John Kilaka

 5 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Der wunderbare Baum, Schneller Hase und weiteren Büchern.

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Schneller Hase
Neu erschienen am 25.07.2018 als Hardcover bei Baobab Books.

Alle Bücher von John Kilaka

John KilakaDer wunderbare Baum
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Der wunderbare Baum
Der wunderbare Baum
 (1)
Erschienen am 01.12.2017
John KilakaFrische Fische
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Frische Fische
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Erschienen am 28.02.2017
John KilakaSchneller Hase
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Schneller Hase
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Erschienen am 25.07.2018
John KilakaGute Freunde
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Gute Freunde
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Erschienen am 01.09.2004

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Rezension zu "Der wunderbare Baum" von John Kilaka

Eine herrliche, farbenfrohe, weise Geschichte, die einfach Lebensfreude ausstrahlt und vermittelt
Kinderbuchkistevor 5 Monaten

Eine mündlich überlieferte Geschichte aus Tansania
die einfach erfreut
für Kinder ab 3 Jahren

Bevor ich auf die Geschichte eingehe möchte ich etwas über die Entstehung der Geschichte berichten.
Ich habe einen Traum, den ich vermutlich nie realisieren werden kann, aber durch die Bücher von John Kilaka wird ein Stück meines Traumes doch erfüllt. Er sammelt Geschichten seiner Heimat. Geschichten die sich erzählt werden, so wie früher bei uns die Märchen die zunächst nur mündlich weitergetragen wurden.
Die Geschichte vom wunderbarem Baum fand John Kilaka im Südwesten Tansanias. Er geht mit einem Tonband in die Dörfer und lässt sich Geschichten erzählen. Daraus entstehen dann seine Bücher.
Doch bevor es soweit ist passiert viel.
Die Geschichten werden in seiner Muttersprache Fipa, erzählt. Fipa verstehen jedoch nur sehr wenig also übersetzt er sie ins Kisuaheli. Natürlich verleiht er bei der Nacherzählung der Geschichte seinen eigenen Stil, der  nah an der Ursprungsgeschichte liegt. Wie bei allen mündlich überlieferten Geschichten ist es so, dass sie sich mit der Zeit etwas verändern. Wichtig ist die Botschaft nicht zu sehr zu verwässern. 
Damit wir hier die Geschichte lesen können wurde sie von Kenny Kilaka und Oksana Richard ins Englische übertragen und Barbara Brennwald übersetzte sie dann vom Englischen ins Deutsche.
Mit dem Übersetzten ist es aber nicht getan, denn es muss auch einen Verlag geben, der die Geschichte veröffentlicht und das tat der Baobab Verlag, dem ich für seiner Arbeit und sein Engagement recht herzlich danken möchte.
Damit nicht genug ein Bilderbuch lebt in großem Maße auch von seinen Bildern und die sind die eigentliche Profession des Autors, der mit Leib und Seele Künstler ist.
So erleben wir in diesem Buch nicht nur eine überlieferte Geschichte sondern bekommen auch ein Gefühl für einen der typischen Illustrationsstile der Region.
Im Anhang der Geschichte erfahren wir von John Kilaka genau hierüber etwas. Er erzählt von seinem Zugang zur Malerei und seinem Illustrationsstil beruhend auf der Tingatinga-Malerei.
So erleben wir ein fantastisches , künstlerisches Bilderbuch, das authentische Malerei und Erzählung vereint und uns so ein Gefühl für das Land und sein Leben vermittelt.
Bilder die unglaublich viel Lebensgefühl und Lebensfreude vermitteln, die in unser Herz strahlen und einen schon beim Betrachten ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Nun fragt sich der ein oder andere vielleicht was man Traum ist.
Mein Traum ist es eine Weltreise zu machen und genau solche Künstler, zu treffen, und Geschichten und Malereien zu sammeln, die landestypisch sind. Was für Bilderbücher gibt es in anderen Ländern, was macht ihren Illustration Stil aus und was für Geschichten und Erzählformen gibt es? 
Nun aber zurück zu diesem wunderbaren Bilderbuch.
John Kilaka erzählt uns eine Geschichte, die unsere Lesekinder sehr witzig fanden, die aber wesentlich mehr ist als amüsant. Ist sie überhaupt witzig?
Die Antwort mag jeder selbst für sich finden.
Sie erzählt von den Tieren Tansanias, die harmonisch miteinander zusammen leben. Auch als die Dürre das Land austrocknet und eine Hungersnot das Land heimsucht halten sie zusammen. Sie finden einen Baum, der viele, viele große Früchte trägt, doch was sie auch versuchen, der Baum trennt sich nicht von ihnen. Die Tiere sind ratlos. Da hängt ihre Rettung an dem Baum, niemand müsste hungern doch es gelingt ihnen einfach nicht sie zu ernten.
Die Häsin jedoch hat eine Idee. Sie schlägt vor die weise Schildkröte zu fragen. Eine gute Idee wie alle finden. Die Häsin bietet sich daraufhin auch gleich an zur Schildkröte zu laufen, doch die anderen trauen es der Häsin nicht zu und bestimmen Elefant und Büffel die Schildkröte aufzusuchen. Tatsächlich treffen sie wenig später die weise Schildkröte an und erfahren tatsächlich wie sie es schaffen den Baum von den Früchten zu befreien. Der Baum wird seine Früchte nur dann hergeben wenn man ihn mit Namen anspricht. Elefant und Büffel können es kaum glauben, so einfach soll das sein?
Erfreut machen sie sich auf den Heimweg. So leicht hätten sie sich das nicht vorgestellt, doch dann geschieht etwas unvorhersehbares und der Elefant vergisst den Namen des Baumes. Der Büffel hatte sich auf den Elefanten verlassen und so kommen sie zurück zum Baum, ohne den Namen. Daraufhin macht sich eine zweite Abordnung auf zur Schildkröte. Auch sie bekommen den Namen, auch sie trifft etwas Unvorhergesehenes und auch sie vergessen den Namen. Das geht so eine ganze Weile bis sie letztendlich doch die Häsin schicken, die natürlich den Namen behält. Als der Baum seinen Namen hört regnet es Früchte. Niemand muss mehr Hunger leiden. Für den ein oder anderen war es sogar etwas zu viel.
Und die Moral von der Geschichte?
Manchmal sollte man anderen mehr zu trauen auch wenn sie vielleicht kleiner, unscheinbarer oder........ sind.
*
John Kilaka erzählt seine Geschichte einfach und klar ohne viel auszuschmücken. Seine Bilder visualisieren die Geschichte und liefern ein tiefes Gefühl für die Stimmungen. Durch die bunten, kräftigen Farben, den Tingatinga-Stil wirken seine Bilder noch lebendiger und intensiver. 
Unsere Lesekinder lieben diesen Stil und fanden sofort einen Zugang zur Geschichte.
"Sprechende Bilder" sagte ein Junge als er beschreiben sollte wie die Bilder auf ihn wirken.
In der Tat es sind sprechende Bilder.
*
Für den ein oder anderen mag es zu bunt sein doch genau diese Farbenpracht steht für Afrika .
*
Angeregt durch die Illustrationen haben wir uns später noch viele Bilder im Tingatinga-Stil angeschaut und später selbst bunte Bilder gemalt.
Besonders lustig fanden die Kinder natürlich den eingängigen, leicht merkbaren Namen des Stils. Tingatinga kommt von einem bekannten Maler Tansanias Edward Saidi Tingatinga. Auch dies erzählt uns John Kilaka im Anhang.
*
Ein wundervolles Bilderbuch!

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