John Steinbeck Stürmische Ernte

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Inhaltsangabe zu „Stürmische Ernte“ von John Steinbeck

Die berühmte Geschichte über den Streik der kalifornischen Plantagenarbeiter. Steinbecks politisch engagierter Roman aus dem Jahr 1936 um den Kampf zwischen Obrigkeit und Arbeitern, zwischen Individualität und Anpassung und für die persönlichenRechte des Einzelnen ist eine zeitlose, spannende Lektüre.Jim Nolan ist eine tragische Figur: sein Vater wurde bei Arbeiterunruhen in San Francisco erschossen, er selbst landete wegen angeblicher Landstreicherei im Gefängnis. Dort findet seine erste Begegnung mit der Partei statt, die ihn nach Torgas Valley schickt, wo er gemeinsam mit dem erfahrenen Arbeiterführer Mac einen Streik gegen die Plantagenbesitzer organisieren soll, die wieder einmal kurz vor der Ernte die Löhne gesenkt haben. Nach ersten Erfolgen scheitern die Streikenden nach und nach am erbitterten Widerstand der Plantagenbesitzer sowie an der aus der Not entstehenden Disziplinlosigkeit in den eigenen Reihen.

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  • Rezension zu "Stürmische Ernte" von John Steinbeck

    Stürmische Ernte
    Beagle

    Beagle

    24. August 2011 um 22:07

    Nach dem ersten Weltkrieg kam es in den Vereinigten Staaten von Amerika immer häufiger zu Arbeiterbewegungen. Unter dem Vorbild der kommunistischen Partei Russlands, die für mehr Rechte und Gleichberechtigung unter den Menschen eintrat, taten sich auch in den USA Leute zusammen, die den Minderbemittelten zu helfen versuchten. Sie traten für die Unterdrückten ein, die ärmsten der Armen waren zu dieser Zeit die Tagelöhner, die von einer Ernte zur anderen wanderten, um sich nur etwas zu essen kaufen zu können. Sie reisten ohne viel Habe, hausten in Zelten und hatten kaum eine Perspektive. Von so einer Arbeiterbewegung erzählt John Steinbecks Roman „Stürmische Ernte“. Im Kalifornischen Torgas Valley trafen gerade die Landarbeiter zur Apfelernte ein, als die Farmer verkündeten, dass sie dieses Jahr ihre Löhne kürzen werden. Das Land war im Besitz von drei großen Familien, die auch die Justiz in Form von Sheriffs und Richtern in diesem Bezirk stellten und die Zeitung unter Kontrolle hatten. Mac und Jim machen sich von der Stadt aus auf, diesen Menschen beizustehen und sie in einen Streik zu führen, der auch kommenden Lohnsenkungen als Warnschuss gelten soll. Dabei geht es ihnen und ihrer Gruppe nicht um eigenen Profit, sie möchten einfach nur den Menschen helfen, sich zusammenzuschließen und für ihr ureigenes Grundrecht zu kämpfen. Schon bald schließen sich die beiden dem Trupp um den gutherzigen London an, der ihnen zuhört und auch schnell Vertrauen fasst. Denn auch London will nur das Beste für seine Familie und Freunde. Gemeinsam beginnen sie die Apfelernte. Mac und Jim hören sich unter den Landarbeitern um, sie möchten ihre Meinung zur Lohnsenkung in Erfahrung bringen und sie gleichzeitig anstacheln, etwas gegen diese Unverschämtheit zu unternehmen. Doch dies brauchen sie nicht zu tun. Denn, als der alte Dan mit zwei Eimern voller Äpfel vom Baum steigen will, bricht die vollkommen morsche Leiter und er stürzt zu Boden, worauf er sich die Hüfte bricht. Die ganze aufgestaute Wut bricht nun in der empörten Menge aus und es kommt zum Streik. Steinbecks Roman hat noch immer Gültigkeit. Zwar haben sich die Rechte der Menschen inzwischen grundlegend geändert und niemand wird mehr dafür verfolgt, dass er in Streik tritt, aber er lehrt uns noch immer, was Menschen verrichten können, wenn sie nur zusammenhalten. Außerdem erzählt er leidenschaftlich von einer Geschichte, die sich so im Amerika der 1930er Jahre wirklich ereignet haben könnte. Das Buch ist nicht ganz so monumental wie „Früchte des Zorns“, aber ebenso unerbittlich geschrieben. Steinbeck ist der Schriftsteller der kleinen Leute, der sich für diejenigen einsetzte, die von der breiten Masse meist nur übersehen wurden. Er schrieb nicht über die „Schönen und Reichen“, sondern widmete seine Geschichten dem Leben.

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