John Updike Der weite Weg zu zweit

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Inhaltsangabe zu „Der weite Weg zu zweit“ von John Updike

'Nie, so will es mir scheinen, wurde in der zeitgenössischen Literatur der allmähliche Verfall einer Ehe herzlicher, nie deren Untergang zärtlicher beschrieben.' (Marcel Reich-Ranicki, FAZ)

'Dass eine Ehe zu Ende geht, ist alles andere als ideal. Aber alle Dinge unter dem Himmel gehen zu Ende. Die Moral dieser Erzählungen ist, dass es kein ungetrübtes Glück in dieser Welt gibt.' (John Updike)

Die Maples, seit einem Jahr verheiratet, erleben gemeinsam den Schnee in Greenwich Village, im Einklang miteinander und diese Harmonie genießend. Ein halbes Dutzend Jahre später muss Richard dann erkennen, dass die eigene Frau zu verführen wesentlich anstrengender ist als die Eroberung eines jungen Mädchens. Immer größere Entfremdung, Affären, Trennung, erneutes Sichnähern, Scheidung.

'Sie waren beide so vertraut mit dem innersten Wesen des anderen, dass ein Zusammenleben unmöglich wurde.'

Absolut gut, scharf und amüsant, so wie halt die meisten Ehen sind. Stellenweise so köstlich; man zappelt vor Vergnügen und erkennt man jaja sich selber in diesen Szenen einer Liebe! Sehr empfehlenswert, aber ich bin noch gar nicht am Ende angekommen-das ist nur Zwischenbilanz.

— Taja

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  • gescheitert wie die Liebe in dieser Erzählung

    Der weite Weg zu zweit

    vienna

    gescheitert wie die Liebe in dieser Erzählung das Cover Ein Blick auf das Cover verrät, daß wir es mit einem amerikanischen Schriftsteller zu tun haben. Der größte Teil des Cover ist im klerikalen Lilaton gehalten, während oberhalb das Foto eines Kinos irgendwo in Amerika zu sehen ist, welches im Augenblick des Fotografierens den Film "Mission Impossible" ausstrahlte. Im Hinblick auf den Verfall einer Ehe, die in diesem Buch beschrieben wird, gelungene Ironie. die Story Kurz und knapp ... dieser Roman beschreibt Szenen einer Liebe, die im Laufe der Jahre scheitert und zerbricht. Die Ehe von Robert und Joan Maples. das Fazit Eines muß ich vorweg schicken: 80 von 230 Seiten habe ich mich gequält, bevor ich die schwere Entscheidung gefällt habe, diese Lektüre zu beenden. Ich breche sehr selten ab, weil es überhaupt nicht meiner Natur entspricht etwas Angefangenes nicht durchzuziehen und ich mich durchaus auch durch Längen und Schwerfälligkeiten hindurchzumanövrieren weiß. Dieses Buch aber macht mich derart aggressiv, daß ich es vorhin am liebsten an die weiße Wand geknallt hätte. Ich kann ihm nichts, aber auch gar nichts abgewinnen. Bei jedem Satz habe ich große Mühe am Ball zu bleiben und beobachte ständig, wie meine Gedanken abschweifen. John Updike ist ohne jede Frage ein wortgewandter Mann. Sehr wortgewandt. So wortgewandt, daß jeder einzelne Satz derart überladen wirkt wie der Mund eines Kleinkinds, das noch nicht in der Lage ist abzuschätzen, wieviel Pizza in die kleine Öffnung passt und dem das Öl und der Ketchup zu beiden Seiten der Mundöffnung wieder hinausläuft. Wie ein Erwachsener, der während eines Umzugs mit einem Turm Kartons jongliert, um sich ein weiteres Mal den Treppenaufgang zu ersparen und nach der Hälfte des Treppenabgangs entsetzt auf das Chaos des eingestürzten Kartonwusts zu seinen Füßen blickt. Ich fühle mich erschlagen von der Wörterflut und der wenig gelungenen Vergleichsverliebtheit. Ja, es sind SZENEN einer Liebe. Ist schon dem Buchdeckel zu entnehmen. Diese Szenen stehen in keinerlei Zusammenhang. Schon der Schreibstil sorgt dafür, daß ich mich einem ständigen Hürdenlauf ausgesetzt sah, aber auch inhaltlich stottert es wie ein alter Motor. Nun gehörte John Updike viele Jahre zu den Anwärtern auf einen Literaturnobelpreis. Diese Tatsache wirft sicherlich Fragen auf. Fehlt mir der literarische Zugang? Der notwendige Intellekt? Bin ich schlicht und ergreifend zu trivial, um dieses Buch zu lieben? Die Antwort muß ich schuldig bleiben, habe aber beschlossen, daß es mir letztlich egal ist. Ich mag dieses Buch nicht und bin mir ohne jeden Zweifel sicher, daß ich nach 230 Seiten zu keinem anderen Ergebnis gelangt wäre. Es passt einfach nicht zwischen John Updike und mir. Ein Stern...

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  • Rezension zu "Der weite Weg zu zweit" von John Updike

    Der weite Weg zu zweit

    Taja

    19. August 2012 um 14:29

    Das Buch ist großartig. Eigentlich ist das eine Liebesgeschichte, die an Traurigkeit und Endlichkeit zunimmt. Eine Ehe geht zu Ende, wie eine Ära. Die Geschichte hat eine gewisse Leichtigkeit und besteht aus 17 Erzählungen, die sich alle um die Liebe und Ehe der Maples handeln. Die Liebenden scheitern gar nicht an Mangel von Liebe, Zuwendung, Zärtlichkeit, intelligenten Zwischengesprächen. Auch 4 gutgeratene Kinder sind von der Party. Sie scheitern eher an der Langweile, und "unüberbrückbaren sexuellen Differenzen", wobei sie dies mit der Hilfe von Affären ausgleichen versuchen, und sich stets gegenseitig belauern, und leiden, und weiter den Weg zu zweit schreiten, unfähig sich zu trennen. "Warum?" sie sich dann doch trennen, wissen sie in Wirklichkeit nicht so genau. Der Erzählstil ist für mein Geschmack unaufdringlich genial, präzise, von hoher Qualität. Allein die Szene, wo sie den Kindern die Trennung mitteilen, ist so ergreifend traurig, grotesk und herzlich, dass man am besten mit dem dritten Sohn John eine Runde mitkotzt über seine Eltern, die zwei Liebenden, die gerade ihrer Ehe einen Arschtritt für die Ewigkeit verpassen.

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