John Vornholt Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(8)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt“ von John Vornholt

Die Kristallwelt ist eines der erstaunlichsten Wunder der Föderation: ein Planet ohne Schwerkraft, der vollständig aus Kristallen besteht und dessen Atmosphäre von einem komplizierten Netzwerk aus Kraftfeldern aufrechterhalten wird. Ohne diese schützende Schale würden die sechs intelligenten Spezies, die diese Welt bevölkern, nicht überleben können. Lieutenant Melora Pazlar stammt von der Kristallwelt. Seit zehn Jahren dient sie bei Starfleet und wird nun auf die Enterprise versetzt. Als sie im Traum einen Hilferuf von ihrem Heimatplaneten erhält, kann sie Captain Picard nur mit Mühe von der Notwendigkeit einer Rettungsaktion überzeugen. Erst als die Enterprise in unmittelbarer Nähe der Kristallwelt beinahe dem Sog einer Singularität zum Opfer fällt, erkennt Jean-Luc Picard, dass der Planet dem Untergang geweiht ist. Melora Pazlar erntet wenig Begeisterung, als sie den traditionalistischen Vertretern ihres Volkes die Hilfe der Enterprise-Crew anbietet. Doch dann müssen die Bewohner der Kristallwelt entdecken, dass die Programmierung der schützenden Schale von einem ihrer Cheftechniker manipuliert wurde...

Stöbern in Science-Fiction

Scythe – Die Hüter des Todes

Spannender Reihen-Auftakt, den man nicht mehr aus der Hand legen kann.

SelectionBooks

Zeitkurier

Schöner Blick in die Zukunft, allerdings lag mir die Protagonistin nicht...

DunklesSchaf

Die drei Sonnen

Wirres Weltuntergangsscenario mit ein paar guten Ideen wie dem Computer aus 30 Mio. Menschen.

Alanda_Vera

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Ein faszinierendes und sehr gutes Buch, in dem man vielen interessanten Spezies begegnet. Etwas mehr Tempo hätte allerdings nicht geschadet.

Leseratt

Borne

Für mich ist dieses Buch eine der schönsten und glaubwürdigsten postapokalyptischen Erzählungen

JulesBarrois

Afterparty

Teils verwirrendes Buch, welches aber absolut außergewöhnlich einem riesigen Trip gleicht, genial verrückt!

