungen, auf Jobsuche zu gehen, denn irgendwie muss der verursachte Schaden beglichen werden. Mehr schlecht als recht begibt er sich auf eine chaotische Reise durch die große weite Arbeitswelt und nicht nur das frühe Aufstehen stellt ihn dabei vor eine Herausforderung… Charaktere: Neben dem vorgestellten Hauptcharakter und seiner Mutter tauchen in dem Buch noch weitere Personen auf, wie beispielsweise der Polizist Mancuso, Studienfreundin Myrna und Arbeitskollegin Trixie. Jeder weist irgendwelche Macken auf und sie erscheinen allesamt mehr verrückt als sympathisch. Stil: Der Stil ist unter anderem dadurch geprägt, dass verschiedene unabhängig erscheinende Handlungsstränge aneinander gereiht werden, was zunächst etwas unerwartet war und den Lesefluss etwas störte, jedoch gewöhnt man sich im Laufe des Buches daran. Des Weiteren ist der Schreibstil – im Positiven wie im Negativen - sehr bildlich. Fazit: Ich bin etwas hin- und hergerissen in meiner Meinung über dieses Buch von John Kennedy Toole. Der Schreibstil ist anfangs etwas schwierig, was das Lesen zunächst recht zäh macht. Jedoch habe ich mich nach und nach daran gewöhnen können. In der Hinsicht braucht man etwas Zeit für dieses Buch. Die Charaktere sind einerseits sehr verrückt und nervraubend, andererseits auch gerade deshalb interessant. Auch der Humor ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch haben mir einige Szenen auch ein herzhaftes Lachen entlockt. Deshalb vergebe ich 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Effi90

    25. May 2012 um 22:12

    "Gestatten: Ignatius J. Reilly, eloquent, flatulent und zu absolut nichts zu gebrauchen ..." Diesen Satz findet man auf amazon.de zur Beschreibung dieses Romans, und er bringt auch schon das Wichtigste auf den Punkt. Alles dreht sich um den egomanischen Pendanten Ignatius, für den es keine anderen Lebensinhalte als seinen streng organisierten Tagesablauf, das Terrorisieren seiner Mutter, sein klemmendes Magenventil und die Niederschrift seiner weltverändernden Thesen in alten Schulheften mit Indianeraufdruck gibt. Zwischendrin streut der Autor in einem anderen Handlungsstrang noch versteckte, gemein-ironische Bemerkungen zur Behandlung der Farbigen in New Orleans ein, wobei ihm kein stilistisches Niveau zu niedrig scheint. Es finden sich noch weitere sozialkritische Aspekte, die beispielsweise die heutige Konsum- und Leistungsgesellschaft betreffen. Einige Vergleiche bringen einen tatsächlich zum Schmunzeln, vom versprochenen "wiehernden Gelächter" ist man jedoch weit enfernt. Es war mir nicht möglich, mehr als 1/3 des Romans zu lesen. Dem Autor gelingt es nicht, einen roten Faden oder einen Spannungsverlauf einzubringen. Der erzwungene Witz und der damit einhergehende Mangel an Authentizität und ernstzunehmender äußerer Handlung machen es einfach unmöglich zu verstehen, worum es letztendlich gehen soll und worin genau die Aussageabsicht des Autors besteht. Fazit: Spezieller Humor für den "speziellen" Leser, streckenweise jedoch leider zusammenhangloser Unsinn, der das Geld nicht wert ist! Einen Stern gibt es jedoch für vorgetäuschten Intellekt und den total abgedrehten Versuch, ein total sinnloses Gerüst zum literarischen Knaller zu machen.

