John Ward Wo du zu Hause bist

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Inhaltsangabe zu „Wo du zu Hause bist“ von John Ward

Als ihr Mann Luke wegen Verdacht auf Betrug ins Gefängnis muss, bleibt Faith nichts anderes übrig, als nach Jahren in der Großstadt zurück in die Heimat zu gehen. Ihr verwitweter Vater empfängt sie mit offenen Armen, doch ihre Schwester ist nicht begeistert von der Rückkehr. Als beim Vater ein Gehirntumor diagnosti- ziert wird, versucht Faith alles, um einen Arzttermin in New York zu bekommen – was jedoch bedeutet, dass sie wieder Kontakt mit Luke aufnehmen muss, der zwischenzeitlich freigelassen wurde. Doch Faiths Vater hat einen anderen Plan für sein Leben – und für das seiner Tochter ... Angelehnt an die Geschichte vom Verlorenen Sohn geht es in diesem Film um eine Frau, die endlich herausfindet, wo sie wirklich hingehört.

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    Wo du zu Hause bist
    SiCollier

    SiCollier

    30. April 2015 um 17:46

    Meine Meinung zur DVD „In guten wie in schlechten Tagen. Bis daß der Tod euch scheidet.“ Noch immer ist das Teil des Eheversprechens, aber was zählen diese Eide heute, im Zeichen verschwindender Werte und zunehmender Scheidungszahlen, noch? Wer denkt in den guten Tagen daran, daß auch schlechte kommen könnten - und wie man diese überstehen soll. Gemeinsam überstehen soll, anstatt sich sofort zu trennen? Völlig ohne Vorwarnung kommen für Faith und Luke diese schweren Tage, als Luke von der Börsenaufsicht wegen Betrügereien, die in der Firma, in der er arbeitet, vorgekommen sind verhaftet wird. Die ganze Luxuswelt bricht in sich zusammen wie ein Kartenhaus, denn Luke hat nie eine Andeutung darüber gemacht, daß irgend etwas nicht stimmen könnte. „Sonst wärst Du jetzt auch im Gefängnis,“ sagt er zu Faith, als diese ihn dort besucht. Der macht jedoch vor allem das fehlende Vertrauen ihres Mannes, daß er sie jahrelang belogen hat, zu schaffen. Und so fährt sie auf die väterliche Farm ins ländliche Carolina. Die Geschichte beinhaltet Motive vom Gleichnis des verlorenen Sohnes, übertragen in die heutige Zeit. Faith hatte seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater oder ihrer Schwester und weiß nicht, wie sie empfangen wird. Es wird zwar kein Mastkalb geschlachtet, aber zumindest ihrem Vater ist sie willkommen. Er drängt sie auch nicht zu erzählen, und so dauert es eine Weile, bis sie mit der Wahrheit heraus rückt. Das Erfreuliche an diesem Film ist die langsame Erzählweise - er nimmt sich Zeit, selbst in den Szenen, die in der Großstadt spielen. Teils in Rückblenden erfährt man die Vorgeschichte und die Motive der Hauptfiguren, soweit das fürs Verständnis notwendig ist. Der Film verfolgt vor allem Faith in ihrem Bemühen, die Situation zu verstehen und zu einem Entschluß zu kommen, wie es weiter gehen soll. Soll sie sich scheiden lassen oder zu ihrem Mann stehen? Gibt es etwas, das über diese Tage hinweg trägt oder ist die Liebe beim ersten Sturm quasi vom Winde verweht? „Warum hast du ihn geheiratet?“, fragt ihr Vater Calvin Faith. „Weil ich ihn liebe,“ ist die Antwort. „Warum bist du dann noch hier?“ Vielleicht ist dieses Gespräch der Wendepunkt, der Anstoß sich endlich ernsthaft mit dem Leben zu befassen. Vielleicht sind es die Avancen des Jugendfreundes Lee, die sie zum Nachdenken bringen, vielleicht ist es die Ruhe der Provinz, die ein Insichgehen ermöglicht. Oder alles zusammen. Den letzten Anstoß gibt sicherlich das Zusammentreffen, als Luke eine Untersuchung beim Spezialisten in New York arrangiert hat. Luke, der seinerseits mit der Vergangenheit kämpft und nur eines sicher weiß: er liebt Faith noch immer. Aber da sind die Ansprüche der Familie, die Stellung in der Gesellschaft - und sein Vater, der ihn trotz allem nach seiner Frau fragt. Die Rollen fand ich gut besetzt. Jana Kramer kannte ich vorher nicht, aber man merkt, daß sie auch Countrysängerin ist; einige der Songs vom Soundtrack stammen von ihr. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmte, und ich habe es Luke abgenommen, daß er andere Wege als von seiner Familie vorgezeichnet gehen wollte. Von daher war manche Entwicklung wohl zwangsläufig. Eine der interessantesten Szenen ist sicherlich das direkte Aufeinandertreffen von Luke und Calvin, als es nicht (mehr) um Äußerlichkeiten, sondern das Wesentliche, das was zählt geht. Wichtig ist nicht, was man nicht, sondern das, was man getan hat. Oder in Zukunft tut. Kurzfassung Der Film überträgt das Gleichnis vom verlorenen Sohn in die heutige Zeit und stellt die Frage nach Beständigkeit und Wert von Ehe und Familie. Nachdenkens- und sehenswert.

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    Wo du zu Hause bist
    Arwen10

    Arwen10

    17. March 2014 um 15:18

    Achtung, dies ist eine Filmrezension ! Als ihr Mann Luke wegen Verdacht auf Betrug ins Gefängnis muss, bleibt Faith keine andere Möglichkeit , als zu ihrem verwitweten Vater nach Hause zurückzukehren. Ihr Vater empfängt sie, obwohl sie viele Jahre weg war mit offenen Armen, was man von Faiths Schwester nicht sagen kann. Als bei Faiths Vater ein Gehirntumor festgestellt wird, überwindet sich Faith und ruft bei Luke an, der mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Geschichte ist nicht neu. Luke ist aus reichem Hause und steht zwischen Ehefrau und Familie. Die Familie, denen der Name über alles geht und die ihre Beziehungen und Geld spielen lässt, um das Andenken der Familie nicht zu entehren. Und Faith, die mehrmals von ihrem Mann belogen wurde. Faiths Vater finde ich beeindruckend. Nicht nur, wie er Faith aufnimmt, als sie plötzlich nach vielen Jahren vor ihm steht. Auch seine Liebe zu seinen Töchtern, zu seiner Frau über den Tod hinaus , und sein Einsatz für Faith, indem er Luke zeigt, was zählt. Bis zum Schluß weiß man nicht genau, wie der Film ausgeht. Es gibt ja noch den netten Doktor, den Faith noch von früher kennt. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Ein gefühlvoller Film mit sehr schönen Landschaftsmotiven und schöner Filmmusik. Die Geschichte von der verlorenen Tochter, aber auch die Geschichte einer Ehe. Schön, dass es moderne Filme mit leiser Botschaft und ohne Bettgeschichten gibt. Dadurch ist es ein Film, den man sich als Familie mit älteren Kindern gemeinsam anschauen  und dabei noch etwas mitnehmen kann.

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