Raven

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt" von John Vornholt

    Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt
    Ameise

    Ameise

    14. October 2010 um 19:01

    Melora Pazlars Heimat, die Kristallwelt, ist nach wie vor in Gefahr: Die aus Kraftfeldern bestehende Schale, die den Planeten eigentlich schützen sollte, sammelt dunkle Materie aus einem Dimensionsriss und regt dadurch die Kristalle, aus denen der Planet besteht, zu krankhaftem Wachstum an. Oder so ähnlich. Um es einfacher auszudrücken: In acht Tagen wird alles Leben auf der Kristallwelt vernichtet, sollte Picard und Co. keine Lösung einfallen. Nachdem der erste Versuch, den Dimensionsriss zu schließen, in einer Katastrophe endete (siehe Band 1), lassen sich die Elaysianer zähneknirschend auf Picards Vorschlag ein, die Schale abzuschalten. Dies lässt sich aber nur mit den Kristallen der jeweiligen Cheftechniker der sechs intelligenten Spezies dieses Planeten bewerkstelligen. So beginnt eine abenteuerliche Suche nach den Kristallen, immer im Wettlauf gegen die Zeit... Klingt ein bisschen wie ein Videospiel im Adventure-Bereich, oder? Man bereist die ganze Welt, besucht unterschiedliche Völker, bekommt nach jeder erfolgreichen Mission ein Artefakt, und wenn man alle beisammen hat, passiert irgendetwas Tolles. So ungefähr ist es auch in diesem Roman, außer dass am Ende nichts Tolles passierte.. Nachdem im ersten Teil schon die Elaysianer, Lipuls und Alpusta näher beleuchtet wurden, lernt man nun auch die anderen drei Spezies der Kristallwelt kennen, von denen die Interessanteste der Gendlii ist. Um mit diesem Riesenpilz zu kommunizieren, muss man ein Stück von ihm essen und im Gegenzug einen Teil des eigenen Blutes opfern! Aber auch die anderen beiden Lebensformen können sich sehen lassen: die muränenähnlichen, furchterregenden Frill und die Yiltern, die aus vielen fledermausartigen Einzelwesen bestehen und nur als Schwarm überlebensfähig sind. Bei der Jagd nach den Kristallen kommt dabei endlich mal die Spannung auf, die ich im ersten Teil schmerzlich vermisste. John Vornholts größte Stärke sind vor allem Abenteuergeschichten, was in diesem Roman wieder einmal deutlich wird. Die Charaktere hingegen sind eher mäßig bis schlecht getroffen, auch wenn der Autor uns ständig an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt. Wie schon im ersten Band, hat auch in der Fortsetzung Reginald Barclay von allen bekannten Personen den höchsten Wiedererkennungswert. Seine Kauzigkeit und Unsicherheit wird gut dargestellt, ohne ihn zum Clown zu degradieren. Die Lovestory zwischen ihm und Melora hingegen war mir ein bisschen zu kitschig und sentimental, aber ich bin ohnehin kein besonderer Fan von Liebesgeschichten. Gönnen tut man dem guten Reg sein Liebesglück jedenfalls. Melora Pazlar schafft es auch diesmal nicht, ein paar Sympathiepunkte zu sammeln - ganz im Gegenteil: Immerhin hintergeht sie hier die Enterprise-Crew. Trotzdem werden unsere TNG-Helden nicht müde zu betonen, welch wertvolles und kompetentes Besatzungsmitglied Melora doch sei, und verzeihen großmütig ihren Alleingang. Barclay und Troi gehen sogar so weit, Picard anzulügen, um Pazlar zu decken, was in meinen Augen völlig unglaubwürdig wirkt. Dass der Elaysianer Tangre Bertoran ein falsches Spiel spielt, ist sowas von offensichtlich, dass wohl niemand überrascht sein dürfte. Und nein - das ist kein Spoiler, denn dass der Kerl alles andere als vertrauenswürdig ist, kann ein Blinder mit dem Krückstock erkennen. Von Anfang an schien er nur aus negativen Eigenschaften zu bestehen - eine derartig eindimensionale Figur habe ich ganz selten in einem ST-Roman erlebt! Etwas interessanter (aber wirklich nur etwas) ist der menschliche Abenteurer Nordine, den das Außenteam um Picard bei den Frill aufgabelt. Den Rest des Romans ist Nordine als Anhängsel immer mit von der Partie, ohne etwas Nennenswertes zur Handlung beizutragen. Die eigentlichen Stars des Romans sind die verschiedenen Spezies des Planeten sowie die Kristallwelt selbst, denn schon allein durch die Beinahe-Schwerelosigkeit finden sich Picard und seine Leute oft in ungewöhnlichen Situationen wieder. Für die Serie wären solche Null-Gravitation-Szenen viel zu teuer gewesen, was auch der Grund war, warum Melora Pazlar nur ein einziges Mal zu sehen war, obwohl sie ursprünglich als festes Mitglied für die Serie "Deep Space Nine" geplant war. Schön, dass sich Romanautoren nicht um solche Produktionskosten zu kümmern brauchen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Die beiden "Kristallwelt"-Romane, die ohnehin bestenfalls als "durchschnittlich" bezeichnet werden können, wären ohne die reizvolle Umgebung noch um einiges uninteressanter. "Kristallwelt 2" kann aber immerhin seinen Vorgänger ein wenig übertrumpfen, weil die Geschichte im Vergleich zu Teil 1 deutlich spannender und temporeicher ist. Außerdem finde ich den Gendlii so cool. Fazit: Trotz leichter Steigerung im zweiten Teil ist "Kristallwelt" ein eher belangloses TNG-Abenteuer. Wenigstens sorgen die beiden Romane für einen kleinen Farbtupfer im eher düsteren Heyne-Regal, das ist doch auch etwas...

    Mehr
  • Rezension zu "Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt" von John Vornholt

