John Matthews Stadt in Angst

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Inhaltsangabe zu „Stadt in Angst“ von John Matthews

Keiner tötet wie er. Oder doch? New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat der Mörder den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter - und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei ...

Nicht schlecht, gerne mehr...

— Crazybookworm1984
Crazybookworm1984

Hat mich leider nicht überzeugt.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

wieder ein guter fesselnder Krimi über den berühmten Mörder aus England. Wird diesmal das Geheimnis aufgeklärt?

— anja_bauer
anja_bauer

Für Freunde historischer Krimis empfehlenswert.

— NiWa
NiWa

Tolle Idee, leider nur mäßig umgesetzt

— Dora74
Dora74

Tolle Idee, aber mit zu vielen Durchhängern, was die Spannung angeht

— Jones72
Jones72

Tolle Story mit spannendem Hintergrund. Einzig die Protagonisten haben mich merkwürdig kalt gelassen - dennoch empfehlenswert!

— LinusGeschke
LinusGeschke

Schaurig schöner Jack the Ripper Roman, fesselnd bis zur letzten Seite!

— Cieena
Cieena

New York 1891, Jack the Ripper und ein Ermittlerduo alla Sherlock Holmes. Spannender geht es kaum!

— VanessasBibliothek
VanessasBibliothek

Spannend, fesselnd und wunderbar blutrünstig.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

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  • Rezensionen
  • Leserunden
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  • Themen
  • Ein intressant geschriebener historischer Krimi

    Stadt in Angst
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    06. August 2017 um 19:35

    Dieser historische Krimi hat mich von Anfang an intressiert aber es hat etwas länger gedauert. Aber nun habe ich es gewagt und nicht bereut. Denn es ist spannend geschrieben und fesselt einen beim Lesen. Man sollte nur nicht zuviel erwarten was mit "Jack the Ripper" zu tun hat. Ein spannender, historischer Krimi. Wer gerne dieses Genre liest, ist hier genau richtig.

  • Sehr enttäuschend

    Stadt in Angst
    Lee-Lou

    Lee-Lou

    Bei diesem Buch kann ich den Inhalt leider nicht selbst zusammenfassen, weil ich es nach 160 Seiten abbreche. 160 Seiten habe ich in den letzten fünf Tagen nur mit sehr viel Mühe zusammenbekommen. Hier macht mir das Lesen keinen Spaß mehr und irgendwann sind auch meine Grenzen erreicht. Seit ich von den Jack-the-Ripper-Fällen weiß, finde ich die Tatsache, dass der Täter nie gefasst wurde, unglaublich faszinierend. Aus diesem Grund hat mich dieses Buch auch extrem angezogen. Allerdings wurde ich mit der Geschichte einfach nicht warm. Es gab einen Haufen Dialoge, die für mich keinen Sinn ergaben. Die ganze Zeit viel "Blabla" und kaum etwas passierte, sodass ich Stellen seitenweise überspringen musste, um nicht auch noch einzuschlafen. Auf diese Art kann ich ein Buch beim besten Willen nicht mit Begeisterung lesen. Schon gar nicht, wenn das Buch über 500 Seiten umfasst.

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    • 2
  • Mein Leseeindruck

    Stadt in Angst
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    15. October 2015 um 06:13

    Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, hat mich das vorliegende Buch sehr neugierig gemacht. Die beiden Herren, die vermeintlichen Blutspritzer, all das erweckte meine Hoffnung nach einem tollen Krimi. Schon bei den ersten Seiten hatte ich jedoch mit den vielen Namen zu kämpfen. Und da die Personen anfangs auch nicht weiter beschrieben wurden, musste ich immer wieder zurückblättern um zu wissen, von wem nun die Rede ist. Etwas schwerlich für den Anfang, wie ich finde. Als ich dann jedoch im Lesefluss war, die Geschichte an Fahrt aufnahm und ich die Protagonisten den Handlungen zuordnen konnte, erwischten mich seitenlange zähe Monologe, Darstellungen und zum gähnen animierende Abschnitte. Kurzum, die Spannung war dahin. Irgendwie ging das abenteuerliche verloren. Über eine Szene bin ich ganz besonders gestolpert (Seite 64). "Da steht folgendes in Kurzform [...] seine Hand glitt herab und legte sich um ihren Hals [...] Gleichzeitig hantiert er mit der anderen an seiner Hose." Soweit wäre es ja noch vorstellbar. Aber nun kommt der entscheidende Satz" [...] Unterdessen hatte er mit der anderen Hand[...]" Häh, wie bitte? Hatte er denn drei Hände? Eine am Hals, eine an der Hose, und unterdessen macht er mit der anderen ....  Hm... ob so etwas auch unter dichterische Freiheit fällt? :-) Nun denn... ich hatte etwas mehr erwartet. Sehr schade!   FAZIT: Tja, welches Fazit habe ich? Wer zu viel Zeit und zu wenig Bücher hat, kann es gerne lesen? Nein, das klingt gemein. Vielleicht so: Das Buch klingt augenscheinlich sehr interessant, was sich auch in einigen Szenen zeigt, jedoch sollte man nicht zu viel erwarten.    

