John Milton

 4,3 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor*in von Paradise Lost, Das verlorene Paradies und weiteren Büchern.

Lebenslauf

John Milton,1608 in London geboren, schrieb in englischer, lateinischer und italienischer Sprache, beschäftigte sich in seinen Gedichten und Prosawerken mit Schuld und Sündenfall, dem Streben nach Freiheit und Selbstbestimmung sowie den politischen Unruhen seiner Zeit. Er schrieb in lateinischer, englischer und italienischer Sprache und wurde schon zu Lebzeiten weltberühmt und weithin einflussreich, insbesondere sein Epos Paradise Lost ist von unvergleichlicher Bedeutung für die angsächische Literatur und Kultur.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von John Milton

Cover des Buches Das verlorene Paradies (ISBN: 9783150106709)

Das verlorene Paradies

 (22)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Das verlorene Paradies (ISBN: 9783730610367)

Das verlorene Paradies

 (1)
Erschienen am 27.06.2021
Cover des Buches Das verlorene Paradies (ISBN: 9783752988901)

Das verlorene Paradies

 (0)
Erschienen am 25.08.2020
Cover des Buches Paradies verloren (ISBN: 9783751880015)

Paradies verloren

 (0)
Erschienen am 31.01.2024
Cover des Buches Paradise Lost (ISBN: 9780141394633)

Paradise Lost

 (23)
Erschienen am 01.05.2014
Cover des Buches Paradise Lost Complete & Unabridged (ISBN: 9780572031206)

Paradise Lost Complete & Unabridged

 (1)
Erschienen am 23.06.2005

Neue Rezensionen zu John Milton

Cover des Buches Das verlorene Paradies ( 1. September 2008 ) (ISBN: B015YMT2MK)

Rezension zu "Das verlorene Paradies ( 1. September 2008 )" von John Milton

Vom Ursprung des Bösen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Autor: John Milton
Titel: Das verlorene Paradies
Verlag: Anaconda
Einband: gebunden
Seiten: 315
Übersetzer: Karl Eitner

Inhalt
Dieser Roman ist mehr als ein in Blankversen verfasstes Gedicht. So ist John Miltons Werk sowohl eine Glorifizierung des Bösen als auch eine Tragödie in einem. Hierbei werden zwei Handlungsstränge miteinander verbunden.
Der eine Blickwinkel aus dem „Paradise Lost“ erzählt wird, ist der aus der des Erzengels Luzifers. Dieser begehrt gegen Gott auf, nachdem er es abgelehnt hatte, die neue Schöpfung Gottes als dessen Abbild anzuerkennen. Er verliert den Kampf und fällt in Ungnade. Nun macht der Engel eine Wandlung durch. Nachdem er sein neues Schicksal angenommen hat, will fortan den Menschen verderben. Damit will er sich an Gott für seine Verbannung in die Hölle rächen. So wird Lucifer durch seinen Hochmut und Stolz zu Fall gebracht.  Der zweite Handlungsstrang betrachtet das Dasein von Adam und Eva im Garten Eden. Dort leben sie in einer regelrechten Idylle. Doch diese wird bald gestört. Das erste Menschenpaar wird schwach, gibt sich seinen Gelüsten hin und erlangt dadurch Erkenntnis. So werden Adam und Eva durch die Schlange dazu verleitet, ungehorsam gegenüber Gott zu werden.

Meine Meinung
Besonders die Figur des Lucifers ist eines seiner Meisterstücke und hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Zum einen verliert sich der Erzengel im Laufe des Epos selbst und ist in seinem tiefen Schmerz über den Verlust der Göttlichkeit gefangen. Zum anderen akzeptiert er seine böse Seite und versucht dieser gerecht zu werden. So wirft die Gestalt des Satans die Fragen nach der Natur von Gut und Böse auf. dies steigert die Faszination des Bösen.

Ich war von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt und kann das Epos jedem empfehlen, der sich für Mythen und die Frage nach dem Sinn des Lebens interessiert. Ich gebe dem Werk von John Milton 5 von 5 Sternen.

Zitat
„[…] doch dies sei sicher, / Daß unser Werk nie sein wird: Gutes tun; / Nein, Übles stets, als einziges Ergötzen, / Weil´s seinem hohen Willen widerstrebt, / Dem feind wir sind.“

Cover des Buches Das verlorene Paradies (ISBN: 9783861507062)

Rezension zu "Das verlorene Paradies" von John Milton

Vom Ursprung des Bösen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

"Paradise Lost" ist mehr als ein in Blankversen verfasstes Gedicht. John Miltons Werk ist sowohl die Glorifizierung des Bösen als auch eine Tragödie in einem. Somit werden hier zwei Handlungsstränge miteinander verbunden.


