John Niven

 4.1 Sterne bei 940 Bewertungen
Autor von Gott bewahre, Kill Your Friends und weiteren Büchern.
John Niven

Lebenslauf von John Niven

John Niven wurde 1968 in Ayrshire im Südwesten Schottlands gebore. Er studierte Englische Literatur an der Glasgow Universität, danach stieg er ins Musikgeschäft ein. Dabei trieb er zunächst ein kleines Label für Dance Music, drei Jahre später arbeitete er eine zeitlang als Marketingchef für »London Records« und wechselte später in die Sparte Artist and Repertoire. Doch der enstandene Druck in der Musikbranche machte ihn sogar physisch krank. So entschied sich Niven 2002, die Musikindustrie zu verlassen und zu schreiben. Er verfasste Artikel und Essays für zahlreiche Magazine. John Niven schreibt mittlerweile auch Drehbücher und lebt mit seiner Familie heute im englischen Buckinghamshire.

Alle Bücher von John Niven

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John NivenGott bewahre
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Gott bewahre
Gott bewahre
 (319)
Erschienen am 16.08.2011
John NivenKill Your Friends
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Kill Your Friends
Kill Your Friends
 (155)
Erschienen am 04.02.2008
John NivenComa
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Coma
Coma
 (118)
Erschienen am 05.10.2009
John NivenDas Gebot der Rache
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Das Gebot der Rache
Das Gebot der Rache
 (70)
Erschienen am 09.06.2014
John NivenOld School
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Old School
Old School
 (61)
Erschienen am 10.07.2017
John NivenStraight White Male
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Straight White Male
Straight White Male
 (61)
Erschienen am 20.01.2014
John NivenMusic from Big Pink
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Music from Big Pink
Music from Big Pink
 (33)
Erschienen am 09.07.2012
John NivenAlte Freunde
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Alte Freunde
Alte Freunde
 (12)
Erschienen am 30.10.2017

Neue Rezensionen zu John Niven

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Ambermoons avatar

Rezension zu "Kill Your Friends" von John Niven

Eigenleben vor Fremdleben
Ambermoonvor einem Monat

FSK 16 J.

Wer nichts von derben Kraftausdrücken hält, bzw. nichts für Romane mit solchen übrig hat, sollte jetzt gehen, wer die entschärfte Rezension lesen möchte, der möge auf Amazon ausweichen...falls sie dort überhaupt freigegeben wird. Alle anderen .... Herzlich Willkommen zu meiner zweiten FSK 16 J. -Rezension.

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Erfolg um jeden Preis. Steven Stelfox ist A&R-Manager in einer großen Plattenfirma, immer auf der Suche nach dem nächsten Hit, immer am oberen Level. Doch als die Erfolge ausbleiben, greift er zu radikalen Mitteln. Plötzlich verwandeln sich die guten Freunde in Todfeinde. In einer Welt, in der sich die Protagonisten krampfhaft über Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll definieren, gerät sein Leben zunehmend außer Kontrolle. Die Folgen sind verheerend...(Klappentext)


Triggerwarnung für diesen Roman: Rassismus, Sexismus, physische und vor allem sexualisierte Gewalt

"Das ist MEIN Job:
Ich höre mir Musik an - Sänger, Bands, Songwriter - und entscheide, welche eine reelle Chance auf kommerziellen Erfolg haben.
Dann kümmere ich mich darum, dass ihre Musik angemessen aufgenommen wird, und wir, die Plattenfirma,
verkaufen sie schließlich an euch, die Öffentlichkeit.
Klingt ganz einfach in deinen Ohren? Fick dich ins Knie - du würdest es keine zehn Minuten überleben."
(S. 18)

Steven Stelfox - 27 Jahre, erfolgreich, gut aussehend und ein aufgeblasenes Arschloch. Er ist arrogant, sexistisch, rassistisch und ein Egomane durch und durch. Steve Stelfox ist also alles andere als ein Sympathieträger und man kann ihn schon ab der ersten Seite nicht leiden.