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  • Für Jack the Ripper Fans

    Stadt in Angst
    Aglaya

    Aglaya

    In Manhattan werden 1891 mehrere Prostituierte ermordet, die Taten erinnern an Jack the Ripper, der drei Jahre zuvor in London sein Unwesen trieb. Ist der berüchtigte Serienmörder in die USA ausgewandert?   Jack the Ripper fasziniert mich schon seit Jahren, und die Frage, wieso er plötzlich mit seinen Taten aufgehört hat, beschäftigt viele Menschen seit über 100 Jahren. John Matthews greift in „Stadt in Angst“ die Theorie auf, dass der Mörder ausgewandert ist und sein Unwesen schlicht anderswo weitergetrieben hat. Die Stimmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts hat der Autor schön eingefangen, wenn ihm auch kleine historische Fehler passiert sind (so kommt beispielsweise bei einer Autopsie kurz das Gespräch auf Blutgruppen, die noch heute verwendete AB0-Einteilung wurde jedoch erst 1900 entdeckt). Auch das New York Feeling ist andeutungsweise spürbar, wenn auch nicht so ganz, aber wen wundert’s: 1891 stand weder das Empire State Building noch das Chrysler Building, die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue waren noch ganz neu.   Der Autor John Matthews verwebt in „Stadt in Angst“ mehrere Handlungsstränge zu einer einzigen Geschichte, was häufige Perspektivenwechsel voraussetzt; und mit diesen hatte ich meine Mühe. Vielleicht liegt es an meiner Reader-App, die ich verwende (Aldiko), jedenfalls werden in meiner eBook-Ausgabe keine Leerzeilen bei Abschnittswechseln angezeigt, sodass die Perspektivenwechsel mitten in der Seite ohne sichtbaren Übergang dargestellt wurden, das mich regelmässig sehr verwirrt hat. Die beiden am Häufigsten verwendeten Perspektiven sind die der beiden Ermittler Argenti und Jameson, die mir beide ausreichend sympathisch waren, ohne mir wirklich ans Herz zu wachsen.    Die Handlung selbst ist ausreichend spannend, um zu Ende lesen zu wollen, wirklich gefesselt hat sie mich jedoch nicht. Wie und warum die Morde ausgeführt wurden wird dem Leser schnell klar, da diese Abschnitte aus der Sicht des Täters geschildert werden. So geht es schlussendlich „nur“ noch darum herauszufinden, wer nun dieser Täter ist. Leider lässt der Autor seine Leser nicht mitraten, die Auflösung bringt keinen Aha-Effekt sondern eher Ernüchterung.   A propos Täter: John Matthews zieht in seinem Roman immer wieder Parallelen zum echten Jack the Ripper. Das allerwichtigste wird zwar jeweils kurz dargelegt, aber Kenntnisse über die Morde von 1888 sind zum Verständnis des Krimis durchaus empfehlenswert.   Mein Fazit Durchaus unterhaltsam, aber ohne atemlose Spannung. Wohl vor allem für Jack the Ripper Fans lesenswert.

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    • 2
    Arun

    Arun

    30. September 2015 um 20:29
  • Jack the Ripper ist wieder da...

    Stadt in Angst
    anja_bauer

    anja_bauer

    15. August 2015 um 09:11

    1891 - New York.  Eine übel zugerichtete Leiche wird gefunden. Der Körper weißt Verstümmelungen auf, wie sie damals vor  3 Jahren in Whitechapel gefunden worden sind.  Ist der berühmte Mörder aus England nun in Amerika?  Gehen nun die Morde des Rippers hier weiter?  Die Ermittlungen nehmen der englische Kriminalanalytiker Finley Jameson auf, der hier vor Ort ermittelt. Zu seiner Seite wird der New Yorker Cop Joseph Argenti gestellt. Beide sind eigentlich unterschiedliche wie Tag und Nacht. Und auch der Mentor von Jameson  - Colby – ist dabei. Zusammen versuchen sie in die Psyche des Mörders einzutauchen und dessen Handlungsweise bzw. Beweggründe zu verstehen. Genau wie in England ist der Ripper jedoch den Ermittlern immer einen Schritt voraus und schickt auch höhnende Briefe an die größten Tageszeitungen von New York.  Selbst als er genau vor der „Nase" Finleys mordet, können sie ihn nicht fassen. Und dann mischt sich noch ein berüchtigter Unterweltboss in die Sache ein. Das erschwert na klar die Ergreifung des Rippers und bestätigt den Mörder in sein perverses Spiel mit den Ermittlern.   John Matthews hat in diesem Buch gut die Hintergründe recherchiert. Die Geschichte ist gut erzählt und schönt nichts aus. Die Zeit um das 19Jharhundert ist gut dargestellt und man kann sich gut darin reinfinden. Allerdings sind am Anfang so viele Protagonisten mit in dieser Geschichte, dass ich am Anfang ein wenig  Probleme hatte, diese alle auseinanderzuhalten. Schön wäre es, ein Personenregister am Anfang oder Ende zu erstellen. Doch die Hauptprotagonisten bleiben Finley Jameson, Joseph Argenti und Lawrence – Finleys Assistent. Auch evtl. eine Karte über die Orte wäre nett, aber kein Muss. Ich denke John Matthews hatte bei Finley den Polizeiinspektor Frederick Abberline  von „From Hell“ im Hinterkopf, denn die beiden ähneln sich sehr.  Was ich noch gut bei dem Schriftsteller finde, ist das Hintergrund wissen über die Gesellschaft und Leben im 19 Jahrhundert in Amerika. Sehr gut ist dort die Spalte zwischen Arm und Reich beschrieben. Zum Buch und der Geschichte selber kann ich nur sagen. Trotz der über 500 Seiten ist es spannend und interessant. Es fesselt den Leser mit einem flüssigen und klaren Schreibstil. Allerdings das Ende kam mir nun doch ein wenig zu reißerisch rüber. Zu Actionhaft – was nicht so recht zum gesamten Buch passt. Das Cover ist aber sehr gut gewählt. Hauptsächlich in Grautöne aber mit Blut befleckt. Zwei Männer in Anzügen und Zylinder sind rauf abgebildet, wo bei einer sein Gesicht verbirgt. Einzig die rote Krawatte sticht hier  - neben den Blutspritzern – heraus. Wenn man dann das Cover aufklappt, sieht man die große Brücke von New York und den Schriftzug „New York in Angst und Schrecken.“ Genauso hinten ist die Brücke mit Blick auf New York abgebildet.  Das Ende von dem Krimi ist ein wenig überraschend und lässt zum Spekulieren offen.

