John Lanchester Kapital

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Inhaltsangabe zu „Kapital“ von John Lanchester

Großstadtleben in Zeiten der Finanzkrise: Jedes Haus in der Südlondoner Pepys Road hat viel Glück, Liebe und Leid gesehen. Anhand der Leben der Bewohner dieser mehr oder weniger normalen Straße zeichnet John Lanchester ein hochaktuelles Panorama unserer Gegenwart. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis an einem ganz normalen Tag bei den stolzen Eigenheimbesitzern dieser Straße eine merkwürdige Nachricht im Briefkasten liegt: »Wir wollen, was ihr habt.« Ein Roman voller Mitgefühl, Humor und Protagonisten, die man nicht mehr missen möchte.

Das Buch ist keine trockene Kapitalismuskritik. Im Gegenteil, es ist megamenschlich. Der Alltag in London während der Finanzkrise. Toll!

— Buchstabenliebhaberin

Ein Meisterwerk über Geschichten hinter Gesichtern. Nachdem ich fertig bin, vermisse ich die Charaktere manchmal richtig.

— InOmniaParatus

Ich ziehe meinen (imaginären) Hut vor dem Autor für fast 800 Seiten Lesevergnügen ohne Längen.

— hannipalanni

Ich ziehe meinen (imaginären) Hut vor dem Autor für fast 800 Seiten Lesevergnügen - ohne Längen oder gar Langeweile.

— hannipalanni

Die amüsante Art, uns einen bitteren Spiegel unserer westlichen Kultur vorzuhalten, zeigt sich erst in den letzten Kapiteln. Tolles Buch!

— Bücherwurm

Süffig zu lesender, intelligenter Roman über Macht und Ohnmacht des Mammon und über das, was wirklich zählt.

— alasca

Eine ungemein detailreiches Konstrukt aus vielen, vielen Einzelteilen, das am Ende vollkommen ist. Dabei immer das große Ganze im Blick.

— TheMonk

Mir gefällt wie die Figuren ineinander übergreifen

— Eva84

Der Roman schildert anrührend die Vielfalt modernen Lebens in einer Großstadt. Flüssig formuliert, daher gut zu lesen. Absolut zu empfehlen.

— deruhu99

John Lanchester ist ein ausgezeichneter Gesellschaftsroman gelungen. Spannend geschrieben, empfehle ich gerne weiter!

— jpasek

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Sehr schönes Buch

karin66

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  • Geld oder Leben

    Kapital

    Buchstabenliebhaberin

    26. August 2017 um 19:37

    Kapital, ein wuchtiges Wort. Ein wuchtiges Buch. 682 Seiten voller Leben, Schicksale, Zahlen. Das Buch handelt von den verschiedenen Nachbarn einer Straße in London während der Finanzkrise von 2008. Wir befinden uns in einer besseren Gegend, der Pepys Road. Die Häuser dort gewinnen stetig an Wert, eine sinnvolle Investition, ein Prestigobjekt, ein Arbeitsplatz, und für manche einfach schon immer Heimat. Alle träumen vom schönen Leben.Ich habe mit trockenem Stoff gerechnet, mit Finanzgedöns, was für Betriebswirtschaftsmenschen. Als solche interessieren mich Märkte und Menschen. John Lanchester verknüpft beides auf das Interessanteste! Im Klappentext steht, das Buch ist von "leichtfüßiger Brillanz", und dem kann ich nur begeistert zustimmen. Ist es Ironie, wie Lanchester vom konsumorientierten Leben des Bankers Roger und Ehefrau Arabella schreibt? Jedenfalls macht es unheimlich Spaß zu beobachten, wie sie sich um Kopf und Kragen shoppen, sich alles und noch viel mehr gönnen, Hauptsache es ist teuer, und wie nachlässig Roger seinem überaus ehrgeizigen Stellvertreter Mark vertraut. Ein fataler Fehler ...Dann ist das ominöse "Wir wollen was Ihr habt"-Projekt. Kunst oder Bedrohung, wer kann das sagen? Wer steckt dahinter, ist die Nachbarschaft in Gefahr? Künstler, die es geschafft haben und andere, die auch schon gern so weit wären, gibt es dort.Und es gibt "die Zugereisten": den polnischen Handwerker Zbigniew, das ungarische Kindermädchen Matya, die illegale Politesse (was für eine kuriose Idee!) Quentina, die Fußballhoffnung Freddy aus dem Senegal und sein Vater und die Familie Kamal aus Pakistan, Kioskbetreiber in der Pepys Road.Der brave Handwerker findet beim Renovieren einen Koffer mit uraltem Geld, den der misstrauische Ehemann der soeben verstorbenen Petunia zu gut versteckt hat. Damit könnte er sich all seine Träume erfüllen - die Erben sind schon alleine mit dem Verkauf des Elternhauses Millionäre geworden ...Mir sind die Figuren des Buches sofort ans Herz gewachsen, täglich freute ich mich auf das Buch, auf das Wiedersehen mit diesen so normalen, und dennoch kauzigen Gestalten, die einfach nur ihr Leben leben, sich ihre Existenz zu sichern versuchen, die sich durchschlagen, sich hängenlassen, illegale Wege beschreiten und so weiter. Es wird nicht langweilig, keine einzige Seite lang. Sehr subtil beschreibt John Lanchester unsere Abhängigkeiten von Systemen, von Staatsangehörigkeiten, Vorurteilen, und von der willkürlichen Verteilung von Glück und Unglück.Leseempfehlung!

