John Niven Gott bewahre

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Inhaltsangabe zu „Gott bewahre“ von John Niven

John Niven spricht Klartext: Brisant, amüsant, kontrovers!
"Da kommt Gott - tut so, als wärt ihr beschäftigt." Denn Gott ist stinksauer. Nachdem Er sich im Himmel eine einwöchige Auszeit für einen Angelurlaub gegönnt hat, kehrt Er nach etwa vierhundertfünfzig Jahren (ein Tag im Himmel entspricht 57 Erdenjahren) wieder zurück an Seinen Schreibtisch und muss mitansehen, wie die Erde in der Zwischenzeit den Bach runtergegangen ist. Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung - die Menschen sind auf dem besten Weg, sich selbst zu zerstören. Und so bleibt Gott nichts anderes übrig, als Seinen Sohn Jesus Christus, dem es im Himmel blendend geht und der mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Joints raucht, wieder auf die Erde zu schicken, um Gutes zu tun und das einzig wahre Gebot SEID LIEB zu predigen. Widerwillig landet Jesus in New York und versucht zunächst erfolglos als Sänger und Gitarrist in einer Rockband Gehör zu finden. Derweil schart er seine ersten Jünger um sich - Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachlose, denen er zu helfen versucht. Als seine Mission, die Massen zu erreichen, zu scheitern droht, greift er zum letzten Mittel: Er nimmt an einer Castingshow teil. Damit beginnt eine denkwürdige Odyssee quer durch Amerika.
(6 CDs, Laufzeit: 18h 55 min)

Ein Buch an das ich mich gerne erinnere

— meerschreiber

Das Buch ist super lustig. Aber dennoch für strenge Christen nicht geeignet. In dem Buch wird der glaube nicht so ernst genommen.

— Melly0908

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  • Rezension zu "Gott bewahre" von John Niven

    Gott bewahre

    Melly0908

    30. December 2012 um 22:49

    Bis jetzt ganz lustig allerdings nicht für strenge Christen geeignet

  • Rezension zu "Gott bewahre" von John Niven

    Gott bewahre

    parden

    11. March 2012 um 13:44

    EASY GOING... Als Gott von einem einwöchigen Angelurlaub zurückkehrt (doch Zeit ist relativ - auf der Erde sind inzwischen 450 Jahre vergangen...), ist er entsetzt. Die Menschheit hat sich auf eine Art entwickelt, die er nicht mehr gutheißen kann: Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung - ein wahrer Selbstzerstörungstrip. Nach kurzer Überlegung gibt es für Gott nur eine Lösung: erneut muss er seinen Sohn auf die Erde schicken... Jesus im modernen Zeitalter? Ein interessantes Gedankenspiel. John Niven lässt den Heiland natürlich in Amerika wiederauferstehen, in Armut lebend und den lieben Herrgott einen guten Mann sein lassend. Gitarre, Musik und Joints pflastern seinen Weg - savoir vivre, wenn man ihn denn lässt. Wegbegleiter ist der "Abschaum" der Gesellschaft, Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachose - die Underdogs als Jünger. Als er merkt, dass er ein größeres Forum benötigt, um die Botschaft "Seid lieb" - das einzige Gebot, das Gott wichtig ist - unter die Menschheit zu bringen, beschließt er, an einer Casting-Show teilzunehmen... Es gelingt John Niven in meinen Augen, der (westlichen) Welt einen unangenehmen Spiegel vor Augen zu halten. Er präsentiert hier eine beißende Zivilisationskritik mit erheblich mehr Hintersinn und Tiefe als die etwas überdrehte Story auf den ersten Blick erwarten lässt. Der Irrsinn unserer Zeit wird hier mehr als einmal vorgeführt, und dabei wird auch vor der Rolle der Kirche nicht haltgemacht. Weshalb also vergebe ich nur 7 Punkte? Abgesehen davon, dass mir Rock´n Roll und Marihuana als allein seeligmachendes Lebensgefühl auf Dauer irgendwie zu flach vorkamen, blieb für mich auch zu viel in der deftigen Sprache stecken. Der inflationäre Gebrauch der Fäkalsprache war über den gesamten Zeitraum gesehen eher ermüdend und lenkte dann auch von Wesentlicherem ab. Gefühlte 800 x "Scheiße" habe ich mir da angehört, stets untermalt von anderen lockeren Sprüchen wie "beschissen", "Pisser", "Wichser" usw. und gipfelnd in Sätzen wie "Fick Dich, Du Pisser, Du fetter, verblödeter, alter Sack"... Vielleicht repräsentiere ich als Hörer einfach nur die falsche Zielgruppe - aber tatsächlich kommt für mich hier einmal mehr der Spruch zum Tagen: weniger ist mehr. Gerd Köster liest das Hörbuch (hier: die vollständige Version von audible.de) in angenehmer Stimmlage. Ein Buch gegen die Intoleranz, mit teils treffendem, teils aber auch überzogenem Humor und einer Geschichte, anhand derer Niven den Zynismus und die Bigotterie unserer Zeit aus dem Schatten ins grelle Licht zerrt. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall erst einmal ein interessantes, wenn auch im Stil nicht immer leicht zu ertragendes, Lese-/Hörerlebnis.