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  • Leserunde zu "Die Verschwörung der Idioten" von John K Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Buchstabengourmet

    "Die Verschwörung der Idioten" ist eine fantastische Komödie, die bei euch, ob ihr wollt oder nicht, Lachanfälle verursachen wird. Die Geschichte hat aber auch einen traurigen Hintergrund. Der 1937 in New Orleans geborene Autor, John Kennedy Toole, versuchte jahrelang einen Verlag für sein Manuskript zu finden. Vergebens. 1969 nahm er sich deswegen das Leben. Nach seinem Tod bemühte sich seine Mutter weiter um die Veröffentlichung von "Die Verschwörung der Idioten". Sie hatte Erfolg und Tooles Buch wurde ein Bestseller. 1981 erhielt er postum den Pulitzer Preis für den besten Roman des Jahres. Ignatius J. Reilly ist dreißig, tapsig wie ein Elefant und stets nach theologischen und geometrischen Standards gekleidet. Und ganz neu ist seine Garderobe auch nicht. Reilly ist der Auffassung, dass der Besitz neuer und teurer Dinge Anzeichen für einen zweifelhaften Charakter sind. Regelmäßig erbost er sich über die Ungerechtigkeit der Welt da draußen in ausufernden Wutausbrüchen. Sei es ob es um 5 Cent geht, die ein Spielautomat verschluckt hat, oder wegen seiner Meinung nach horrenden Preisen in einer Bar, nichts ist zu unwichtig, um nicht durch die Decke zu gehen. Sein Leben ändert sich abrupt, als seine Mutter einen Blechschaden verursacht, und sich Reilly einen Job suchen muss. Auf die Arbeitswelt losgelassen, sieht Reilly keinen Anlass, seine Meinungen diplomatischer zu verpacken. Chaos ist vorprogrammiert. Es würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen, die Momente, die man mit Schmunzeln und lautem Lachen während des Lesens von "Die Verschwörung der Idioten" aus dem Klett-Cotta Verlag verbringt, zu zählen. Wer auch in den Genuß dieses tollen Romans kommen, sich in der Leserunde darüber austauschen und eine Rezension verfassen will, kann sich bewerben und gehört vielleicht bald zu den 25 Testlesern. Um Testleser zu werden, schreibt hier einfach bis einschließlich 17. August in einem Kommentar unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner", wem ihr mal gerne so richtig die Meinung sagen würdet. Und wer schon mal reinschnuppern möchte, der findet unter diesem Link eine Leseprobe: http://www.klett-cotta.de/sixcms/detail.php?template=book2look&id=16004

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    • 258
  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    sonjastevens