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    • 2
  • Meisterwerk

    Kapital

    InOmniaParatus

    25. February 2017 um 12:33

    John Lanchesters Kapital gehört definitiv zu den großen Geschichten, obwohl es eigentlich viele kleine sind. Der Autor nimmt uns mit in die Peppy's Road. Eine Straße in London, die aufgrund der städtischen Entwicklung vom Arbeitviertel zu einer der teuren Straßen wurde. In jedem dieser Häuser lebt jemand und wir dürfen für den Zeitraum von etwa einem Jahr an diesen Leben teilnehmen. John Lanchester zeichnet so detaillierte und realistische Bilder seiner Figuren, dass sie einem zu Freunden werden. Man mag nicht jeden gleich gern und versteht nicht, warum jeder so handelt, wie er es tut. Aber man kann sich vorstellen, dass es rationale Gründe für das Handeln gibt. Es sind leise Geschichte. Kein Mord und Totschlag, sondern Geschichten wie nur das Leben sie schreibt. Man kann sich richtig vorstellen, wie der Autor in einem Café sitzt, die Menschen beobachtet und sich Geschichten für hinter die Gesichter ausdenkt. 5 Punkte gibt es bei mir nur selten, aber John Lanchester hat sie verdient. 

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  • Grosse Erzählkunst

    Kapital

    variety

    17. April 2016 um 10:04

    Das Wortspiel mit dem englischen Begriff "Capital" (sowohl Geld als auch eine Hauptstadt bezeichnend) steht im Zentrum des Romans. In einer Londoner "Vorstadtstrasse" leben die verschiedensten Individuen und sind mehr oder weniger lose miteinander oder dem Thema Geld verknüpft. Wie Lanchester dies alles erzählt und dabei eine zunehmende Spannung aufbaut (auch wenn man nun wirklich nicht von einem Krimi sprechen kann) ist grosse Erzählkunst. Packende und unterhaltende Lektüre!

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  • Kapital

    Kapital

    Isabell47

    02. June 2015 um 11:35

    In seinem Roman "Kapital" schildert John Lancaster das Leben der Bewohner einer Straße. Es leben hier die unterschiedlichsten Personen - Alte, Junge, Reiche, Ausländer, Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, etc. Eines Tages bekommen alle diese Menschen die gleichlautende Botschaft"Wir wollen was ihr habt!" Für den aussenstehenden Betrachter mag es ja so sein, dass das Leben der anderen erstrebenswert ist, doch wer möchte schon arbeitslos, totkrank, .... werden. Jeder der Bewohner der Strasse hat so seine Probleme und der Roman hält uns den Spiegel vor. Die Geschichten sind sehr interessant, doch trotzdem musste ich mich durch das Buch teilweise "durchbeissen", denn es war schon auch anstrengend zu lesen. Während ich nach dem ersten Drittel beinahe völlig aufgegeben hätte, war ich zum Schluss sehr froh, das ich es nicht getan habe. Dieses Buch ist schon ein besonderes Buch und es endet nicht "kitschig", sondern äußerst real.Für alle, die gesellschaftspolitisch interessiert sind aber Sachbücher ablehnen, ist es sicherlich ein "Muss".

