John Williams

 4.4 Sterne bei 584 Bewertungen
Autor von Stoner, Butcher's Crossing und weiteren Büchern.

Lebenslauf von John Williams

John Williams wurde im August 1922 in Clarksville, Texas geboren. Während des zweiten Weltkrieges war er Mitglied beim Army Air Corps. In dieser Zeit arbeitete er auch an seinem ersten Buch, das nach dem Krieg publiziert wurde. Später war er als Dozent an der Universität in Denver tätig. Zudem gründete er die Literaturzeitschrift "Denver Quarterly". Für sein letztes Buch "Augustus" - ein historischer Roman - wurde er mit dem National Book Award ausgezeichnet.

Alle Bücher von John Williams

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Stoner

Stoner

 (368)
Erschienen am 01.12.2014
Butcher's Crossing

Butcher's Crossing

 (93)
Erschienen am 09.12.2016
Augustus

Augustus

 (47)
Erschienen am 08.12.2017
Nichts als die Nacht

Nichts als die Nacht

 (17)
Erschienen am 08.09.2017
Stoner (mp3-Ausgabe)

Stoner (mp3-Ausgabe)

 (26)
Erschienen am 01.12.2014
Butcher´s Crossing

Butcher´s Crossing

 (8)
Erschienen am 01.03.2015
Augustus

Augustus

 (7)
Erschienen am 26.09.2016
Nichts als die Nacht

Nichts als die Nacht

 (1)
Erschienen am 11.09.2017

Neue Rezensionen zu John Williams

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MichaelSterziks avatar

Rezension zu "Augustus" von John Williams

Überflüssig
MichaelSterzikvor 3 Monaten

Kaiser Augustus – der frühere Octavius, aus dem römischen Geschlecht der adeligen Julier, aus dem auch Julius Cäsar stammt. Octavius erbte nach der Ermordung Cäsers Macht, Finanzen, Titel und einen erheblichen Einfluss.

Der amerikanische Autor John Williams hat seinen Roman schon 1971 verfasst. Jahrzehnte wurde dieses Werkt vergessen und nun von dem dtv Verlag erneut veröffentlicht. Kaiser Augustus gehört mit zu den favorisierten Lichtgestalten der römischen Epoche. Die aktuelle Forschung weiß erstaunlich vieles zu berichten. Wie jeder Herrscher, ist Augustus ein vielschichtiger Charakter. John William erzählt in seinem Roman „Augustus“, der Lebensgeschichte dieses Mannes, der Rom gedient hat, der weise und zugleich skrupellos sein konnte, oder auch sein musste. Ein intelligenter, sensibler Mann, der tiefe Spuren in der Geschichte hinterlassen hat.

John Williams legt mit seinem Buch keine weitere, wissenschaftliche Analyse von Augustus vor. Ebenfalls ist es keine umfassende Biografie, und selbst als historischen Roman betitelt – ist er es nicht. Der Autor verfasst einen Briefroman des Menschen und Kaisers Augustus. Leider sind diese Briefe hauptsächlich als fiktional zu betrachten. Es gibt noch eine große Anzahl von Tagebucheinträgen, Protokollen des Senats, Militärdepeschen und natürlich auch Propagandaschriften. Chronologisch sind diese allerdings nicht aufgestellt. Aus dieser eindrucksvollen Sammlung entwirft der Autor ein „historisches“ Porträt. Interessant sind die ganz verschiedenen Perspektiven der historischen Personen, z.B. Marc Anton, Cicero, usw. An viele Ereignisse wird man sich nicht zuletzt durch die Darstellung im Film erinnern können. Auch diese ist weniger chronologisch dargestellt, wie es eigentlich sein sollte.

Der Schreibstil des Autors ist gemessen an der jetzigen Zeit allzu blumig und ausschweifend. Eine feine Sprache – Stil und Ausdruck ebenfalls – allerdings bleibt der Unterhaltungswert irgendwo in den Startlöchern und selbst die historische Komponente bleibt aufgrund dieses Briefromans allzu fragwürdig. Für geschichtsinteressierte Leser, die sich mit der Person und dem Herrscher Augustus schon befasst haben, ist dieser Roman absolut überflüssig, fast schon ärgerlich. Für die Nicht-Historiker mag der Roman allerdings anspruchsvoll und interessant sein.

Der strukturierte Aufbau ist klassisch eingerahmt zwischen Pro- und Epilog. Natürlich interpretiert der Autor John Williams die Machtkämpfe nach dem Tode Cäsers und dem Aufstieg des Octavian zum Kaiser Augustus. Politische Intrigen, Strategie und taktisches Verhalten verschiedener historischer Persönlichkeiten werden thematisiert. Die historischen Ereignisse stelle ich hier und jetzt nicht dar. John Williams beschreibt in „Augustus“ auch die Privatperson und seine Beziehungen.