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  • The Ripper is coming...

    Stadt in Angst
    VanessasBibliothek

    VanessasBibliothek

    25. July 2015 um 12:39

    New York 1891, Jack the Ripper und ein Ermittlerduo alla Sherlock Holmes, spannender geht es wohl kaum!!!!! Ich bin so glücklich ein Rezension-Exemplar von diesem Buch bekommen zu haben. Ich hab vorher noch keinen historischen Kriminalroman gelesen, aber bin so begeistert von diesem Buch, dass ich wohl noch einige weitere lesen werde. Der Autor schafft so eine tolle Atmosphäre und lässt einen wirklich mit seinen genauen Beschreibungen in das New York im Jahr 1891 eintauchen, dass vor dem inneren Augen, wenn das Buch gelesen wird, ein Film mit läuft. Das Buch hat über 500 Seiten und es gibt eine Verfolgungsjagd nach der nächsten und immer wieder fragt man sich, wann Jack the Ripper gefasst wird und ob es einer aus bekannten Kreisen ist. Dann fällt der Verdacht auch noch auf einen aus den eigenen Kreisen und alle Indizien sprechen gegen ihn. Und als Leser will man es nicht glauben und muss weiterlesen. Das Ermittlerduo Jameson und Argenti sind zwar anfangs sehr verschieden, aber spielen sich schnell aufeinander ein. Jack schreibt immer wieder Briefe und schickt diese zur Presse und verhöhnt die Polizei und gibt Jameson sogar die Schuld an den Morden. Und immer, wenn die Polizei nah dran ist, entwischt er trotzdem wieder. Das ganze Buch hält einen in Atem, so viel ist sicher! Fazit Ich liebe dieses Genre jetzt schon! Und was will man mehr? Eine Mischung aus Sherlock Holmes, Geschichte und Jack the Ripper. Pure Spannung garantiert!

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  • Jack the Ripper in New York?

    Stadt in Angst
    NiWa

    NiWa

    Nach der Mordserie von Jack the Ripper in London wird 1891 eine Prostituierte auf dieselbe Weise in New York getötet. Hat der Ripper den Kontinent gewechselt oder treibt ein Nachahmungstäter sein böses Spiel? Die Idee dahinter finde ich brillant. Nach wie vor ist es ein Rätsel, was aus dem „legendären“ Jack the Ripper geworden ist. Warum hat er nach den kanonischen Fünf - den Morden in White Chapel, London - aufgehört? Hat er die Lust daran verloren? Sein Werk vollendet? Wurde er für ein anderes Verbrechen eingesperrt? Ist er gestorben? Oder ist Jack the Ripper in die USA ausgewandert? John Matthews greift hier eine der vielen Ripper-Theorien auf und lässt einen Serienkiller in New York wüten. Aber ist es tatsächlich der Ripper? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter, der sich hier der berühmten Handschrift bedient? Anfangs ist es mir schwer gefallen, richtig in die Geschichte reinzufinden. Ich glaube, es lag daran, dass ich Schwierigkeiten hatte, die verschiedenen Personen einzuordnen. Es waren doch einige Erzählstränge, die hier jäh durcheinander gingen, aber mit der Zeit hatte ich mich dann doch daran gewöhnt. Ab der Hälfte wird es dann richtig spannend. Es ist ein Verwirrspiel aus übelsten Verstrickungen und ich wusste ab diesem Zeitpunkt nicht mehr, wem ich überhaupt trauen kann. Besonders gut gelungen finde ich die Szenen aus Täterperspektive. Der Autor spielt hier mit den Vermutungen des Lesers, brachte mich immer wieder auf neue Fährten, bis ich mir des Täters sicher war, nur um mir dann wieder eine neue Perspektive zu eröffnen. Insgesamt waren meine Erwartungen eventuell zu hoch angesetzt, vielleicht habe ich mich auch einfach schon zu oft mit Mythen um Jack the Ripper beschäftigt, denn wirklich Überraschendes konnte mir der Autor leider nicht erzählen. Die gesamte Handlung hat mich sehr stark an die Ripper-Verfilmung „From Hell“ mit Johnny Depp erinnert. Auch hier hatten wir neben dem Ripper, die Opiumhöhlen und freundschaftliche Anwandlungen zwischen Ermittlern und Prostituierten, und auch andere Details waren meiner Ansicht nach stark an der Verfilmung angelehnt. Außerdem stand besonders die Korruption der New Yorker Polizei, persönliche Verstrickungen sowie Verwicklungen und die Prostitution an sich im Vordergrund, was mir persönlich zu weit weg von der Haupthandlung des Rippers lag. Bevor diese Rezension in einer schlechten Kritik endet, was sie überhaupt nicht sein soll, weil mir das Buch im Grunde gefallen hat, muss ich noch einen sehr störenden Punkt anbringen. Es geht um das Vorgehen der Ermittler selbst, denn da sitzen sie, und schwadronieren über die unbewussten Wünsche, Ängste und Verhaltensmuster des Täters und das im Jahr 1891! Sigmund Freud hat sich erst ab 1889 mit der Möglichkeit eines „Unbewussten“ beschäftigt, daher, diese Denkrichtung gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Demzufolge wären diese Herren also dem Vater der Psychoanalyse um einige Gedankengänge voraus gewesen. Vielleicht bin ich zu pedantisch, aber wenn ich einen historischen Roman lese, dann wünsche ich mir, dass der Rahmen stimmt. Trotz der Kritikpunkte hat mir dieser Krimi um den New Yorker Ripper gut gefallen. Es wurde mir ein besonderer Einblick in die Arbeitsweise der damaligen Polizei, der Gangster und Straßenbanden gewährt, man wird sich beim Lesen bewusst, wie langsam damals alles ging - zum Beispiel wenn man eine Nachricht von einem Kontinent auf den anderen überbringen wollte - und man spürt den Flair einer alten Welt, vollgepackt mit Gentlemen, die ihre Hüte vor den Damen lüften, wie wir ihn nie erleben werden. Meiner Meinung nach ist dieser Roman für Freunde historischer Krimis empfehlenswert, wer mit Jack the Ripper allerdings schon auf Tuchfühlung war, wird sich mit Althergebrachten begnügen müssen.

