John Scalzi

 4.2 Sterne bei 363 Bewertungen
Autor von Krieg der Klone, Geisterbrigaden und weiteren Büchern.
John Scalzi

Lebenslauf von John Scalzi

Der US-amerikanische Schriftsteller John Scalzi wurde im Mai 1969 in Kalifornien geboren und studierte nach seiner Schullaufbahn an der University of Chicago. Anschließend war er als Filmkritiker, Texter und Redakteur bei diversen Zeitungen tätig. Seit 1998 versucht er sich als freier Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Sein großes Debüt feierte er mit "Krieg der Klone" (Originaltitel: "Old Man`s War). Nur wenig später wurde er als bester neuer Science-Fiction-Autor mit dem John W. Campbell Best New Writer Award geehrt. John Scalzi lebt heute mit seiner Familie in Bradford/Ohio und ist Präsident der Science Fiction and Fantasy Writers of America.

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Frontal

 (2)
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Krieg der Klone

Krieg der Klone

 (97)
Erschienen am 02.04.2007
Geisterbrigaden

Geisterbrigaden

 (46)
Erschienen am 05.11.2007
Die letzte Kolonie

Die letzte Kolonie

 (42)
Erschienen am 05.05.2008
Androidenträume

Androidenträume

 (25)
Erschienen am 12.01.2009
Redshirts

Redshirts

 (23)
Erschienen am 12.11.2012
Der wilde Planet

Der wilde Planet

 (15)
Erschienen am 12.09.2011
Agent der Sterne

Agent der Sterne

 (13)
Erschienen am 04.01.2010
Das Syndrom

Das Syndrom

 (10)
Erschienen am 13.07.2015

Neue Rezensionen zu John Scalzi

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Rezension zu "Frontal" von John Scalzi

Spannend und mit ganz eigener, in sich stimmig angelegter Zukunftswelt
michael_lehmann-papevor 7 Tagen

Spannend und mit ganz eigener, in sich stimmig angelegter Zukunftswelt

Die „Verdrahtung“ des menschlichen Gehirns auf digitaler Ebene, das „Hochladen“ in einen Rechner oder gleich ganz ins Internet, das ist noch ein stückweit Zukunftsmusik, doch moderne Schnittstellen der VR und AR bieten ja gegenwärtig bereits die Möglichkeiten, eines „unmittelbar dabei Seins“, eine Technik, die auch im Buch selbst vor allem für Zuschauer genutzt wird.

Und noch geht es auch nicht um eine Art „ewiges“ Leben, sollte es gelingen, einen Kontakt zischen analogem Gehirn und digitaler Welt „direkt“ herzustellen. Vielmehr, und das setzt Scalzi überzeugend und realistisch, wäre dies vor allem für Personen mit einem „Locked in“ Syndrom eine ganz neue „Lebensmöglichkeit“ (und man mag dabei auch durchaus an einen unter ALS leidenden Menschen wie Stephen Hawking denken).

„Agora“ heißt dabei im Roman jene Online-Welt, in der sich Menschen mit einem „Locked-In-Syndrom“ (im Roman „Haden“ genannt) munter „lebendig“ treffen können.
Ein Syndrom, dass durch einen Krankheitserreger in naher Zukunft, so Scalzi, nicht wenige betrifft.

Roboter mit Online-Verlinkung können von solchen Patienten für das „alltägliche Leben“ benutzt werden und besonders ausgestattete Roboter haben für eine neue Sportart bereits gesorgt, Hilketa. Brachial, hart, mit eindeutigen Regeln.

Dazu aber gehört auch, dass die Körper der betroffenen Patienten (und nicht wenige davon sind aktive Teilnehmer am Sport) ja noch existieren und damit Krankheiten und dem Sterben selbst gegenüber nicht immun sind.

Was, als Ausgangslage des Romans, einen der Spieler betrifft. Er stirbt, als dem von ihm gesteuerten Roboter gerade der „Kopf abgerissen“ wird. Was zum Sport gehört.

Das aber die Verantwortlichen der Liga umgehend und erstmals und unerhört den Datenstrom abschalten und unter Verschluss halten wollen, dass gerade der Vater eines „Haden-Betroffenen“, einer der Ultrareichen der Welt, dazu gebracht werden soll, viel Geld in den weiteren Ausbau des Sportes zu investieren (kein Wunder, bei einem Sohn, der selber unter dem Syndrom leidet), all das ergibt eine Gemengelage, die für die beiden Ermittler nicht einfach zu fassen ist.

Vor allem, als sie Informationen eines Verantwortlichen erhalten wollen, der eine ganz eigene Art von „Dusch-Erlebnis“ hinter sich gebracht hat.

Das dabei Chris Shane als „Haden“ - FBI Agent auf Hilfe von Roboter angewiesen ist (was zu interessanten Konstellationen hier und da im Ablauf der Ereignisse führt), dass seine Partnerin Leslie Vann trocken und kühl ihren Job macht und Nachsicht scheints noch nicht einmal aus dem Lexikon kennt, das ergibt eine unterhaltsame, muntere, in der Frage, was hinter all dem steht und in den gefährlichen Situationen., die entstehen werden dann auch spannende Lektüre.

