Das vorliegende Buch der drei niederländischen Theologen Bastian Baan, Christine Gruwez und John van Schaik geht auf eine Reihe von Vorträgen zurück, in der die drei den von ihnen identifizierten drei Hauptformen des Christentums nachforschen.
Drei Urapostel, und zwar Petrus, Paulus und Johannes seine es, die die drei entschiedenen Formen des Christentums inauguriert hätten. Schon der Theologe und Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling hat in seiner „Philosophie der Offenbarung“ 1854 das petrinische, das paulinische und das johanneische Christentum unterschieden.
Zunächst geht es in diesem Buch um die Identifizierung der vorchristlichen Quellen, aus denen dieses drei Apostel schöpften. Das sind für Peterus die alttestamentlichen Messiaserwartungen, für Paulus die griechischen Mysterien und für Johannes die Vorstellungen der Essener.
In einem zweiten Kapitel werden die verschiedenen Ausprägungen des christlichen Glaubens bei Petrus, Paulus und Johannes beschrieben und in einem abschließenden dritten Teil geht es um frühchristliche Strömungen, die sich aus jeweils einer der drei „Urquellen des Christentums“ speisen.
Das Buch ist geprägt von der Theologie der anthroposophischen Christengemeinschaft, kann aber auch für Theologen katholischer und protestantischer Konfession wichtige Anstöße geben.

