John M. Cusick Girl Parts

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Inhaltsangabe zu „Girl Parts“ von John M. Cusick

David and Charlie are opposites. David has a million friends, online and off. Charlie is a soulful outsider, off the grid completely. But neither feels close to anybody. When David's parents present him with a hot Companion bot to encourage healthy bonds and treat 'dissociative disorder', he can't get enough of luscious red-headed Rose. (Quelle:'Flexibler Einband/08.07.2011')
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  • Rezension zu "Girl Parts" von John M. Cusick

    Girl Parts
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. December 2012 um 15:57

    Beschreibung: David ist 16 Jahre alt und weist eine Verhaltensstörung auf. Ausgelöst durch ein Video, was er sich im Internet angeschaut hat, bei dem sich ein Mädchen umgebracht hat. Doch auch schon zuvor, war David nie jemand, der große Gefühle zeigte oder sich darum scherte, wie jemand fühlt. Im Internet hat er viele, viele Freunde. In der realen Welt? Eher weniger.. wenn überhaupt. Seine Eltern beginnen sich nach einem Gespräch mit der Schulpsychologin sorgen zu machen. Jene Psychologin schlägt ihm etwas außergewöhnliches vor. Er bekommt einen Katalog in die Hände gedrückt, in dem er sich ein Mädchen aussuchen darf, was von nun an bei ihm wohnen und ihm das richtige Umgehen mit einem Mädchen lehren wird. Sie ist jedoch kein normales Mädchen, sondern ein Roboter - ein Roboter der darauf programmiert wurde, ihn auf ewig zu lieben. Fässt er sie unsanft an oder macht etwas, was nicht in Ordnung ist, wird er in Form eines kleinen Stromschlags "bestraft". Eigene Meinung: Gestoßen bin ich auf dieses Buch, durch eine liebe Buchyoutuberin, die das Buch in einem ihrer Videos vorgestellt hat. Der Klappentext hat mich unheimlich angesprochen, sodass ich mich sofort auf die Suche nach diesem Buch machte und es Gott sei Dank günstig ersteigern konnte. Der Schreibstil an sich hat mir leider nicht so sehr zugesagt. Oft waren mir die Ausdrücke zu vulgär - zum Schluss hin, wurde es jedoch besser. Die Story an sich ist wirklich toll und auch interessant - nur die Umsetzung hat leider nicht so ganz geklappt, Oft dachte ich "hä?" oder "worum ging es hier gerade?". Meiner Meinung nach waren manche Szenen nicht einleuchtend und sinnlos - man hat den Zusammenhang nicht verstanden. Die Geschichte hätte so schön geschrieben werden können, leider ist bei mir jegliches Gefühl durch die Ausdrücke verloren gegangen. Dann hat sich auch plötzlich alles in eine völlig andere Richtung entwickelt und bis zum Schluss wurde nicht geklärt, wie es weiter geht. Der Grund? Es wird einen Folgeband geben. Meiner Meinung nach total unnötig, es hätte alles in diesem einen Band geklärt werden können, wenn einige unnötige Szenen ausgefallen worden wären. Fazit: Alles in einem, habe ich mir so viel mehr von dem Buch erhofft und wurde mehr oder weniger enttäuscht. Den Folgeband werde ich eventuell lesen, wenn mir danach sein sollte. Die Idee an sich ist wirklich super, nur die Umsetzung leider so gar nicht - schade!

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  • Rezension zu "Girl Parts" von John M. Cusick

