John William Polidori Gruselkabinett 30. Der Vampir

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Inhaltsangabe zu „Gruselkabinett 30. Der Vampir“ von John William Polidori

Aubrey, der junge Spross einer noblen englischen Familie, begibt sich auf eine ausgedehnte Europa-Reise zu den Stätten der Antike. Zu seinem Begleiter hat er einen geheimnisvollen, charismatischen jungen Mann gewählt, der urplötzlich in der englischen Gesellschaft aufgetaucht ist: Lord Ruthven.

Die schwächste Folge der Reihe – was überwiegend an der lahmen Geschichte liegt.

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  • Rezension zu "Gruselkabinett 30. Der Vampir" von John William Polidori

    Gruselkabinett 30. Der Vampir
    sabisteb

    sabisteb

    13. August 2010 um 09:52

    Aubrey, ein junger Engländer aus wohlhabendem Hause, der schon früh seine Eltern verlor und unter Vormundschaft lebt, begegnet in London auf einer Gesellschaft dem geheimnisvollen und äußerst attraktiven Lord Ruthven. Lord Ruthven umwirbt Aubrey, die beiden sich sich sofort sympatisch und beschließen daher gemeinsam eine Bildungsreise durch Europa zu unternehmen. Zwar wart sein Vormund Aubrey, dass der Lord von zweifelhaftem Character sei, aber Aubrey schlägt diese Warnungen zunächst in den Wind. Schon bald jedoch muss er erkennen, dass die Warnung noch untertrieben war. Lord Ruthven verführt jedes junge Mädchen, dessen er habhaft werden kann, auch die unschuldigen Töchter der Wirtsleute, bei denen die beiden Gentleman nächtigen. Aubrey beschließt daher seine Reise ohne Ruthven fortzuführen, eine folgenschwere Entscheidung. 1816 wurde mit "Der Vampyr" die erste Vampirerzählung der Weltliteratur ohne die Einwilligung des Autors unter Byrons Name veröffentlicht. Es handelt sich um eine klassische Gothic novel in welcher Lord Ruthven bereits den heute beliebten Typus des modernen Vampirs verkörpert: sexy, verführerisch, gut aussehend und ruchlos. Selbst Goethe war von dieser Geschichte begeistert (Tagebuchnotiz von Friedrich von Müller, 25. Februar 1820) Der Ursprung der Geschichte ist der Selbe wie Mary Shelleys Frankenstein. Sie entstand 1816 beim gleichen dichterischen Wettstreit am Genfersee wie der berühmte Frankenstein Roman. Beteiligt waren damals Lord Byron, Mary Shelley, Percy Bysshe Shelley und John Polidori. der gleichzeitig Leibarzt Byrons war und somit ein Beispiel für den damals angestrebten Universalgelehrten ist. Wenn eine Geschichte schon dem Dichterfürsten Goethe gefiel kann sie ja nur gut sein und ich stimme Goethe zu, die ist ein Meisterwerk. Sie hat alles, was eine gute Vampirgeschichte braucht: Sex and Crime. Diese Geschichte hat bereits Vieles, was auch die modernen Vampirgeschichten so erfolgreich macht: gut aussehende, sexy Blutsauger, die jedoch tagaktiv sind und unerkannt unter den Menschen leben. Dazu kommt ähnlich wie bei Dorian Gray eine homoerotische Note, den Lord Ruthven versucht Aubrey zu verderben wie Lord Henry Dorian zu verderben sucht. Der ältere erfahrene Mann verfällt der Schönheit der Jugend und versucht diese zu verderben, nur dass es sich diesmal sowohl um einen jungen Mann handelt, denn Lord Ruthven verderben will sondern auch um dieverse junge Damen und letztendlich auch die Schwester Aubreys. Die Umsetzung dieses Vampirklassikers ist äußerst gelungen. Topp Sprecher in einer hervorragenden Klangkulisse mit exzellenter, stimmiger, musikalischer Untermalung. Man kann der Geschichte problemlos folgen und selbst die homoerotischen Nuancen sind dezent herausgearbeitet.

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