John Prebble The Highland Clearances

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Inhaltsangabe zu „The Highland Clearances“ von John Prebble

In the terrible aftermath of the battle of Culloden, the Highlanders suffered at the hands of their own clan chiefs. Offering a reconstruction of Culloden, the author recounts how the Highlanders were deserted and then betrayed into famine and poverty. While their chiefs grew rich on meat and wool, the people died of cholera and starvation.

Ein fachlich sehr gutes, jedoch schwer lesbares Sachbuch, dass eine sinnvollere Gliederung hätte vertragen können

— Saralonde
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  • The Highland Clearances

    The Highland Clearances

    Saralonde

    14. June 2014 um 16:17

    Im 18. Jahrhundert waren viele schottische “Clan Chiefs” bereits “anglisiert”, d. h., sie waren in England zur Schule gegangen und hatten sich an den Lebensstil und die englische High Society angepasst. Doch dieser Lebensstil kostete viel Geld. Gleichzeitig kam die Industrialisierung in Gange und den Lairds blieb nicht verborgen, dass man mit Schafen und ihrer Wolle sehr viel mehr Geld verdienen konnte, als die Landbevölkerung dem kargen Land in den Highlands jemals abringen konnte. So kam es dazu, dass immer mehr Chiefs ihre Pächter und Clanangehörigen aus ihrem Land vertrieben, teilweise an noch unwirtlichere Orte an der Küste, wo sie sich als Fischer verdingen sollten, doch größtenteils wurden sie zur Emigration nach Nordamerika oder auch Australien gezwungen. Wer die schottischen Highlands kennt, weiß, was für eine Katastrophe es für einen Highlander sein muss, dieses karge, aber doch wunderschöne und so eigentümliche Land verlassen zu müssen. Und dass sie von ihren eigenen Clan Chiefs vertrieben wurden, teilweise mit einer unglaublichen Grausamkeit und Brutalität, machte das Ganze doppelt schlimm. Das Resultat der Highland Clearances sind die heute größtenteils einsamen und entvölkerten Highlands, die früher wesentlich dichter besiedelt waren. Mit der Geschichte dieser Episoden, die heute als “Highland Clearances” bezeichnet werden, beschäftigt sich der 2001 verstorbene englische Journalist und Volkshistoriker John Prebble in seinem gleichnamigen Buch. Das Buch schlummerte schon seit meinem Austauschstudium in Edinburgh auf meinem SuB. Ich sage euch jetzt nicht, wie lange das her ist, das ist echt peinlich. An der Uni in Edinburgh gab es damals für uns Austauschstudenten auch einen Kurs über schottische Geschichte, den ich belegt habe und in dem ich von den Highland Clearances und auch von diesem Buch erfahren habe. Schottische Geschichte wurde dann während meines Studiums mein Steckenpferd im Bereich Landeskunde, und ich habe auch meine mündliche Diplomprüfung darüber abgelegt. Ich ging daher natürlich mit großem Interesse an dieses Buch – und fachlich wurde ich auch nicht enttäuscht. Ich muss jedoch leider sagen, dass sich das Buch nicht wirklich gut liest. Ich habe Ewigkeiten dafür gebraucht, kam einfach nicht voran, und habe mich gefragt, woran das liegt. Mein Schluss war: Dem Buch fehlt es an Struktur. Eine gewisse lockere chronologische Ordnung gibt es durchaus, doch diese wird immer wieder unterbrochen, von einzelnen Ausweisungsszenarien springt Prebble zum Lebenslauf der Verantwortlichen und wirft dabei viele Namen ins Spiel, die es dem Leser sehr schwer machen, sich an späteren Stellen genau daran zu erinnern, wer jetzt dieser Herr und jene Dame war, war es ein Clan Chief oder ein Reporter oder doch einer der Verstoßenen? Es gibt zwar ein Personenverzeichnis, doch es unterbricht auch den Lesefluss, ständig dort nachzusehen. Stellenweise fragte ich mich auch: “Muss ich den Lebenslauf dieses Reporters jetzt wirklich kennen? Erzähl mir doch mehr davon, wie die Vertreibungen ausgesehen haben”. Die geschilderten Vertreibungsepisoden sind natürlich erschütternd. Da hatte ich immer wieder einen Kloß im Hals. Das ist auch das, was bei mir letztendlich hängenbleiben wird von diesem Buch, denn die meisten Namen werde ich bald schon wieder vergessen haben. Bis auf den Duke und die Duchess von Sutherland, deren Rolle bei den Clearances besonders prominent war. Was dem Buch außerdem fehlt, ist ein Glossar bestimmter schottischer Begriffe, die nicht allen Lesern geläufig sein dürften. Fazit: Ein fachlich sehr gutes, jedoch schwer lesbares Sachbuch, das eine sinnvollere Gliederung hätte vertragen können.

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