    Girl Parts
    Shiku

    Shiku

    31. March 2012 um 22:53

    3,5 ___________ Charlie und David könnten unterschiedlicher nicht sein. Charlies Familie hat nicht wahnsinnig viel Geld, von der Onlinewelt bekommt er im Grunde nichts mit und auch mit anderen Menschen kommt er eher schlecht als recht klar. Da ist er lieber allein und hat seine Ruhe. Ganz anders geht es David, dessen Vater ein wohlverdienender Unternehmer ist. Er hat sowohl online als auch offline etliche Freunde – aber auch richtige? Ihre sozialen Probleme verbinden sie, auch wenn sie das weder wissen noch wissen wollen. Nun aber kommt Rose ins Spiel – ein Roboter, der selbst noch einiges über das Menschsein lernen muss, den beiden Jungs aber auch sehr viel beibringen kann. „Girl Parts“ fängt gewissermaßen krass an und bleibt es die meiste Zeit über auch. Auch in der Hinsicht, dass es zu einem großen Teil wahnsinnig witzig ist, die Hauptprobleme aber eigentlich sehr ernster Natur sind. Das spiegelt sich ein bisschen auch in den zwei Hauptcharakteren wieder. Charlie, den ich persönlich sehr gerne mochte, ist da ein eher ruhiger Charakter, der sich abkapselt und dementsprechend nicht weiß, wie er mit anderen Menschen umgehen soll. Das ist zwar traurig, führt aber zu ungemein amüsanten Situationen wie beispielsweise seinem Date, bei dem er nicht verstehen will, was sein Gegenüber eigentlich von ihm will und das Ganze natürlich im absoluten Chaos endet. Und dann ist da David, für den es immer nur um das eine zu gehen scheint, wobei die Gefühle des anderen, gar der Mensch selbst in den Hintergrund rückt. Wenn die Menschlichkeit gewissermaßen versagt, ist es gar nicht mehr so überraschend, dass ein Roboter den beiden helfen muss. Rose selbst muss eine Wandlung durchmachen – sie ist anfangs steif und ohne einen eigenen Wille; sie will, was David will und fertig. Aber das ändert sich mit der Zeit, sie wird immer menschlicher und versteht irgendwann eigentlich ein bisschen mehr vom Menschsein als die Jungs. Sie ist dabei ein ungemein lieber Charakter, um den ich mich am ehesten sorgte. Gerade in so einer oberflächlichen und gefühlskalten Umgebung ist sie eine erfrischende Abwechslung, die das Ganze nicht ganz so bitter wirken lässt. Wenn selbst sie sich weiterentwickeln kann, dann doch sicherlich auch richtige Menschen? Eine Wandlung machen sie alle auch durch, so viel kann wohl verraten werden. Dabei ist die von Rose am spannendsten, die Jungs brauchen ein bisschen länger Zeit, was nicht unbedingt überraschend ist. Neben all den „normalen“ Jugendproblemen leiden diese beiden besonders an Abkapselung und „Desozialisierung“ (ich will es mal so nennen), was sie, ob sie es nun realisieren oder nicht, allein zurücklässt – wobei man nicht einmal behaupten könne, dass das Probleme der Zukunft sind. Das Buch spricht in dieser Hinsicht auch ein nicht unwichtiges Thema an, auch wenn sicherlich nicht jeder in einer derart heftigen Form betroffen ist wie die männlichen Protagonisten. Praktisch – und für mich einer der besten Punkte des Buches – ist dabei der allwissende Erzähler, der alle wichtigen Charaktere und Situationen gleichermaßen beleuchten kann. Dabei kommt keine allzu große Nähe auf, allerdings hat mich das nicht sonderlich gestört. Sympathisch waren mir einige trotzdem, Rose habe ich liebgewinnen können (sie wird zugegebenermaßen auch am genauesten beleuchtet) und David wollte ich letztlich gar nicht näher kennenlernen. Letztlich ist es ein kurzes, schnell gelesenes Buch, das angenehm ist, trotz der angesprochenen Themen. Dennoch hat es mich am Ende ein wenig verloren – manche Dinge wurden mir dann doch zu abstrus beziehungsweise wollte nicht mehr alles ins Gesamtbild passen, zumindest nicht für mich. Das ist schade, allerdings nicht zu ändern. „Girl Parts“ ist durchaus ein Buch für zwischendurch, das deswegen aber noch lange keine Themen behandelt, die auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Trotz des allwissenden Erzählers erscheinen die Charaktere liebenswürdig – zumindest wenn dies vom Grundcharakter gegeben ist – und nur das Ende wollte nicht ganz zum Rest passen. Es ist deswegen aber kein schlechtes Buch.

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  • Rezension zu "Girl Parts" von John M. Cusick

