John Steinbeck

 4.2 Sterne bei 1.305 Bewertungen
Autor von Von Mäusen und Menschen, Of Mice and Men und weiteren Büchern.
Autorenbild von John Steinbeck (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von John Steinbeck

John Ernest Steinbeck ist der einzigste Sohn eines deutschstammigen Kreiskämmerer und einer irischstammigen Lehrerin. Bereits in der Schule zeigte er ein sehr großes Interessa an Literatur, dass vor allem seine Mutter sehr unterstützte. Schon in seiner Jugen schrieb er seine ersten Geschichten nieder und wollte später Schriftsteller werden. Durch ein Stipendium hatte er die Möglichkeit an der Stanford Universität zu studieren. Er belegte zahlreiche Fächer, von denen er glaubte, dass sie ihn bei seinem Traum Schriftsteller zu werden weiterbrachten. 1924 verließ er die Universität wieder, da er hier seinem Traum Schriftsteller zu werden nicht näher kam. Er ging nach New York um als freier Schriftsteller und Journalist zu arbeiten. 1930 heiratete er seine erste Frau Carol, 1941 ließer sich von ihr wegen der zwanzigjährigen Sängerin Gwendolyn „Gwyn“ Conger scheiden die er zwei Jahre später heiratete. Bereits kurz nach der Hochzeit gab es Streit zwischen den Eheleuten, weswegen sich Steinbeck, freiwillig als Kriegsreporter aus Europa meldete. Vorher schrieb er aber noch das Drehbuch für den Film Lifeboat, welches stark verändert ohne die Zustimmung Steinbecks in die Kinos kam. Nach dem Krieg zog er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Monterey. In der Folge unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa. Schon bei seiner ersten Europareise erlitt er einen Schlaganfall. 1967 reiste er nach Vietnam und kam als kranker Mann zurück, der nicht mehr selbstständig schreiben konnte. Am 20. Dezember 1968 starb er in New York Er zählt zu den erfolgreichsten US-amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts und erhielt 1940 für seinen Roman "Früchte des Zorns" den Pulitzer-Preis. 1962 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen.

Alle Bücher von John Steinbeck

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Cover des Buches Von Mäusen und Menschen (ISBN: 9783423253970)

Von Mäusen und Menschen

 (311)
Erschienen am 22.06.2018
Cover des Buches Früchte des Zorns (ISBN: 9783552051911)

Früchte des Zorns

 (142)
Erschienen am 18.02.2002
Cover des Buches Jenseits von Eden (ISBN: 9783423108102)

Jenseits von Eden

 (125)
Erschienen am 01.11.1987
Cover des Buches Tortilla Flat (ISBN: 9783423107648)

Tortilla Flat

 (87)
Erschienen am 01.07.1987
Cover des Buches Die Reise mit Charley (ISBN: 9783942656382)

Die Reise mit Charley

 (40)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Die Perle (ISBN: B00EQLO0F0)

Die Perle

 (31)
Cover des Buches Wonniger Donnerstag (ISBN: 9783423107761)

Wonniger Donnerstag

 (19)
Erschienen am 01.08.1987
Cover des Buches Das Tal des Himmels (ISBN: 9783423129510)

Das Tal des Himmels

 (15)
Erschienen am 01.02.2002

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu John Steinbeck

Neu

Rezension zu "Jenseits von Eden" von John Steinbeck

Keineswegs im Garten Eden!
Sonnenschein12vor 2 Monaten

„Jenseits von Eden“ war mein erstes Buch von John Steinbeck, eigentlich eher aus einem gewissen Pflichtgefühl heraus, ein Buch dieses amerikanischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers kennenlernen zu müssen. Auch den Film-Klassiker mit James Dean (der übrigens nur das letzte Viertel des Buches behandelt) habe ich noch nicht gesehen.

Aber welch eine Entdeckung! Wortgewaltig, philosophisch, bewegend, abstoßend, liebenswert, witzig, berührend, nachdenklich führt uns Mr. Steinbeck durch ca. 70 Jahre (ca. 1870 – 1918) in das Salinas-Tal in der Nähe von Monterey/Kalifornien.