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  • Gesellschaftspanorama

    Kapital

    PaulTemple

    Die Bewohner einer Londoner Straße sind die Protagonisten dieses Romans. So sehr sich die Häuser von außen auch ähneln, desto unterschiedlicher ist das Leben der Personen hinter den Fassaden. Die krebskranke Oma, die ihr ganzes Leben schon in der Straße wohnt, der zum  Erfolg verdammte Broker, der der Armut Afrikas entkommende Fußballstar - geschickt versteht es der Autor Einzelschicksale zu einem großen Ganzen zu verknüpfen und so ein Spiegelbild der britischen Gesellschaft um 2008 darzustellen. SEHR unterhaltsam!

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    • 4
  • Beste Unterhaltung

    Kapital

    Lysander

    Fast 800 Seiten, ein echter page turner, kurzweilig, kein großes Kunstwerk, sondern schlichtweg ein wunderbarer Unterhaltungsroman, dessen Personal man schon schnell glaubt so gut zu kennen, dass man sich gar nicht mehr von ihm trennen möchte. Lanchesters "Kapital" ist aber auch ein kritischer London-Roman, ein Gesellschaftspanorama, so wie es vorher z. B. Wolfe über New York im "Fegefeuer der Eitelkeiten" entworfen hat. Ich habe die Leichtigkeit dieses Werks sehr genossen.

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    • 4

    Lysander

    28. February 2015 um 01:59
  • Rezension zu "Kapital" von John Lanchester

    Kapital

    MickeyK

    Dezember 2007: In der Pepys Road, wahrscheinlich benannt nach dem englischen Chronisten Samuel Pepys, der in seinen Tagebüchern das Leben in London zwischen 1660 bis 1669 sehr detailreich beschreibt, lebt eine ethische, soziale und politische Vielfalt friedlich nebeneinander. In Nr. 51 lebt Roger Yount, Devisenhändler in einer Londoner Großbank mit seiner Frau Arabella und seinen beiden Söhnen Conrad und Joshua. Einige Häuser weiter befindet sich das Heim der hochbetagten Petunia Howe. Sie lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in dem großen Haus und bemerkt mit der Zeit, dass es um ihre Gesundheit nicht mehr so gut bestellt ist wie noch wenige Wochen zuvor. Nur wenige Meter entfernt zieht das junge Fußballtalent Freddy Kamo aus Ghana mit seinem Vater Patrick in das Haus mit der Nummer 27 und in der Nr. 68 befindet sich das Zeitschriftengeschäft von Familie Kamal aus Pakistan. An sich haben diese Personen nicht viel miteinander gemein, aber eines "vereint" sie doch. Seit einigen Wochen erhält jedes Haus mysteriöse Postkarten, auf welchem die eigene Haustür abgebildet ist und auf der Rückseite der Spruch "Wir wollen, was ihr habt" prangt. Die Polizei ermittelt, tappt aber im Dunkeln... Auch wenn der Titel "Kapital" vermuten lässt, dass sich dieser Roman hauptsächlich mit dem lieben Geld und der Bankenkrise beschäftigt, ist in den ersten beiden Teilen (Dezember 2007 und April 2008) nur wenig davon zu bemerken. Geld spielt nur bei einer Familie die große Rolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle: den Younts. Die Familie ist finanziell zwar sehr gut gestellt, aber die Ehe existiert an sich nur noch auf dem Papier, Roger ist in das neue Kindermädchen verliebt, Arabella liebt teure Shoppingtouren mehr als ihre Kinder und die Söhne werden vom Kindermädchen er-bzw. verzogen. Auch die anderen Familien scheinen vordergründig glücklich zu sein, was aber gewaltig täuscht. Patrick Kamo, Vater des jungen Fußballtalents Freddy, kann sich mit London überhaupt nicht anfreunden und empfindet sich, da er keine andere Aufgabe hat als auf Freddy zu achten, als wertlos. Die alte Mrs. Howe leidet an einer Krankheit, die nicht mehr heilbar ist und die pakistanische Familie Kamal muss mit der Zerrissenheit zweier Kulturen klarkommen, was zu Problemen zwischen den Brüdern Ahmed, Usman und Shahid führt. Mit "Kapital" ist John Lanchester ein sehr kritisches Gesellschaftsportrait gelungen, das nicht nur auf Großbritannien angewandt werden kann. Die Hauptpersonen leben teilweise nur noch teilnahmslos nebeneinander her und als glücklich kann man die Wenigsten von ihnen bezeichnen. Vor allem die "Beziehung" zwischen der alten Mrs. Howe und ihrer Tochter Mary (und auch deren Hilfslosigkeit) werden sehr detailreich dargestellt. Dem Autor gelingt es zudem sehr gut, aktuelle Themen wie (illegale) Flüchtlinge, Probleme zwischen den Religionen und Kulturen, aber hauptsächlich die heutige Konsumgesellschaft in den Roman einzubinden und das Buch trotzdem nie langweilig werden zu lassen. Auch der Einband ist wunderschön gestaltet und lenkt automatisch die Aufmerksamkeit auf den Roman. Insgesamt vergebe ich für dieses gelungene und kritische Gesellschaftsportrait sehr gerne fünf Sterne

