John R. R. Tolkien König Arthurs Untergang

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(3)
(1)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „König Arthurs Untergang“ von John R. R. Tolkien

Das große Epos um Arthur erzählt, wie der tapfere König sich zum Waffengang ostwärts in ferne, heidnische Länder begibt. Während der König außer Landes kämpft, verliebt sich der Ritter Lancelot in Arthurs Frau Guinever und schafft damit einen unüberwindlichen Konflikt. Als auch noch der verräterische Mordred die Macht an sich zu reißen versucht, treibt die Handlung einem Abgrund entgegen Neben der Edda und dem Nibelungenlied ist die Arthursage die wichtigste Quelle aller neueren Fantasyliteratur, die hier erstmals in J. R. R. Tolkiens eigener Fassung vorliegt. Neben der kongenialen Übersetzung von Hans-Ulrich Möhring enthält diese Ausgabe auch den Text des englischen Originals.

Trotz des fehlenden Endes ist dieses Werk wundervoll poetisch und voll großer Bilder.

— quatspreche
quatspreche

Nicht das, was ich erwartet habe ...

— Masau
Masau

Es ist schön, ich bin begeistert von Tolkien, aber dieses hier ist nicht das, was mich sehr arg anspricht ...

— Sardonyx
Sardonyx

Ein absolutes Muss für alle Fans und die, die es werden möchten!

— Abby90
Abby90

Stöbern in Fantasy

Die Magie der Lüge

Nicht ganz so großartig wie Band 1, aber trotzdem noch toll

weinlachgummi

Spinnenfalle

Gin ist wie immer großartig

weinlachgummi

Blätter der Unsterblichkeit

Ich liebe es!

Leseratte_H4

Rosen & Knochen

MÄRCHENADAPTION MEETS DÜSTERNIS FEAT. FRAUENLIEBE!

Jack_Inflagranti

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Wunderschön und Kopfkino pur!

Gina1627

The Chosen One - Die Ausersehene: Band 1

Tolle Idee vs schlechte Ausführung....zu viel verschenkt!

cityofbooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • König Arthurs Untergang

    König Arthurs Untergang
    quatspreche

    quatspreche

    26. December 2016 um 14:47

    Als ich erfuhr, dass Tolkiens unvollendete Werk über Arthur doch erscheinen soll, war ich sofort begeistert. Ich erwarb die originale Fassung, welche mir viel Freude bereitete. Doch ein alt-nordischer Stabreim ist nicht einfach zu lesen, auch wenn Tolkien sich die Mühe machte und auf neu-englisch schrieb. Als dann dieses Jahr bei Klett-Cotta die Übersetzung erschien musste ich auch diese haben.Geschichten über König Arthur und sein Leben existieren fast wie Sand am Meer. Vom Kinderbuch, über Comics, Graphic Novels, Romane und Filme – kaum ein Medium wurde noch nicht davon überschwemmt. Er ist ein Wahrzeichen des christlichen Glaubens, wahrer der britischen Traditionen und Kriegsheld. Die Forschung diskutiert immer noch darüber, ob er wirklich existiert hat, welche Legenden der Wahrheit entsprechen und wie er richtig dargestellt werden sollte.Es gibt verschiedene Quellen aus dem Frühmittelalter, die mit dem Konflikt der Briten und Angelsachsen zusammen hängt. Es gibt den Artusroman aus dem französischen, deutschen und angelsächsischen Hochmittelalter. Über die Jahrhunderte wuchs aus einer Legende ein ganzes Genre der Literatur. Arthurs Hof wurde zu einer Konstanten, auf die viele mittelalterliche Dichter zurück griffen. Chrétien de Troyes, Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach sind die bekanntesten Autoren von arthurischen Gralromane.Wieso schrieb Tolkien, der als Vater der Fantasy-Romane gilt, über König Arthur? Und warum gerade über dessen Untergang? Ganz einfach: Alle Romane und Geschichten über Arthur sind Fantasy-Geschichten. Und doch trauen sich nur die ganze großen Autoren (oder die, die sich dafür halten) an dieses Thema heran. Es gehört eine große Menge Mut und Recherche dazu, denn fast jeder, der gerne Fantasy ließt, hat schon einmal einen Artusroman in der Hand gehabt (in der einen oder anderen Weise). Tolkien konzentrierte sich auf Arthurs Untergang, weil einer der wichtigsten Teile der Geschichte ist. Da es kein Grab gibt (zumindest nicht in den Ergebnissen der Forschung), formte sich ein spezieller Gedanke. Arthur muss in eine andere Sphäre aufgestiegen sein, anders konnte sein außergewöhnliches Leben nicht enden. Die beliebteste Version beinhaltet die nicht existierende Insel Avalon und die Anderswelt.Direkt vor Arthurs Tod fand eine entscheidende Schlacht am bisher nicht lokalisierten Mons Bodum statt. Dort soll Arthur gegen seinen unehelichen Sohn/Erzfeind/Gegenspieler Mordred die letzte Schlacht schlagen. Die beiden Protagonisten treten in den verschiedenen Geschichten aus unterschiedlichen Gründen gegen einander an. Egal welche Beweggründe zu einem Aufeinandertreffen führte, Arthur stirbt zum Schluss.Leider konnte Tolkien zu seinem Stabreim-Werk das Ende nicht mehr verfassen. Und trotzdem ist das Buch absolut lesenswert. Es ist gefüllt mit unglaublich schöner Dichtkunst. Was ist ein Stabreim, fragt ihr euch? Das ist ein Stilmittel, welches überwiegend in der germanischen Dichtung verwendet wurde. Er wurde vom dänischen stavrim abgeleitet und schon in der Edda von Snorri Sturluson (1178-1241) verwendet. Tolkien hatte eine besondere Vorliebe für mittelalterliche Dichtung und verarbeitete viele seiner Eindrücke in seinen Werken.Und trotz dem fehlenden Ende ist dieses Werk wundervoll poetisch und voll großer Bilder. Es ist schade um die Passagen, die nicht fertig gestellt werden konnten. Und ich bin Christopher Tolkien dankbar, dass er die Arbeiten seines Vaters uns zugänglich macht.Hier geht es zum Originalbreitrag: König Arthurs Untergang