Eben dieses Salinas-Tal einschl. Flora und Fauna wird im 1. Kapitel mit so wunderbaren Worten beschrieben, dass ich darüber erst sehr spät gemerkt habe, dass der Lebensmittelpunkt der Familie Trask in den ersten Jahren gar nicht das Salinas-Tal war, sondern in Connecticut lag. Aber Samuel Hamilton hatte sich gemeinsam mit seiner Frau Liza ca. 1870 aus dem Norden Irlands kommend in diesem Tal angesiedelt. Später lässt Adam Trask sich mit seiner schwangeren Frau Cathy ebenfalls dort nieder. Adam plant, für seine Frau einen „Garten Eden“ zu schaffen. Das Ehepaar bekommt Zwillinge: Caleb, genannt Cal und Aaron, genannt Aron. Nun kreuzen sich die Wege der Familien häufiger und die Geschichte nimmt an Tempo und Dramatik zu.

Auf eine Inhaltsangabe des Familienepos über 728 Seiten verzichte ich hier und verweise auf die etlichen guten Zusammenfassungen dieses Werkes.

Mit Samuel Hamilton, einer meiner Lieblingsfiguren, hat Steinbeck die Geschichte seines Großvaters mütterlicherseits in den Roman eingeflochten, auch seine Mutter Olive (geb. Hamilton) und eigene Kindheitserinnerungen des Autors finden sich. Diese Teile sind in der Ich-Form geschrieben, die anderen Teile aus der Perspektive der jeweiligen Hauptperson geschildert.

Meine andere Lieblingsfigur war der Chinese Lee, eigentlich ein Angestellter von Adam Trask, aber uneigentlich Berater, Freund, Beichtvater, Finanzminister des Familienvermögens und last but not least maßgebliche Erziehungs- und Vertrauensperson von Cal und Aron, kurz: derjenige, der das Leben im Haushalt Trask organisierte und zusammenhielt (mehrmals im Buch spricht er davon, die Familie zu verlassen und seinen eigenen Buchladen in San Francisco zu eröffnen – jedes Mal stöhnte ich innerlich auf...).

Die biblische Geschichte von Kain und Abel (der „Brudermord“) steht wiederholt im Mittelpunkt der Geschichte. In einem dieser Zusammenhänge erklärt Lee Adam und Samuel seine Interpretation des hebräischen Wortes „timschal“ (Du kannst, Du magst): „seiner Auslegung nach ist der Mensch durch Kains Brudermord nicht zur Sünde verdammt, sondern hat die Wahlfreiheit, gut oder schlecht zu handeln.“ (Wikipedia, Jenseits von Eden, Inhalt, 3. Teil) Durch diese Wahlfreiheit erscheinen einige Ereignisse des Buches in einem neuen / anderen Licht. Über diesen Gedankengang musste / muss ich lange nachdenken…

Ich war immer wieder aufs Neue von diesem Buch fasziniert, da störte es mich meist nur kurz, dass Steinbeck manchmal zu „ausufernder Geschwätzigkeit“ neigt, wie ihm einige seiner Kritiker vorgeworfen haben, die von ihnen gewünschte Straffung hätte vermutlich nicht geschadet. Aber die Beeinträchtigung war erträglich, denn zwischendurch musste ich auch immer mal Schmunzeln: bei aller Dramatik hat Steinbeck es geschafft, skurrile Anekdoten und witzige Dialoge einzubauen.

Für mich war „Jenseits von Eden“ eine sehr große und sehr positive literarische Überraschung und deshalb kann ich es bedingungslos weiterempfehlen!

Kommentare: 10
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Rezension zu "Jenseits von Eden" von John Steinbeck

Neuer Lieblingsautor
Caty_Perillovor 2 Monaten

ich liebe es

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Rezension zu "Jenseits von Eden" von John Steinbeck

Ergreifend
Yolandevor 2 Monaten

Inhalt (Klappentext):

Von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs reicht die Zeitspanne, die diese große amerikanische Familiensaga umfaßt. Sie erzählt die Geschichte der Trasks und der Hamiltons: die Geschichte von Charles und Adam, den ungleichen Brüdern, die um die Liebe ihres Vaters buhlen und den Reizen derselben Frau erliegen. Von eben jener Cathy die ihren Mann und die neugeborenen Zwillinge verläßt, um sich ihren Lebensunterhalt in einem Bordell zu verdienen. Und von Aron und Caleb, ihren beiden Söhnen, deren spannungsgeladenes Verhältnis in einer modernen Version des biblischen Kainsmythos gipfelt.