In einer fiktionalen Welt, die Scalzi mühelos und spielerisch komplex und durchdacht dem Leser vor Augen führt. Und dabei technische Feinheiten nutzt, die durchaus bereits in Ansätzen in der Gegenwart verankert sind und im Buch überaus realistisch anmutend ausbuchstabiert werden. So dass am Ende die Science-Fiction des Romans mehr und mehr kaum mehr wahrgenommen wird.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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Pearssons avatar

Rezension zu "Frontal" von John Scalzi

hätte etwas SciFi-lastiger sein können, ist aber definitiv lesenswert!
Pearssonvor einem Monat

Ein übler Infekt -das sogenannte Haden-Syndrom- sorgt dafür, dass die Infizierten ihre Körper zumeist zu nahezu nichts mehr gebrauchen können, während das Gehirn weiterhin voll funktionsfähig ist. Diese Form des auch bei uns bekannten Locked-In-Syndroms, führte schließlich zu Hilketa. Einer Sportart, in der die Hadens sogenannte Threeps (roboterartige Körper) steuern, um Punkte und den Sieg zu erringen, indem sie gegnerischen Threeps den Kopf abreißen und damit ein Tor erzielen. Oder eben verhindern, dass ebendies dem eigenen Team geschieht. Doch plötzlich stirbt einer der Spieler tatsächlich wahrend eines Matches. Zufall, Unfall oder Mord? Vermutlich wäre das einfacher aufzuklären, wenn nicht ab diesem Moment so ziemlich alles vertuscht und die Geschehnisse nicht immer unvorhersehbarer werden würden.

Ok, ok. Dieses war mein erstes Buch von John Scalzi und ja ich gebe zu, dass nicht zuletzt das Cover mich schon sehr neugierig gemacht hat. Das ließ mein SciFi-Herz doch gleich höher schlagen.
Vielleicht sollte man dazu sagen, dass viele von einer Fortsetzung reden, obwohl es eigentlich keine ist! Es handelt sich "lediglich" um einen abgeschlossenen Roman in der selben Zukunftswelt wie "das Syndrom" und kann auch wirklich sehr gut ohne die Vorkenntnisse gelesen werden. Wie erwähnt, war dieser ja mein erster Scalzi und ich hatte keine Probleme beim Lesen und es gab absolut keine Stellen an denen ich das Gefühl hatte, hier würde mir Wissen fehlen um alles verstehen zu können. Also ruhig beherzt zugreifen ;)

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Eine gute Prise zynischer und trockener Humor lockert den doch eigentlich eher ernsten Inhalt gekonnt auf und die nach und nach entstehende Welt empfand ich als nachvollzieh- und vor allem vorstellbar. Die Implementierung eines neuronalen Netzwerks, in dem die Hadens sich quasi online bewegen, sich treffen und miteinander interagieren können, ist für mein Empfinden nicht wirklich so weit weg von dem, wohin sich die Technik derzeit entwickelt. Wobei ich jedoch vermute, dass im echten Leben die gesunden Menschen viel früher komplett mit eingebunden werden würden. Der Markt gibt´s schließlich her, schon heute wollen ja die meisten am liebsten durchgehend online sein.
Und wie so oft, bei technischen Möglichkeiten und Entwicklungen, fand ich mich regelmäßig grübelnd wieder, denn die ethischen Grenzen machen das Ganze dann doch wieder etwas kompliziert. Erscheint die Idee zu Beginn super, vor allem vor dem Hintergrund, dass den Haden so ein Leben ermöglicht wird, findet man natürlich schnell ausreichend Faktoren, die zu Neid, Missgunst und auch Angst führen würden. Zum Beispiel sind Hadens ja körperungebunden. Das bedeutet zwar, dass sie ihren eigenen nicht nutzen können, dafür können sie sich online überall welche mieten und sind somit innerhalb von Sekunden dort, wo sie gerne wären. Urlaub, Verwandschaftsbesuche, etc., ein paar Augenblicke und man könnte dort sein. Praktisch? Auf jeden Fall! Nur, wenn sich das nicht alle leisten oder erlauben können? Hmmm. Und was ist mit Verbrechen? Man sieht den Threeps ja nicht an, WER gerade drinsteckt. Und wenn er beim Begehen der Tat gar nicht gesehen wird, wird es NOCH schwieriger, den Täter zu fassen. Ja, spinnt den Gedankengang ruhig mal weiter... Aber für Urlaub und alte und/oder kranke Menschen, wäre so ein Threep natürlich echt klasse.

Was ich jetzt noch gerne gehabt hätte, wären Zeichnungen. Bilder der Threepmodelle - gerade die Hilketa-Threeps wären megainteressant gewesen, Zeichnungen wären echt cool! Vielleicht erreicht diese Anmerkung ja den Autoren, wer weiß ;)

Mir persönlich hat "Frontal" wirklich gut gefallen, auch, wenn der Augenmerk eher auf dem Tod des Spielers und den nachfolgenden Geschehnissen lag und sich das Buch für meinen Geschmack in Summe eher als Krimi/Thriller ließt, als reine SciFi. Zwar ist die Welt um Hilketa und die Threeps rund, rutscht aber im Verlauf einfach etwas in den Hintergrund. Dennoch sehr spannend, unerwartet und fesselnd, ich werde definitiv auch "Das Syndrom" und eventuell noch folgende Bücher aus diesem Universum lesen. Ein bisschen "angefixt" bin ich definitiv!

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Sonnenwinds avatar

Rezension zu "Der wilde Planet" von John Scalzi

Grisham versus Scalzi
Sonnenwindvor 8 Monaten

Am Anfang dachte ich, ich hätte mich in einen Grisham verlaufen. Juristerei in Fülle! Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran - und dann wird es richtig gut: Ein bißchen Tierschutz, ein bißchen Green Label, ein paar Verbrecher, Mord, Brandstiftung, Edelsteingräberei, Aliens, Korruption - hier gibt es alles. Eine interessante Mischung mit guter Aussage. Dazu noch der Scalzi-typische Humor. Hat mir gut gefallen, auch wenn es völlig anders ist als der Krieg der Klone, der in meinen Augen noch immer Scalzis Meisterwerk ist.

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John Scalzi wurde am 10. Mai 1969 in Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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