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    • 12
    NiWa

    NiWa

    11. July 2015 um 17:56
  • Rezension zu "Stadt in Angst" von John Matthews

    Stadt in Angst
    tragalibros

    tragalibros

    11. July 2015 um 12:18

    Im New York des Jahres 1891 wird die verstümmelte Leiche einer Prostituierten gefunden. Viele der Verletzungen weisen Parallelen zu den berüchtigten Ripper-Morden in London auf. Finley Jameson wird von Scottland Yard auf den Fall angesetzt. Zusammen mit dem Polizisten Joseph Argenti soll er den Mörder finden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der viele Opfer fordert. Dieser Krimi stellt den Auftakt zu einer Buchserie über das Ermittlerduo Jameson und Argenti dar. Die beiden Protagonisten bestechen durch Charme und trockenem Witz, haben aber gleichzeitig mit ihrem eigenen Leben zu ringen. Charakterisierung, Orts- und Personenbeschreibungen sind nicht langatmig oder besonders detailliert, was dem Leser die Möglichkeit gibt, sich eine eigene Vorstellung der handelnden Personen zu machen. Der Autor hat in dem Buch größtenteils auf geschwollene und die zu der damaligen Zeit typischen blumigen Redewendungen verzichtet, weswegen sich der Krimi schnell lesen lässt. Auch die Spannung zieht sich durch die ganze Geschichte, ohne nachzulassen. Immer wenn ich dachte, dass die beide Polizisten dem Mörder auf die Spur gekommen seien, nahm der Fall eine neue Wendung. Ein paar störende Punkte sind mir aber während der Lektüre aufgefallen, die mir nicht ganz schlüssig erschienen. Warum zum Beispiel hat der Ripper bei den Ermordeten in London seine besonderen Erkennungszeichen direkt in den Knochen der Opfer geritzt? Er konnte doch nicht wissen, dass es anfangs übersehen und erst nach einer Exhumierung entdeckt werden würde. Und dann das Ende. Da ich es leider nicht ausführlich erklären kann, weil damit die ganze Spannung verpufften würde, möchte ich an dieser Stelle nur anmerken, dass es in meinen Augen etwas widersprüchlich war. Fazit: "Stadt in Angst" ist ein solider und grundsätzlich spannender historischer Kriminalroman, der allerdings, durch ein paar für mich nicht schlüssige oder bis zum Ende durchdachte Passagen, ein paar Sternchen einbüßt.

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  • Von Whitechapel nach New York