Meine Meinung:

"(...) Nun, hier ist das Kästchen. Ungefähr alles, was ich habe, ist darin, und es nicht voll. Leid und Aufschwung sind darin, gute Stimmungen, böse Gedanken und gute Gedanken, die Lust des Planens und etwas Verzweiflung und die unbeschreibliche Freude des Schaffens. (...)"

Diese Worte sind einer Widmung entnommen, die John Steinbeck diesem Buch vorangestellt hat und an "Pat" gerichetet ist. Und es sind wahre Worte, den dieses Buch enthält wirklich das pralle Leben. Die Familiensaga erstreckt sich von Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Hauptsache geht es um das Schicksal der Familie Trask, zunächst Cyrus mit seinen beiden Söhnen Charles und Adam, später folgen die Söhne Adams Cal und Aron. Es ist eine tragische Geschichte, die von Zurückweisung, Gleichgültigkeit und Bösartigkeit, aber auch Bruder- und Vaterliebe, Loyalität und Moral handelt. John Steinbecks unnachahmlicher Schreibstil fesselt von Beginn an, auch wenn er, so manches Mal in Erinnerungen schwelgend, etwas abschweifend wird. Aber gerade zum Ende hin wird die Intensität so stark, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Geschichte hat auch autobiografische Züge. Die Familie Hamilton, von der ebenfalls in kleinen Episoden erzählt wird, ist wohl Steinbecks eigene und in Salinas, Kalifornien ist der Autor aufgewachsen. Immer wieder wird die Hauptstory durch kleine Anekdoten, lustige und traurige, unterbrochen. Auch moralische und philosophische Überlegungen über den Krieg und die Menschheit an sich werden thematisiert. Eine gelunge Mischung, die das Buch noch lesenswerter macht.

Fazit:

John Steinbeck ist ein großer Erzähler unserer Zeit und dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, das mich, so pathetisch es auch klingen mag, an der Seele berührt hat.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Jenseits von Eden

Die Leserunde beginnt am 15. April.

Wir lesen mit eigenem Exemplar.

In der Klassikergruppe waren einige von „Von Mäusen und Menschen“ so begeistert, dass wir beschlossen haben, außer der Reihe auch noch „Jenseits von Eden“ von John Steinbeck zu lesen.

Die Leserunde beginnt am 15. April!

Jeder ist herzlich willkommen mitzulesen.

888 Beiträge
Cover des Buches Von Mäusen und Menschen

Januar-Leserunde der Klassikergruppe - jeder ist herzlich willkommen!

Herzlich willkommen zur ersten Leserunde 2020 der Gruppe „Wir lesen Klassiker der Weltliteratur“!

Die Leserunde startet am 10. Januar und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!

Treffpunkt = Ich lese mit/Meine Ausgabe 

418 Beiträge
Cover des Buches Von Mäusen und Menschen
Liebe Lesefreunde,

willkommen zur September-Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur - Monat für Monat".

Beginn der Leserunde ist am 1. September 2014, wobei späteres Einsteigen immer möglich ist :)

Wikipedia sagt:
"Von Mäusen und Menschen (engl. Of Mice and Men) ist ein Roman des US-amerikanischen Schriftstellers John Steinbeck. Das Buch erschien 1937 und wurde erstmals 1940 von Elisabeth Rotten ins Deutsche übersetzt. Es beschreibt die Geschichte zweier Wanderarbeiter, die von einem besseren Leben träumen, und gilt als ein typisches Werk des American Dream."

Wie immer meine zwei Bitten:

1. Beiträge in Leseabschnitten immer mit Spoiler-Haken versehen, schließlich will keiner schon vorher wissen, wer der Mörder ist ;)

2. Schreibt Eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, es macht Leserunden unübersichtlich, wenn Texte nur unter "Alle Beiträge" stehen. Bitte auf das angehängte Foto schauen!
129 Beiträge

Zusätzliche Informationen

John Steinbeck wurde am 26. Februar 1902 in Salinas, Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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in 1.519 Bibliotheken

auf 197 Wunschzettel

von 38 Lesern aktuell gelesen

von 27 Lesern gefolgt

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