Am Ende des Romans gibt es eine Aufstellung der historischen Persönlichkeiten, denen man in diesem Buch begegnet. Natürlich kommt auch der Name „Cleopatra“ vor. In der historischen, römischen Geschichte keinesfalls eine dramatische Fußnote.
Fazit
„Augustus“ von John Williams ist ein überschätztes Werk. Befasst man sich mit der historischen Persönlichkeit des Kaisers, so ist dieser Roman absolut überflüssig. Spannung – ist hier nicht gegeben. Es gibt amüsante Passagen innerhalb der Briefe, wenn diese allzu flapsig dargestellt sind. Der Unterhaltungswert ist faktisch nicht anwesend. Die gesamte Atmosphäre sehr spröde und teilnahmslos.
Absolut nicht zu empfehlen. Weder mit einer Historischen, noch mit einer unterhaltsamen Komponente versehen.

Michael Sterzik

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Dajobamas avatar

Rezension zu "Nichts als die Nacht" von John Williams

Wie ein Gewitter...
Dajobamavor 6 Monaten

Diese schmale Novelle umfasst gerade mal 148 Seiten und ist das Erstlingswerk des Autors von "Stoner". Wie im Klappentext verraten wird, entstand das Werk nach einem Flugzeugabsturz im Dschungel, wo er wochenlang schwer verletzt festsaß.

 

Arthur Maxley bezeichnet sich selbst als Träumer und Außenseiter. Mit Sicherheit ist er keine Identifikationsfigur, nicht mal für sich selbst. Von einem Kindheitstrauma schwer gezeichnet, lässt er sich in seinem Leben ziellos treiben, ohne darin zurecht zu kommen. Bereits auf den ersten Blick wirkt er alles andere als normal. Wir begleiten ihn lediglich einen Abend und eine Nacht lang. Maxley entschließt sich zu einem Treffen mit seinem Vater, zu dem er ein unausgesprochen belastetes Verhältnis hat und das ungut und abrupt endet. Mit steigendem Alkoholpegel und der Gesellschaft einer flüchtigen Bekanntschaft nähert sich die Geschichte unaufhaltsam einem dramatischen Höhepunkt.

 

In diesem frühen Werk von John Williams ist bereits das große Erzähltalent erkennbar, die Fähigkeit Situationen zu beschreiben und Emotionen rüberzubringen. So herrscht eine düstere, unheilschwangere Atmosphäre vor, die in mitreißenden Bildern transportiert wird. Der Leser ahnt, dass Schreckliches passieren muss, dass die angestauten, unterdrückten Gefühle des Protagonisten irgendwann außer Kontrolle geraten müssen und sich dann entladen werden, wie ein Gewitter.

 

"Jetzt aber stürzte die Erinnerung auf ihn ein wie eine Flut, die zu lange aufgestaut und zurückgehalten worden war, wodurch sie schrecklich an Kraft und Wucht gewonnen hatte." Seite 41

 

Dieses kleine Büchlein lässt mich vor allem durch seine sprachliche Brillanz, begeistert zurück. Ein ganz großes, absolut lesenswertes Debüt eines leider bereits verstorbenen Autors. Seine restlichen vorliegenden Romane werde ich mir noch besorgen.


Kommentare: 1
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tragalibross avatar

Rezension zu "Butcher's Crossing" von John Williams

Dieser Roman ist eine Perle!
tragalibrosvor 6 Monaten

Um 1870 kehrt der junge Will Andrews der Universität den Rücken, um nach Westen zu ziehen. Er gelangt in den Ort Butcher’s Crossing, wo er, fasziniert von den Geschichten über riesige Büffelherden, mit einer Gruppe Männer in die Berge zieht, um ebendiese Tiere zu jagen. Auf der entbehrungsreichen Reise lernt der junge Mann viel über sich selbst, geht an seine Grenzen und beginnt die wilde Schönheit dieses Landes zu schätzen.

Dieser Roman ist eine Perle!
Ich habe bisher noch keinen Roman von John Williams gelesen, aber mir gefällt sein Stil außerordentlich. Er schreibt klar, präzise und schnörkellos. Trotzdem schafft er es mit seiner gewählten Ausdrucksweise ein wunderbares Bild der Umgebung zu zeichnen, sodass ich mir sofort die Natur und Landschaft vorstellen konnte.
Der geradlinige Schreibstil und die trockene, direkte Erzählweise haben mich sofort gefangen genommen.

