John Russell Fearn

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Cover des Buches What Happened to Hammond? (Linford Mystery)9781846175695

What Happened to Hammond? (Linford Mystery)

 (1)
Erschienen am 01.12.2006
Cover des Buches Flashpoint (Linford Mystery)9781846176760

Flashpoint (Linford Mystery)

 (1)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Black Maria, M.A (Linford Mystery Library)9781847821874

Black Maria, M.A (Linford Mystery Library)

 (1)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches Deadman's Bend9781534981928

Deadman's Bend

 (1)
Erschienen am 03.07.2016
Cover des Buches The Master Must Die (Linford Mystery)9781846177538

The Master Must Die (Linford Mystery)

 (1)
Erschienen am 01.05.2007

Neue Rezensionen zu John Russell Fearn

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Rezension zu "The Thirty-First Of June (Linford Mystery Library)" von John Russell Fearn

Gefangen in einer Paralleldimension
TheRavenkingvor 5 Monaten

Eine Limousine verlässt eine Party kommt aber nie an ihrem Bestimmungsort an. Irgendwo auf dem Weg nach Hause scheint sie sich in Luft aufgelöst zu haben. Hätte die Geschichte eine rationale Erklärung, wäre dies ein Krimi.

Tatsächlich ist The Thirty-First Of June aber eine waschechte Science-Fiction-Geschichte, die auch die Vorlage für eine Episode von The Twilight Zone oder The Outer Limits hätte liefern können.

Einige verwöhnte, reiche Menschen sind nach einer Feier auf dem Weg nach Hause, doch statt in ihrem luxuriösen Anwesen finden sie sich mitten im Nirgendwo wieder. Sie landen weit fernab der Stadt in einer menschenleeren Landschaft. Hat es zunächst den Anschein, als hätten sie sich verfahren, wird nach etlichen zurückgelegten Kilometern klar, dass etwas sehr viel Schwerwiegenderes geschehen sein muss. 

Ironischerweise ist es gerade ihr Chauffeur, der sich als Intelligentester erweist. Er ist ein gescheiter und praktischer Mann anders als die weltfremden, gelangweilten Mitglieder des Geldadels. So übernimmt er bald die Führung der kleinen Gruppe. Er stellt auch eine Theorie auf, nach der sie sich bei ihrem Verschwinden gerade an einem Ort befanden , wo die Grenze zwischen zwei Dimensionen besonders dünn ist, und so sind sie aus einer Welt in die andere gewechselt. 

Wird es ihnen jemals gelingen nach Hause zurückzufinden? 

Zunächst müssen sie sich aber mit ihren neuen Lebensumständen arrangieren. Sie sind nun gezwungen wie die Nomaden zu leben, Nahrung zu sammeln und sich für die Nacht eine Behausung zu suchen. Obwohl sie die einzigen Menschen in dieser neuen Welt zu sein scheinen, ist auch dieses Universum nicht ohne Gefahren, wie sie bald feststellen müssen. Aber es ist vor allem der Zusammenhalt zwischen den Gruppenmitgliedern, der auf eine harte Probe gestellt wird. In ihrem ursprünglichen Leben waren sie Freunde oder hätten sich zumindest als solche bezeichnet. Nun kommt es zu Streitigkeiten, es zeigen sich bis dahin ungeahnte Differenzen zwischen ihnen. Auch ihre Beziehungen werden auf die Probe gestellt. Zwei von ihnen waren eigentlich bereits verlobt, nun droht ihre Liebe in die Brüche zu gehen. Es entwickelt sich ein spannender Kampf ums Zusammen- und Überleben.

John Russell Fearn war ein geborener Erzähler, der immer wieder, einfallsreiche, spannende Geschichten ersann. Auch diesmal weiß er glänzend zu unterhalten. Obwohl im Verlauf der Handlung die eine oder andere Albernheit das Gesamtbild trübt, ist Fearn doch eine hervorragende Abenteuer/Science-Fiction-Geschichte gelungen, an welcher wohl auch Jules Verne seine Freude gehabt hätte. 

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Rezension zu "Black Maria, M.A (Linford Mystery Library)" von John Russell Fearn

Eine vergessene Amateurdetektivin
TheRavenkingvor einem Jahr

John Russell Fearn war ein äußerst produktiver englischer Autor, über den gesagt wird, er hätte eigenhändig das britische Verlagswesen der Nachkriegszeit wiederbelebt. Fearn schrieb Western, Science-Fiction, Krimis, Abenteuerromane. Obwohl er relativ jung, mit nur 52 Jahren starb, ist der Umfang seines Werks beeindruckend. Zu Lebzeiten als mäßig begabter Pulp-Lieferant eingestuft, erfuhr Fearns Oeuvre in den letzten Jahren eine kleine Neuentdeckung. Das wiedererwachte Interesse an seinem Schaffen hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass er sich in seinen Krimis öfters der Thematik des unmöglichen Verbrechens bediente. Auch der vorliegende Roman „Black Maria“ greift das Problem des Mordes in einem verschlossenen Raum auf.

Maria Black ist Schulleiterin an einem Mädcheninternat. Als ihr in Amerika lebender Bruder stirbt, reist sie in die USA und wird mit dem Verdacht konfrontiert, dass es sich um einen Mord handeln könnte. Ralph Black war ein äußerst wohlhabender New Yorker Unternehmer. Die Polizei hakt seinen Tod als Suizid ab, denn er wird in seiner von innen verschlossenen Bibliothek mit einer Pistole in der Hand gefunden.

Black Maria nannte man im damaligen England auch die schwarzen Polizeiautos, und Maria ist eine begeisterte Amateurdetektivin, die sich sogleich vornimmt, die wahren Umstände, die zum Tod ihres Bruders führten, aufzudecken. Ralphs Kinder werden von ihr gleich genauer unter die Lupe genommen. Wie es scheint ist eines der Töchterchen heimlich mit einem Kriminellen verheiratet und möchte mit ihm durchbrennen. Hat ihr Vater das herausgefunden und wurde er vom ungewollten Schwiegersohn gemeuchelt? Oder war es vielleicht die trauernde Witwe, die sich das Vermögen ihres Mannes unter den Nagel reißen wollte? Maria gelingt es nach und nach die Fäden zu entwirren und hinter die richtige Lösung zu kommen.

Was den Roman extrem runterzieht, ist eine vollkommen unnötige Nebenhandlung, in der Maria, das organisierte Verbrechen aufmischt. Es gelingt ihr gleich Freundschaft mit einem vermeintlich gefährlichen Gangster zu schließen, den sie für ihre Ermittlungen einspannen kann. Das ist einfach nur albern und für den heutigen Leser ziemlich langweilig, denn obwohl offensichtlich ist, dass Herr Fearn keine Ahnung hat, wie das organisierte Verbrechen funktioniert, mangelt es seiner Geschichte an der passenden Dosis Humor oder Selbstironie. Vielleicht musste aber auch nur die Handlung auf Romanlänge aufgeblasen werden. Die Auflösung um das Rätsel des verschlossenen Raumes ist okay, bietet aber wenig Neues, was man so nicht schon von anderen Autoren kennt.

Der Autor muss Potenzial in der Figur von Black Maria gesehen haben, denn er schrieb noch weitere Bücher mit dieser Protagonistin.

Leicht zu lesen, aber auch leicht wieder zu vergessen. Black Maria ist eine absolut anspruchslose Krimilektüre mit etwas holzschnittartigen Figuren und in sehr einfacher Sprache verfasst, welche dem Locked-Room-Problem keine neuen Facetten hinzufügen kann.

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