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    • 2

    Arun

    25. July 2014 um 23:39
  • Gelungene Darstellung einer Konsumgesellschaft, die stellenweise etwas langatmig ist

    Kapital

    FlipFlopLady007

    15. May 2014 um 11:43

    In seinem Buch „Kapital“ stellt John Lanchester die moderne Konsumgesellschaft der Londoner Neureichen dar. Das Buch spielt in der Pepys Roda in Südlondon.  Alle Menschen, die in dieser Straße wohnen, besitzen alleine durch den Wert ihres Hauses viel Geld. Dass dies jedoch nicht zwingend zum Glück führt, zeigt John Lanchester sehr eindrucksvoll in seinem Roman.  In der Pepys Road wohnen viele Menschen, die allesamt nach ihrem Glück streben. Da wäre beispielsweise Roger Yount, der bei einer Londoner Bank arbeitet und dieses Jahr endlich einen Bonus von einer Millionen Pfund bekommen möchte. Dann wäre da noch Freddy, ein junger aufstrebender Fußballstar, der von einem Verein in London gekauft wurde und nun in der Pepys Road lebt. Er träumt davon eines Tages zu den großen Fußballern der Welt zu gehören. Eine weitere Bewohnerin der Pepys Road ist Petunia Howe, sie ist Witwe und inzwischen über achtzig Jahre alt. Sie hat das Haus in der Pepys Road schon sehr lange, da bereits ihre Familie in der Straße gewohnt hat, als es noch eine Arbeiterstraße war. Des Weiteren wohnt eine pakistanische Familie in der Straße, die dort einen Kiosk besitzt. Die drei Brüder der Familie teilen sich die Arbeit im Kiosk, ob sie dabei jedoch glücklich sind, wird sich zeigen.  Neben diesen Bewohnern der Straße spielt der Handwerker Zbigniew eine Rolle. Er verrichtet bei den Hausbesitzern einige kleine Arbeiten und sucht selbst sein großes Glück in London. Neben  all diesen Personen spielt auch eine staatenlose Politesse eine wichtige Rolle in dieser Gesellschaftsdarstellung. Inhalt: Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Darstellung der Londoner Konsumgesellschaft ist aus meiner Sicht sehr treffend. John Lanchester spricht auch unschöne Wahrheiten an und schafft so ein teilweise traurige und gleichzeitig lustiges, aber auf jeden Fall nachdenklich machendes Gesamtwerk. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass das Buch an manchen Stellen sehr langatmig ist. Gerade am Anfang hatte ich das Gefühl seitenweise zu lesen und dennoch keinen neuen Inhalt zu erfahren. Auch das Ende des Buches hat mich ein wenig enttäuscht. Das ganze Buch lang wurde eine gewisse unterschwellige Spannung aufgebaut, die am Ende zwar aufgelöst wurde, jedoch aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend. Ich hatte mir von der Auflösung mehr erwartet. Schreibstil und Aufbau: Der Schreibstil des Buches gefällt mir insgesamt sehr gut. Der Autor schildert das Geschehen sehr detailliert, was es dem Leser sehr leicht macht, sich das ganze bildlich vorzustellen. Das Buch lässt sich zudem sehr gut und flüssig lesen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist, dass der Erzähler immer wieder zwischen den beteiligten Personen wechselt. Der Leser erfährt also von allen Personen etwas und zwar parallel. Dies hat bei mir zum einen eine gewisse unterschwellige Spannung erzeugt, außerdem macht es das Buch einfach interessanter. Ich war sehr dazu angehalten weiter zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es bei den einzelnen Personen weiter geht. Jedoch wurde vor der Auflösung eben auch noch das Leben der anderen handelnden Personen geschildert. Mir gefällt dieser Art von Schreibstil der gut. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, sind die vielen kurzen Kapitel, die das Buch unterteilen. Bei jedem Personenwechsel wurde auch ein neues Kapitel angefangen. Dies fand ich sehr angenehm, da so immer klar war, wer nun erzählt. Charaktere: Die Charaktere haben mir alle gut gefallen. Sie waren alle extrem unterschiedlich und doch hatten sie gewisse Gemeinsamkeiten, beispielsweise ihr Vermögen. Dennoch haben alle Personen verschiedene Schwierigkeiten, die ihr Vermögen mit sich bringt. Es wird nie langweilig, denn allein durch ihre Charakterzüge verleihen die Figuren dem Buch eine gewisse Dramatik. Auch fand ich es gut, dass mir nicht alle Personen sympathisch sind. Ich mag zwar viele der Protagonisten und habe auch mit ihren mitgefiebert, aber es gab auch welche, denen ich zeitweise Schlechtes gewünscht habe. Ich finde ein Buch wird dadurch nicht langweilig, dass man eben nicht alle Figuren mag. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es sehr ansprechend und interessant gestaltet. Ich finde das Bild auf dem Cover symbolisiert den Facettenreichtum der Bewohner der Pepys Road. Zudem hat es einfach meine Aufmerksamkeit erregt, was ich bei Covern wichtig finde. Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, sodass ich mir auf jeden Fall den Klappentext ansehen musste. Den Klappentext des Buches finde ich ebenfalls gelungen. Er gibt den Inhalt des Buches treffend wieder ohne dabei zu viel zu verraten. Er hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht und das soll ja nun der Sinn des Klappentextes sein. Er hat bei mir auch keine falschen Erwartungen geweckt, was ich besonders wichtig finde. Fazit: Insgesamt finde ich, dass „Kapital“ eine gelungene Darstellung der Konsumgesellschaft in der Londoner Pepys Road ist. Auch wenn ich es stellenweise etwas langatmig fand und auch das Ende nicht ganz nach meinen Erwartungen war, so finde ich doch, dass es auf jeden Fall lesenswert ist.