    Stadt in Angst
    MikkaG

    MikkaG

    06. July 2015 um 20:04

    Es gibt eine Vielzahl von Filmen, Comics, Computerspielen und natürlich Büchern, die den Fall Jack the Ripper aufgreifen. Daher drängt sich die Frage auf: Kann "Stadt in Angst" wirklich noch etwas Neues bringen, das dem Roman aus der Masse heraushebt? In meinen Augen schafft John Matthews das leider nur bedingt. Er scheint die Hintergründe und die Gegebenheiten dieser Zeit durchaus gut recherchiert zu haben, die Geschichte ist solide konstruiert und geschrieben... Aber dennoch kam bei mir keine rechte Begeisterung auf und ich hatte öfter das Gefühl, Ähnliches schon gelesen oder in Filmen gesehen zu haben. Und das fing mit dem Protagonisten schon an: dem Aristokraten Finley Jameson. Er war bereits an den Ermittlungen der Mordfälle in Whitechapel beteiligt und lebt durch einen glücklichen Zufall inzwischen in den USA, so dass er auch bei den neuen Morden als beratender Ermittler fungieren kann. Er wird als hochintelligent beschrieben und steigert sich wie besessen in seine Ermittlungen hinein. In diesen Phasen kann er ein sehr unleidlicher Mensch werden, der seinem Hausmädchen das Leben schwer macht. Das hat mich sehr an Sherlock Holmes erinnert! Aber am meisten hat er mich an den Polizeiinspektor Frederick Abberline erinnert, wie er im Comic "From Hell" und dem gleichnamigen Film mit Johnny Depp dargestellt wurde. Wie Abberline frönt er dem Opium und hat Visionen, und wie Abberline kommt er einer Prostituierten näher, die mit dem Fall zu tun hat. Interessant fand ich dennoch Finleys problematische Hintergrundgeschichte, die nach und nach im Laufe des Buches enthüllt wird. Im zur Seite stehen zwei Männer, die mir im Prinzip auch sehr gut gefallen haben: sein autistischer Gehilfe Lawrence und Joseph Argenti, der Polizist, der die Ermittlungen leitet. Beide sind komplexe, ungewöhliche Charaktere, hinter denen mehr steckt, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Lawrence kam mir allerdings manchmal etwas unglaubwürdig vor, denn er soll autistisch sein, zeigt aber nur sehr wenige entsprechende Verhaltensmuster. Eigentlich äußert sich sein Autismus meist nur dadurch, dass er quasi das wandelnde Wikipedia des späten 19. Jahrhunderst ist. Wenn Finley etwas wissen möchte, muss er nur Lawrence fragen, denn der weiß scheinbar alles und kann auch alles berechnen. Das macht es Finley in meinen Augen oft zu einfach, so dass er seine eigene Brillianz kaum zeigen kann! Passagen der Geschichte werden immer wieder aus Sicht des Rippers erzählt, was ich einerseits interessant und gelungen fand, mir aber andererseits schon früh in der Geschichte ein bisschen vom Mysterium und der Spannung des Unbekannten nahm. Vieles wird für mich auch nicht befriedigend erklärt. Zum Beispiel weiß der Ripper scheinbar alles über Finley und Lawrence, auch Geheimnisse, die man durch reine Beobachtung gar nicht herausfinden kann - woher?  John Matthews bringt viele verschiedene Themen und Nebenhandlungen in die Geschichte ein. Man erfährt viel über die Gesellschaft und das Leben im Amerika des 19. Jahrhunderts, besonders das harte Leben der Armen und weniger Privilegierten.   Und obwohl ich das alles eigentlich interessant fand, kam für mich in der ersten Hälfte des Buches nur wenig Spannung auf. Der Ripper hält die Fäden in der Hand, und die Polizisten stolpern ihm quasi von Mord zu Mord hilflos hinterher - immer ein wenig zu spät, denn er ist ihnen stets einen Schritt voraus. Mehr als einmal greift er ihnen fast schon unter die Arme, indem er in seinen Briefen Dinge verrät, die sie wissen müssen! Die Geschichte kam für mich erst im zweiten Teil des Buches richtig in Fahrt, aber ab da fand ich sie dann auch sehr unterhaltsam. Endlich kann Finley wirklich zeigen, wie intuitiv und genial er ist, und was für ein gutes Team er, Argenti und Lawrence abgeben. Auf einmal gehen die Dinge Schlag auf Schlag, und es gibt Szenen von geradezu cineastischer Action - Verfolgungsjagden! Zugunglücke! Schießereien! Leider hat mich das Ende dann wieder eher enttäuscht, denn das kommt ziemlich abrupt und kam mir sehr konstruiert vor. Vorher wurde viel Aufhebens darum gemacht, dass der Ripper tatsächlich ein übergeordnetes Motiv für seine Morde hat, damit quasi eine Botschaft verkünden will... Aber tatsächlich fand ich den Grund dafür dann eher banal.  Der Schreibstil liest sich durchweg angenehm und flüssig. Die Sprache klingt modern genug, um dem modernen Leser das Lesen nicht zu schwer zu machen, aber dennoch für die Zeit angemessen. Nur manchmal hat mich an Dialogen unangenehm berührt, dass zwei Charaktere sich gegenseitig Dinge erzählen, die beide schon wissen - wohl, damit der Leser sie auch erfährt. Fazit: Jack the Ripper ist nach Amerika geflohen und führt dort seine Mordserie weiter. Auf dieser Grundlage erzählt Autor John Matthews eine gut recherchierte, fundierte Geschichte, die mich zwar halbwegs gut unterhalten, aber leider selten wirklich begeistert hat. Das Buch bietet einen interessanten Blick auf das Leben im späten 19. Jahrhundert, konnte aber in meinen Augen leider nicht mit großer Originalität punkten. Die Spannung kam meines Erachtens eher schleppend in Gang, und auch das Ende konnte mich nicht vollständig überzeugen.

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  • Toller Auftakt mit ein kleinen Schwächen