    06. March 2012 um 19:14

    „Die Verschwörung der Idioten“ Es tut mir sehr leid, aber ich kann einfach das Buch nicht zu Ende lesen, ich quäle mich jetzt seit Monaten damit rum und ich bin jetzt doch zu dem Entschluss gekommen, dass ich das Buch nach etwas über der Hälfte abbreche – eigentlich mache ich so was nie – aber hier geht’s nicht anders. John Kennedy Toole’s Roman „Die Verschwörung der Idioten“ wurde posthum mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet – leider ist diese Kunst aber an mir vorbeigegangen… Was ich aber verstehen kann, ist dass Toole große Schwierigkeiten hatte überhaupt einen Verleger zu finden. Das Nachwort beschreibt die Geschichte des Buches und den Kampf einen Verleger zu finden sehr gut, auch lässt sich darauf schließen, dass er in dem Buch vielleicht auch seine eigenen Probleme mit seiner Mutter aufarbeitet. Toole wählte den Freitod, er bekam nie mit, dass das Buch von einem kleinen Universitätsverlag doch noch veröffentlich wurde. Buchrücken „Gestatten: Ignatius J. Reilly, eloquent, flatulent und zu absolut nichts zu gebrauchen“ – so lautet die passende Beschreibung des Protagonisten. Eigentlich könnte man auch davon ausgehen, dass das Buch sehr lustig sein wird, denn weiterhin wird auf dem beschrieben: „Lesen sie diesen Roman nicht im Flugzeug oder im Wartezimmer – So fallen sonst unangenehm auf. Nicht durch Grinsen oder Kichern, sondern durch wieherndes Gelächter“. Dieser Kelch ging ebenfalls an mir vorbei, auch wenn ich am Anfang des Öfteren man Schmunzeln konnte, gingen mir die unsympathischen Charaktere des schnell dermaßen auf die Nerven, dass mir jede Freude an dem Buch vergangen ist. Ignatius Reilly ist ein nichtsnutziger Mann, der im mittleren Alter immer noch bei seiner Mutter wohnt. Er selber hält sich für was Höheres bestimmt und ist nicht in der Lage sich normalen sozialen Konventionen anzupassen. Noch unterstützt ich seine Mutter Widerwillens, als er aber einen Autounfall baut und er für den Schaden aufkommen muss, bleibt ihn nicht anderes übrig als endlich auch eine Arbeit zu finden. Durch seinen abstoßenden Charakter und seine weltfremden Einstellungen fällt dieses aber nicht leicht. Ignatius ist nicht der einzige Charakter, der kaum zu ertragen ist – es würde hier aber den Umfang sprengen, würde ich mich noch über die Nebenhandlungen auslassen. Das Buch hat auch keine richtige Handlung, man erlebt lediglich Ausschnitte aus den Leben der verschiedenen Charaktere, aber es gibt keinen Grund, dass ich sagen konnte, ich muss jetzt unbedingt Weiterlesen, weil es mich interessiert, was aus den Personen wird, wie es mit ihnen weiterhin ergeht. Dies mag daran liegen, weil durch die Reihe alle unsympathisch sind oder weil ich mich absolut gar nicht mir ihnen identifizieren kann. Da das Lesen zu einer immer größeren Qual wurde, habe ich – wie schon oben erwähnt – mich dazu entschlossen das Buch abzubrechen. Ich kann auch nur einen Stern vergeben, das auch nur weil es keine „Minus-Sterne“ gibt.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Peperino

    06. February 2012 um 15:52

    Der Anti-Held des Buches Ignatius J. Reilly ist ein 30-jähriges, fettes und überhebliches Muttersöhnchen, dass zu faul für jegliche Art von Arbeit ist, das am liebsten motzend und sich voll stopfend vor dem Fernseher liegt und sich für einen Kinobesuch mit drei Tüten Popcorn und zwei Milky-Ways wappnet. Das bedeutendste Thema für Ignatius ist sein Magenventil, dass sich bei Stress oder Anstrengung verschließt. Nach seinem Studium hat es Ignatius zu nichts weiter gebracht als zu einer wirren Sammlung politischer und philosophischer Schriften. Doch nach einem Unfall seiner Mutter ist er gezwungen zum ersten Mal in seinem Leben einen Job anzunehmen. So landet er bei der heruntergekommenen Firma Hosen-Levy bei der er insbesondere seine Fähigkeit unter Beweis stellt stundenlang zu „arbeiten“ ohne tatsächlich etwas sinnvolles zu schaffen, außer für jeden Mitarbeiter dekorative Namensschilder zu basteln. Nachdem er die Fabrikarbeiter zu einer fehlgeschlagenen Revolte anstachelt wird er entlassen. Doch hier ist diese irre Odyssee durch das Berufsleben noch nicht beendet. weiterlesen http://blog.dtoday.de/neonroehren/2011/10/rezension-die-verschworung-der-idioten-john-kennedy-toole/

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Querbeetleserin

    25. January 2012 um 16:32

    Ein Mann in den besten Jahren lebt immer noch bei Mama,lässt sich von ihr bedienen,geht keiner geregelten Arbeit nach,ist faul ,aber sehr gescheit,macht nur nichts aus seinem Leben.Als seine Mutter endlich darauf besteht,das er sich Arbeit sucht,beginnt für ihn ein ganz neuer Lebensabschnitt....
    Ein unterhaltsamer,lustiger Roman,der mir Spass gemacht hat.

