John Madison

 3,4 Sterne bei 90 Bewertungen

Alle Bücher von John Madison

Cover des Buches Nothing For UnGood (ISBN: 9783838705989)

Nothing For UnGood

 (70)
Erschienen am 13.11.2010
Cover des Buches And Good Is (ISBN: 9783404600090)

And Good Is

 (20)
Erschienen am 01.01.2011

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Cover des Buches Nothing For UnGood (ISBN: 9783404606238)KiraNears avatar

Rezension zu "Nothing For UnGood" von John Madison

[Rezension #109] Nothing for ungood
KiraNearvor einem Jahr

Name: Nothing for ungood

Autor: John Madison

Genre: Sachbuch

Preis: € 7,99 [D] | € 8,30 [A]

Seiten: 188

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2009

ISBN: 978-3-404-60623-8

Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher


Rückentext:

Deutsche brauchen drei Monate, um eine Party zu planen, sprechen merkwürdiges Oxford-Englisch, das Amerikaner an das schweizerische Rätoromanisch erinnert, haben sechzehn (!) Formen für das Wort the und subventionieren die Staus auf Autobahnen mit der Toilettengebühr auf Raststätten. Kann man in einem solchen Land leben? John aus Oklahoma hat es ausprobiert.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Oh Junge, wo fange ich hier nur an?

Das Buch habe ich mir irgendwann im Laufe des letzten Jahres gekauft, allerdings ist es auf einem anderen Stapel gelandet und so kam ich erst neulich dazu, es zu lesen. Überhaupt finde ich Videos oder Berichte über Deutsche und Deutschland aus der Sicht eines Nicht-Deutschen ziemlich interessant, auch wenn es sich irgendwann wiederholt, weil sich die meisten Leute auf die gleichen Dinge stürzen, die sie dann miteinander vergleichen. Aus diesem Grund hab ich mich dann für das Buch entschieden, abgesehen davon habe ich es gebraucht für nur 1,50 € kaufen können. Naja, im Endeffekt bin ich froh, dass ich dafür nicht den Vollpreis gezahlt habe, das hätte ich nun wirklich ziemlich bereut.

Denn viele Berichte der Nicht-Deutschen, meist Amis, passiert mit einem Selbstzwinkern und einem gewissen Maß an Reflexion. Man vergleicht, macht Witze, aber es ist alles im Rahmen und viele Amis sehen auch, was wo jeweils besser ist. Weder die USA werden hochgelobt, noch Deutschland und man merkt auch, dass sich der eine oder andere mehr oder weniger auch für Deutschland interessiert.

Das war bei diesem Buch hier nicht der Fall. Das fängt schon damit an, dass der Autor aus unbekannten Gründen Deutsch auf der Highschool hatte, es dort sehr leicht fand und es deswegen im College wählte, damit er ein Stipendium bekommt und seinen Eltern eine Menge Geld sparen kann. Gut, das ist nobel, aber dafür überspringt er einfach mal das erste Semester und wundert sich dann, warum er sich so schwer tut. Auch hat er an sich kein Interesse an der Sprache oder an dem Land, er geht hier auch nur studieren bzw ging, nur um die Kosten zu sparen. Die meiste Zeit im Buch wundert er sich über die Eigenheiten der Deutschen, vergleicht sie mit denen seiner Landsleute und kommt immer zu dem Schluss: Die Deutschen machen es falsch. Die spinnen doch.

Dagegen machen es seine Landsleute immer richtig, nur ihre Lebensweise ist die einzig richtige und alles andere ist doof. Sogar die Tatsache, dass wir uns beim Lernen der englischen Sprache eher an England oritieren (zumindest in der Anfangszeit, jetzt in der BOS kommt es mir gemischt vor), fand er dumm, weil für ihn das US-Amerikanische Englisch das einzig wahre ist. Abgesehen davon, dass er es auch dumm findet, dass wir US-Amerikaner sagen, weil die USA nur ein Teil von Amerika ist ... nun ja. Man merkt, er macht nur Beobachtungen, hinterfragt aber nicht oder fragt sich, warum etwas so ist, wie es bei uns ist.