    Mehr
  • Für Versliebhaber

    König Arthurs Untergang
    Masau

    Masau

    ***2,5 Sterne*** Leider ist dieses Buch nicht wie "Die Kinder Húrins" eine komplette Erzählung, sondern ist der erste Teil vielmehr ein Gedicht in Stabreim-Form, mit dem ich persönlich nicht so viel anfangen konnte. Und der zweite setzt sich mit den verschiedenen Überlieferungen der Arthus-Saga auseinander. Ist für mich einfach kein typisches Tolkien-Buch, sondern vielleicht mehr etwas für Versliebhaber.

    Mehr
    • 3
  • Mit ganz eigener Interpretation und „Zungenschlag“

    König Arthurs Untergang
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    13. May 2015 um 13:34

    Mit ganz eigener Interpretation und „Zungenschlag“ Immer wieder kommen, seit Jahrzehnten bereits, Teile von J.R.R. Tolkiens Arbeiten aus seinem Nachlass auf den Markt. Diese lassen sich unterscheiden zwischen jenen „Ergänzungen“, die dem selbst geschaffenen Mythos des „Hobbits“ und des „Herrn“ der Ringe zuzuordnen sind und Texten Tolkiens, die seiner historisch-wissenschaftlichen Arbeit entspringen. Die hier vorliegende Adaption (von der Form her besser „Alliteration“) des Endes der Arthus Saga, des letzten Kampfes und Untergangs des sagenhaften Königs von Camelot gehört in das Interesse Tolkiens an den mittelalterlichen Zeiten und deren Erforschung. Und auch wenn Fans der „Hobbits“ und der Kämpfe um Mittelerde hier inhaltlich weniger auf ihre Kosten kommen, im gesamten bietet das Buch einen intensiven und tiefen Einblick in Tolkiens Gedankenwelt und, vor allem, in seine unglaubliche, dichte und faszinierende Sprachkraft. Wie ein episches Heldenlied aus alter Zeit verfasst Tolkien die Geschichte von Arthus Untergang und setzt ebenso inhaltlich ganz andere Akzente und eine ganz andere Atmosphäre als die „klassische Sage“ Generationen von Lesern vermittelt hat. Auch wenn letztlich sein Text fragmentarisch geblieben ist und vor allem das Ende von Tolkien nicht zu Papier gebracht wurde. Arthus in innerer Nähe zum römischen Reich (er ist auf dem Weg nach Rom, als er vom Aufstand daheim erfährt und umgehend seine Truppen umkehren lässt), die Verhältnisse in England liegen darnieder und versprühen keineswegs die ideale, ritterliche und edle „Heldenkraft“ der Tafelrunde. Soweit Tolkien mit all dem sich auch inhaltlich von der klassischen Sage entfernt, es entsteht auf der anderen Seite der Eindruck, dass er präzise sprachlich und inhaltlich die „Atmosphäre“ jener Zeit der Artus-Sage interpretiert und sprachlich perfekt umsetzt. Der Kampf um eine eigenständige Einheit in Britannien. Raufbolde und hartgesottene Kämpfer statt edle Ritter im „fairen“ Tjost. Allerdings, Gunivera und Lancelot, das dramatische „Traum-Paar“ der alten Sage, wird auch hier eine (allerdings anders als gewohnte) „tragende Rolle“ spielen, wie auch Gawain („Verwandter und Lehensmann, wahrhaft und treu, mein Schutz und Schild, mein starker Rat“) seine allseits gewohnte Rolle im Grunde nicht verlässt. Neben der sprachgewaltigen und ganz eigene Schwerpunkte setzende Versschöpfung J.R.R. Tolkiens (auf den ersten gut 90 Seiten des Buches in englischer und deutscher Sprache nebeneinander gestellt, somit etwa 45 Seiten lang), erweitert Christopher Tolkien den eigentlichen Text um Anmerkungen zum Text und, darauf folgend, um eine Betrachtung des ursprünglichen Gedichtes und der Unterschiede zu J.R.R. Tolkiens Herangehensweise. Ebenso folgen Betrachtungen der (nicht abgeschlossenen Arthus-Gedichtes) weiteren Gedanken Tolkiens zu einer Weiterarbeit und der Beziehungen zum „Silmarillion“ (mit Orten und Namensparallelen, mit der Einarbeitung von Ideen aus der Artus-Saga in den anderen Teil der „fantastischen“ Arbeit Tolkiens. Abschließend vollzieht Christopher Tolkien in detaillierter Betrachtung die Entstehung des Gedichtes nach und gibt damit dem Leser Einblick in die dezidierte Arbeits- und Denkweise J.R.R. Tolkiens, auch wenn dies natürlich aus subjektiver Interpretation Christopher Tolkiens heraus geschieht. Interessant zu lesen sind diese Hintergründe allemal. Wobei doch das Verswerk als solches der eigentlich beeindruckende Teil dieses Buches ist.

