John Scalzi

 4,2 Sterne bei 431 Bewertungen
Autor von Krieg der Klone, Geisterbrigaden und weiteren Büchern.
Autorenbild von John Scalzi (©privat / Quelle: Random House)

Lebenslauf von John Scalzi

Der US-amerikanische Schriftsteller John Scalzi wurde im Mai 1969 in Kalifornien geboren und studierte nach seiner Schullaufbahn an der University of Chicago. Anschließend war er als Filmkritiker, Texter und Redakteur bei diversen Zeitungen tätig. Seit 1998 versucht er sich als freier Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Sein großes Debüt feierte er mit "Krieg der Klone" (Originaltitel: "Old Man`s War). Nur wenig später wurde er als bester neuer Science-Fiction-Autor mit dem John W. Campbell Best New Writer Award geehrt. John Scalzi lebt heute mit seiner Familie in Bradford/Ohio und ist Präsident der Science Fiction and Fantasy Writers of America.

Alle Bücher von John Scalzi

Cover des Buches Krieg der Klone (ISBN: 9783641029500)

Krieg der Klone

 (105)
Erschienen am 02.10.2009
Cover des Buches Geisterbrigaden (ISBN: 9783641029494)

Geisterbrigaden

 (52)
Erschienen am 02.10.2009
Cover des Buches Die letzte Kolonie (ISBN: 9783641027339)

Die letzte Kolonie

 (46)
Erschienen am 27.07.2009
Cover des Buches Androidenträume (ISBN: 9783453525047)

Androidenträume

 (26)
Erschienen am 12.01.2009
Cover des Buches Redshirts (ISBN: 9783453529953)

Redshirts

 (24)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Der wilde Planet (ISBN: 9783453533998)

Der wilde Planet

 (17)
Erschienen am 12.09.2011
Cover des Buches Agent der Sterne (ISBN: 9783641138295)

Agent der Sterne

 (14)
Erschienen am 14.01.2014
Cover des Buches Kollaps - Das Imperium der Ströme 1 (ISBN: 9783596299669)

Kollaps - Das Imperium der Ströme 1

 (16)
Erschienen am 05.10.2017

Neue Rezensionen zu John Scalzi

Cover des Buches The Kaiju Preservation Society (ISBN: 9781529082883)
BuechermonsterBlogs avatar

Rezension zu "The Kaiju Preservation Society" von John Scalzi

"Jurassic Park" trifft "Pacific Rim" – amüsantes Popcorn-Kino in Buchform
BuechermonsterBlogvor 10 Monaten

Eine weltweite Pandemie geht auch an einem erfolgreichen Schriftsteller nicht spurlos vorbei und selbst als Science-Fiction-Autor mit einer großen Vorstellungskraft ist man offenbar zuweilen von den Ausmaßen der Realität überfordert – so erging es dem Amerikaner John Scalzi nämlich im Frühjahr 2020. Wie so viele Millionen Menschen hatte auch Scalzi mit der auf die Welt einprasselnden Ausnahmesituation zu kämpfen und sah sich nicht mehr imstande, seinen eigentlich fest eingeplanten und bereits vermarkteten Roman rechtzeitig abzuliefern. Wohl zum Schrecken seines Agenten verwarf er das begonnene Manuskript sogar komplett, nur um wenig später schon mit einer neuen Idee auf der Matte zu stehen. "Light and catchy", also locker und eingänglich, sollte die neue Geschichte sein und die Lesenden nach Scalzis eigener Aussage (siehe Nachwort) mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurücklassen – das Ergebnis dieser Bemühungen ist "The Kaiju Preservation Society".

Vom Essens-Lieferant zum Monster-Schützer

Zum Lächeln ist Jamie Gray, dem Protagonisten dieses Romans, allerdings anfangs überhaupt nicht zumute, dabei war er gerade noch fest davon überzeugt, dass sein Chef ihn in seinem Beurteilungsgespräch über den grünen Klee loben würde. Wenige Minuten später ist Jamie jedoch nicht mehr Mitarbeiter eines ambitionierten New Yorker Lieferdienst-Startups, sondern frustriert und arbeitslos und steht wie viele seiner Mitmenschen angesichts der hereinbrechenden COVID-19-Pandemie vor einer ungewissen Zukunft. Um überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen lässt er sich sogar dazu herab, für ausgerechnet den Arbeitgeber, der ihn soeben erst gefeuert hat, für einen Hungerlohn als Lieferbote durch die Straßen der Metropole zu fahren. Auch wenn es sich für Jamie so anfühlt, als wäre er damit am Tiefpunkt angekommen, erweist sich die Entscheidung unerwartet als absoluter Glücksgriff, weil zufällig einer seiner Stammkunden ganz dringend einen Mitarbeiter für seine "Tierschutzorganisation" sucht. Ein großzügiges Gehalt mit Bonuszahlungen und Krankenversicherung im Gegenzug für ein paar anspruchslose Hilfsarbeiten klingt für Jamie wie ein Sechser im Lotto und auch von den zwar erwähnten, aber nicht näher definierten "großen Tieren" lässt er sich nicht abschrecken...

