John Marsden Ich hab Dir so viel zu erzählen

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Inhaltsangabe zu „Ich hab Dir so viel zu erzählen“ von John Marsden

Bei einem Streit der Eltern gerät die 14-jährige Marina zwischen die Fronten und wird schwer verletzt. Danach erkennt Marina sich selbst nicht wieder. Aber hat sie mit den vertrauten Gesichtszügen auch ihre Identität verloren? Sie weigert sich zu sprechen und lässt niemanden mehr an sich heran. Dafür nimmt sie ihre Umwelt um so deutlicher wahr, sie beobachtet genau und erkennt vieles, was anderen verborgen bleibt. Sie kämpft mit ihren Ängsten und ihrer Wut genauso wie mit ihren Hoffnungen und Sehnsüchten. Und es dauert lange, bis sie die Kraft findet, ihrem Vater gegenüberzutreten, der seit dem Unfall im Gefängnis ist...§Ein bewegender Roman nach einer wahren Begebenheit.

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    Ich hab Dir so viel zu erzählen
    PaperPrincess

    PaperPrincess

    08. February 2014 um 01:05

    „Wer diese Worte liest - was für ein Bild bekommt er von mir? […] Kein hübsches Bild. Die Worte lügen also, in gewisser Hinsicht jedenfalls. Wie immer." (Seite 18) Zum Inhalt: Marina ist 14, als ihr Gesicht bei einem Streit ihrer Eltern schwer verletzt wird. Ihr Vater kommt ins Gefängnis, Marina in psychische Behandlung. Seit dem Vorfall hat sie sich komplett abgekapselt und kein Wort mehr gesprochen. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, kommt sie auf ein Internat. Ihre Mutter, die mittlerweile einen neuen Mann an ihrer Seite hat, hofft, dass Marina unter anderen Mädchen wieder zu sprechen beginnt. Doch die fühlt sich abgeschoben und allein. Seit Marina schweigt, hat ein besonderes Gespür für andere entwickelt. So merkt sie, dass einige Mädchen auch keine perfektes Leben mit perfekter Bilderbuchfamilie führen und lebt sich langsam in ihrer neuen Umgebung ein. Sie beginnt über ihre Trauer, Sehnsüchte, Ängste, Wünsche zu schreiben und versucht sich dem Erlebten zu stellen. Allem voran ihrem Vater. Meine Meinung: Marinas Geschichte ist wirklich berührend und an mehreren Stellen hatte ich Tränen in den Augen. Sicherlich keine leichte Kost, aber es lohnt sich, wenn man sich darauf einlässt. Die Handlung wird in Form von Tagebucheinträgen erzählt. Dadurch kommt kein romanartiger Lesefluss zustande, die Gefühle können aber auf eine ganz andere Weise vermittelt werden. Der Schreibstil muss sehr gelobt werden, denn Marsden schafft es mit nur wenigen Worten so viel mehr auszudrücken. Die Gefühlswelt einer erst 14- dann 15-Jährigen wird absolut authentisch dargestellt. Obwohl wahrscheinlich die wenigsten in so einer Situation waren, kann man Marinas Handlungen nachvollziehen und verstehen. Man spürt die innerliche Auseinandersetzung mit ihrem Vater, dem Thema Familie und den Mädchen im Internat. Seite um Seite erfährt man immer mehr über das eigentliche Ereignis und wie Marina dazu steht. Am Ende erfährt man aber doch nicht alles über diesen Tag. Man weiß zwar viel, aber den genauen Hergang schreibt sie nie auf. Als Buch, das Themen wie Liebe, (Hass,) Verzeihen und Familie behandelt, sticht es heraus und erlaubt einen faszinierenden, fesselnden Blick in die Gedankenwelt eines Mädchens, dass ein Trauma verarbeiten muss. Dabei kommt Marsden ganz ohne Klischees und dem verzweifelten Drang nach einem Happy End aus. Um alles vollkommen zu verstehen, würde ich eine Altersempfehlung von 15+ geben (frühestens 14). Fazit: „Ich hab Dir so viel zu erzählen" ist absolut lesenswert. Wunderschön, realistisch und nahegehend!

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