John Pearson

 4 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Alles Geld der Welt, James Bond und weiteren Büchern.

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Anishes avatar

Rezension zu "Alles Geld der Welt" von John Pearson

Wenn Geld vor Familie zählt...
Anishevor 7 Monaten

Als Cover-Buchmensch, dachte ich natürlich naiverweise, dass es im Buch hauptsächlich um die Entführung des 16-jährigen Millionen-Erben Paul Getty geht, der zwar einen steinreichen Großvater hat – aber auch einen geizigen dazu, der nicht bereit ist das Lösegeld von 17 Millionen Dollar für seinen Enkel zu bezahlen. Tja, dann liest man ein paar Seiten vom Buch und stellt erst einmal erschrocken fest, dass die Geschichte viel früher beginnt. Zeitlich also ganz weit weg von der Entführung.

Nämlich, ja genau, beim Geizhals – Jean Paul Getty – der Erste! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anfangs nicht sehr warm geworden bin mit dem Kauz. Nicht mal als Kind fand ich ihn symphatisch! Aber gut, was will man denn erwarten, von irgendwo kommt die Prägung und der Charakter her und den größten Einfluss hatten immer noch seine Eltern.

Von der Story her, finde ich viele Erzählstränge sehr langatmig und wiederkehrend. Der Autor scheint mir auch nicht sehr neutral  zu schreiben und es wirkt mir auf den Leser so, als ob der Autor da gerade eine emotionale Phase durchmacht. Vielleicht wird man ja gefühlsduselig bei so viel Recherchearbeit? Keine Ahnung, ich muss gestehen, ich lese keine Biografien. Diese hier ist allerdings schon sehr gut durchdacht und recherchiert, das muss ich zugeben. Ein paar Quellenangaben oder Verweise wären trotzdem nicht schlecht gewesen. Die Karte vom Familienstammbaum am Anfang des Buches ist übrigens sehr hilfreich – ohne den wäre ich wohl schon zu Beginn verloren gewesen. Kann sich doch kein Mensch merken, wer wer ist, so oft wie der Jean Paul I. geheiratet hat!

Es ist unterm Strich kein Buch, welches schnell mal durchgelesen ist. Zumindest finde ich die Handlung einfach zu abstrakt, um da flugs mal drüber zu fliegen. Ich habe wirklich oft den Stammbaum anschauen müssen, um nicht durcheinander zu kommen. Die Entführung ist wirklich nur nebensächlich – was ich tatsächlich schade finde, denn irgendwie fühlt man sich ein bisschen betrogen. Ein bisschen mehr Drama um die Entführung  – auf mehr Seiten verteilt - hätte ich mir gewünscht.

Für Biografie-Leser ist dieses Buch sicherlich ein Muss. Auch diejenigen, die gerne mal hinter die Kulissen der Familie Getty und im Allgemeinen von Superreichen blicken möchten, kann dieses Buch gute Unterhaltung liefern. Für Biografien-Neulinge vielleicht erst Mal zu viel Kost. Dann doch lieber den Film gucken = mehr Entertainmentpotenzial!


Merci fürs Vorbeischauen & hoffentlich bis bald,

Anishe

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Milagros avatar

Rezension zu "Alles Geld der Welt" von John Pearson

Familiengeschichte
Milagrovor 8 Monaten

Die Geschichte läuft im Moment im Kino, geworben wird überwiegend mit Szenen, die mir noch gut in Erinnerung geblieben sind: Die Entführung eines jungen Mannes, dessen Großvater Multimillionär war und sich weigerte, ein Lösegeld zu zahlen. Es gab damals viele Diskussionen in Schule und Familie, daran wollte ich anknüpfen und habe mich für ein Exemplar und die Runde hier beworben.