    Mehr
  • Tolkien in unfertiger Perfektion

    König Arthurs Untergang
    Abby90

    Abby90

    02. April 2015 um 20:59

    Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich einfach nur DANKE sagen, denn das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Danke an den Verlag, der es mir hat zukommen lassen. Danke an Christopher Tolkien, dafür das er dieses Buch herausgegeben hat. Und zuletzt Danke an seinen Vater für das Verfassen dieses einzigartigen Werkes. Hier geht es um den Mythos des König Arthus und wie J. R. R. Tolkien ihn sah, dennoch finde ich es schade, dass es nie beendet werden konnte. Tolkien hat hier eine Version des Arthur erschaffen, die mich beeindruckt hat und zugleich auch hat bangen lassen, denn es ist sehr gewaltig und für mich bereits jetzt ein Epos eines der größten Könige dieser Welt. Dabei ist es egal ob er gelebt hat oder nicht, denn Arthur verkörpert all das, was ich mir unter einem Ritter und König vorstelle. Das Buch besteht aus den englischen Versen und deren deutschen Übersetzungen die sich um den Untergang des Königs drehen. Dazu hat Christopher eine hervorragende Ausarbeitung zu den Versen beigefügt, die sich mit den Werken auseinandersetzt, die Tolkien selbst als Vorlagen dienten. Er beleuchtet Aspekte, die man so während des Lesens vllt nie wirklich mitbekommen hat. Aber vom Schreibstil ist es nicht sehr leicht geschrieben und ich möchte mich hüten zu sagen, das Buch wäre etwas für zwischendurch, denn das ist es auf keinen Fall. Es ist schwere Kost und setzt zudem eine gewisse Kenntnis des Mythos rund um Arthur und die Tafelrunde voraus, denn sonst würde man so einiges wahrscheinlich überlesen. Jedenfalls ist dies ein weiteres legendäres Werk, das ich jedem Fan von Tolkien nur wärmstens empfehlen möchte. Es besitzt schon jetzt einen hohen Wert für den Intellekt von einem jeden von uns, zudem bekommt man auch Einblicke in das Silmarillion selbst, denn die Verse um Arthus wurden darin verwoben. Ich habe es wirklich mit großer Freude gelesen und bin noch immer voller Ehrfurcht, denn für mich gehört es schon jetzt zu den Büchern im Leben, die man gelesen haben sollte. Allein schon des Autors wegen. Sicher, er schreibt nicht immer leicht verständlich, dennoch lohnt es sich wirklich. Daher kann ich hier nur volle 10 Stöberkisten UND einen absoluten Lesetipp vergeben!!! J. R. R. Tolkien, wo immer deine Seele auch ruhen mag, ich weiß dass sie während ich gelesen habe an meiner Seite gewesen ist! Lest es! Lest es und berichtet mir, wie ihr es empfunden habt.

    Mehr