John Preston Mr. Benson

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Inhaltsangabe zu „Mr. Benson“ von John Preston

New York, irgendwann in den Siebzigern. Sexuelle Exzesse prägen schwule Kneipen wie das Mineshaft, wo noch erlaubt ist, was gefällt. Mit seinen 25 Jahren und einer knackigen Figur fällt es Jamie nicht schwer, Nacht für Nacht Männer aufzureißen. Bis er eines Abends Mr. Benson begegnet, einem muskelbepackten Lederkerl, der auf Jamies eitles Gehabe nicht hereinfällt. Denn was Mr. Benson sucht, ist ein Sklave – ein Mann, der bereit ist, für seinen Meister alles aufzugeben, der sich ihm unterwirft und erfährt, was es heißt, die Grenzen zwischen Schmerz, Lust und Liebe zu sprengen. (Quelle:'Flexibler Einband/01.02.2013')
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  • Rezension zu "Mr. Benson" von John Preston

    Mr. Benson
    rihaij

    rihaij

    14. February 2013 um 18:13

    Ich habe mir den Roman vor allem wegen des Covers gekauft, welches ich einfach rundum gelungen finde. Das Thema BDSM ist kein einfaches und mich interessierte sehr, wie es in diesem, als "Kultroman" bezeichneten Buch behandelt wird. Der Preis ist recht happig, denn es handelt sich um ein kleines, nicht allzu dickes Buch, welches man schnell gelesen hat. Der Roman ist aus Jamies Sicht geschrieben, der dem Meister Mr. Benson auffällt und der ihn zu seinem Sklaven macht. Ganz am Ende erfährt man in einem Epilog auch noch Mr. Bensons Sicht der Dinge. Die einzelnen Schritte und Prüfungen, denen sich Jamie dabei unterziehen muss, sind alles andere als leichte Kost. Der Leser sollte sich auf eine derbe Sprache und viele Urinspiele einstellen, denen ich leider persönlich nichts abgewinnen kann, die aber zu der Geschichte passen. Sex wird explizit beschrieben und kommt durchaus erotisch daher. Der Stil ist teilweise sehr derb aber flüssig zu lesen. Gelegentlich hätte ich mir mehr Einsicht in Jamies Gefühlswelt gewünscht, gerade weil sein Handeln und seine Bedürfnisse nicht immer ohne Weiteres nachvollziehbar sind. Die Faszination, die Mr. Benson auf ihn ausstrahlt ist gut wiedergegeben und die Art ihrer Beziehung überzeugt. Zwischen den Zeilen erfährt man viel über die besonderen Bedürfnisse und Ansprüche an diese Art von Liebesbeziehung, denn das ist sie ohne Frage, auch wenn wenig Zärtlichkeiten oder entsprechende Worte nicht da sind. Sie sind auch nicht nötig. Es passt einfach. Ganz besonders spannend wird es, als Jamie irrtümlich glaubt, Mr. Benson hätte ihn verstoßen. Das Potential in diesem Konflikt ist gigantisch und ich war sehr gespannt, wie es aufgelöst wird. Und ab hier verliert der bis dahin lesenswerte Roman seine Glaubwürdigkeit und gleitet ab in eine wilde Schwulen-Sklaven-Sex-Fantasie, die nahezu sämtliche Klischees bedient: überaus männliche Kerle, einer schöner und besser ausgestatte als der andere, brutale Araber, drohende Kastration, der sadistische Deutsche mit Naziabzeichen, ein heldenhafter Zweikampf mit bloßem Messer und ein verdeckter Vermittler/Polizist, der gänzlich unglaubwürdig wirkt. Der Rest der Auflösung ... Ich würde spoilern, wenn ich zu viel verrate, aber ich konnte nur noch den Kopf schütteln und war wirklich versucht, das Büchlein wegzulegen. Leider reicht diese Episode aus um das Leseerlebnis insgesamt drastisch zu reduzieren. Sehr, sehr schade, denn gerade der erste Teil war gnadenlos ehrlich, zeigte unverblümt Szene und Szenarien des BDSM. So bleiben am Ende für mich nur drei Sterne. Schade, da wäre so viel mehr Potential gewesen. Rezension bezieht sich auf diese Ausgabe: Mr. Benson 9783867875097 Flexibler Einband 01.02.2013

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