So ist das Buch gefüllt mit Kapiteln wie "Die Deutschen lernen absichtlich das falsche Englisch", "Es ist okay, ein Ami zu sein", "Die Deutschen fahren falsch herum" oder "Die Deutschen müssen exakt eine warme Mahlzeit pro Tag essen". Keins dieser Kapitel ist auf irgendeine humorvolle Art und Weise geschrieben, stattdessen bekommt man hier das Werk eines typischen Amis, welcher alles besser weiß und sein Land als das Musterbeispiel schlechthin darstellt. Leider ist es nicht mal ironisch oder derartiges, es ist so ernst gemeint, dass es beim Lesen wehtut. Das merkt man vor allem, als man im hinteren Teil des Buches seine Kommentare zu Fragen sieht. Das Buch basiert auf seinem Blog, wo er seine Erfahrungen bereits davor mit der Welt geteilt hat und teilweise waren seine Antworten so arrogant und nichtssagend, dass ich mir dachte, es wäre besser gewesen, er hätte die Frage einfach ausgelassen. Auch merkt man dadurch, dass das davor nicht überspitzt und absichtlich übertrieben ist, sondern dass der Typ wirklich so denkt. Hin und wieder gibt ihm die Übersetzerin des Buches einen nachträglichen Dämpfer, in dem sie Dinge korrigiert, gerade richtet oder entgegen hält, was bei den Amis so falsch läuft. Anfangs denkt man sich: Ok, was geht hier ab? Aber wenn man etwas tiefer im Buch drin ist, kann man die Reaktion der Übersetzerin verstehen. Irgendwie kann sie einem schon Leid tun, dass sie dieses Werk übersetzen musste.

 

 Leseprobe:

Für Millionen von uns Amerikanern beginnt der Weg der Erkenntnis über den Rest der Welt in Deutschland, dem Land, in dem viele von uns ihre Wurzeln vermuten. Zwar kommt uns irgendwas an Deutschland sehr vertraut vor, beim tatsächlichen Betreten des Landes zeigt sich jedoch, dass es etwas an sich hat, das es seltsam und fremd wirken lässt. Dieses Etwas - das stellt sich bei nährer Betrachtung heraus - sind die Deutschen.

Fast neun Prozent meines Lebens habe ich dem Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken und Riechen dieses Landes und seiner Menschen gewidmet, um eines Tages darüber schreiben zu können.

Ich habe nicht nur mehr als vier deutsche Bundesländer bereist, sondern auch mein Erwachsenenleben in fünf verschiedenen Bundesstaaten unseres eigenen herrlichen Landes verbracht, was mich zum versiertesten Experten der Welt in Bezug auf kulturelle Unterschiede zwischen Amerikanern und Deutschen macht.

Meine Essays sind also ein wertvoller Quelle der Erkenntnis.

 

Fazit:

Dem letzten Satz aus der Leseprobe muss ich ziemlich widersprechen - man lernt hier eigentlich nur, dass es wirklich so arrogante Amis gibt, wie es das Stereobild einem immer erzählen will. Bei diesem Teil vermutet man noch, dass der Autor das mit einem Augenzwinkern sagt, aber nein, er meint es komplett ernst. Auch wenn er so Dinge sagt wie: In Deutschland scheint die Sonne so selten ... da kann er eindeutig nicht in Bayern gewesen sein, wir haben recht viele Sonnentage. Und auch in anderen Bundesländern scheint oft und gerne mal die Sonne ... dafür, dass das Buch teilweise schlecht gealtet ist, kann er ja nichts, aber ansonsten ist es echt nur eine Qual zu lesen. Von mir bekommt das Buch nur einen Rubin und ich kann es absolut nicht empfehlen. Es gibt sicherlich andere Alternativen, die viel besser sind.

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Cover des Buches And Good Is (ISBN: 9783404600090)Speckelfes avatar

Rezension zu "And Good Is" von John Madison

Witzig und informativ
Speckelfevor 7 Jahren

Habde das Buch vor, wähend und nach unserem USA-Urlaub gelesen und fand es besonders nach dem Urlaub sehr interessant und spannend. Da erklären sich doch ein paar Absonderheiten und dazu noch auf echt witzige Art. Das Vorgängerbuch muß ich nu auch bald mal lesen.