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  • Es ist ein tolles, zeitgemäßes Buch über die heutige Gesellschaft, man kann sehr lange darüber disku

    Kapital

    trollchen

    13. May 2014 um 09:27

    Kapital Cover: Das Englische Cover hätte besser gepasst, aber so geht es auch. Es ist eine weiße Grundfarbe und in der Mitte im Kreis sind so Häuser in der Runde zu sehen. Alles, auch hochhäuser und kleine oder große Häuser. Und in der Mitte ist der Titel weiß und unter dem Titel und an einigen Häusern sind so ein paar blaue Linien zart zu sehen. Kurzinhalt: Alle Bewohner der Pepys Road suchen nach ihrem Glück: Roger Yount ist ein erfolgreicher Banker - mit zwei Kindern und einer verwöhnten Ehefrau. Dass er nicht die erwartete 1 Million Pfund Jahresprämie erhält, stürzt die Familie in eine Krise. Nebenan zieht die senegalesische Fußballhoffnung Freddy Kamo mit seinem Vater ein - wird ihm der internationale Durchbruch in einem Premier-League-Club gelingen? Petunia Howe lebte schon in der Pepys Road, als diese noch eine einfache Arbeiterstraße war. Pakistanische Kioskbesitzer stehen unter Terrorverdacht, die nigerianische Politesse ohne Arbeitserlaubnis schreibt Strafzettel und der polnische Handwerker Zbigniew liebt die Frauen, und die Frauen lieben ihn. An einem ganz normalen Tag liegt bei allen stolzen Eigenheimbesitzern dieser Straße eine merkwürdige Nachricht im Briefkasten: »Wir wollen, was ihr habt.« Ein Roman voller Mitgefühl, Humor und Protagonisten, die man nicht mehr missen möchte. Ein großer unterhaltsamer Gesellschaftsroman, in 20 Sprachen übersetzt, der ein mitfühlendes, humorvolles und hochaktuelles Panorama der Gegenwart über die Top-Themen »Schuldenkrise« und »Gentrifizierung« bietet. Meine Meinung: Es ist nicht gerade eine leichte Kost, dieses Buch zu lesen, obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist. Manchmal empfand ich es als sehr mühselig zu lesen, da es ein wenig zu langatmig geschrieben war. Aber alles in allem eine lesenswerte, mitreißende, sehr vielfältige Geschichte über einen ganzes Wohnhaus das herzallerliebst ist. Es ist auch ein topaktuelles Spiegelbild unserer Gesellschaft, welches leider manchmal zu wünschen übrig läßt. Es werden viele normale, alltägliche Situationen beschrieben, die aber trotzdem dann überraschend weitergeführt werden, dadurch wird dieses Buch nie langweilig. Aber es hätte ein wenig dünner sein können, es war manchmal zuviel des guten Erklärens. Mein Fazit: das Buch läßt mich nachdenklich zurück. Es ist ein tolles, zeitgemäßes Buch über die heutige Gesellschaft, man kann sehr lange darüber diskutieren. . Aber es hätte ein wenig dünner sein können, es war manchmal zuviel des guten Erklärens

