Ich liebe die abgedrehten Thriller von John Marrs, und so musste natürlich auch "The Vacation" von ihm, erschienen bei Heyne und übersetzt von Jens Plassmann, bei mir einziehen.
Eines muss ich vorab betonen: Dies ist ein Roman und KEIN Thriller. Gerechtigkeit halber muss erwähnt werden, dass dieses Buch auch als Roman vom Verlag gekennzeichnet wurde. Trotzdem verband ich den Autor in meinem Kopf wohl mit einem Thriller, und so wurde ich, gelinde gesagt, von der Story enttäuscht. John Marrs erzählt hier die Geschichte vieler Protagonisten, die alle in einem heruntergekommenen Hostel in LA stranden. Jeder hat seine eigene Perspektive, und auch die Vergangenheit jedes Einzelnen kommt nach und nach ans Licht. Dementsprechend lernen wir eine Vielzahl an Protagonisten kennen, was auch die Herausforderung dieses Episodenromans darstellt.
Dies führte dazu, dass ich wahnsinnig lange brauchte, um in die Storyline zu finden. In der zweiten Hälfte nimmt die Storyline dann aber Fahrt auf, und es wird teilweise sehr kurios; jedoch bin ich das vom Autor gewohnt.
Zwar sind die Kapitel kurz, aber durch die immer wechselnde Erzählperspektive ist es teilweise schwer, am Ball zu bleiben. Hinzu kommt, dass die Storyline für mich überfrachtet wirkte. Viele Themen werden angesprochen, für meinen Geschmack viel zu viele.
Am Schluss passt es zusammen, aber so richtig abgeholt hat mich John Marrs leider nicht. Hier wäre weniger mehr gewesen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen für diesen etwas sperrigen Episodenroman.
Welches John Marrs Buch ist euer liebstes? Bei mir war es definitiv "Die gute Seele", das fand ich einfach nur genial.





