Durch diesen koksziehenden Vollidioten erhält man Einblick in seine Welt - in die Welt der Musikindustrie und die ist alles andere als ein Ponyhof. Diese besteht nämlich aus Intrigen, Machtgeilheit und noch mehr solcher Typen wie Steven. Eigenleben vor Fremdleben ist hier die Devise und Steven nimmt das nur allzu wörtlich. Muss er ja irgendwie, um seinen Lebensstandard weiterhin hoch zu halten - um sich weiterhin teure Klamotten, Koks und Nutten leisten zu können.
Als sein Arsch auf Grundeis geht, genügt es nicht mehr anderen bloß ans Bein zu pissen und deren Karrieren zu zerstören, um weiters einer der Alpha-Gorillas im Musik-Business zu sein. Steven muss zu drastischeren Mitteln greifen, denn - Eigenleben vor Fremdleben.

Man begleitet Steven ein Jahr lang und somit 12 Monate. Jedes Monat wird durch damalige News aus der Musikbranche eingeleitet und jedes Kapitel durch ein Zitat eines Produzenten oder Sänger, wie z.B.: Simon Cowell, Don Simpson, etc.

Bis es zu einem Mord kommt, dauert es jedoch etwas. Bis dahin plaudert Steve über die Musikindustrie und wie sie wirklich ist, was sich jedoch alles andere als langweilig gestaltet.
Man besucht mit ihm Events, Puffs und Geschäftsessen, ballert sich die Birne mit teuren Alkoholika, Koks und sonstigen Drogen und Pillen zu und lernt dabei all die anderen Loser und Arschlöcher kennen. Hierbei wird geflucht was das Zeug hält. Dann ,wie aus dem NIchts und völlig unerwartet, quasi aus einer Laune heraus, geschieht es - der erste Mord. Einfach so und nahezu emotionslos, als wäre dieses Geschehen eine Nebensächlichkeit. Dies ist wohl das schockierender, als die ganze sexistische und abwertende Flucherei. Hier erkennt man dann erst mit was für einem Typ Mensch man es wirklich zu tun hat. Er ist nämlich nicht nur ein Arschloch, sondern ein berechnendes und gefühlskaltes Oberarschloch.

Ihr mögt nun womöglich das Gefühl haben ich würde diesen Typen abgrundtief hassen..nun ja..nein. Das zwischen mir und diesem abgewichsten Arsch,der auf alles schimpft und scheißt, ist es sowas wie eine Hass-Liebe. Vielleicht seid Ihr auch der Meinung, dass meine Wortwahl derb und proletarisch ist. Nun, dann braucht Ihr hier überhaupt nicht mehr weiterlesen oder auf andere Rezensionen umschwenken, denn dann ist dieser Roman definitiv nichts für Euch. Wenn dem also so sein sollte, dann - Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Für sensible Gemüter ist dieser Roman nämlich definitiv NICHTS.

"Während [das] Atmen von einem lauten, mühsamen Schnorcheln zu einem rasselnden Wispern wird und schließlich ganz aufhört,
sehe ich Clips der Cardigans, Radiohead, Texas und die neue Blur-Single.
Zufrieden, dass er tot ist, hole ich meinen Schwanz raus und pisse ihn voll."
(S. 113)

Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sind durchwegs gut gezeichnet, wenn man auch fast niemanden leiden kann, da ja auch Steve niemanden leiden kann.
Hier richtet sich der Protagonist an den Leser und erzählt seine Geschichte, mit seinen Ansichten und das in einem ziemlich tiefen Jargon - rassistisch, sexistisch, derb...so wie Steven eben ist. Dagegen sind meine Worte nahezu als niedlich zu bezeichnen. Dabei wird der Leser auch direkt angesprochen und man hat das Gefühl Steven gegenüber zu sitzen - mit einem teuren Whisky in der Hand und vor einem eine Line Koks auf dem Tisch. Man ist hier mitten drin, statt nur dabei. Manchmal wurde aber selbst mir das Gefluche und Geschimpfe zu viel, bzw. begann es mich zeitweise zu langweilen, da ich immerzu darauf hoffte, dass Steve wieder mal durchdreht. Was er dann auch tut...wieder völlig unerwartet und wie aus dem Nichts.
Die Atmosphäre der 90er wird gekonnt eingefangen und wiedergegeben, sei es durch diverse Sprüche, wie z.B. "Coolio", oder durch damals angesagte Bands und Songs. Das erhöht natürlich den Lesegenuß, vor allem wenn man in dieser Zeit selbst durch die Clubs zog, wie ich.

