John Vermeulen Der Garten der Lüste

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Inhaltsangabe zu „Der Garten der Lüste“ von John Vermeulen

Wer war Hieronymus Bosch, dessen Werk von Ungeheuern und Traumwesen bevölkert ist? Der die Gabe hatte, das ›andere‹ Gesicht von Mensch und Natur zu sehen. Ein Ketzer, der dem Scheiterhaufen nur entging, weil er als namhafter Künstler und wohlhabender Mann gewisse Privilegien genoss? Ein Drogensüchtiger? Ein Lüstling, wie man aus seiner unverkennbar erotischen Symbolik schließen könnte? Dieser Roman führt mitten hinein in eine aufregende Zeit voller Umbrüche und Widersprüche.

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  • Rezension zu "Der Garten der Lüste" von John Vermeulen

    Der Garten der Lüste

    Merleperle

    19. September 2007 um 17:27

    Vermeulen ist ein wahrer Meister des Erzählens und entführt uns in seinen historischen Romanen in die Welt bekannter Figuren der Geschichte. In diesem Roman geht es um das Leben des Hieronymus Boschs. Von Kindesbeinen an bis zu seinem Tod wird hier farbenprächtig die Entwicklung des Malers nacherzählt. Eine Mischung aus bekannten Tatsachen und phantasievoller Ausschmückung. Jeder, der gerne Follett (Säulen der Erde), Gordon (Medicus), Gablé (die Rosenkrieg-Trilogie) oder Kinkel (Puppenspieler) gelesen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Spannende und zugleich lehrreiche Unterhaltung. Von Vermeulen gibt es auch noch einen Roman zu Breugel und Mercator. SUPER!

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  • Rezension zu "Der Garten der Lüste" von John Vermeulen

    Der Garten der Lüste

    Inishmore

    07. July 2007 um 23:54

    Über weite Strecken ist der Roman interessant und spannend - und dann kommen Szenen die langweilen oder nicht hätten sein müssen; zum Beispiel als eine Prostituierte zur Strafe von einem Esel bestiegen wird.

  • Rezension zu "Der Garten der Lüste" von John Vermeulen

    Der Garten der Lüste

    Liisa

    07. May 2007 um 18:48

    Ich habe zuerst den Brueghel-Roman von John Vermeulen gelesen, der mich begeistert hat und wollte schnellstmöglich auch seinen historischen Roman über den Maler Hieronymus Bosch lesen. Das habe ich nun getan und muss leider sagen, dass er mir längst nicht so gut gefallen hat, wie der Brueghel-Roman. Was die Übersetzung angeht, war ich auch nicht sehr zufrieden damit. Dass sich innerhalb weniger Seiten das Wort „dezidiert“ mehrfach (teilweise unpassend) und dann auch weiter hinten im Buch immer wieder findet, ist nur ein Beispiel dafür. Leider hatte ich „Die Elster auf dem Galgen“ schon wieder an die Bibliothek zurückgegeben, so dass ich nicht überprüfen konnte, ob dieser Roman von einem anderen Übersetzer übertragen wurde und auch das Internet brachte mich in dieser Recherche nicht weiter aber ich nehme es stark an, dass „Die Elster auf dem Galgen“ von jemand anderen weit besser übersetzt wurde. Warum nun hat mich nun „Der Garten der Lüste“ nicht in gleichem Ausmaß begeistern können wie „Die Elster auf dem Galgen“? John Vermeulen musste für den Roman über das Leben und Werk von Hieronymus Bosch wesentlich mehr erfinden als für den Breugel-Roman, einfach weil über das Leben von Hieronymus Bosch nicht so viel bekannt ist. Das muss ja für sich genommen noch kein Nachteil sein. Aber mir ist Vermeulens Erfindungsreichtum dann doch zum Teil etwas arg weit gegangen. So dichtet er Hieronymus Bosch in diesem Roman eine inzestiöse Beziehung mit seiner Schwester Herberta an. Da ich über das Leben des Hieronymus Bosch nicht sonderlich viel wusste, habe ich als dieser Erzählstrang auftauchte natürlich gleich mal gegoogelt (hätte ja evtl. doch den Fakten entsprechen können), aber keinerlei Hinweise darauf finden können, dass Hieronymus Bosch tatsächlich einer solchen Beziehung zu einer seiner Schwestern verdächtigt wird (sollte jemand von Euch Informationen darüber haben, dass dem doch so wäre, dann gebt bitte Bescheid!). Auch andere Themen und Situationen des Romans wirkten auf mich zu übertrieben, was dem Gesamtbild eher schadet als nutzt. Trotzdem gelingt es Vermeulen auch in „Der Garten der Lüste“ recht gut, seinen Lesern eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie es gewesen sein muss, zu Zeiten der Inquisition und Hexenverfolgungen gelebt zu haben. Bei mir warf das dann schon die Frage auf, wie ein Maler zu der Zeit und den damaligen Bedingungen es wagen konnte Bilder zu malen, wie Hieronymus Bosch sie gemalt hat. „Der Garten der Lüste“ ist ein historischer Roman, den man durchaus lesen kann aber nicht lesen muss. Würde ich einen der beiden Romane verschenken wollen, wäre es auf jeden Fall „Die Elster auf dem Galgen“.

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