Der eine Blickwinkel beleuchtet die Situation des Erzengels Luzifers. Dieser begehrt gegen Gott auf, nachdem er es abgelehnt hatte, die neue Schöpfung Gottes als dessen Abbild anzuerkennen. Daraufhin verliert er diesen Kampf und fällt in Ungnade. Nun macht der abtrünnige Engel eine Wandlung durch. Er nimmt sein neues Schicksal an und will fortan den Menschen verderben: „[…] doch des sei sicher, / Daß unser Werk nie sein wird: Gutes tun; / Nein, Übles stets, als einziges Ergötzen, / Weil´s seinem hohen Willen widerstrebt, / Dem feind wir sind." Damit will er sich an Gott für seine Verbannung in die Hölle rächen. So wird Lucifer durch seinen Hochmut und Stolz zu Fall gebracht. Die Folge dieser Hybris ist die Ausgrenzung des Erzengels aus seiner einstigen Gemeinschaft.

Der zweite Handlungsstrang betrachtet das Dasein von Adam und Eva im Garten Eden. Dort leben sie in einer regelrechten Idylle und im Einklang mit der Natur. Doch dies wird bald gestört. Das erste Menschenpaar wird schwach, gibt sich seinen Gelüsten hin und erlangt dadurch Erkenntnis: „Viel Freude mißten wir durch die Enthaltung / Von dieser schönen Frucht, bis jetzt nicht kennend / Echten Geschmack; wenn solche Freude liegt / In dem Verbotnen, möchte man wohl zehn / Statt dieses einen Baums verboten wünschen.“ So werden Adam und Eva durch die Schlange dazu verleitet, ungehorsam gegenüber Gott zu werden. Dabei dient das Tier als Garant für die Auslösung der dramatischen Ereignisse, die nun folgen.

Fazit
Beide Handlungsstränge stellen – unabhängig voneinander – eine Urszene, die die Illusion eines absoluten und vorbehaltlosen Anfangs als vorhanden annimmt, dar. Gleichzeitig bauen sie aufeinander auf. Denn ohne den Sturz des abtrünnigen Erzengels kann es nicht zur ersten Sünde kommen. das Faszinierende daran ist, dass John Milton fesselnde Charaktere für sein Werk erschuf.
Besonders die Figur des Luzifers ist eines seiner Glanzstücke und hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Zum einen verliert sich der Erzengel im Laufe des Epos selbst und ist in seinem tiefen Schmerz über den Verlust der Göttlichkeit gefangen. Zum anderen akzeptiert er seine böse Seite und versucht dieser gerecht zu werden. So wirft die Gestalt des Satans die Fragen nach der Natur von Gut und Böse auf. Dies steigert die Faszination des Bösen nur noch.

Meine Meinung
Meiner Ansicht nach ist dieses Epos die Darstellung einer universalen religiösen Theologie, in deren Zentrum neben der Erlösung des gläubigen Menschen durch das große Liebesopfer des Gottessohnes auch die Geburtsstunde des absoluten Bösen steht.





Cover des Buches Das verlorene Paradies (ISBN: 9783865391759)
dragazuls avatar

Rezension zu "Das verlorene Paradies" von John Milton

Rezension zu "Das verlorene Paradies" von John Milton
dragazulvor 12 Jahren

Eine tolle Geschichte, erkennbar Quelle und Fundort vieler Autoren. Der "alte" Schreibstil ist aber mitunder etwas anstrengend.

Gespräche aus der Community

Wir wollen gemeinsam "Paradise Lost" - oder  zu deutsch "Das verlorene Paradies" von John Milton lesen. Dies ist keine Verlosung, wir nehmen alle mit unseren eigenen Büchern teil. Wer sich daran beteiligen möchte, kann gerne mit einem eigenen Exemplar einsteigen.

Start: 15.5.2024

24 Beiträge
Favoles avatar
Letzter Beitrag von  Favolevor 22 Tagen

Oh nein. Du Arme. Die Runde hier scheint zwar eher langfristig angelegt zu sein, aber du weißt selbst am besten, ob es Sinn macht.

Gute Besserung in jedem Fall!

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