John Rechy Nacht in der Stadt

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Inhaltsangabe zu „Nacht in der Stadt“ von John Rechy

John Rechy hat, wenn ich es ein wenig salopp ausdrücken darf, einen schwulen Klassiker geschrieben, der nicht an Aktualität verloren hat.

— Nespavanje

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    Nacht in der Stadt

    Nespavanje

    03. January 2016 um 22:43

    Nacht in der Stadt ist der Debütroman des amerikanischen Schriftstellers John Rechy. Soweit man anderen Rezensionen und Buchbesprechungen glauben schenken darf, sind seine Werke geprägt seiner mexikanischen Abstammung und behandeln immer wieder das Thema der historischen und kulturellen und gegenseitigen Beeinflussung, der verschiedenen Staaten und Länder Amerikas. Allerdings kann ich Letzteres (noch) nicht beurteilen, Nacht in der Stadt ist der erste Roman den ich von Rechy gelesen habe, und in diesem Roman streift er diese Thematik nur am Rande. Nacht in der Stadt handelt eigentlich von einem Protagonisten und der promiskuitiven Halbwelt in der er sich bewegt. New York ist eine seiner ersten Stationen und in den 60er Jahren, in der dieser Roman spielt, entstand dort, trotz der Verfolgung durch die Polizei und die moralische Verurteilung der Gesellschaft, eine homosexuelle Subkultur, die in der Blütezeit mehr als 40 schwule Bars und Lokale umfasste. Hier trifft der namenlosen Hauptprotagonist, der aus einer zerrütteten Familie und von einem gewalttätigen und furchteinflössenden Vater flüchtet, auf seinen ersten Freier und dort verdingt er sein Leben als Stricher. Er bleibt nicht lange in dieser Großstadt, schon bald zieht es ihn weiter. Auf seiner Reise durch die Großstädte der USA erschließt sich ihm die Parallelgesellschaft der Homosexuellen, die sich die Parks, Straßen und einschlägigen Bars des Nachts treffen und ihrer Lust frönen. John Rechy hat mit „Nacht in der Stadt“, wenn ich es ein wenig salopp ausdrücken darf, einen schwulen Klassiker geschrieben, der seine Daseinsberechtigung sehr wohl auch knapp 55 Jahr nach seiner Erstveröffentlichung hat. Die gelebte und gefeierte Subkultur der Homosexuellen Community mag zwar politisch in der Mitte angekommen sein, wird aber in ihren verschiedenen Ausrichtungen noch immer von außerhalb und auch innerhalb immer wieder torpediert und mit Vorurteilen überhäuft. Ja, auch Homosexuelle Menschen hegen gegenüber anderen Homosexuellen ihre Vorurteile, was anfangs ein wenig lächerlich und abstrus anhört, wird zur unweigerlichen Tatsache, wenn man Rechys Roman aufmerksam verfolgt. Aber genug über die Stellung der Homosexuellen in der Gesellschaft und zurück zum Roman und seinen Hauptprotagonisten: Der namenlose Erzähler von Nacht in der Stadt ist eigentlich nicht sehr sympathisch – er ist ein kalter, ruheloser junger Mann, der unfähig ist Liebe und Zuneigung zu zeigen, dafür aber sehr wohl seinen Lebensunterhalt als Stricher verdingt, und die Aufmerksamkeit seiner Freier sehr wohl genießt. Die Erzählweise ist keineswegs hervorstechend, liest sich aber relativ flüssig und bedient sich einer Leichtigkeit. Dabei kann der Roman sehr wohl auch biografisch gelesen werden, schließlich wurde Rechy selbst in den 60-70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein paar Mal wegen Prostitution festgenommen. Nacht in der Stadt ist der einzige Roman der derzeit von John Rechy auf Deutsch erhältlich ist, was mich aber nicht abhalten wird, mehr von ihm zu lesen.

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