    Girl Parts
    Charlousie

    Charlousie

    26. December 2011 um 18:53

    Der Inhalt: Davids Eltern haben genug Geld, um ihm eine Gefährtin zu kaufen. Denn David hat nichts unternommen, als er übers Internet live mitverfolgte wie ein Mädchen, das er kannte, sich das Leben nahm. Die Diagnose: Seine soziales Verhalten ist gestört bis gar nicht vorhanden. Seine Gefährtin soll ihn dazu bringen, erneut ein gesundes soziales Bewusstsein zu entwickeln. David ist alles andere als begeistert von dieser Idee, doch dann steht seine Gefährtin Rose vor ihm. Eine Robotermaschine, die aussieht wie ein echtes Mädchen und seinen sehnsüchtigsten Fantasien entsprungen zu sein scheint. Man merkt Rose kaum an, dass sie kein Mensch ist. Nur manchmal, da versteht sie Redewendungen nicht oder weiß nicht wie sie auf neue und unbekannte Situationen reagieren soll. David kann fast vergessen, dass sie eine Maschine ist. Aber nur fast, denn eines Tages, als sie übers Küssen hinausgehen wollen entdeckt er, in welcher Form genau Rose sich von einem Menschenmädchen unterscheidet. Doch da ist auch noch Charlie. Charlie, der Außenseiter, der keine Freunde hat und alleine mit seinem Bike durch die Gegend zieht. Als er Rose trifft, ist er begeistert von ihr, sogar dann, als er entdeckt, was unvollständig an ihr ist und eine schmerzhafte Emanze wider jeder Natur beginnt. Ein "freakiges"-Hörbuch, was mit seinem kritischen Inhalt, verpackt in "seichtere" Jugendlektüre, überzeugt! "Girl Parts" hielt genau das, was ich mit dem ersten Blick auf dieses Cover verband und noch mehr! Es ist etwas freakig, behandelt eine inzwischen absolut nicht mehr abwegige Entwicklung unserer Gesellschaft und regt stark zum Nachdenken an. Dabei sind diejenigen Inhalte die Besten, die das nicht „Auf-Teufel-Komm-Raus“ provozieren, sondern eine fiktionale Geschichte drumherum bauen, die durch romantische, gefühlvolle, witzige und sarkastische Parts überzeugt. Anfangs konnte ich mit dem Titel „Girl Parts“ wenig verbinden, doch recht schnell wird deutlich, worauf John M. Cusick hinaus will. Ist eine Maschine in der Lage „richtig“ zu fühlen, wenn ihr einprogrammiert wurde zu glauben, sie fühle? Das beschriebene Szenario jagte mir einerseits Angst ein, andererseits fand ich es hoch faszinierend. Die Frage, die uns in der Vergangenheit stark beschäftigt hat und weiterhin immer stärker umtreiben wird ist: "Wann ist ein Mensch ein Mensch"?- und was ist mit Maschinen, die darauf programmiert wurden "menschlich" zu sein oder die wirklich wie Menschen fühlen und agieren? Ist es nur das Gehirn, was einen Menschen ausmacht oder unser ganzer biologischer Apparat dazu? -Ich kann diese Frage nicht beantworten, ebenso wenig wie John M. Cusick mit "Girl Parts", aber das war sicherlich auch nicht seine Intention. Seine Intention deutet vielmehr auf körperliche „Mängel“ hin und wie sich die Vollständigkeit eines menschlichen Organismus definieren lässt oder welche Folgen eine Unvollständigkeit in der Gesellschaft hat. Drei Charaktere, die dem Ganzen den letzten, authentischen Schliff verleihen Das mag alles sehr hochgestochen klingen, aber letztlich brachte der Autor dies alles auf ein recht normales Level und demonstrierte diesen beeindruckenden Hintergrund mit der Figur Rose und zwei – auf den ersten Blick – ganz normalen Teenagerjungen. David und Charlie. Dass hier nichts wirklich vollkommen normal ist, dürfte sich für die HörerInnen schnell herausstellen und dass John M. Cusick trotz der Verwendung von blumiger Sprache indirekt nichts unangebrannt ließ ist ein wahres Kunststück. Indirekt ging er in die Vollen und es war eine wahre Freude „Girl Parts“ zu lauschen. Wäre ich nach der Hörprobe nur nach dem Sprecher gegangen, hätte ich "Girl Parts" nicht gehört. Doch da mich die Geschichte samt Cover so ansprachen, hörte ich es trotzdem und bin sehr froh darüber. Ich habe zwar einige Zeit gebraucht um mich an Chris Pattons Art zu lesen und zu betonen zu gewöhnen, aber danach war es super, weil seine Stimme perfekt zu zwei Jungen wie Charlie und David passten. Mein endgültiges Urteil: Gesellschaftskritik vom Feinsten, die sich für Jugendliche eignet, aber auch für Erwachsene und einfach alle, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. Wer zunächst genauso ratlos ist wie ich, was sich hinter den "Parts" von „Girl Parts“ nun genau verbirgt, muss dieses Hörbuch unbedingt hören. Da Chris Patton aber ziemlich schnell liest, empfehle ich es eher "Fortgeschrittenen" Englischhörbuchhörern- und HörerInnen, denn wenn man anhand des Tempos nur die Hälfte versteht, ist es nur der halbe, bis gar kein Spaß. Hört euch unbedingt dieses Hörbuch an, ich finde es genial und wenn es gar nicht anders geht, kauft euch die englische Buchausgabe und im ganz schlimmen Notfall, greift auf die Deutsche (neu erschienene) Ausgabe zurück; Hauptsache, ihr kommt in den Genuss dieser Geschichte! Doch wenn ich ehrlich bin: Ein Buch kann niemals das ersetzen, was an Emotionen durch die Stimme eines Sprechers zusätzlich vermittelt wird und bei „Girl Parts“ kommt der Inhalt dadurch zusätzlich wunderschön zur Geltung!

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