"Sein Nachname enthält einen Bindestrich, scheiße,
und trotzdem redet er immer wieder wie ein mit Schuhcreme geschwärzter Dick Van Dyke -
die gedehnten Vokale, die verschluckten Konsonanten -,
weil er irgendwann mit fünfzehn mal eine HipHop-Platte gehört und beschlossen hat, die Dachpappen wären cool."
(S. 45)

Eine Freundin sagte mir, dass die Story sehr an "American Psycho" von Bret Easton Ellis erinnert und dem muss ich zustimmen. Der Schreibstil von Niven mach das Buch dennoch speziell - ein Niven eben und daher "American Psycho" zwar ähnlich, aber trotzdem ganz anders.

Fazit:
Ich bin ein absoluter Fan von John Niven und dieses Buch zu lesen hat mir richtig Spaß gemacht.
Es ist verstörend, abartig, morbid, ein durchaus obszöner Roman voller Gewalt. Gleichzeitig hat mich die Story gefesselt und ich musste an mehreren Passagen sogar lauthals lachen. Dieses Gefühl von heiß-kalt, dem Wechsel zwischen ekelhaft und zum Schreien komisch, muss ein Autor erstmal bringen.
Irgendwie ist dies eine spezielle Art gewisser schottischer Autoren. Irvine Welsh gehört z.B. auch zu dieser äußerst seltenen Autoren-Spezies.
Ich für meinen Teil freue mich jetzt schon, im Jänner wieder mit dem Wichser Steve abzuhängen. Da erscheint nämlich der 2. Teil "Kill 'em All".

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe, Trailer Film zum Buch und Autoren-Info).

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dominonas avatar

Rezension zu "Coma" von John Niven

Viel Golf, aber auch viele Lacher
dominonavor 2 Monaten

Irgendwann konnte ich über die viele Golftheorie hinwegsehen und habe mich einfach nur noch amüsiert und hatte teilweise sehr starke Lachanfälle, weil die Fäkalsprache mal wieder stark übertrieben wird. Die Geschichte an sich ist auch nett und ich fand dieses Buch besser als 'Gott bewahre'.

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andheus avatar

Rezension zu "Gott bewahre" von John Niven

Mehr dazu auf meinem Blog
andheuvor 3 Monaten

https://andheu.com/2018/08/02/gott-bewahre-john-niven/

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Gespräche aus der Community

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Marina_Nordbrezes avatar

Die Alten schlagen zurück!

Achtung, schnallt euch an! Denn John Niven erteilt uns in "Old School" eine turbulente Lektion darin, was es heißt, alt zu sein! Die beiden alten Freundinnen Susan und Julie stehen vor einem verzwickten Problem: Wie raubt man am geschicktesten eine Bank aus? Wenn ihr Lust auf eine amüsante Krimi-Komödie mit skurillen Charakteren habt, seid ihr hier genau richtig! 

Mehr zum Buch:
Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben als Swinger führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung: einem Banküberfall.

>> Hier geht es zur Leseprobe

Mehr zum Autor:
John Niven wurde 1968 in Ayrshire im Südwesten Schottlands gebore. Er studierte Englische Literatur an der Glasgow Universität, danach stieg er ins Musikgeschäft ein. Doch der entstandene Druck in der Musikbranche machte ihn sogar physisch krank. So entschied sich Niven 2002, die Musikindustrie zu verlassen und zu schreiben. John Niven schreibt mittlerweile auch Drehbücher und lebt mit seiner Familie heute im englischen Buckinghamshire. Seinen größten Erfolg feierte Niven mit "Gott bewahre" einer herrlich skurillen Geschichte rund um die alltäglichen Vater-Sohn-Probleme zwischen Gott und Jesus. 

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Welche verrückte Aktion würdet ihr gerne machen, wenn ihr einmal Rentner seid und euer Alter als Ausrede benutzen könnt? 

Ich bin schon ganz gespannt auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

Bitte beachtet, dass wir im Gewinnfall das Buch nur innerhalb Europas versenden können.
Gosilines avatar
Letzter Beitrag von  Gosilinevor 3 Jahren
vielen lieben Dank - ich freue mich schon aufs Lesen ;-)
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