John Tiffany

 3,8 Sterne bei 1.998 Bewertungen

Lebenslauf von John Tiffany

John Tiffany hat als Theaterregisseur schon mehrere erfolgreiche Theaterproduktionen geleitet. Für seine Arbeit hat er zahlreiche internationale Preise erhalten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Rezensionen zu John Tiffany

Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind (ISBN: 9783551559159)Maresa_Mays avatar

Rezension zu "Harry Potter und das verwunschene Kind" von Joanne K. Rowling

Keine authentische, dafür unlogische Fortsetzung
Maresa_Mayvor 2 Tagen

Ich habe zu diesem Buch so vieles zu sagen und gleichzeitig auch nichts. Als Harry Potter Fan der ersten Stunde ist es besonders schmerzhaft hier nicht wie üblich über Positives zu berichten zu können. Es wirkt ein bisschen wie Blasphemie über ein Werk der Wizarding World ein schlechtes Wort zu verlieren, aber leider lässt mir "Das verwunschene Kind" keine Wahl.

Auf den Punkt gebracht: Nein. 

Einfach nur nein. 

"Das verwunschene Kind" mag losgelöst vom Kanon funktionieren (auch die Bühnenversion darf mit den Effekten glänzen und regelrecht verzaubern), als offiziell anerkannter 8. Teil der Harry Potter Saga fällt die Story allerdings mit Pauken und Trompeten durch. 

Die erwachsenen Charaktere wirken allesamt unglaubwürdig und nicht wie sie selbst, die Handlung folgt keiner (nachvollziehbaren) inneren Logik, unnötige Handlungsstränge werden aufgegriffen, Figuren werden rein als Fanservice mit einem Gastauftritt in die Geschichte hineingeholt, und die verschiedenen absurden Storylines sind ein Angriff auf die Kohärenz, die Handlungs- und Figurenlogik des Gesamtkunstwerks Harry Potter. 

Dass das auf der Bühne durchaus eindrucksvoll dargestellt werden kann, dem stimme ich durchaus zu. Als reines Bühnenstück, als Version, als Alternative, etwas, das für sich steht - warum nicht!
Ich liebe ja auch Produktionen wie "A Very Potter Musical". Aber als offizielle Fortsetzung, als Teil des sonst so liebevoll und detaillierten Kanons passt es einfach, so leid es mir tut, nicht dazu.

"Das verwunschene Kind" ist eine durchschnittliche Fanfiction, und selbst da habe ich bereits bessere (und vor allem stimmigere) gelesen. 

JK Rowling wird heutzutage ja einiges vorgeworfen, ich hingegen werfe ihr nur eine einzige Sache vor: Dass sie "Das verwunschene Kind" abgesegnet und als Teil des Kanons erklärt hat.

:-(

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Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551318367)Metalfischchens avatar

Rezension zu "Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter)" von Joanne K. Rowling

Dem Kommerz zuliebe wiederaufgewärmte Storylines
Metalfischchenvor einem Monat

Als der siebte Teil der Hauptreihe und schliesslich der letzte Film davon erschien, war ich etwas traurig aber auch gefasst: Harry Potter würde immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben und alles Gute geht nun mal zu Ende. Ich sehne mich nach dieser Zeit zurück.

Erst mal das Positive: Ich mag, dass Albus und Scorpius durchschnittlich begabte, nicht Auserwählte (sondern im Gegenteil als Loser abgestempelte) Slytherin-Schüler sind, die eine tiefe Freundschaft verbindet. Das ist erfrischend und bietet viel Potential. Auch, dass der typische Aufbau der Originalreihe (heimliche Detektivromane) nicht wiederaufgenommen wird, finde ich erstmal positiv, weil neu. 

Nun die nicht ignorierbaren, negativen Punkte: Wer sich darauf gefreut hat, Hogwarts aus alternativer Perspektive kennenzulernen und komplett neue Abenteuer zu erleben, wird bitter enttäuscht. (Achtung, von hier an viele Spoiler:) Es geschieht das, was man bereits von Hollywood kennt: Alte Fehden und Feinde werden wiederaufgewärmt. Dies erst in Form der weiblichen Voldemort-Version Delphi, bevor anschliessend Du-weisst-schon-wer selbst erscheint. Es sind also nicht nur alte Konzepte, welche wiederaufgewärmt werden (was ärgerlich genug wäre), sondern die Abenteuer der Originalreihe an sich, welche zum wiederholten Mal durchlebt werden. Wieso auch das Rad neu erfinden, wenn man die Kassen auch mit bewährten Konzepten klingeln lassen kann, dachten sich wohl die Macher. Das ist schlichtweg faul und enttäuschend. Davon abgesehen, stören mich folgende Punkte:

 

  • Ausgerechnet der schon im Original nur knapp funktionierende und deshalb eingestampfte Zeitumkehrer wird wiederbelebt – und folgt dann auch noch anderen Gesetzmässigkeiten.
  • Der nur einen verstümmelten, schlangenartigen Körper besitzende und meiner Meinung nach asexuelle Voldemort soll mit Bellatrix ein Kind gezeugt haben? Komm hör doch auf. Das ergibt auch aus dem Grund keinen Sinn, da Voldemort nicht an klassischen Erben, welche seine Ideologie nach seinem Tod aufrechterhalten, interessiert sein sollte: Denn es ist ja gerade die Unsterblichkeit an sich, welche Voldemorts erreicht geglaubtes Ziel war. Erben sind nach dieser Logik doch nur unnötige Konkurrenz.
  • In einer alternativen Zeitlinie wird Hermine zur verbitterten alten Jungfer, weil sie Ron nicht abgekriegt hat – anstatt zur erfüllten Ministerin (ein Ziel, welches sie im Umkehrschluss nur dank Ehemann Ron erreicht). Das ist eine Ohrfeige für alle wie mich, die als Mädchen zu Hermine aufgeblickt haben.
  • Ausgerechnet Cedric, der sich durch Aufrichtigkeit auszeichnet, wird in einer alternativen Zeitlinie zum Todesser, nur weil er sich beim Trimagischen Turnier blamiert. «Komm hört doch bitte endlich auf mit dem Scheiss», möchte man die Macher anbetteln. Wieso ausgerechnet Cedric diesem Werk zuliebe nochmals aus dem Grab rausgeschleift wird, ist mir sowieso schleierhaft – etwa, um die Pattinson-Fangirls von damals zu locken?

Fazit: All das, was von einer dem Kommerz zuliebe entstandenen Fortsetzung befürchtet werden kann, ist eingetroffen: Wiederbeleben von alten Storylines und Figuren anstatt Originalität; geliebte Charaktere, welche billigem Drama zuliebe entstellt werden; unlogische Geschehnisse, welche nicht mit originalen Gesetzmässigkeiten zusammenpassen. «Aufhören, wenns am schönsten ist», ist ein Rat, den sich die Macher hätten zu Herzen nehmen können.

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