"Jurassic Park" trifft "Pacific Rim" in einem Parallel-Universum

Wie der Titel des Buches verrät handelt es sich bei diesen Kreaturen nicht etwa um Elefanten, Büffel oder Nashörner irgendwo in einem afrikanischen Reservat, sondern eben um "Kaijus". Wer den Film "Pacific Rim" gesehen hat oder sich mit japanischer Unterhaltung auskennt weiß wovon die Rede ist: gigantische fremdartige Riesenkreaturen, die man sich ungefähr so wie das Kult-Monster "Godzilla" vorstellen kann. Und diese befinden sich auch nicht im privaten Freizeitpark eines größenwahnsinnigen Milliardärs, sondern gleich in einer ganz anderen Dimension, die man über ein streng geheimes Portal in Grönland erreicht – einer Parallelwelt, in der neben Hochhaus-hohen Monstern noch ganz andere tödliche Gefahren auf Jamie und seine neuen Kolleg:innen warten...

Ein (nicht ungefährliches) Paradies für Nerds

Wie John Scalzi selbst ankündigte handelt es sich bei "The Kaiju Preservation Socienty" in erster Linie um leichte Lektüre, die gut unterhalten und Spaß machen soll. Dementsprechend erfindet der Autor das Genre auch nicht neu, sondern kombiniert hier bekannte Elemente zu seiner eigenen Geschichte. Die ersten Kapitel kann man sich ungefähr so vorstellen wie den Dinosaurier-Klassiker "Jurassic Park", nur dass Scalzi den Nerd-Faktor noch einmal etwas erhöht hat. Hauptfigur Jamie ist kein Wissenschaftler, sondern ein überaus durchschnittlicher Normalbürger mit ausgeprägtem Science-Fiction-Interesse, für den das Eintauchen in das Paralleluniversum mit allerlei skurrilen (und zumeist gefährlichen) Kreaturen und unzähligen technischen Gadgets wie ein gigantischer Abenteuer-Spielplatz für Erwachsene ist. Auch seine Mitstreiter sind durch die Bank auf coole Weise uncool, wobei der Autor hier erfreulicherweise auf eine diverse Charakterzusammenstellung Wert gelegt hat. Und auch wenn man als Lesende:r bereits erahnen kann, was hier auf einen zukommt, so macht es dennoch einen Heidenspaß, die Kaiju-Dimension zu erkunden. Gerade in der ersten Hälfte fühlt man sich ungefähr so wie Dr. Alan Grant und Dr. Ellie Sattler, wenn die beiden in "Jurassic Park" das erste Mal lebendige Dinosaurier zu Gesicht bekommen – man erinnere sich an die berühmten ungläubigen Blicke der beiden aus dem Geländewagen heraus.

Kurzweilig, actionreich, amüsant – Popcorn-Kino in Buchform

Da das Aufeinandertreffen von Menschen und gigantischen Kreaturen aber in den seltensten Fällen ohne Komplikationen abläuft, erreicht natürlich auch "The Kaiju Preservation Society" irgendwann den Punkt, an dem aus dem aufregenden Monster-Spaß plötzlich bitterer Ernst wird. Zwar läuft dieser Showdown anders ab als nach dem üblichen "Riesenkreatur zerlegt Großstadt"-Muster, wirkliche Überraschungen bringt das Schlussdrittel aber dennoch nicht mit. Das ist aber auch völlig in Ordnung, denn viel mehr als kurzweilige Unterhaltung zu sein ist eben auch gar nicht der Anspruch dieses Romans, oder um es erneut mit den Worten von John Scalzi selbst zu sagen: "KPS is not […] a brooding symphony of a novel. It's a pop song […] with three minutes of hooks and choruses for you to sing along with, and then you're done and go on with your day". Und eben genau das bekommt man hier auch geboten: "The Kaiju Preservation Society" ist aufregend, sympathisch, amüsant, reich an Action und macht einfach Spaß, also praktisch Popcorn-Kino in Buchform – bei mir hat es mit dem Lächeln im Gesicht auf jeden Fall funktioniert.

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Cover des Buches Der wilde Planet (ISBN: 9783453533998)
P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Der wilde Planet" von John Scalzi

Kurzweiliger, intelligenter SciFi Roman
P_Gandalfvor einem Jahr

Die Geschichte spielte auf einer Welt namens Zara XXIII. Die Zarathusdra Corp. ist damit beschäftigt, die Bodenschätze dieser Welt auszubeuten. Unabhängige Prospektoren suchen nach neuen Bodenschätzen und Jack Holloway ist einer von Ihnen. Der ehemalige Anwalt entdeckt das bislang größte Vorkommen an Sonnensteinen, die man nur auf Zara XXIII findet.  