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  • Gesellschaftskritischer Roman der modernen Finanzkrise

    Kapital

    UteSeiberth

    17. January 2014 um 18:13

    John Lanchester ist mit "Kapital" ein Roman voller Mitgefühl, Humor und Überspritzung seiner Protagonisten ein Bild der heutigen Finanzkrise gelungen! In der Pepys Road in London leben die verschiedensten Leute vom Banker mit Familie, über die alte Witwe, die sengalische Fussballhoffnung, die pakistanischen Einwanderer , den polnischen Malermeister und die nigerianische Politesse,die illegal in England lebt. Durch das Platzen der Finanzblase kommt vieles ins Wanken in dieser Straße und die Hoffnungen mancher dieser Anwohner zerplatzen.Die liebevolle und verständnisvolle Darstellung der einzelnen Figuren erinnert an die Erzählweise von Charles Dickens und ist doch zugleich ein hochaktuelles Panorama unserer Gegenwart. Trotz des Umfanges sehr lesenswert!

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  • Kapital

    Kapital

    Pixibuch

    30. August 2013 um 22:51

    Allein schon das Cover verrät, dass es sich hier um ein etwas anderes Buch handelt. Eine Teilansicht eines Stadtplans von Londen, durch den die Pepys Road führt, die mit glitzerdem Blau markiert ist. Das Buch hat fast 700 Seiten, aber keine einzige dieser Seiten ist langweilig oder uninteressant. Hier werden die verschidenesten Charaktere vorgestellt, man hat Einblick in verschiedene Welten, in verschiedene Seelen. Lanchester versteht es, die Menschen in seinem Buch lebendig und lebensnah zu beschreiben. Nehmen wir die über 80 Jahre alte Petunia. die allein in einem Haus in der Straße lebt. Sie in der Pepys Road geboren und aufgewachsen, hat dort mit Mann und Tochter gewohnt und wird auch in dieser Straße sterben. Ihr Leben ust durch das Alter schon etwas eingeschränkt aber sie trauert nicht darüber sondern trägt dies mit Würde. Dann gibt es den Investmentbanker Roger Yount. Er ist der Nachbar von Petunia. Er ist mit Arabella verheiratet, einer exzentrischen Schönheit. Die beiden haben zwei Söhne, die natürlich von einer Nany erzogen werden. Während Roger von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr in der Bank ist, vertreibt sich Arabella ihre Zeit mit Shopping, Schönheitssolons und Fitness mit ihren Freundinnen. Beide warten schon auf die Prämie der Bank, die Roger jedes Jahr erhält. Trotz des guten Gehalts brauchen sie diesen Bonus für ihren aufwendigen Lebenswandel. Auch die pakistanische Familie Kamal lebt in dieser Straße, wo sie ein Geschäft betreiben. Ahmed und Rohinka mit den beiden Kindern sind eigentlich die Besitzer. Ihnen helfen aber im Geschäft Ahmdes Brüder Shahid und Usman.Bis eines Tages Shahid Besuch von Iqbal bekommt. Mit diesem Besusch beginnen dann für Shahid ie größten Unannehmlichkeiten. Quentina Mkfesu aus Zimbabwe ist aus ihrer Heimat geflohen und hat überhaupt keine Aufenthaltsgenehmigung. Sie arbeitet denoch als Politesse in dem Areal um die Pepys Road herum. Sie ist die meistgehaßte Frau weit und breit wegen ihre vielen Knöllchen, die sie tagtäglich verteilt. Dann wohnen dort auch noch Patrick und Freddy. Vater und Sohn aus Afrika. Freddy ist ein Supertalent und spielt Fußball wie ein junger Gott. Er wurde in die englische Mannschaft verpflichtet und bekommt jeden Monat einen dicken Scheck. Freddy ist happy und