John Updike Sucht mein Angesicht

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Inhaltsangabe zu „Sucht mein Angesicht“ von John Updike

«John Updikes Künstlerroman ist ein Generationenbuch und zugleich ein Buch über Amerika. Eindringlicher und unterhaltender ist das kaum möglich.» (Literaturen) Hope, 78, die bekannte Malerin und Witwe berühmter Maler, wird von der jungen Kunsthistorikerin Kathryn interviewt. In Hopes drei Ehen spielte Kunst die Hauptrolle: Sie war mit einem Maler des Abstrakten Expressionismus, der Pop-Art und danach mit einem Sammler verheiratet. Hope und Kathryn wechseln ihre Rollen, sind bald Tochter und Mutter, Therapeutin und Patientin, Jägerin und Beute. Nie hat jemand die Geschichte der amerikanischen Malerei des 20. Jahrhunderts amüsanter und ironischer beschrieben. «Nur wenige Autoren wären ein solches Wagnis eingegangen.» (Financial Times Deutschland)

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  • Rezension zu "Sucht mein Angesicht" von John Updike

    Sucht mein Angesicht
    Ruth_liest

    Ruth_liest

    11. July 2011 um 15:24

    Wie immer ist Updike ein lesenswerter Roman gelungen. Er lässt eine große alte Dame der US-amerikanischen Malereiszene in einem Interview ihre Lebensgeschichte erzählen. Zugleich ist das Werk ein Geschichtsbuch über die berühmten Maler der USA wie Jackson Pollock. Allerdings muss man sehr viel über die US-amerikanische Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts wissen, um der Geschichte folgen zu können. Leider habe ich hier erhebliche Defizite und konnte so das Buch nur halb genießen.

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  • Rezension zu "Sucht mein Angesicht" von John Updike

    Sucht mein Angesicht
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    25. August 2010 um 16:52

    In seinem Roman "Sucht mein Angesicht" beschäftigt sich John Updike mit der amerikanischen Malerei des 20. Jahrhunderts, und das auf ganz eigene Weise. Die Protagonisten Hope Chafetz und Kathryn D'Angelo sitzen einander gegenüber - die eine hat ihr Leben an der Seite verschiedener Größen der Kunstszene gelebt, die andere ist als junge Reporterin begierig darauf, alles über eben dieses Leben zu erfahren. Dementsprechend ist das Buch ein einziges stundenlanges Interview, das nur gelegentlich unterbrochen wird, wenn die beiden Frauen gemeinsam einen Tee trinken oder sich im Garten die Beine vertreten. Diese Stärkungspausen sind es auch, die die Dynamik des Duos immer wieder verändern, da die zwei widerwillig eine immer stärkere Bindung zueinander aufbauen und bald ihre Hemmungen verlieren. Hört Kathryn anfangs geduldig zu, wenn Hope über ihren ersten Mann, den gescheiterten Zack McCoy, berichtet, den die Reporterin als Künstler aufs Höchste verehrt, so beginnt sie bei den Berichten über Hopes andere Männer, den Pop-Art-Künstler Guy Holloway und den Kunstsammler Jerome Chafetz, rücksichtlos ins Wort zu fallen und Hopes Entscheidungen hemmungslos zu kritisieren. Und auch Hope beginnt, mehr aus dem Nähkästchen zu plaudern, Details zu verraten, die sie nicht verraten wollte, und benimmt sich Kathryn gegenüber immer mehr als Mutter und Vertraute. Das sind auch die Punkte, an denen ich mich ein wenig gestört habe. Dieser Machtkampf zwischen Hope und Kathryn: Hope einerseits sieht Kathryn als lästige Störung ihres Tagesablaufs, bemuttert sie auf der anderen Seite und bemüht sich, ihr zu gefallen. Kathryn verehrt Hope als eine der wenigen erfolgreichen weiblichen Künstlerinnen, verhält sich ihr gegenüber aber teilweise so garstig und brüsk, dass es schon unverschämt ist. So richtig bekam ich als Leser nicht heraus: Was ist nun der Sinn dahinter? Hopes Leben wird durch zahlreiche Rückblenden wunderbar erzählt. Das Stilmittel des Interviews passt hervorragend. Updikes Sprache überzeugend wie immer. Aber die Wechselbeziehung Kathryn - Hope / Hope - Kathryn empfand ich zum Ende hin als immer mehr störend. Wäre das nicht gewesen, hätte das Buch meinetwegen gut und gerne 100 Seiten dicker sein können. Die Geschichte war interessant und ich hätte gerne noch mehr über Hopes Leben erfahren. Doch das Interview ist irgendwann vorbei, Kathryn geht und sowohl der Artikel als auch Hopes weiteres Schicksal bleiben leider im Dunkeln. Von all diesen kleinen Störfaktoren einmal abgesehen, ist "Sucht mein Angesicht" ein Buch, das sich zu lesen lohnt. Ans Herz legen möchte ich es vor allem Updike-Fans und auch Kunstliebhabern, denn die Details aus der US-Malerei des 20. Jahrhunderts sind gut recherchiert und unheimlich interessant verpackt (vor allem, wenn man sich dazudenkt, dass Zack McCoy = Jackson Pollock und Guy Holloway = Andy Warhol).

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