Jack Holloway ist durch seine Beteiligung am Gewinn am Abbau der Sonnensteine nun ein reicher Mann. Doch da tauchen fremde, katzenartige Wesen in seinem Haus auf. Schnell entbrennt die Frage, ob diese Wesen, die Fuzzys, intelligent sind oder nicht. Denn für Planeten mit intelligentem Leben gelten andere Nutzungsbedingungen.... Wirtschaftliche Interessen und die Interessen der Fuzzys treffen aufeinander.

Wer sich nach dieser Beschreibung an Pandora und Avatar erinnert fühlt, liegt sicher nicht falsch. Die beiden Geschichten haben aber außer der Grundidee wenig miteinander zu tun. 

Der Roman ist sehr kurzweilig und lässt den Leser kaum Luft holen. Scalzis Charaktere sind wie immer gut aufgebaut und habe alle ihre guten und schlechten Seiten. Auch Scalzis Talent für schwarzen Humor kommt nicht zu kurz.


Fazit:

Lesenswerter Roman auch für nicht eingefleischte SciFi Leser, denn der Konflikt zwischen wirtschaftlicher Ausbeutung und ökologischen Interesse finden auf unserer guten, alten Erde auch.

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Cover des Buches Redshirts (ISBN: 9783453529953)
Karinandhercats avatar

Rezension zu "Redshirts" von John Scalzi

Witzige und unterhaltsame Science Fiction
Karinandhercatvor einem Jahr

Es hat unglaublichen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. John Scalzi hat eine sehr unterhaltsame Art zu schreiben. Sein Schreibstil ist flüssig, locker und rasant und seine Dialoge sind total spritzig, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Außerdem ist Redshirts voller außergewöhnlicher und witziger Ideen. 

Redshirts ist zwar kein Star Trek Roman, denn die Geschichte spielt in einem eigenen Universum. Aber es gibt unglaublich viele Parallelen, Anspielungen und Verweise auf Star Trek. 

Da in der Serie "Raumschiff Enterprise" meist zu Anfang einer Folge ein mit einem rotem Oberteil bekleidetes Besatzungsmitglied auf einer Außenmission stirbt, wurde von den Star Trek Fans der Begriff Redshirt für diese Opferrolle geprägt. Und genau da setzt Scalzi an. 

Schon in der ersten Szene geht es unterhaltsam mit einer Außenmission los, es wird direkt ausgefallen und witzig, die Anspielungen auf Star Trek sind unverkennbar und ich fühlte mich geradezu in eine Raumschiff Enterprise Folge versetzt. 

Im weiteren Verlauf lernt man die Hauptfiguren kennen, allesamt Redshirts, die fürchten müssen, die nächsten zu sein, die sterben müssen. Sie sind gut charakterisiert, wirken sympathisch und so fieberte ich mit ihnen mit. Ihre Ermittlungen sind interessant und spannend dargestellt. Gleichzeitig geben die seltsamen und verrückten Dinge, die Andy und die anderen Redshirts auf der Intrepid und den Außenmissionen erleben, und das merkwürdige Verhalten anderer Besatzungsmitglieder so manches Rätsel auf und ich wunderte mich, wie sich das Ganze sinnvoll erklären lassen würde. 

Und da hat Scalzi mich wirklich überrascht. So abenteuerlich wie die Auflösung einerseits ist, ergibt am Ende doch alles einen Sinn. 

Redshirts ist eine amüsante Satire auf Star Trek. Die Dialoge sind toll geschrieben, die Handlung nimmt einige überraschende Wendungen und die Charaktere sind mir tatsächlich ans Herz gewachsen. Einzig zum Ende hin lässt das Buch nach und es wurde mir tatsächlich etwas zu verrückt. Das hätte ich mir anders gewünscht. 

Von mir gibt es eine Lesempfehlung für alle Star Trek Fans. 

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Gespräche aus der Community

War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch eins oder gleich mehrere unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten. Vielleicht sind auch noch Ideen für die letzten Weihnachtsgeschenke dabei?

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818 BeiträgeVerlosung beendet
Annette126s avatar
Letzter Beitrag von  Annette126vor 4 Jahren
Das kann auch gut sein. Kommt immer auf den Inhalt an, ich las mal Franziska zu Rentlow, und da habe ich auch etwas fuer gebraucht.

Zusätzliche Informationen

John Scalzi wurde am 10. Mai 1969 in Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 322 Bibliotheken

von 78 Leser*innen aktuell gelesen

von 18 Leser*innen gefolgt

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