Das Buch ist eine leicht ergänzte Neuauflage, 1995 ist die ursprüngliche Version auf Englisch erschienen.
Ich bin davon ausgegangen, dass die zuvor beschriebene Entführung den Schwerpunkt bilde, fand mich aber um viele Jahre zurückversetzt und in einer aufstrebenden Familie wieder. Das Leben der Eltern des allseits bekannten Jean Paul Getty steht zunächst einmal im Vordergrund, dann Jean Paul selbst, über einen sehr weiten Zeitraum, mit weitverzweigter Familiengeschichte. Dabei hatte ich häufig auch so meine Probleme, ich brachte mehrfach die Personen durcheinander. Außer Jean Paul Getty kannte ich niemanden diese r Familie vor der Lektüre, da war es wirklich sehr hilfreich, dass es einen zweiseitigen Stammbaum gab, auf den ich bis fast zum Schluss immer mal wieder zurückgreifen musste. Die Familie ist deshalb so unübersichtlich, weil Jean Paul mehrfach verheiratet war und Vater von fünf Kindern war. Die Ehefrauen und Freundinnen werden, je nach Einfluss auf die Geschichte, intensiv dargestellt und so manches mal verschachtelte sich die eigentliche Geschichte für mich. Vermutlich ist es einfach nicht so einfach, ein solch vielfältiges Leben darzustellen. Die Personen tauchen immer wieder auf, manchmal erst nach einer ganzen Weile, denn die Beziehung zwischen Vater und Kindern war genauso schwierig, wie die zwischen ihm und seinen eigenen Eltern. Die Entführung spielt erst spät im Buch eine Rolle, was aber im Rückblick gesehen, folgerichtig ist. Erzählt wird eben nicht nur dieser eine Aspekt, sondern die Geschichte einer ganzen Dynastie.  Das Schicksal fast aller Familienmitglieder findet sich hier und im letzten Abschnitt dazu ein Nachtrag, ab 1995 sozusagen, was ich sehr interessant fand. Diesen Nachtrag hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Die Familiengeschichte ist jedenfalls nicht langweilig. Alle Höhen und Tiefen, jede Menge Schicksalsschläge, viel Leid und die Erkenntnis, dass so viel Geld zwar toll ist, von Kummer aber nicht befreit. Lesenswert für alle, die gerne Biografien mögen.

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CanYouSeeMes avatar

Rezension zu "Alles Geld der Welt" von John Pearson

Alles Geld der Welt
CanYouSeeMevor 8 Monaten

Die Entführung des 16-jährigen Millionen-Erben Paul Getty schockiert Menschen auf der ganzen Welt. Als die Entführer 17 Millionen Dollar Lösegeld fordern, wendet sich Pauls Mutter Gail Harris an ihren Schwiegervater. Doch der milliardenschwere Unternehmer Jean Paul Getty weigert sich, für die Freilassung seines Enkels zu zahlen. Während Paul in der Gefangenschaft seiner Kidnapper immer grausameren Folterungen ausgesetzt wird, wartet die ganze Welt auf eine Reaktion der Familie Getty. Und Gail Harris ist nicht bereit, den Kampf um das Leben ihres Sohnes aufzugeben. 

‚Alles Geld der Welt‘ von John Pearson wird als ‚Das Buch zum Film‘ ausgeschrieben. In meinen Augen ist es das nur bedingt. Zum einen, weil es viel weitreichender ist und die Entführung von JPG III nur einen relativ kurzen Abschnitt des Buches einnimmt, während sie Hauptaugenmerk des Filmes ist. Zum anderen, weil dadurch (für mich) ein eher romanartiges Buch impliziert wird, und darum handelt es sich hier keinesfalls, sondern eher um eine durchaus umfangreiche Biografie der Familie Getty.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, auch die Sprache passt gut zum Inhalt. Ich habe bei diesem Buch jedoch eher einen Roman erwartet und war dann doch ein wenig ernüchtert, als ich festgestellt habe, dass dieses Buch eher eine Biografie ist. Der hilfreichste Teil dieses Buches war der Stammbaum zu Beginn. Zu diesem habe ich sehr oft zurückgeblättert, denn die Gettys sind eine sehr große, verzweigte Familie mit dem Faible für den Namen Paul. Ich wäre heillos durcheinander gekommen, wenn es diesen Stammbaum nicht gegeben hätte.
Der Inhalt wirkt jedoch gut recherchiert und ist sehr umfangreich, die Lebensumstände von beinahe vier Generationen werden anschaulich wiedergegeben. Für mich hat sich jedoch recht schnell herausgestellt, dass ich mit den Gettys nicht so recht warm werde – ihre Einstellungen und entsprechenden Handlungen sind schon sehr extrem. 
Insgesamt ist ‚Alles Geld der Welt‘ eine durchaus interessante Biografie über die Gettys und geht weit über die im Film thematisierte Entführung hinaus. 