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  • Rezension zu "Gott bewahre" von John Niven

    Gott bewahre

    BuechermonsterBlog

    22. September 2011 um 21:08

    Zum Hörbuch: Als Gott nach einem kurzen Angel-Trip erholt in sein modernes Großraumbüro zurückkehrt, ist es schnell vorbei mit der guten Laune. Seine schwulen Assistenten (Gott liebt die Homosexuellen!) müssen ihm mitteilen, dass es während seiner Abwesenheit auf der Erde zu einigen unerfreulichen Entwicklungen gekommen ist. Denn eine Woche im Himmel entspricht rund 400 Erdenjahren, und so hat ER einiges verpasst. Darunter positive Sachen wie der technologische Fortschritt, sodass er auch im Himmel in den Genuss von Spielekonsolen, iPods etc. kommt, aber auch schlimme Dinge wie Umweltverschmutzung („In der Ozonschicht ist ein Loch – ein verficktes Loch – so groß wie mein Schwanz!), Rassismus (was Gott auch überhaupt nicht abkann, denn Gott liebt die Schwarzen!) und – das größte Übel von allen – der Missbrauch von Gottes Namen und seiner Botschaft. Denn überall auf der Welt wird im Namen des Herrn gehasst, diskriminiert, gemordet… Dabei hat ER doch nur eine einzige Regel ausgegeben, an die sich seine Geschöpfe halten müssen: SEID LIEB! Doch dieser „verfickte Hurensohn“ Moses musste sich ja seinerzeit so aufspielen und während eines seiner Egotrips die Zehn Gebote aufsetzen, nach Gottes Ansicht ein genauso großer Schwachsinn wie der überwiegende Teil der Bibel. Satan, der sich in der Hölle ein zwielichtiges Etablissement aufgebaut hat, in dem Hitler für jüdische Rabbis kellnern muss und Ku-Klux-Klan-Mitglieder den ganzen Tag von kräftigen Schwarzen mit „Riesen-Ding-Dongs“ vergewaltigt werden, sieht seine Zeit gekommen und macht sich berechtigte Hoffnungen auf die Weltherrschaft. Der Schöpfer steht somit vor einer schweren Entscheidung: Zerstört er die gesamte Menschheit, wie es ihm von seinen Vertrauten geraten wird? Doch da Gott überhaupt keine Lust hat, wieder alles neu aufzubauen, entschließt er sich schweren Herzens, seinen geliebten Sohn ein zweites Mal auf die Erde zu schicken, um zu retten, was noch zu retten ist. Jesus ist von der Idee seines Vaters gar nicht begeistert, weiß er die Annehmlichkeiten des Himmels doch durchaus zu schätzen. Musik-Sessions mit Jimi Hendrix, ab und zu ein guter Joint (nicht so ein billiger Stoff wie auf der Erde) – da oben lässt es sich aushalten. Gottes Befehl ist jedoch eindeutig und lässt keinen Widerspruch zu. Und so finden wir Jesus im New York der Gegenwart wieder, als arbeitslosen Streuner, der mit seiner Clique durch die Straßen zieht und Müllcontainer nach Nahrung durchsucht. Als seine Jungs eines Tages die übergroße Werbung für die TV-Castingshow „American Pop Star“ an einer Hausfassade entdecken, sehen sie die Chance auf ein besseres Leben gekommen. Denn Gottes Sohn hat ein begnadetes Talent: Er ist ein verdammt guter Musiker. Allerdings kann er mit der Idee seiner Jungs mal so gar nichts anfangen, doch die Aussicht auf eine satte Geldprämie, mit der man ja auch bedürftigen Menschen helfen kann, bringt ihn schließlich doch dazu, bei der Jury vorzusingen. Als diese den heruntergekommenen Musiker sieht, der behauptet, Gottes Sohn zu sein, sehen sie die Kasse klingeln. Ein dauerkiffender Spinner, der sich selbst Jesus Christus nennt, scheint der Garant für überragende Einschaltquoten… Auf dieses Szenario muss man als Autor erst einmal kommen. Da ich von John Niven bereits die geniale Golfer-Satire „Coma“ gelesen habe, musste ich vor dem Kauf dieses Hörbuches nicht lange nachdenken. Ein Rockstar-Jesus und ein fluchender Gott – das konnte nur unterhaltsam werden. Und ich wurde nicht enttäuscht… An oberster Stelle begeistern natürlich die urkomischen Charaktere, angefangen beim lässigen Schöpfer selbst. Dieser ist so ganz anders, als man ihn sich beim sonntäglichen Kirchenbesuch vorstellt. Gutaussehend, einem Joint zur Entspannung auch nicht abgeneigt, ausgesprochen schwulen-freundlich und auch sonst einfach ein cooler Typ, der z.B. Halo 3 in sieben Minuten durchspielt. Mit den selbsternannten Christen kann er wenig bis gar nichts anfangen, leben diese doch völlig entgegen seiner Vorstellung. Alleine schon