John Updike Hasenherz

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Inhaltsangabe zu „Hasenherz“ von John Updike

Auftakt des Zyklus über Updikes Helden Harry Angstrom - längst Bestandteil der modernen Weltliteratur. Harry Angstrom, ein blonder Hüne mit zierlicher Nase, die ihm den Spitznamen Rabbit eingebracht hat, einst auf dem College ein berühmter Basketball-Crack, ist nun Verkäufer in einem Warenhaus. Er hat Glück bei den Frauen, aber er bringt ihnen kein Glück. Er verlässt Frau und Kind, eine ruhelose Sehnsucht hat ihn ergriffen. Nach einem tragischen Ereignis in der Familie kehrt er zu ihr zurück, scheitert erneut und flieht endgültig ins Ungewisse. 'John Updike. ist zwar ein unbestechlicher Beobachter und doch ein barmherziger Erzähler: Zu sehr leidet er mit seinen Figuren, um über sie den Stab zu brechen.' (Marcel Reich-Ranicki, Frankfurter Allgemeine Zeitung) (Quelle:'Flexibler Einband/25.06.1976')

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  • Menschliche Schicksale in den 1950ern

    Hasenherz
    PaulTemple

    PaulTemple

    Ich musste nach der Lektüre noch einmal nachgucken: Doch, dieser Roman erschien 1960 in den USA und muss damals eingeschlagen haben wie eine Bombe, ähnlich wie Grass' Blechtrommel in der BRD. Schonungslos und offen erzählt Updike die Geschichte des jungen, nach Orientierung suchenden Harry Angstrom, genannt Rabbit. Auf dem Papier ein glücklicher Familienvater mit schwangerer Frau. In der Realität hält er es zuhause kaum mehr aus, seine Frau mehr betrunken als nüchtern, vegitierend vor dem TV. Rabbit bricht aus dieser Tristesse aus, doch sein Glück findet er nicht.... Prostitution, Oralsex, Kindsmord - für 1960 gleich mehrere Tabubrüche in einem Roman, der von Updike meisterlich erzählt wird.

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  • Rezension zu "Hasenherz" von John Updike

    Hasenherz
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    01. December 2009 um 14:00

    John Updikes Roman „Hasenherz“ ist der äußerst gelungene Auftakt zur großartigen „Rabbit Tetralogie“ und der Roman, durch den John Updike berühmt wurde. Harry „Rabbit“ Angstrom, der seinen Kosenamen seiner Nase verdankt, ist der nicht unbedingt durch sympathische Handlungsweise beeindruckende Protagonist dieses Romans, der damit beginnt, dass Harry Angstrom am Heimweg an einer Gruppe Basketball spielender Jugendlicher vorbeigeht und sich ihnen, in Erinnerung an seine High School Zeit spontan anschließt. Dadurch kommen in ihm positive Gefühle hoch, die ihm, kaum wieder daheim bei seiner schwangeren, fernsehenden, rauchenden und trinkenden Ehefrau Janice so schnell abhanden kommen, dass er statt seinen Sohn von seinen Eltern abzuholen, die Flucht antritt. Er lässt sich auf der Straße vom Instinkt leiten und fährt auf und davon, bis ihm sein Mut den Dienst versagt und er in Richtung seiner Heimatstadt zurückfährt. Er kommt jedoch nicht zurück zu seiner Frau, sondern nistet sich bei seinem ehemaligen Trainer ein. Kurz danach trifft er die Gelegenheitsprostituierte Ruth und beginnt mit ihr ein Verhältnis, das von der ersten Minute unter keinem guten Stern steht. Diese Verbindung scheint einerseits so etwas wie Liebe zu sein, andererseits verkommt sie immer wieder zu einer art Machtspiel, ein Tauziehen im internen Machtkampf um die Oberhand in dieser Beziehung. Doch Harrys fehlende Entschlossenheit und unlöbliche Feigheit im Umgang mit seiner Exfrau, zu der er seit dem Moment des Verlassens keinen Kontakt hat, beginnt auch die Beziehung zu Ruth zu untergraben. Wunderbar subtil, wie John Updike diesen Verfall inszeniert. Während Harry seinen Kopf durch Davonlaufen aus der Schlinge zieht, daher auch der englische Originaltitel „Rabbit, Run“, statt Probleme zu lösen, hinterlässt er eine Spur der emotionellen Verwüstung, die ihm nahe Personen trifft. Paradoxerweise ist dieser Harry „Rabbit“ Angstrom trotz unsympathischer Handlungen und Entscheidungen, die vor allem jetzt, im Jahr 2009, politisch inkorrekt und moralisch hinterwäldlerisch erscheinen, dank der stets spürbaren Empathie des Autors ein überhaupt nicht unsympathischer Typ. Updikes literarische Wahrnehmung konzentriert sich nicht auf die Entwicklung einer Story, sondern auf das psychologische Ausleuchten der Situation, in der sich seine Figuren befinden. Permanente Zweifel, innere Kämpfe, auch mit der Religion, mit dem Sex, mit der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen. Harry Angstroms Beziehung zum Pfarrer Eccles, der ihn mehr oder weniger bekehren und zur Rückkehr zu Janice bringen will, der bald von Rabbit eingenommen und ihm viel verzeiht, ist Generator einiger der besten Dialoge und Sätze, die man zum Thema Kirche, Sex, Liebe, Moral und Verantwortung in der Literatur finden kann. Perfekt spürt John Updike, wo er dann doch ein wenig den Plot forcieren muss und treibt den Roman spannend dem tragisch-traurigen Ende zu, über das ich hier nicht mehr verraten werde. Beeindruckend, wie John Updike Gesellschaftskritik und Zeitbefindlichkeiten, bzw. Ängste der amerikanischen Bevölkerung in den 50-er Jahren in die Figur des Harry Angstrom verpackt, ihn quasi zum Ebenbild des berühmten „common man“ werden. Updikes Beobachtungen sind präzise, sind wundervoll formuliert und literarisch von einer unerhörten Brillanz, obwohl „Hasenherz“ alles andere als rasant ist. John Updikes „Rabbit Tetralogie“ ist ein Meilenstein in der amerikanischen Literatur und ein gewichtiges, zeitloses Werk in der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Uneingeschränkte Empfehlung.

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  • Rezension zu "Hasenherz" von John Updike

    Hasenherz
    Frankfurter

    Frankfurter

    06. March 2009 um 13:45

    Noch so ein Buch, das man vielleicht nur dann lesen sollte, wenn man sich entweder in einer stabilen Beziehung wähnt oder gerade Single ist. Rabbits Hin- und Hergerissenheit zwischen zwei Frauen und ihren zwei grundverschiedenen Leben ist anrührend, man haßt ihn im einen Moment, um sich im nächsten mit seinen Gedanken zu solidarisieren. Dieser Roman zwingt dem Leser den Vergleich mit dem echten (eigenen?) Leben geradezu auf – mir ist es zumindest nicht gelungen, während der Lektüre eine klare Trennlinie zu ziehen. Es muss also ein gutes Buch sein…

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  • Rezension zu "Hasenherz" von John Updike

    Hasenherz
    Hannipopanni

    Hannipopanni

    05. December 2007 um 13:11

    Die anderen Rabbit-Folgen sind besser...man sollte sich von diesem ersten band nicht abschrecken lassen...