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Gespräche aus der Community

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S
Hallo ihr Lieben,

zum Kinostart von ALLES GELD DER WELT am 15. Februar verlosen wir 5 Exemplare des Buchs zum Film.

Um teilzunehmen, verratet uns, was ihr mit "Allem Geld der Welt" machen würdet.

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

***

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul (Charlie Plummer), Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer), in Rom von der Mafia entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail (Michelle Williams) kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase (Mark Wahlberg). Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft... 

In ALLES GELD DER WELT rekonstruiert Meisterregisseur Ridley Scott (DER MARSIANER, AMERICAN GANGSTER, BLADE RUNNER) einen der spektakulärsten Entführungsfälle des letzten Jahrhunderts. Für seine packende Inszenierung wurde Scott ebenso für den Golden Globe nominiert wie seine Hauptdarstellerin Michelle Williams (MANCHESTER BY THE SEA), die aufopferungsvoll für die Rettung ihres Sohnes aus den Händen der Entführer kämpft. Eine weitere Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller erhielt Schauspiellegende Christopher Plummer (REMEMBER, VERBLENDUNG, BEGINNERS) in der Rolle des mürrischen Milliardärs, der hier kurzfristig Kevin Spacey ersetzte und dessen Szenen in Rekordzeit in den bereits abgedrehten Film eingefügt wurde. Zum weiteren Ensemble des hochkarätig besetzten Thrillers zählen Mark Wahlberg (TRANSFORMERS, BOSTON), Charlie Plummer (THE DINNER) und der französische Schauspielstar Romain Duris (DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS).

https://www.youtube.com/watch?v=ZzgcGid07xw 
Anishes avatar
Letzter Beitrag von  Anishevor 7 Monaten
Bin nun fertig mit dem Buch und hier ist meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/John-Pearson/Alles-Geld-der-Welt-1499749020-w/rezension/1548969083/ Vielen Dank noch mal! Es war mal was Neues für mich. Biografien sind schon noch mal ein anderes Kaliber. Es war auf jeden Fall interessant mal hinter die Kulissen von Superreichen blicken zu können!
Zur Buchverlosung
HarperCollinsGermanys avatar

Das Buch zum Film – ab dem 15.02.2018 im Kino!


 Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans


"Alles Geld der Welt" von John Pearson


ein. Bitte bewerbt euch bis zum 04.02.2018 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


Über den Inhalt:

 

Die Entführung des 16-jährigen Millionen-Erben Paul Getty schockierte Menschen auf der ganzen Welt. Als die Entführer 17 Millionen Dollar Lösegeld forderten, wandte sich Pauls Mutter Gail Harris an ihren Schwiegervater. Doch der milliardenschwere Unternehmer Jean Paul Getty weigerte sich, für die Freilassung seines Enkels zu zahlen. Während Paul in der Gefangenschaft seiner Kidnapper immer grausameren Folterungen ausgesetzt wurde, wartete die ganze Welt auf eine Reaktion der Familie Getty. Und Gail Harris war nicht bereit, den Kampf um das Leben ihres Sohnes aufzugeben.

John Pearson begibt sich in dieser Biografie auf die Spuren einer Familie, deren Reichtum Fluch und Segen für viele Generationen bedeutete. Bittere Fehden, unerwartete Wendungen, und facettenreiche Figuren – dieses Buch nimmt Sie mit in die fesselnde Welt der Superreichen.


Du möchtest "Alles Geld der Welt" von John Pearson lesen?


Dann bewirb dich jetzt um eines der 30 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst.

Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

Milagros avatar
Letzter Beitrag von  Milagrovor 8 Monaten
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