  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Mia-Josephine

    15. December 2011 um 16:23

    Inhalt: Der pummelige Ignatius lebt im Hotel Mama in New Orleans. Arbeiten findet er ganz schrecklich, sieht dies nicht als Option. Als seine Mutter dann jedoch eines Tages unter Alkoholeinfluss einen Unfall baut, muss auch er anfangen zu arbeiten, was bei einem selbstverliebten überempfindlichen und unselbstständigen Menschen wie ihm nur ins Auge gehen kann. Stil: Der Schreibstil des Autors hat mir nicht gefallen, mir kamen einfach zu viele Wörter drin vor, die in einem Buch nichts zu suchen haben. Es werden viele Handlungsstränge die nichts miteinander zu tun haben aneinander gereiht. Dies ist vor allem am Anfang sehr verwirrend. Im mittleren Teil des Buches Überrascht der Autor dann aber wieder mit gelungener Situationskomik, bei der man dann aber auch wieder nahe dran ist am Fremdschämen. Personen: Ich muss sagen, dass mir eigentlich alle Personen in dem Buch unsympathisch waren. Sie haben alle so heftige Eigenheiten, dass man sich einfach nicht an sie gewöhnen kann. Nehmen wir z.B. Ignatius: Er sitzt den ganzen Tag in seinem Zimmer, und schreibt an philosophischen Schriften, die er sowieso niemals fertig kriegen wird, hält sich selbst für den Größten, Besten und Cleversten und kommandiert seine Mutter herum. Wenn es die Personen im Buch wirklich geben würde, würde ich den meisten zu einem Besuch beim Psychologen raten. Fazit: Ich fand das Buch sehr anstrengend und wirklich dazu raten, es zu lesen kann ich eigentlich nicht. Der Schreibstil ist sehr anstrengend, die verschiedenen Erzählstränge verwirrend und auch die phasenweise gute Situationskomik kann die unsympathischen Personen nicht ausgleichen.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Emyralia

    14. December 2011 um 18:48

    Zum Inhalt haben ja schon einige etwas geschrieben und die Inhaltsangabe gibt es ja auch, deswegen möchte ich da jetzt nicht nocheinmal extra drauf eingehen. Im Allgemeinen kann ich nur sagen: Nicht für Jeden, aber man sollte schon mal reingespitzt haben. Der Schreibstil ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, da die Geschehnisse Szenenartig dargestellt werden, und zwar immer aus dem Blickwinkel der jeweiligen Protagonisten. Dadurch variiert auch der Stil immer etwas, da der eine zB anders spricht und schreibt als der andere, wodurch jedes Kapitel sozusagen sehr eigen wird. Die Protagonisten an sich sind wenig liebenswert, was das ganze ziemlich schwer zu lesen und sagenhaft zähflüssig, aber gleichzeitig auch den Charme des Buches ausmacht, weswegen es wahrscheinlich auch zum Klassiker wurde. Lustig ist es nur, wenn man wirklich finsteren und trockenen Humor hat, denn typische Witzsituationen gibt es keine, sondern eher absurde Situationskomik - ungewöhnlich, originell und Geschmacksache! Es fällt mir schwer zu sagen, wieso ich diesem Buch 4 Sterne gebe, denn ich kann nicht wirklich mit dem Finger drauf zeigen. Es war anstrengend, nervtötend und ich war auch froh als es vorbei war, aber dennoch hatte es was und ich war froh, dass ich es wirklich gelesen habe. Ich schätze, man muss es einfach versuchen und selbst herausfinden. Leichte Lektüre zum schnell Zwischendurchschmökern ist es aber sicherlich nicht!

