John Updike Ehepaare

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Inhaltsangabe zu „Ehepaare“ von John Updike

«Ehepaare» machte John Updike auf einen Schlag berühmt und das Städtchen Tarbox weltbekannt: Eine Bahnstunde von Boston – Tennis und Segeln, Dinnerparties und Cocktailstunden, die gehütete Kulisse eines wohlanständigen Lebensstils. Und ausgerechnet hier finden sich zehn Ehepaare zu einem Reigen zusammen, in dem nach unausgesprochenen Regeln die Rituale des Sex zelebriert werden. Ein kunstvolles und verführerisches Porträt von Ehe und Ehebruch in Amerika.

Dieses Buch zu lesen, war für mich von Anfang bis zum Ende eine Qual.

— Sancandela
Sancandela

Mein erstes Buch von Updike. Die Sprache war anspruchsvoll und wunderschön, dennoch hat die Story meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

— Snordbruch
Snordbruch

Anspruchsvolles, aber gelungenes Gesellschaftsporträt der Konsumgesellschaft.

— Gulan
Gulan

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    Ehepaare
    dominona

    dominona

    Kann mir mal jemand erklären, warum Menschen “shades of grey” lesen, wenn sie die Möglichkeit haben, dieses Buch von Updike zu lesen? Dass man sich unter Alkoholeinfluss merkwürdig verhält, ist ja allgemein bekannt, aber die Dialoge in diesem Buch sind unbezahlbar und der Autor hat vor rein gar nichts Angst, um zu zeigen, dass die propagierte sexuelle Freizügigkeit auch Nachteile hat. Zeitweise zieht sich das Buch ganz schön, aber gerade zum Ende hin, zieht es nochmal richtig an. Nicht verpassen!

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  • Rezension zu "Ehepaare" von John Updike

    Ehepaare
    rallus

    rallus

    22. March 2010 um 09:51

    Als erstes möchte ich sagen, dass mich das Buch ziemlich mitgenommen hat – es war gut geschrieben und brachte vieles auf den Punkt, es spielte mit Allegorien und umwob einen mit der Atmosphäre des hastigen, des Konsums des inneren Abgrunds der Protagonisten. Aber es war auch manchmal eine Qual sich durch die verschiedenen Nebel, Worthülsen, Fetzen aus verwirrten Assoziationsfetzen durchzulesen, dass man sich wie in einem Sumpf vorkam der einen langsam umschlingt und nicht weiterkommen lässt. Ein Sumpf ist auch die "feine" Gesellschaft in Tarbox, jeder hat einen Job, ein Haus, eine Frau Kinder, manche ein Boot. Wir sind in den 60er Jahren, Kennedy ist Präsident, der Mittelstand lebt auf und beginnt sich zu langweilen, und deshalb fängt die Gesellschaft an die sexuellen Fesseln der Eltern zu lösen und sich ausserhalb der eigenen Ehe umzuschauen. Ich habe selten eine dermaßen lieblose Schilderung von Sex, Liebe oder Menschen gelesen wie bei Updike. Kinder werden höchstens mit Namen angesprochen, haben aber keine Seele oder Charakter. Menschen werden auf Laute, Körper oder Gerüche beschränkt, interessiert ist man weniger an dem Menschen an sich, sondern nur an dessen gesellschaftlicher Stellung oder wie man ihn/sie ins Bett bekommt. Auch der Akt bekommt dadurch so etwas wie die Partys oder die wirren Gespräche dort, nach ca 100 Seiten war ich soweit das Buch in die Ecke zu pfeffern. Ich habe mich trotzdem weitergequält und was man bei Treibsand machen soll – sich fallenlassen. Und plötzlich entdecke ich die Liebe, plötzlich macht sich jemand Gedanken und LEBT. Dieser jemand ist Piet und auch wenn er anfangs unsympathisch erscheint, ist er doch der lebendigste, derjenige der sich Gedanken um seine Kinder um den Tod macht. Logischerweise ist es auch nur er, der die Veränderungen im Buch erfährt, er löst sich aus dem Sumpf und beginnt ein neues besseres Leben. Alle anderen verharren gefangen in ihren Verdrängungsmechanismen und ihren fadenscheinigen Versuchen die seelosen Fehltritte zu erklären, zu moralisieren. Ihm wird geholfen durch die Gradlinigkeit von Ken, der als Aussenstehender hilft, alles Unglaubliche auszusprechen und konsequent seinen Weg zu gehen. Doch am Schluss bleibt der goldene Kirchhahn, das goldenen Kalb, der trotz des Komplettabriss verharrt und überlebt und um den die Gesellschaft sich wieder sammeln und tanzen kann. Ein zynisches wie ein Mahlstrom Dich packendes buch über den seellosen Konsum von Sex.