Die Charaktere sind sehr fein gezeichnet und wirken, wie die gesamte Handlung, so realistisch, als würde es sich bei diesem Roman um einen Tatsachenbericht handeln.
Das ganze Buch ließ sich schnell lesen und trotz eines gleichmäßigen Handlungsverlaufs, ohne große Spannungskurven, kam bei mir keine Langeweile auf.
Obwohl es aber auch die eine oder andere dramatische Szene gibt, wird die Art der Erzählung nicht aufgeregt, sondern bleibt weitestgehend monoton.

„Butcher’s Crossing“ hat für mich auch eine Lehre enthalten:
Williams Erzählung führt dem Leser die grausame und unnötige Ausrottung der Büffelherden vor Augen und schlägt einen Bogen auf die Gier und sinnlose Verschwendung von Ressourcen der Menschen. An diesen Stellen kam ich mehr als einmal ins Grübeln, wieso es offenbar in der Natur der „modernen“ Menschen liegt, sich mehr von der Natur zu nehmen, als eigentlich nötig.

Ich kann dieses Buch einfach nur mit 5 von 5 Sternen bewerten. Es ist atmosphärisch dicht, interessant und fesselnd, sodass ich hier gleich eine Leseempfehlung aussprechen möchte.  

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Gespräche aus der Community

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TanyBees avatar
Wir möchten gerne das Buch "Stoner" von John Williams zusammen lesen, wie in der Runde "SuB-Aufbau mit Niveau - Die literarische Runde 2017 / 2018" geplant.

Wir lesen mit eigenen Büchern, es werden keine verlost.

Jeder, der mitlesen möchte, ist herzlich willkommen!
Charleas avatar
Letzter Beitrag von  Charleavor einem Jahr
Zur Leserunde
DER AUDIO VERLAGs avatar

Eine schöne neue Hör-Runde bieten wir Euch heute, mit der Wiederentdeckung eines Jahrhundert-Romans, jetzt endlich auch ins Deutsche übersetzt - "Stoner" von John Williams! Von der Ikone der amerikanischen Moderne könnt ihr jetzt das beeindruckende und bewegende Meisterwerk über ein faszinierendes Leben lesen und auch ungekürzt hören – interpretiert von Schauspieler und Sprecher Burghart Klaußner. Das Hörbuch erscheint am 1. September.

Zum Inhalt:
William Stoner wird 1891 als Sohn armer Farmer in Missouri geboren. Das Landwirtschaftsstudium lässt er ohne Reue hinter sich, als er seine Liebe zur Literatur entdeckt. Hart arbeitet er für seinen Aufstieg, bringt es bis zum Professor. Doch sonst ist sein Leben enttäuschungsreich: Seine Ehefrau entpuppt sich als gefühlskalte Intrigantin, die seine enge Beziehung zur Tochter zerstört, die leidenschaftliche Liebe zu einer Studentin muss er aufgeben. Und ein Widersacher an der Uni setzt alles daran, Stoners Reputation zu beschädigen. Ein großartiger Roman über einen Mann, der seine Würde durch alle Widernisse rettet.

Hier könnt ihr rein Hören:

###YOUTUBE-ID=YH7cUAmUChc###


Für die neue Hör-Runde verlosen wir unter allen Teilnehmern 10 Hörbücher zur Rezension sowie noch vier Bücher (besten Dank an dtv)! Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Schickt uns eure Antworten zu folgender Frage:

Stoner hat in seinem Leben auf vieles verzichten müssen, auch wenn sein Leben dadurch nicht immer glücklich verlief. Nur einer Sache wollte er nie entsagen: Seiner Liebe zur Literatur. Auf was würdet Ihr niemals in Eurem Leben verzichten?

Schreibt hier Eure Beiträge bis einschließlich 28.8. ein, die glücklichen Gewinner werden dann direkt am 29.8. von unserer Glücksfee gezogen und benachrichtigt.

Wir freuen uns, wenn Ihr im Anschluss hier bei lovelybooks und auch auf Euren weiteren Foren auf denen ihr schreibt (eure Blogs, bei amazon etc.) eine Rezension zum Hörbuch verfasst. Vielen Dank!

Bei Fragen stehen wir euch selbstverständlich wie immer gerne zur Verfügung :).

Liebe Grüße, Euer DAV-Team

OliviaMontis avatar
Letzter Beitrag von  OliviaMontivor 3 Jahren
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Zusätzliche Informationen

John Williams wurde am 29. August 1922 in Clarksville (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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