John Paul Jackson Der Handel mit den Kinderseelen. Die Pokémon

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Inhaltsangabe zu „Der Handel mit den Kinderseelen. Die Pokémon“ von John Paul Jackson

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  • Rezension zu "Der Handel mit den Kinderseelen. Die Pokémon" von John Paul Jackson

    Der Handel mit den Kinderseelen. Die Pokémon
    Leseratte von A - Z

    Leseratte von A - Z

    28. November 2011 um 14:14

    Meine Fresse.... was für ein Buch... Nur 100 Seiten, aber so viel Stumpfsinn. Ich persönlich würde es ja nicht unter Fach- und Sachbücher einsortieren. Nichts was hier drin steht ist irgendwie sachlich oder rational. Das Buch besteht einfach aus den gesammelten Spinnereien eines zutiefst überzeugten Christen über das Böse in der Zeichentrickserie und Videospielreihe "Pokémon". Für die, die es nicht Wissen, Pokémon handelt von einer Welt, in der die namensgebenden Pokémon leben, die unsere Tiere ersetzen. Mit sogenannten Pokébällen ist es möglich diese Lebewesen zu fangen und als Haustiere und/oder Arbeitstiere zu halten. Außerdem ist das tatsächliche Hauptthema des Franchises das Trainieren der Pokémon um sie gegen die Pokémon anderer Leute kämpfen zu lassen. Trainiert man sie gut genug, können sie sich auch "entwickeln" und werden zu noch stärkeren Pokémon. Der Traum jeden Kindes in dieser Welt und die Hauptaufgabe in den Videospielen ist es durch die Welt zu reisen, Pokémon zu sammeln und zu trainieren und dann die 8 Pokémon Arenen zu besuchen, in denen man den sogenannten Arenaleiter besiegen muss, um den entsprechenden Orden zu erhalten. Hat man alle 8, kann man gegen die Pokémon Liga - Also die 5 besten Trainer der Welt - antreten und versuchen Pokémon Meister zu werden. Man kann sich jetzt darüber streiten, wie kindergerecht die ganze Sache ist in Hinsicht darauf, dass man hier arme kleine Tiere gefangenhält und gegeneinander kämpfen lässt. Aber es ist ja nun mal mehr als das. In der Zeichentrichserie bauen die Charaktere tiefgehende Beziehungen mit ihren Pokémon auf und nicht alle benutzen ihre Pokémon als Kampfmaschinen. Manche Leute wollen sie wie gesagt auch einfach nur als Haustier halten oder richten sie ab, damit sie ihm bei der Arbeit helfen. Pokémon ist vorallem heutzutage ein ziemlich taktisches Spiel und speziell für Kinder mit seiner großen Vielfalt an Kreaturen sehr interessant. Außerdem geht es schon längst nicht mehr nur ums Kämpfen. Aber als dieses Buch erschienen war, gab es erst nur die ersten 3 Spiele, die in dem Sinne natürlich noch relativ ernüchternd waren. Der Autor dieses Buches, John Paul Jackson ist hundertprozentig davon überzeugt, dass Pokémon eine Täuschung Satans ist, um die Kinder gegen das Christentum aufzuhetzen und sie dazu bringen, gefallen an okkulten Ritualen zu finden. Außerdem, wie er selbst schrieb, lehrt Pokémon den Kindern die Evolution, was Jackson absolut nicht tolerieren kann. Ganz Recht, John Paul Jackson ist so weit von seiner Religion überzeugt, dass er die Evolutionstheorie komplett abstreitet und noch schlimmer: Für ihn sind sämtliche anderen Religionen das pure Böse. So kommt es einen jedenfalls vor. Ein Beispiel, wieso Pokémon denn so böse sein soll, ist eine Szene aus der Serie. Ein Geistpokémon mit Vampirzähnen erschreckt die Hauptfiguren. Als Antwort darauf suchen die sich darauf Kruzifix, Knoblauch und einem hölzernen Pfahl um das Geisterpokémon in die Flucht zu schlagen, wie man es so kennt. Als das Geisterpokémon dann die drei Dinge sieht, lacht es nur. Jackson interpretiert das so, dass der Geist das Kruzifix - und damit das größte Zeichen des Christentums - auslacht und sieht es als Verhöhnung des Christentums. Daraus zieht er sich dann die Nachricht, dass das Kruzifix in der Pokémonwelt für Schwäche steht. Er sieht das alles viel zu eng. Der Geist lachte einfach, weil die Sache mit dem Kruzifix, dem