    Stadt in Angst
    Aleshanee

    Aleshanee

    18. June 2015 um 08:03

    Zum Inhalt 1891, November in New York Die Prostituierte Camille wird in den dunklen Gassen New Yorks brutal ermordet. Gleichzeitig trifft ein Brief bei der "Times" ein, der die Vermutung nahelegt, dass Jack The Ripper wieder zugeschlagen hat. Sir Thomas Colby, der die Ripper-Morde in London über Jahre verfolgt hat, schickt seinen besten Studenten in die Metropole, um der Polizei bei der Aufklärung zu helfen: Finley Jameson. Zusammen mit Joseph Argentini macht er in den korrupten Straßen Jagd auf den brutalen Mörder, der ein perfides Spiel mit dem Ermittlerduo treibt, denn beide haben ein dunkles Geheimnis, das sie vor der Öffentlichkeit verbergen wollen. Meine Meinung Auf dieses Buch hab ich mich sehr gefreut, denn historische Kriminalfälle finde ich besonders spannend, weil man gleichzeitig auch in eine ganz andere Zeit eintauchen kann. Das hat der Autor hier auch wunderbar umgesetzt, weil man von der ersten Seite an in die düsteren Atmosphäre eintaucht, was mich ein bisschen an den Film "From Hell" erinnert hat. Vor allem New York ist noch ein Neuland für mich, da die meisten Krimis, die ich gelesen habe, in London spielen. Der Schreibstil ist auktorial aus verschiedenen Perspektiven und an die damalige Zeit angepasst ohne überzogen zu wirken. Flüssig zu lesen - aber man sollte sich mit dem Buch Zeit lassen, damit es wirken kann. John Matthews streut viele Details in die Handlung ein, die die Kulisse beleben. Die Kutschenfahrten mit den "Hansoms", die elektrischen Straßenbahnen, die noch ganz ungewohnt sind, die geduldeten Opiumhöhlen, die schlimmen Viertel, in denen Prostitution, Gewalt und Korruption herrscht und die feinen Gentleman mit Bowler, die mit ihren Damen flanieren. Man bekommt einen sehr guten Eindruck und ich hab mich direkt in diese Zeit hineinversetzt gefühlt! Der Zeit entsprechend waren die Charaktere für mich etwas ungewöhnlich, aber sehr gut dargestellt. Finley Jameson ist erst seit kurzem von London nach Amerika gezogen, zusammen mit seinem Assistenten Lawrence. Teilweise wirkt er distanziert und launisch, ist aber auf dem Gebiet der Kriminalanalyse ein Wegbereiter. Er trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, vor dem er schon seit Jahren mit dem Genuss von Laudanum flieht. Der Umgang mit ihm ist nicht immer einfach, was die Zusammenarbeit mit Detective Joseph Argenti nicht leicht macht. Joseph ist verheiratet und hat drei Kinder, ein eher gesetzter, zielstrebiger Mann, der die Probleme an der Wurzel packt. Doch er muss nicht nur einen Mörder jagen, er hat auch einen korrupten Kollegen am Hals, der nichts unversucht lässt, um die Ermittlungen und den damit zusammen hängenden Erfolg an sich zu reißen. Auch die Nebenfiguren waren alle sehr individuell, ich hätte mir aber noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Obwohl jede von ihnen einen greifbaren Eindruck gemacht hat, kam ich vor allem auch an die zwei Hauptprotagonisten noch nicht richtig dran. Was sich aber im Laufe der Reihe noch ändern kann, es ist halt einfach noch ein bisschen Luft nach oben :) Oft werden unnötige Abläufe gekonnt übersprungen, dagegen wiederum manche kleine Szenen etwas umständlich beschrieben. Insgesamt war es aber durchwegs fesselnd und es gab viel Abwechslung. Die Finte, die der Autor hier gelegt hat, war mir zwar etwas zu durchschaubar, hat der Spannung aber nicht geschadet. Das Ende lässt noch einige Möglichkeiten offen und ich freue mich, dass es noch einen weiteren Band geben wird! Wer ein Fan von der historischen Krimireihe Timothy Wilde von Lyndsay Faye ist, dem wird "Stadt in Angst" auch gefallen :) Fazit Ein sehr authentischer Kriminalfall im New York des 19. Jahrhunderts, der mich vor allem mit seiner lebendigen Atmosphäre und der düsteren Stimmung gefesselt hat. Auf jeden Fall zu empfehlen! © Aleshanee Weltenwanderer Finley Jameson & Joseph Argenti 1 - Stadt in Angst 2 - (im Original: Diary of a Murderer)

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  • Stadt in Angst

    Stadt in Angst
    Helene2014

    Helene2014

    22. May 2015 um 18:23

    Keiner tötet wie er. Oder doch? New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat der Mörder den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen  Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter – und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei ... Dies war mein zweites Buch von John Matthews und wieder konnte er mich mit seinem Schreibstil begeistern.  Die Geschichte wird nicht nur aus Sicht der beiden so völlig unterschiedlichen Ermittler erzählt, sondern auch der Täter kommt immer wieder zu Wort, was dem Leser einen Einblick in seine Psyche verschafft. Interessant war auch, etwas über die Anfänge der Verbrechensanalyse und der Spurensicherung zu lesen. Wäre es mit den heutigen Mittel, die der Polizei zur Verfügung stehen wie DNA-Abgleich etc., möglich, einen solchen Täter zu fassen?  Das damalige New York mit seiner Bandenkriminalität, der Prostitution, der Korruption und dem entbehrungsreichen Leben der Einwanderer wurde sehr gut und detailreich beschrieben.  Mit den beiden Hauptfiguren, Jameson und Argenti, konnte ich am Anfang nicht so richtig warmwerden, was sich aber im Verlauf des Buches änderte. Jeder hatte auch hier so seine dunklen Geheimnisse und man konnte eher mit ihnen mitfühlen und sie verstehen.  Der Schluss war, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen und lässt Raum für Spekulationen.  Zwischendurch hatte das Buch allerdings ein paar Längen, deshalb ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten vier verdiente Sterne für einen unterhaltsamen Roman.

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  • Wütet Jack the Ripper nun in New York?

    Stadt in Angst
    Cieena

    Cieena

    16. May 2015 um 21:04

    Jack the Ripper ist wohl einer der berüchtigsten Serienmörder aller Zeiten. Und wenn man ehrlich ist, sind die ganzen Geschichten, Theorien und Spekulationen rund um die brutalen Morde im Londoner East-End zu Zeiten Königin Victorias auch eine überaus faszinierende Zeit, oder? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir nur zu gerne Filme und Dokumentationen zu diesem Thema anschaue. Und wie sollte es auch anders, Bücher über Jack the Ripper stehen natürlich besonders hoch im Kurs! Mein Fazit “Stadt der Angst” hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mit vielen Wechsel der Perspektiven, die dem Leser besonders einen Einblick in die Psyche und Gedankenwelt des Mörders ermöglichen, erschafft der Autor einen authentischen Roman über den berühmt berüchtigsten Mörder aller Zeiten. Besonders detailreich und auch etwas brutal schilderte der Autor dabei die Taten des Mörders. Doch ich denke gerade Krimifans wird dies besonders gut gefallen. Auch zeigt der Autor in diesem Buch mithilfe von Jameson die Anfänge der Kriminalanalytik auf. Während ich das Buch las, hatte ich beinahe das Gefühl mit Agenti und Jameson zusammen durch die Straßen New Yorks zu wandeln. Nicht nur einmal bin ich abends, vollends in das Buch vertieft, aufgeschreckt, wenn irgendwo eine Tür knarrte. Die Stimmung, die der Autor mit seinem Schreibstil und seiner Handlung erschaffen hat, ist absolut authentisch und mitreißend. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass es nicht nur um die eigentliche Ergreifung und Entlarvung des Rippers ging, sondern mithilfe von Bandenkriminalität und Korruption viele Nebenstränge des Geschehens erschaffen wurden und sich so eine sehr komplexe Handlung ergab. Mir jedenfalls hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es jedem guten Gewissens empfehlen, der eine Vorliebe für Jack the Ripper und gute historische Romane mit Krimi/Thrillerfaktor hat! Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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  • Jagd the Ripper auf der Spur