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    14. November 2011 um 13:21

    Grotesk, anarchisch, wahnwitzig: John Kennedy Tooles bereits 1982 auf Deutsch erschienener Roman, ist nun in einer neuen Übersetzung des schweizer Literaten Alex Capus zu neuem Leben erwacht. John Kennedy Toole hat während seiner Militärzeit 1963 an diesem Buch gearbeitet und suchte nach Fertigstellung verzweifelt nach einem Verleger. Er hielt seinen Roman für ein Meisterwerk, verfiel ob der wiederholten Absagen der Verlage in Depressionen und begann zu trinken. Im März 1969 verübte er Selbstmord. Erst 1980 sollte seine Mutter einen Verlag für die „Verschwörung der Idioten“ finden, kurz darauf wurde das Buch von den Kritikern als Meisterwerk gefeiert und Toole erhielt posthum den renommierten Pulitzer-Preis. Ignatius Reilly „Der Fettwanst mit der grünen Mütze“, wie er von den konservativen Bürgern von New Orleans der sechziger Jahre genannt wird, ist ein Sonderling und ein „Wirrkopf von Gottes Gnaden“. Er schreibt an einem „Tagebuch eines Jungproletariers oder mein Kampf gegen die Faulheit “, streitet gern und wettert wütend gegen Gott und die Welt. Der egozentrische Ignatius lebt bei seiner verwitweten Mutter und ist in seiner Überheblichkeit und verschrobenen Weltsicht genauso unnachahmlich wie in seiner Faulheit und totalen Verweigerung von Arbeit. Er liebt es stattdessen, sich philosophierend und vollgestopft mit allerlei Süßwaren, seiner Streitkultur zu widmen. Bis zu dem Tag, als seine Mutter ihn energisch dazu auffordert endlich einer Arbeit nachzugehen. Nun stolpert er auf seiner Odyssee durch die Arbeitswelt von einer grotesken Situation in die nächste. „Die Verschwörung der Idioten“ ist ein skurriler und ironischer Abgesang auf Amerika, der mit allerlei rasanten und überaus amüsanten Beschreibungen aufwartet. Diese herrlich schrullige Typenkomödie besticht durch die eher szenenartig aneinander gefügten Handlungsstränge, die immer wieder durch kurze Episoden mit Briefen und Aufzeichnungen aus Ignatius Tagebuch zusammengehalten werden. Durch die gekonnten Wortspiele und bildhaften Darstellungen bekommt der Leser einen tiefen Einblick in das wirre Weltbild eines der originellsten Antihelden der amerikanischen Literatur. Ein Muss für alle, die den frühen John Irving verehren, aber auch für Liebhaber von David Foster Wallace.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    einMalTee

    03. November 2011 um 22:05

    Ignatius J. Reilly ist ein furchtbarer Mensch. Eingepfercht in sein eigenes kleines Leben und sein noch viel kleineres Zimmer bei seiner Mutter, das er mit seiner massigen Gestalt füllt, ist sein gedanklicher Horizont sehr begrenzt. Seine Lebensleitlinie gibt der Philosoph Boethius vor. Doch Ignatius ist ein sehr intelligenter Typ; Mann wäre ein wenig zu viel des Guten. Zwar ist er über 30, doch Arbeiten kommt für ihn nicht infrage. Seine Mutter behandelt ihn wie ein kleines Kind und als Sohn muss er noch schlimmer sein als in seinem späteren obligatorischen Berufsleben. Seine gutmütige Mutter verursacht angetrunken ein Autounfall mit Sachschaden; und da sie selbst nicht mehr arbeitet, muss Ignatius ran. Nun beginnt ein wirklich schräger Roman, da der ungelenke Ignatius mit seinem paradoxen „Magenventil“ sich immer rausredet die Aufgaben in ihrem Maße zu erfüllen, wie sie anstehen. Doch ist er kein Drückeberger. Er versucht das Beste, doch sein kosmo-politisches Denken, seine Ansichten und sein Weltverbesserungswille führen oft an seinem Auftrag vorbei. Was daraus entsteht ist unter anderem ein firmeninterner Aufstand, eine Klage über eine halbe Million Dollar, ein Hot-Dog-Verkäufer in Piraten-Kostüm. Die etwas seltsamen Nebengestalten, die das Leben in New Orleans in den 70er Jahren gut widerspiegeln, geben dem Roman den letzten, großartigen Schliff. Alex Capus, der das Werk neu übersetzt hat, behauptet, dass man das Buch nicht in der Öffentlichkeit lesen sollte, da die daraus entstehenden Lachanfällt so immens seien, dass Obacht geboten ist. Soweit würde ich nicht gehen, aber es ist an einigen Passagen schon sehr amüsant. Den Humor Tooles muss der Leser mögen; er ist fies, zynisch, satirisch und einfach nur grandios. Die Mutter John Kennedy Tooles ließ das Buch 1988 posthum veröffentlichen, da der Autor selbst keinen Verleger gefunden hat. Es wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und lohnt sich zu lesen, da es fern ab von Konventionen und Otto-Normal-Romanen ist.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Solifera