möchte sein bestes geben. Zbigniew, geannnt Bogdan, ein junger Pole, wohnt zwar nicht in der Pepsy Road, hat aber dort viel als Handwreker zu tun. Er macht sich nicht viel ais England. Er lebt sehr spartanisch. ER möchte vile Geld verdienen, es sparen und dann wieder nach Polen zuück, um sich dort einen Existenz aufzubauen. Der Perfomancekünstler Smitty, ein Künstler und sein Assistent Parker machen Furore mit ungewöhnlichen Kunstsobjekten. Und alle Personen in dieser Straße haben eine gemeinsame Verbindung: Sie bekommen alle Postkarten und Videos auf denen steht: Wir wollen das, was ihr habt. Sie fühlen sich dadurch belästigt, Sie können sich keine Reim darauf machen. Will ein Makler vielleicht die Häuser aufkaufen? Sie gehen zur Polizei und Inspektor Mill wird mit dem Fall betraut. Das Buch selbst ist in drei Teile aufgeteilt. Lanchester beschreibt hier das Leben während der Finanzkrise in England zwischen Dezember 2007 und November 2008. Hier zieht sich das Thema Geld wie ein roter Faden durch die ganzen Geschichten. Es wird das Leben der Leute während dieser Zeit erzählt. Manche profitieren davon, anere haben viel weniger Glück.Ein gute Unterhaltung mit Niveau. Ihc kann das Buch nur weiterempfehlen.

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  • Geburt, Tod, Liebe, Hass, Glück, Trauer, verwickelte Gefühle und einfache Gefühle

    Kapital

    sabatayn76

    '[...] alle Erfahrungen, die man im Leben so sammeln kann, Geburt, Tod, Liebe, Hass, Glück, Trauer, verwickelte Gefühle und einfache Gefühle, und alle Schattierungen dazwischen.' Inhalt: Pepys Road im Süden Londons: hier leben ganz unterschiedliche Menschen, die alle nach dem großen Glück suchen, z.B. Roger Yount, ein erfolgreicher Banker, dessen größter Wunsch die siebenstellige Bonuszahlung am Jahresende ist, die pakistanische Familie Kamal, die einen Laden unterhält, Petunia Howe, die seit ein paar Jahren Witwe und nun selbst todkrank ist, und Michael Lipton-Miller, der eigentlich Rechtsanwalt ist, nun aber für einen Fußballclub arbeitet. Eines Tages erhalten alle Bewohner der Straße eine anonyme Postkarte mit den Worten 'Wir wollen was Ihr habt', mehr Karten und DVDs folgen, bis es schließlich zu Vandalismus kommt. Mein Eindruck: Mir hat 'Kapital' sehr gut gefallen. Ich kenne und mag London, habe nach der Lektüre große Lust auf eine erneute Reise in die Stadt. Durch die vielzähligen und vielfältigen Geschichten gelingt John Lanchester nicht nur ein spannender Roman, sondern er bietet auch Einblicke in die Stadt London. Pepys Road fungiert dabei als Mikrokosmos einer multikulturellen Stadt mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Sprache, mit Armen und Reichen, mit großen und kleinen Träumen. Die Protagonisten werden sehr detailliert vorgestellt und genau charakterisiert, so dass man sich jede einzelne Person sehr gut vorstellen kann und ihr Leben gerne verfolgt. Bisweilen empfand ich die Schilderungen jedoch als zu stereotyp, zum Beispiel Roger Younts Frau Arabella, die meiner Meinung nach ein wenig zu klischeehaft gezeichnet wurde. Die Wendungen waren oft vorhersehbar und wenig überraschend, bisweilen hat der Autor mit seinen Beschreibungen zu weit ausgeholt, die Recherchetätigkeit in Sachen Medizin war recht defizitär. Mein Resümee: Trotz kleinerer Abstriche ist 'Kapital' ein unterhaltsamer und lohnenswerter Roman.