    Stadt in Angst
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    24. April 2015 um 18:24

    Jack the Ripper ist wohl der berühmteste Serienmörder der Geschichte, nicht nur deshalb, weil seine Taten so bestialisch waren, sondern vor allem, da man ihn nie gefasst hat. Aus diesem Grund faszinieren Kriminalromane, die sich mit den Ripper Morden beschäftigen, denn sie zeigen Möglichkeiten auf, wie es sich abgespielt haben bzw. wer der Ripper gewesen sein könnte. John Matthews' Buch Stadt in Angst hat mich deswegen sofort gereizt, was teilweise auch an dem stimmungsvollen Cover liegt. Die beiden Männer in Mantel und Zylinder lassen bereits vermuten, dass es sich um eine historische Geschichte handelt und die verspritzten Blutflecken deuten auf eine besonders blutige und grausame hin. Und so kommt es dann auch :) Der Roman spielt überwiegend in New York und greift so eine der vielen Theorien auf, der Ripper könnte London verlassen und in die USA ausgewandert sein. Das ist zwar nicht historisch belegt, ist allerdings durchaus möglich, da die Ripper-Morde in London plötzlich aufhörten, während in New York und später auch in anderen US-Staaten Taten verübt wurden, die denen des Rippers ähnelten. Darüber informiert Matthews auch in seinem Vorwort, womit er seinem Roman von Anfang an eine gewisse Authentizität verleiht. Schonungslos und ehrlich ist das Buch ebenfalls von Anfang an, denn gleich zu Beginn lernt man den noch anynomen Ripper kennen und beobachtet ihn als Leser dabei, wie er seine erste Tat in New York verübt. Sehr gut gefällt mir dabei, dass der Autor nichts ausspart und wirklich jede Einzelheit beschreibt - manchmal vielleicht nichts für Menschen mit schwachen Nerven, aber definitiv perfekt, wenn man blutige Thriller und Krimis liebt. Typisch wird es dann mit dem klassischen Ermittler-Duo, bestehend aus dem Briten Jameson und dem Polizisten Argenti, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Jameson oftmals distanziert, kühl und berechnend, aber dafür intelligent und brilliant ist, ist Argenti ein wesentlich empathischerer Mensch, was einen ein wenig an das Duo Holmes und Watson erinnert. Interessant war außerdem die Figur des Lawrence, Jamesons Helfer, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung, sich einfach alles merken zu können, als verrückt gilt. Gemeinsam mit diesen drei sehr speziellen Charakteren begibt man sich als Leser auf eine rasante Verbrecherjagd und taucht dabei ab in das New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Matthews gelingt es, diese Stadt mit ihren Elendsvierteln, ihrem Smog, aber auch ihrem Glamour so bildlich darzustellen, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin. Auch mit den Protagonisten kann man sich nach einiger Zeit sehr gut identifizieren, noch spannender ist aber natürlich die Jagd nach Jack the Ripper. Gefallen hat mir, dass die Perspektive immer wieder wechselt und man so auch einen Einblick in die Gedankenwelt des Rippers erhält. Gleichzeitig gibt es auch Handlungsstränge, die in London spielen sowie sich auf die Machenschaften korrupter Verbrecherbanden in New York konzentrieren. So entsteht eine ziemlich komplexe Handlung, die ab und zu ein wenig verwirrend ist, da die Perspektivwechsel oftmals recht abrupt vorgenommen werden. Ansonsten wird die Handlung außerdem gespickt mit einer sich anbahnenden Liebesgeschichte und einigen wirklich unerwarteten Wendungen und red hearings. So hat man als Leser bis zum Schluss keine Idee, wer der Ripper ist und es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Stadt in Angst ist ein dynamischer Kriminalroman, der schon allein aufgrund des Handlungsortes, der Handlungszeit und natürlich seiner Thematik - die legendären Ripper-Morde des 19. Jahrhunderts - begeistert. Matthews zeichnet ein schauriges und gefährliches Bild, das den Leser mitreißt und ihn vor allem mit den sympathischen Protagonisten mitfiebern lässt. Falsche Fährten und unerwartete Wendungen machen den Krimi spannend bis zum Schluss. Gestört haben mich lediglich die hin und wieder recht abrupten Perspektivwechsel sowie das Ende, denn hier wurde für meinen Geschmack dann alles etwas zu schnell aufgelöst. Ansonsten aber ein wirklich gelungener Kriminalroman mit historischem Background, den es sich auf jeden Fall lohnt zu lesen. Deswegen bedanke ich mich recht herzlich by Page & Turner für das Rezensionsexemplar, es war wirklich ein Vergnügen =)

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  • Spannend von Anfang bis zum Ende

    Stadt in Angst
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    24. April 2015 um 10:42

