John Lanchester

 4.2 Sterne bei 124 Bewertungen
Autor von Kapital, Capital und weiteren Büchern.

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Die Mauer

Erscheint am 28.02.2019 als Hardcover bei Klett-Cotta.

Die Mauer

Erscheint am 04.03.2019 als Hörbuch bei Random House Audio.

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Kapital

Kapital

 (96)
Erschienen am 14.04.2014
Mr. Phillips von 6 bis 7

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 (2)
Erschienen am 18.03.2002
Hotel Empire Hongkong

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 (2)
Erschienen am 01.09.2006
Die Lust und ihr Preis

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 (1)
Erschienen am 16.09.1996
Die Mauer

Die Mauer

 (0)
Erschienen am 28.02.2019
Die Mauer

Die Mauer

 (0)
Erschienen am 04.03.2019

Neue Rezensionen zu John Lanchester

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Kapital" von John Lanchester

Geld oder Leben
Buchstabenliebhaberinvor einem Jahr

Kapital, ein wuchtiges Wort. Ein wuchtiges Buch. 682 Seiten voller Leben, Schicksale, Zahlen. Das Buch handelt von den verschiedenen Nachbarn einer Straße in London während der Finanzkrise von 2008. Wir befinden uns in einer besseren Gegend, der Pepys Road. Die Häuser dort gewinnen stetig an Wert, eine sinnvolle Investition, ein Prestigobjekt, ein Arbeitsplatz, und für manche einfach schon immer Heimat. Alle träumen vom schönen Leben.

Ich habe mit trockenem Stoff gerechnet, mit Finanzgedöns, was für Betriebswirtschaftsmenschen. Als solche interessieren mich Märkte und Menschen. John Lanchester verknüpft beides auf das Interessanteste! Im Klappentext steht, das Buch ist von "leichtfüßiger Brillanz", und dem kann ich nur begeistert zustimmen. 

Ist es Ironie, wie Lanchester vom konsumorientierten Leben des Bankers Roger und Ehefrau Arabella schreibt? Jedenfalls macht es unheimlich Spaß zu beobachten, wie sie sich um Kopf und Kragen shoppen, sich alles und noch viel mehr gönnen, Hauptsache es ist teuer, und wie nachlässig Roger seinem überaus ehrgeizigen Stellvertreter Mark vertraut. Ein fataler Fehler ...

Dann ist das ominöse "Wir wollen was Ihr habt"-Projekt. Kunst oder Bedrohung, wer kann das sagen? Wer steckt dahinter, ist die Nachbarschaft in Gefahr? Künstler, die es geschafft haben und andere, die auch schon gern so weit wären, gibt es dort.

Und es gibt "die Zugereisten": den polnischen Handwerker Zbigniew, das ungarische Kindermädchen Matya, die illegale Politesse (was für eine kuriose Idee!) Quentina, die Fußballhoffnung Freddy aus dem Senegal und sein Vater und die Familie Kamal aus Pakistan, Kioskbetreiber in der Pepys Road.

Der brave Handwerker findet beim Renovieren einen Koffer mit uraltem Geld, den der misstrauische Ehemann der soeben verstorbenen Petunia zu gut versteckt hat. Damit könnte er sich all seine Träume erfüllen - die Erben sind schon alleine mit dem Verkauf des Elternhauses Millionäre geworden ...

Mir sind die Figuren des Buches sofort ans Herz gewachsen, täglich freute ich mich auf das Buch, auf das Wiedersehen mit diesen so normalen, und dennoch kauzigen Gestalten, die einfach nur ihr Leben leben, sich ihre Existenz zu sichern versuchen, die sich durchschlagen, sich hängenlassen, illegale Wege beschreiten und so weiter. 

Es wird nicht langweilig, keine einzige Seite lang. Sehr subtil beschreibt John Lanchester unsere Abhängigkeiten von Systemen, von Staatsangehörigkeiten, Vorurteilen, und von der willkürlichen Verteilung von Glück und Unglück.

Leseempfehlung!



Kommentare: 1
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I

Rezension zu "Kapital" von John Lanchester

Meisterwerk
InOmniaParatusvor 2 Jahren

John Lanchesters Kapital gehört definitiv zu den großen Geschichten, obwohl es eigentlich viele kleine sind. Der Autor nimmt uns mit in die Peppy's Road. Eine Straße in London, die aufgrund der städtischen Entwicklung vom Arbeitviertel zu einer der teuren Straßen wurde. In jedem dieser Häuser lebt jemand und wir dürfen für den Zeitraum von etwa einem Jahr an diesen Leben teilnehmen. John Lanchester zeichnet so detaillierte und realistische Bilder seiner Figuren, dass sie einem zu Freunden werden. Man mag nicht jeden gleich gern und versteht nicht, warum jeder so handelt, wie er es tut. Aber man kann sich vorstellen, dass es rationale Gründe für das Handeln gibt. Es sind leise Geschichte. Kein Mord und Totschlag, sondern Geschichten wie nur das Leben sie schreibt. Man kann sich richtig vorstellen, wie der Autor in einem Café sitzt, die Menschen beobachtet und sich Geschichten für hinter die Gesichter ausdenkt. 5 Punkte gibt es bei mir nur selten, aber John Lanchester hat sie verdient. 

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varietys avatar

Rezension zu "Kapital" von John Lanchester

Grosse Erzählkunst
varietyvor 3 Jahren

Das Wortspiel mit dem englischen Begriff "Capital" (sowohl Geld als auch eine Hauptstadt bezeichnend) steht im Zentrum des Romans. In einer Londoner "Vorstadtstrasse" leben die verschiedensten Individuen und sind mehr oder weniger lose miteinander oder dem Thema Geld verknüpft. Wie Lanchester dies alles erzählt und dabei eine zunehmende Spannung aufbaut (auch wenn man nun wirklich nicht von einem Krimi sprechen kann) ist grosse Erzählkunst. Packende und unterhaltende Lektüre!

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