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Cover des Buches And Good Is (ISBN: 9783404600090)micluvsdss avatar

Rezension zu "And Good Is" von John Madison

Amerika von einem Amerikaner für Deutsche erklärt
micluvsdsvor 8 Jahren

John Madison ist Amerikaner und ist mit seiner deutschen Frau Bettina verheiratet. Vielleicht macht diese Ehe ihm bewusst, wie sonderbar Amerika manchmal auf die Deutschen wirkt. Im Buch "And good is" wird Amerika erklärt. Es gibt große Unterkapitel über Amerika an sich, Amerika für Urlauber und Auswanderer, die einzelnen Bundesstaaten und einige Fun Facts. Die einzelnen kleinen Beiträge eignen sich gut, um zwischendurch mal die ein oder andere Sache zu lesen.

Vielleicht fragt man sich jetzt, ob  es das gefühlte 32.894te Buch über die kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Amerika braucht. In diesem Fall würde ich die Frage unbedingt bejahen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, und auch wenn man schon Bücher über dieses Thema gelesen hat, dieses Buch ist anders und hat auch Geschichten zu bieten, die man noch nicht überall gelesen hat.

Ich vergebe 5 Sterne und empfehle es als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

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Gespräche aus der Community

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Da ich selbst niemals reisen werde und niemals nach den USA kommen werde, aber viel mit amerikanischen Kunden zu tun hatte, fiel mir dieses kleine Büchlein sofort ins Auge: John Madison hat eigentlich aus ganz pragmatischen Gründen Deutsch gelernt an der Uni, er war in seinem Wahlfach zu schlecht und wollte den Notenschnitt verbessern durch die Belegung eines Fremdsprachenkurses. Warum er ausgerechnet auf Deutsch kam, wird wohl ein Rätsel bleiben, es brachte ihn aber als Praktikant und Austauschstudent nach Deutschland: Hamburg und München. Durch seine Arbeit bei einer deutschen Firma in South Carolina kam er dann auch noch in den Genuss von Reutlingen und Salzgitter.
Danach kündigte er und ging in Ruhestand ;-))
(Keine Ahnung, wann er geboren ist, aber alt war er sicher noch nicht!)
Nach 7 Monaten war er pleite und jobbt heute in Texas.

Dieses Buch hat er frei von der Leber weggeschreiben über Dinge, die er angenehm, komisch oder unangenehm fand während der Zeit in Deutschland. Wobei ich sagen muss, dass ich dieses "über einen Kamm scheren" abgrundtief hasse, es aber hier nicht so empfinde, da er aus eigenen Erfahrungen spricht. Es hat mir bisher einige Male die Augen geöffnet und mir wurde klar, warum ich welche Schwierigkeiten mit meinen Kunden hatte!
Jedenfalls bewegt das Buch die Gemüter, ein Amerikaner schrieb, er wolle sich entschuldigen für seinen Landsmann, verstehe aber auch nicht, warum die Deutschen ihn nicht vor die Tür gesetzt hätten!
Bisher fiel mir nur auf, dass der Übersetzer offensichtlich auch nicht recht "amerikanophil" ist, denn durch die zahlreichen Fussnoten gibt er unentwegt seinen Senf dazu, nicht bemerkend, dass er damit grade aufgestellte Behauptungen bestätigt.
Egal, ich fands lustig und informativ ---- und da ich nicht reise, verschlinge ich gerne solche Kulturcrashs, die ich ja selbst nie erleben werde ,-))

Hier noch die Zusammenfassung von amazon:

Deutsche brauchen drei Monate, um eine Party zu planen, sprechen merkwürdiges Oxford-Englisch, das Amerikaner an das schweizerische Rätoromanisch erinnert, haben sechzehn (!)Formen für das englische Wort the und subventionieren die Staus auf Autobahnen mit der Toilettengebühr auf Raststätten. Kann man in einem solchen Land leben? John aus Oklahoma hat es ausprobiert.

Reisebedingung wie üblich:

- bitte An- und Abreise ankündigen
- Lesezeit: unwichtig, überziehe eh bei allen Büchern....
- bei Verlust Ersatz
- Viel Spass beim Lesen!
- nicht ärgern!!!!! Humor ist gefragt!
- Heimkehr zum Schluss

1. chatty68 - fertig
2. Nefertari35 - fertig
3. buechermaus25 - fertig
4. Nicole_L - fertig
5. justitia - fertig
6. sofie - fertig
7. gamaschi - fertig
8. melanie_reichert - hier ist es
9.



....irgendwann zurück zu Bücherwurm
Viel Vergnügen!



44 Beiträge
Bücherwurms avatar
Letzter Beitrag von  Bücherwurmvor 8 Jahren
Fein, Danke fürs Bescheid geben! Viel Vergnügen!
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