    New York im Jahre 1891. Die Leiche einer bestialisch ermordeten Prostituierten stellt die Polizei vor ein Rätsel, denn es gibt nicht den kleinsten Hinweis auf den Täter, obwohl der Mord nur wenige Schritte von einer belebten Strasse entfernt geschehen war. Kurz darauf wird erkannt, dass die Leiche  ähnliche Spuren ausweist, wie mehrere Opfer einer Mordserie, in der Nähe von London. Hat der Täter den Atlantik überquert um sein grausames Spiel in der neuen Welt fortzusetzen oder handelt es sich um einen brillianten Nachahmungstäter? Der New Yorker Polizist Joseph Argenti und Finley Jameson, ein Kriminologe von Scotland Yard, führen die Ermittlungen, müssen sich aber nicht nur mit der Jagd nach dem Phantom beschäftigen, sondern haben auch mit der Korruption der New Yorker Polizei zu kämpfen. Werden sie es schaffen ihre Ziele zu erreichen oder sind sie nur Marionetten in einem grausamen Spiel? Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und meiner Meinung nach hat es eher das Prädikat Thriller, als Krimi verdient, denn der die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite enorm hoch. Allerdings hört sich Historischer Thriller, doch etwas merkwürdig an, also passt das Genre in dem sich das Buch befindet. Das Cover ist dunkel gehalten und zeigt die beiden Protagonisten Jameson und Argenti im Anzug und mit einem Zylinder am Kopf. Die Mäntel sind meiner Meinung nach einen Tick zu modern, dafür, dass der Roman im späten 19. Jahrhundert spielt. Aber das ist nur ein kleines Manko. Neben dem Schwarz und dem Grau, dass für die Dunkelheit und die Schatten stehen, sind die einzigen farbigen Komponenten in Rot gehalten. Egal ob es die Krawatte von Jameson ist, die Blutspritzer, die über dem Cover verteilt sind, der Name des Autors und sogar der Name des Verlags. Es sieht schon auf den ersten Blick sehr interessant aus, aber wenn man das Cover nach dem Lesen noch einmal betrachtet, muss man sagen, dass wirklich jedes Detail stimmt und das Cover perfekt zum Buch passt. Ebenso der Titel. Die Stadt New York ist in Angst vor dem einem brutal und brillianten Mörder, der mit den Ermittlern sein grausames Spiel spielt. Die Protagonisten Argenti und Jameson sind ein ungleiches Duo und am Anfang haben sie ihre Probleme miteinander, schaffen es aber sich zusammen zu raufen. Finley ist ein Kriminologe, der in London studiert  hat und erst seit kurzem in New York lebt. Er wirkt oft ziemlich überheblich und unnahbar, aber in Wirklichkeit gehen ihm die Morde sehr nah und er versucht den Bildern, die er während seiner Arbeit sieht ab und an in einer Opiumhöhle zu entkommen. Argenti wiederum ist ein Herzblutpolizist, der der Korruption den Kampf angesagt hat und deshalb den ein oder anderen Feind in den eigenen Reihen hat, der seine Ermittlungen sabotiert und ihn zu Fall bringen möchte. Beide Figuren sind sehr menschlich, haben mit ihren Fehlern aus der Vergangenheit zu kämpfen, versuchen aber ihr Bestes, auch wenn es teilweise hoffnungslos aussieht. Als dritten Protagonisten könnte man fast den Mörder sehen. Immer wieder werden Szenen aus seiner Sicht geschrieben und man ist bei seinen Taten immer dabei. Das hat mir gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass die sexuelle Komponente bei seinen Taten überflüssig war und mich eher gestört hat. Es hat mich irgendwie aus dem Lesefluss geworfen und am Ende hat man dann auch keine wirklich Erklärung dafür bekommen, warum es diese Komponente überhaupt gibt. Auch mit dem Ende bin ich nicht wirklich glücklich, was aber wohl eher daran liegt, dass ich es schade fand, dass das Buch schon zu Ende war, als damit wie es geschrieben worden ist. Denn ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, wie man es hätte anders verfassen können. Jedenfalls waren die über 500 Seiten enorm schnell vorrüber, was von der Spannung und dem guten und flüssigen Schreibstil zeugt. Ein kleinen Kritikpunkt, habe ich allerdings auch hier. Manchmal hat eine Seite ganz unten aufgehört und auf der Nächsten ist es plötzlich mit einer ganz anderen Szene weitergegangen. Das hat mich mehr als einmal irritiert und beim Nächsten mal wäre es schöner, wenn an solchen Stellen eindeutiger  getrennt werden würde, aber das ist Kritik aus hohem Niveau. Für alle Freunde von Krimis bzw. Thrillern kann ich das ich das Buch wirklich nur empfehlen und von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Ist der Ripper zurück?

    Stadt in Angst
    kellermaeuse

    kellermaeuse

    28. March 2015 um 11:03

    In New York wird eine Frau tot aufgefunden.  Das merkwürdige an der Geschichte die Prostituierte weißt alle Merkmale einer berüchtigten Mordserie auf. Doch diese fand in London statt. Hat der berühmte und nie gefasste Jack the Ripper den Kontinent gewechselt und mordet nun weiter? Dieses Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste von Büchern. Und endlich habe ich es geschafft zu lesen. Die Story klang gut und war gut. Und doch habe ich gut zwei Wochen gebraucht um es zu lesen. Hin und wieder gab es Stellen die mir zu langatmig oder auch zu brutal waren. Und es gab Moment wo ich der Geschichte auch nicht folgen konnte. Vielleicht habe ich aus dem Grund so lange für das Buch gebraucht. Aber ich bereue es nicht gelesen zu haben.  Mein Fazit:  Ein gutes Buch, vielleicht etwas zu blutrünstig für meinen Geschmack. Aber ich kann es nur empfehlen. 5 von 5 Sternen.

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