    28. October 2011 um 15:09

    Ignatius J. Reilly lebt mit seinen 10 Jahren immer noch bei seiner Mutter, weil es da ja auch so bequem ist. Obwohl mir die Mutter echt leid tut, hätte sie ihren Sohn doch schon längst raus werfen können. Aber wahrscheinlich ist sie so in ihrer Rolle des Mutter-Seins und Betüdelns verhaftet, dass sie nicht mehr herauskommt. Studiert hat Ignatius wohl, aber arbeiten? Wozu? Als seine Mutter einen Unfall verursacht, muss Geld her, sonst muss das schöne Haus, in dem beide leben, verkauft werden. Ignatius will sich zunächst weigern, sieht aber letzten Endes ein, dass er sich aufraffen muss. Mit dem Arbeiten klappt es mehr schlecht als recht, schließlich macht ihm sein Magenventil zu schaffen (nur kein Stress und so^^). Abgesehen von einigen wenigen wirklich witzigen Szenen (wie Ignatius mit dem Hotdog-Wagen, wie er die "Ware" einfach selbst auffuttert), war das vorwiegendes Gefühl beim Lesen das des Fremdschämens. Ein gewöhnungsbedürftiges Buch, dessen Humor mir wohl einfach nicht so recht gelegen hat.

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  • Rezension zu "Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Jonas2206

    Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Aber mich erwartete ein Buch mit aneinandergereihtern Geschichten die für mich so typisch wie auch nachvollziehbar waren, da ich Land und Leute gut kenne. Trotzdem fehlte mir der versprochene Witz und die Lachkrämpfe sind auch ausgeblieben. Allenfalls entlockten mir einige Stellen ein lächeln . Ignatius J. Rally ein 30 jähriger Mann wohnt immer noch bei seiner Mutter und das obwohl er intelligent ist und studiert hat. Aber zum Arbeiten fehlt ihm die Motivation. In seiner Umgebung fällt er mit seiner schlampigen altmodischen Kleidung auf. Sein Auftreten ist eher abstoßend und unsymphatisch und dient nicht gerade dazu Freunde. zu finden. Er klagt das 20. Jahrhundert an und führt Tagebuch. Aber damit hat er schon sein Potential ausgeschöpft, denn Arbeiten ist nicht gerade seine Stärke. Das führt dazu, daß er mit seiner Mutter in recht ärmlichen Verhältnissen lebt, da die Mutter alleine den täglichen Bedarf zum Leben beisteuert. Als, aus der Not heraus, er doch bereit ist eine Arbeit anzunehmen erweist er sich als Störenfried im Betrieb der die Mitarbeiter zu Revolution anstiftet. Da er selbst wenig vom arbeiten hält stört er den Betriebsfrieden und zeichnet sich durch Arbeitsverweigerung aus. Alles in allem handelt es sich um ein Buch mit vielen aneinandergereiten Erlebnisse und Geschichten. Situationskomik ist selten und auch Satiere ist wenige zu finden. Das Buch ist schwierig zu lesen.

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    thursdaynext

    20. October 2011 um 09:30
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