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  • Rezension zu "Ehepaare" von John Updike

    Ehepaare
    Frankfurter

    Frankfurter

    26. November 2009 um 18:12

    Als Leser des 21. Jahrhunderts würde ich gerne nachempfinden können, wie dieser Roman zum Zeitpunkt seines Erscheinens wahrgenommen wurde. Persönlich hat er mich nicht nur berührt, weil er während einer aufregenden Zeit meines Lebens auf dem Nachttisch lag, sondern auch weil Updike so kurz nach meiner Lektüre seines Buches starb. Zwischenzeitlich ist man (updiketypisch)versucht, nicht mehr an die Liebe zu glauben, letztendlich wird man aber doch versöhnt.

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  • Rezension zu "Ehepaare" von John Updike

    Ehepaare
    Frankfurter

    Frankfurter

    06. March 2009 um 13:38

    Ein echter Klassiker des 20. Jahrhunderts, der mich als Leser abwechselnd in große Zweifel und trotzigen Glauben an die Liebe gestürzt hat. Vielleicht lag es daran, dass ich mich während der Lektüre gerade im Schwebezustand zwischen zwei Beziehungen befand. Updikes Charaktere sind unglaublich plastisch, ihr kompliziertes Leben ist absolut nachvollziehbar und die Geschichte selbst ist erstaunlich zeitlos.

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  • Rezension zu "Ehepaare" von John Updike

    Ehepaare
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 16:14

    brillant gezeichnetes amerikanisches Sittengemälde Wahrscheinlich gibt es keinen zweiten US-amerikanischen Schriftsteller der sich so eindringlich mit der amerikanischen oberen Mittelschicht und ihrer Welt voll Begierde und Moral beschäftigt hat, wie John Updike. Im verschlafenen Tarbox, einem kleinen, fiktiven Städtchen in der Nähe von Boston, Massachusetts, werden zehn Ehepaare beschrieben, die es faustdick hinter den Ohren haben. Nach außen führen diese Paare in ihren 30er und 40er Jahren ein ganz normales, bürgerliches Leben. Die Familie, berufliche Karriere und sozialer Status scheinen die Dreh- und Angelpunkte dieser Menschen zu sein, die sich aus der gehobenen Schicht von Bauunternehmern, Zahnärzten, Bio-Chemikern oder Piloten zusammensetzt. Doch hinter dieser Fassade ergeben sich höchst interessante, erotische Verstrickungen und Verflechtungen der einzelnen Paare untereinander, die so gar nicht zu der protestantischen Sittenstrenge der 1960er Jahren in den USA passen will. Updike gelingt in einer sehr gewählten Sprache die anschauliche, fast penible Darstellung von Intimität und Erotik im Spannungsfeld von Moral und Tabus auf der einen und Progressivität im Zeichen der Pille auf der anderen Seite. Er ist ein genauer Beobachter und brillanter Formulierkünstler, der es wie kaum ein anderer schafft, Beziehungen, Handlungen und Erotik miteinander zu verweben und dem Leser einen präzisen Eindruck der Situation zu vermitteln. Updike, Jahrgang 1932, wuchs auf einer abgelegenen Farm in der Nähe von Reading Pennsylvania auf, wo ihn die Mutter schon früh ermutigte zu schreiben. Er studierte in Harvard Literatur und lies sich mit 23 in Ipswich, Massachusetts nieder, wo er 17 Jahre lebte. Diese Kleinstadt in der Nähe von Boston und den großen amerikanischen Forschungsinstituten (MIT, Harvard, Cambridge) war wohl auch das Vorbild für Tarbox mit seinen konservativen, gutbürgerlichen Ehepaaren die ganz spezifische Beziehungen untereinander pflegen. Zeitlicher Rahmen bilden die Einführung der Pille, die Kubakrise, das Attentat auf Kennedy und das Zweite Vatikanische Konzil. Eine Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung also. Wer sowohl tiefe Einblicke in das gesellschaftliche, als auch in das seelische Innenleben von zehn amerikanischen Paaren der oberen Mittelschicht gewinnen möchte, dem sei "Ehepaare" wärmstens empfohlen.

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