    Star Trek, The Next Generation, Die Kristallwelt
    Ameise

    Ameise

    05. September 2010 um 11:30

    In der Deep Space Nine-Episode "Das Melora-Problem" lernten wir die Elaysianerin Melora Pazlar kennen, die von einem Planeten mit sehr niedriger Schwerkraft stammte und deshalb an Bord der Raumstation auf einen Antigrav-Anzug angewiesen war. Bevor diese Figur Jahre später zur Stammbesetzung der "Titan"-Crew gehören sollte, gab es schon im Roman-Zweiteiler "Kristallwelt" ein Wiedersehen mit Melora. Kurz nach den Ereignissen aus "Star Trek: Der Aufstand" verschlägt es die in der Zwischenzeit zum Lieutenant beförderte Elaysianerin auf die Enterprise-E. Durch einen Traum erfährt sie von einer Bedrohung, die ihren Heimatplaneten zerstören könnte. Captain Picard ist zunächst skeptisch, aber als auch Deanna Troi dieselben Träume erlebt, nimmt die Enterprise Kurs auf die Kristallwelt - so lautet der Name dieses ungewöhnlichen Planeten. Dieser besteht vollständig aus Kristallen und wird von sechs intelligenten Spezies bewohnt. Irgendetwas lässt die Kristalle unkontrolliert wuchern, und die dadurch entstandene Strahlung stellt eine tödliche Bedrohung für die Lebensformen der Kristallwelt dar. Trotzdem wird die Enterprise-Crew nicht gerade mit offenen Armen empfangen, und das ist noch nicht alles: Die mutierten Kristalle sind das Ergebnis einer gezielten Manipulation... Zunächst einmal muss man kritisieren, dass es nicht nötig war, die beiden "Kristallwelt"-Romane als Zweiteiler herauszubringen, da sie zusammen als knapp 500 Seiten starker Einzelroman sicher nicht den Rahmen des Zumutbaren gesprengt hätten. Nein, das Ganze dient wieder mal nur dazu, dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen, denn für zwei dünne Romane zahlt man nun mal mehr als für einen dicken. Aber auch wenn man das Preis-Leistungsverhältnis außen vor lässt, macht der Roman einen sehr durchwachsenen Eindruck. Der Autor John Vornholt ist nach dem, was ich bisher von ihm gelesen habe, nicht gerade ein Meister für große Charaktermomente, viele seiner Kollegen haben ein viel besseres Gespür für treffende Figurenbeschreibungen. Dieses Manko konnte er in anderen Romanen wie "Zuflucht", "Masken" und selbst im Kadettenroman "Erobert die Flagge!" durch sein Talent kaschieren, rasante Abenteuergeschichten unterhaltsam zu präsentieren. Hier jedoch lässt Vornholt es vergleichsweise ruhig angehen und konzentriert sich auf die Charaktere. Es hat mich gefreut, dass ein Großteil der Handlung von jemandem getragen wird, der nicht oft im Vordergrund stand: Reginald Barclay. Ich mochte den spleenigen Hypochonder schon immer, einfach weil endlich mal ein Sternenflottenoffizier zu sehen war, der nicht so unglaublich professionell und perfekt wirkte. Hier findet sich Reg plötzlich als ranghohes Mtglied der Kristallwelt wieder, was dem armen Kerl überhaupt nicht behagt. Barclays Charakter ist ganz ordentlich getroffen, und erfreulicherweise kommt er trotz seiner Marotten nicht wie ein Volltrottel daher. Eine weitere zentrale Figur dieses Romans ist Melora Pazlar. Mit ihr tue ich mich ein wenig schwer, da ich die DS9-Folge "Das Melora-Problem" bei der Erstausstrahlung so stinklangweilig fand, dass ich sie mir erst jetzt ein zweites Mal angeschaut habe. Im Roman kommt Pazlar recht unsympatisch rüber, was aber meiner Meinung nach zutreffend ist, immerhin war sie auch in der TV-Episode eine ziemliche Schnippdistel. Leider bleiben alle anderen Figuren blass: Picard und Riker wirken hilflos, Troi nervt mal wieder mal mit einem ihrer berüchtigten emotionalen Zusammenbrüche, und bei Data fällt fast nicht auf, dass er überhaupt mitspielt, obwohl er groß auf dem Cover abgebildet ist. Geordis und Beverlys Auftritte gehören zur Kategorie "ferner liefen", wie so oft. Auch die Elaysianer sind ziemlich platt und farblos dargestellt, was vor allem für Tangre Bertoran gilt, der als Gegenspieler eher lästig als interessant wirkt. Wesentlich spannender ist da schon die Idee mit den sechs völlig unterschiedlichen Kristallwelt-Spezies, von denen wir im ersten Band allerdings nur drei wirklich genauer kennenlernen. Die Kultur der Elaysianer ist nicht uninteressant, wenn sie bei mir auch ein paar Fragen aufwirft. Der Autor schreibt bespielsweise, dass kein Elaysianer seine leiblichen Eltern kenne, da die Kinder von allen Leuten gemeinsam großgezogen werden. Wenn das stimmt, dann sollte auch niemand seine Geschwister kennen, oder? Hat Melora Bashir in "Das Melora-Problem" etwa angelogen, als sie ihm sagte, der Mann auf dem Foto wäre ihr Bruder? Und als Agrarbetriebswirtin versetzte mich die Vorstellung über Getreide, das in Trögen wächst, in ziemliches Erstaunen. Scheinbar sind die Elaysianer wirklich sehr, sehr genügsam... Die Kristallwelt selbst ist sehr eindrucksvoll geschildert und hebt sich wohltuend von der Masse der üblichen erdähnlichen Klasse M-Planeten ab. Die ewigen Beschreibungen über die Schiffscrew, die mit der Schwerelosigkeit zu kämpfen hat, konnten mich aber auf Dauer nicht fesseln. Die Handlung plätschert ohne nennenswerten Spannungsaufbau dahin, bis es kurz vor Schluss doch noch eine dramatische Wendung gibt, die allerdings vorhersehbar war, weil ja sonst kein zweiter Teil nötig gewesen wäre. Fazit: "Kristallwelt 1" ist trotz des faszinerenden Schauplatzes ein mäßig interessanter Roman, dem ein flotteres Tempo sehr gut getan hätte. Er erweckte bei mir nicht unbedingt große Lust, auch den zweiten Teil zu lesen, aber natürlich werde ich es trotzdem tun - vielleicht kann mich ja die Fortsetzung überzeugen.

    Mehr