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    • 3

    sabatayn76

    22. August 2013 um 08:19
  • Das Leben während der Finanzkrise

    Kapital

    schokoloko29

    03. August 2013 um 22:50

    Inhalt des Buches: In diesem Buch wird das Leben auf einer Straße, die im noblen Teil Londons zu finden ist, während der Finanzkrise 2007 /2008 beleuchtet. Es wird die elitäre Gesellschaftsschicht und deren Lebensstil durchleuchtet und satirisch dargestellt. Aber auch die Menschen, die für die Reichen arbeiten und den Bewohner der Pepys- Road, die nicht so betucht sind. Eigene Meinung: Ich habe anfangs mehr von diesem Buch erwartet. Ich habe gedacht es wird mehr über Finanzhaie und Börsenmakler geschrieben. Dies ist nicht der Fall. Es ist ein ausführliches Porträt von Einwohner, die auf der Straße wohnen /ca. 6-9 verschiedene Menschen. Daraus resultiert, dass das Buch aus vielen Perspektivenwechsel besteht. Und es in dem Sinne keinen Protagonisten gibt. Dieser ständige Perspektivenwechsel hat mich an einigen Stellen sehr gestört und aus dem Lesefluß gestört haben. Auch waren manche Personen nicht sehr sympatisch beschrieben und irgendwie schematisch und eindimensional dargestellt. Darüber hinaus war es nach meiner Meinung auch etwas langatmig. Fazit: Ein Buch, welches mich gut unterhalten hat und einige Schicksale der Menschen, die auf der Pepysroad wohnen, sehr nahe gegangen ist. Leider aber durch das ständige Wechsel der Perspektive und die teilweise langatmige Beschreibungen mein Lesefluss gehemmt haben. Insgesamt aber eine Leselektüre, die sich lohnt.

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  • Dickens des 21. Jahrhunderts!!

    Kapital

    Pongokater

    29. July 2013 um 14:23

    Die Pepys Road im Süden Londons ist das Universum der gut ein dutzend Figuren, deren Leben der Erzähler verfolgt. Das Spektrum geht vom Bankmanager über den Fußballprofi aus Afrika und die pakistanischen Kioskbetreiber bis zur sterbenden Witwe. Insbesondere in der Schilderung der "Höhergestellten" nähert sich Lanchesters Darstellung der Satire an. Das Ende ist ebenso überraschend wie überzeugend. Ein Roman nicht nur über London, sondern über alle Gesellschaften in den entwickelten Ländern. Lanchester, der Dickens des 21. Jahrhunderts!!

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  • Wir wollen was ihr habt

    Kapital

    mona_lisas_laecheln

    23. May 2013 um 12:01

    Das "Kapital" von John Lanchester ist meiner Meinung nach ein gelungenes Werk über die Finanzkrise und deren Auswirkung auf das Leben einzelner Menschen. Geschickt zeigt der Autor am Beispiel einer Straße - der Pepsy Road in London - wie sehr Geld und Macht unsere heutige Gesellschaft beeinflussen können. Geschickt erzählt John Lanchester von den verschiedensten Charakteren, ihren Träumen und Vorstellungen und schildert ihre Entwicklung im Laufe der Finanzkrise. Sie alle haben mehr oder weniger mit der Pepsy Road zu tun - und mit einer Kampagne, von der die Pepsy Road heimgesucht wird. "Wir wollen was ihr habt" . Dieser Slogan verfolgt die Einwohner und die Frage, wer hinter dieser Kampange steckt, beschäftigt den Leser.  In seinem Roman zeigt John Lanchester vor allem Liebe zum Detail, da jedes dieser Schicksale bis ins Kleinste geschildert und ausgebaut wurde. Dadurch fehlt dem Roman jedoch leider die Spannung und der flüssige Lesefluss. Mit fast 700 Seiten wird der Roman dank der Detailverliebtheit beim Lesen oft anstrengend und ermüdend, weshalb ich, obwohl der Inhalt und die Leitidee großes Lob verdienen, für das Gesamtwerk nur 3 Punkte vergeben kann. 

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