die Unmengen an unterschiedlichen Religionsgemeinschaften treiben ihn in den Wahnsinn. So lässt Gott dann auch zu Beginn des Buches erstmal eine Schimpf-Tirade nach der anderen los und scheut auch vor einem inflationären Einsatz an vulgären Ausdrücken nicht zurück. Alle bibeltreuen Kirchengänger sollten da am besten einmal weghören, denn IHM ist wirklich überhaupt nichts heilig, nicht einmal der Papst bleibt verschont. Auch Gottes Sohn ist nicht weniger unterhaltsam. Jesus ist der typische Rumtreiber, der nichts auf die Reihe bekommt und lieber mit Jimi Hendrix einen durchzieht als sich mit dem Leid der Welt auseinanderzusetzen. Doch im Gegensatz zu seinem Vater ist JC eher ruhig und besonnen und so was von gütig, dass es schon fast naiv ist. Als er hinter das Erfolgskonzept der Casting-Show steigt, nämlich das Zurschaustellen von minderbemittelten Freaks zum Wohle einer guten Einschaltquote, kann er es kaum glauben, dass die Menschheit mittlerweile so verkommen ist. Und als ihm dann die Produzenten von „American Pop Star“ vorschreiben wollen, welche Lieder Jesus zu singen hat, ist er damit überhaupt nicht einverstanden und singt lieber Nirvana & Co. Auch der ganze TV-Zirkus, im speziellen die vielen Talentshows, die die Programmlandschaft überfluten, wird von Niven hervorragend karikiert. Dabei ist seine Darstellung vermutlich gar nicht so überspitzt, wie es auf den ersten Blick scheint. Alleine schon die Zusammensetzung der Jury ist verdammt nah an der Realität und bedient sich des typischen Klischees. Da gibt es den barschen und menschenverachtenden Plattenboss Stephen Stelfox (ein Schelm, wer dabei an Dieter Bohlen oder Simon Cowell denkt), der für die Quote alles tun würde, die obligatorische aber nichtssagende Schönheit und den Mittelweg zwischen beiden Extremen, der sich das ein oder andere Wortgefecht mit dem Jury-Boss liefert und mit Jesus seine Auftritte plant. Und wenn JC dann entgegen aller Widerstände seinen Indie-Rock durchsetzt, bleibt kein Auge trocken. Doch bei all dem knallharten Hau-Drauf-Humor bleiben auch die ernsten Töne nicht auf der Strecke. So muss man schon sehr ignorant sein, um die immer wieder aufkeimende Sozialkritik nicht zu erkennen. John Niven entlädt hier seine gesamte Wut gegen Hassprediger und Heuchler, sodas man durchaus selbst über den Zustand der Gesellschaft ins Grübeln gerät. Das gipfelt dann in einem heftigen Showdown, der zwar etwas vorhersehbar, aber auf jeden Fall sehr konsequent ist. Zum Sprecher: Gelesen wird das Hörbuch „Gott bewahre“ von Gerd Köster, der mir zuvor völlig unbekannt war. Meine kleine Recherche ergab jedoch, dass es sich um einen Sänger und Theaterschauspieler handelt, der zudem der Cousin der bekannten Komikerin Gaby Köster ist. Offensichtlich hatte der Sprecher beim Einlesen einen Heidenspaß, denn Köster liest das Werk mit einer Begeisterung, die den ohnehin schon hohen Unterhaltungsfaktor des Buches noch einmal in die Höhe treibt. Es ist eine wahre Freude, Kösters Interpretation der zahlreichen Wutausbrüche und Flüche zuzuhören. Interessanterweise erinnerte mich der Sprecher bei manchen Passagen etwas an Arne Elsholtz, den bekannten Synchronsprecher von Tom Hanks und Bill Murray. Insgesamt macht die Sprecherleistung einen sehr guten Eindruck und reicht fast an Simon Jägers Lesungen der Christopher Moore-Romane heran. Mein Fazit: John Nivens „Gott bewahre“ ist ein großer Spaß und unterhält über die gesamte Länge des Hörbuchs. Allerdings muss man die vulgäre Sprache schon verkraften können. Wer sich von den oben zitierten Flüchen schon vor den Kopf gestoßen fühlt, der sollte von diesem Titel besser die Finger lassen. „Gott bewahre“ ist respektlos, drastisch und blasphemisch – aber ungeheuer lustig. Wer will, darf da auch noch ein bisschen Gesellschaftskritik hineininterpretieren. Vielleicht macht man das Buch dadurch aber auch tiefgründiger, als es eigentlich sein will. Kaufen, Kopfhörer rein und Spaß haben – und um Kirchen einen großen Bogen machen, denn für konservative Bibeltreue ist Nivens neuer Roman mit Sicherheit nichts. Um es auf den Punkt zu bringen: Göttliche Unterhaltung! Meine Wertung: 9/10

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