John Paul Lederach

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Vom Konflikt zur Versöhnung

Vom Konflikt zur Versöhnung

 (1)
Erschienen am 01.01.2016

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Rezension zu "Vom Konflikt zur Versöhnung" von John Paul Lederach

Nicht überzeugend
Minnivor einem Jahr

"Vom Konflikt zur Versöhnung" will dem Leser den Weg zur Versöhnung zeigen. Dabei erzählt der Autor viel von den Erlebnissen und Erkenntnissen, die er während seiner Arbeit als Mediator gesammelt hat. Bei vielen Konflikten zwischen Menschengruppen bis hin zu Bürgerkriegen konnte Paul Lederach Konflikte und Versöhnungen ausführlich analysieren, Grundmuster ableiten und Systematiken dahinter erkennen. Am Ende jedes Kapitels gibt es praktische Aufgaben für den Leser. Diese reichen von einfachen Aufforderungen (wie "Schreiben Sie auf, wer Ihre Feinde sind und warum"), bis hin zu manchmal wohl kaum umsetzbaren ("Laden Sie ihren Feind zum Kaffee ein"). Obwohl gerade diese Aufgaben das wertvolle dieses Buches sind, sind sie viel zu pauschal und nicht einfach so umsetzbar.

Ich habe dieses Buch zum Rezensieren erhalten - persönlich hätte ich wohl nicht zu so einem Buch gegriffen, weil es momentan nicht Thema in meinem Leben ist. Vom Titel her hatte ich ein seelsorgerliches Buch erwartet, das den Leser konkret im Weg der Versöhnung führen kann. Bekommen habe ich hiermit aber ein merkwürdiges Buch, das Konflikte und Versöhnung von einer systematischen Seite nüchtern beurteilt. Ziemlich geärgert hat mich seine Art, wie er an biblische Texte herangegangen ist. Er hat nicht die Texte reden lassen, sondern hat ihnen seine eigene Meinung aufgedrückt. So kann man nicht die Bibel auslegen. Dadurch hat er viel spekuliert und hat auf diese Spekulationen ganze Thesen aufgebaut und ihnen einen biblischen Anstrich gegeben. Textpassagen wurden ausgelegt ohne andere Bibelstellen zum selben Thema zu berücksichtigen. Somit stand mehr als einmal seine Aussage entgegen der Gesamtaussage der Bibel. Mir schien, dass seine Art die Bibel auszulegen, nur seine eigene Meinung ausdrücken sollte - egal, was die eigentlich Aussage der Bibel ist. Dass Bill Hybels in seinem Vorwort das Buch so lobt, ist nicht sehr verwunderlich und macht das Buch nicht besser.

Schade, nicht einmal praktische Alltagstipps konnte ich mitnehmen - trotz des Praxisteils im Anhang. Ich frage mich, was eigentlich Ziel
des Autors war.

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