Knoblauch und dem Pfahl ein Klischee alter Vampirgeschichten ist, nicht um das Christentum niederzumachen. Das "lustige" ist, im Verlaufe des Buches schrieb Jackson noch davon, dass manche Leute die Nachrichten aus der Bibel falsch interpretieren... Ich habe mich auch vom Christentum entfernt und bin Atheist geworden aber Gott weiß, dass ich bei dieser Entscheidung kein einziges mal an Pokémon gedacht habe. Was mich sehr aufgeregt hat ist, dass Jackson sich nicht mal richtig über das, was er doch als ach so böse darstellt informiert hat. Wie ich schon sagte, geht es bei Pokémon darum, die gleichnamigen Tiere zu fangen und sie zum Kämpfen zu trainieren. Was Jackson wohl nicht ganz verstanden hat ist, dass man sich selber aber nicht mit den Pokémon identifiziert. Man ist ein normaler Mensch, der seinen Pokémon Kommandos zuruft. In einem Kapitel schreibt Jackson nämlich, dass Ash (Also die Hauptfigur der Serie) sich in das Pokémon namens "Dodrio" verwandeln könnte, was absoluter Schwachsinn ist. Und es kommt noch besser: Im Anschluss darauf schreibt er, dass Ash auf diese Weise zu einem sogenannten "Pokégott" werden kann. Man kann sich weder in Pokémon verwandeln, noch gibt es Pokégötter. Es gibt legendäre Pokémon, manche sind vielleicht gottähnlich, wie zum Beispiel die drei Vogelpokémon "Zapdos", "Arktos" und "Lavados" die darauf aufpassen, dass die Elemente der Welt nicht außer Kontrolle geraten, aber sie sind keine Götter. Und erst recht kann man selber sich nicht in ein Pokémon verwandeln und zu einem Gott werden. Ich verstehe jetzt noch nicht, wie Jackson auf diese bescheuerte Idee gekommen ist und werde es wohl nie verstehen. Da Jackson uns davon überzeugen möchte, dass Pokémon den Kindern Hexerei und Okkultismus nahe bringt, zeigt er uns natürlich auch wie. Zum Beispiel schreibt er, dass den Kindern durch die Spiele/Serie das "Charming" oder auch die Zauberei durch Sprechgesänge beigebracht wird. Er kommt auf diese Idee, weil alle Pokémon (bis auf 1 oder 2 Ausnahmen) nichts weiter sagen können, als ihren eigenen Namen. Demnach klingt es schon mal nach "Sprechgesang". Aber ganz ehrlich, aus solchen banalen Sachen so einen Unsinn zu interpretieren ist lächerlich. John Paul Jackson ist ein Quacksalber, der versucht aus einer eigentlich harmlosen Kinderunterhaltung Satan selbst zu machen in dem er aus den banalsten Dingen Schwachsinn interpretiert oder sich durch falsches Wissen selbst Stumpfsinn zusammenreimt. Noch dazu, wie kann ich jemanden wie ihn und seine Meinung tolerieren, wenn er selber doch taktlos über die anderen Religionen der Welt herzieht. Es erinnert mich ein wenig an PETA's aktuellem Vorgehen gegen die Super Mario Spiele, weil die titelgebende Hauptfigur als Power-Up, also um sich zu stärken, ein Waschbär-Outfit einsammeln kann. Es ist nur ein verdammtes Kinderspiel und man sollte es wirklich nicht so ernst nehmen. Ich hoffe wirklich niemand liest dieses Buch und nimmt es zu ernst. John Paul Jackson ist viel zu sehr in seiner Religion gefangen, dass er die Realität gar nicht mehr sieht. Er ähnelt den Hexenjägern des Mittelalters und sollte sich dringend ein wenig von seinem Glauben entfernen. Ich habe auch gläubige Freunde und ich toleriere deren Meinung und Glauben, aber wenn es schon so weit ist, dass man Satan in Kinderspielen findet und selbst so was wie die Evolutionstheorie abstreitet, geht es meiner Meinung nach entschieden zu weit. Man sollte schon darauf achten, sich nicht zu sehr in der Vergangenheit zu fangen. Pokémon ist vielleicht nicht ganz so harmlos wie ich denke, immerhin geht es größtenteils darum, Tiere zu fangen und für sich kämpfen zu lassen, aber Jackson hat mit seinen idiotischen Gründen definitiv übertrieben. Dieses Buch erhält von mir 1 Stern, weil weniger nicht geht. Definitiv das bescheuerteste Buch, das ich je gelesen habe.

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