John Kennedy Toole Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten

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Inhaltsangabe zu „Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten“ von John Kennedy Toole

Der Held heißt Ignaz J. Reilly. Die grüne Jagdmütze stramm auf der Wölbung des Kopfes schützt vor Schnupfen. Die geräumigen Hosen aus robustem Tweed bieten mehr Bewegungsfreiheit als üblich. Das karierte Hemd erübrigt eine Jacke, der Schal deckt die Blöße zwischen Ohrenlaschen und Kragen. Ein solcher Aufzug mag vielleicht nicht alltäglich-modisch sein, entspricht aber allen theologischen und geometrischen Anforderungen und deutet auf ein reiches Innenleben.§§Ein "Wirrkopf von Gottes Gnaden, ein fetter Don Quijote, ein perverser Thomas von Aquin", in der Tat einer der originellsten Helden, den die amerikanische Literatur in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Seine berufliche Odyssee führt ihn von Hosen-Levy, wo er eine Revolte der Arbeiter anführt, ins Franzosenviertel, wo er einen fahrbaren Wurststand verwaltet. Ort der Handlung ist New Orleans. Sie setzt auf vollen Touren unter der Uhr von Holmes Warenhaus in der Canal Street ein, und am Ende bleibt eine Stadt zurück, deren Weichbild für immer gezeichnet ist.

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  • - Hypochrisy -

    Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten

    Hypochrisy

    14. July 2014 um 05:51

    Dies ist die zweifellos wahnwitzigste, hinreißendste und kurioseste Posse über den endgültigen verlust jeglicher amerikanischer Werte.

  • Rezension zu "Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten

    tomassvevo

    03. April 2012 um 17:01

    Selbst bei Don Qixote lachte ich nicht so viel! Fantastisch dieser Ignaz.

  • Leserunde zu "Die Verschwörung der Idioten" von John K Toole

    Die Verschwörung der Idioten

    Buchstabengourmet

    "Die Verschwörung der Idioten" ist eine fantastische Komödie, die bei euch, ob ihr wollt oder nicht, Lachanfälle verursachen wird. Die Geschichte hat aber auch einen traurigen Hintergrund. Der 1937 in New Orleans geborene Autor, John Kennedy Toole, versuchte jahrelang einen Verlag für sein Manuskript zu finden. Vergebens. 1969 nahm er sich deswegen das Leben. Nach seinem Tod bemühte sich seine Mutter weiter um die Veröffentlichung von "Die Verschwörung der Idioten". Sie hatte Erfolg und Tooles Buch wurde ein Bestseller. 1981 erhielt er postum den Pulitzer Preis für den besten Roman des Jahres. Ignatius J. Reilly ist dreißig, tapsig wie ein Elefant und stets nach theologischen und geometrischen Standards gekleidet. Und ganz neu ist seine Garderobe auch nicht. Reilly ist der Auffassung, dass der Besitz neuer und teurer Dinge Anzeichen für einen zweifelhaften Charakter sind. Regelmäßig erbost er sich über die Ungerechtigkeit der Welt da draußen in ausufernden Wutausbrüchen. Sei es ob es um 5 Cent geht, die ein Spielautomat verschluckt hat, oder wegen seiner Meinung nach horrenden Preisen in einer Bar, nichts ist zu unwichtig, um nicht durch die Decke zu gehen. Sein Leben ändert sich abrupt, als seine Mutter einen Blechschaden verursacht, und sich Reilly einen Job suchen muss. Auf die Arbeitswelt losgelassen, sieht Reilly keinen Anlass, seine Meinungen diplomatischer zu verpacken. Chaos ist vorprogrammiert. Es würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen, die Momente, die man mit Schmunzeln und lautem Lachen während des Lesens von "Die Verschwörung der Idioten" aus dem Klett-Cotta Verlag verbringt, zu zählen. Wer auch in den Genuß dieses tollen Romans kommen, sich in der Leserunde darüber austauschen und eine Rezension verfassen will, kann sich bewerben und gehört vielleicht bald zu den 25 Testlesern. Um Testleser zu werden, schreibt hier einfach bis einschließlich 17. August in einem Kommentar unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner", wem ihr mal gerne so richtig die Meinung sagen würdet. Und wer schon mal reinschnuppern möchte, der findet unter diesem Link eine Leseprobe: http://www.klett-cotta.de/sixcms/detail.php?template=book2look&id=16004

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  • Rezension zu "Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole

    Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten

    freitaggibtsfisch

    ignaz j. reilly ist überheblich, pedantisch und von stattlicher figur. er lebt in new orleans, suhlt sich in seiner lethargie und seinem eigenen, äußerst egozentrischen weltbild. aber er ist hochintelligent. er hat sogar einen doktor, aber irgendwie kann er sich nicht wirklich mit der welt anfreunden. er ist sehr eloquent und rasch auf 180. lebt bei seiner mutter, die seiner meinung nach alles falsch gemacht hat. mit frauen beschäftigt er sich nur aus der distanz. einer geregelten arbeit geht er nicht nach. als das geld knapp wird zwingt ihn seine mutter mit 30 jahren das erste mal in lohn und brot. zuerst zettelt er in einer hosenfabrik einen aufstand unter den schwarzen arbeiter an, danach versucht er sich als hotdog verkäufer bis er schließlich seine eigene partei der "sodomisten" gründen möchte. ein großartiger lesespaß! ignaz teilt nach allen seiten aus, jeder bekommt etwas ab. seine waffe ist das wort, von dem er reichlich und äußerst eloquent gebrauch macht. herrliche dialoge. hochamüsant! kaufbefehl!

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