Leserpreis 2018
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TanyBee

vor 1 Jahr

Wir möchten gerne das Buch "Stoner" von John Williams zusammen lesen, wie in der Runde "SuB-Aufbau mit Niveau - Die literarische Runde 2017 / 2018" geplant.

Wir lesen mit eigenen Büchern, es werden keine verlost.

Jeder, der mitlesen möchte, ist herzlich willkommen!

Autor: John Williams
Buch: Stoner

TanyBee

vor 1 Jahr

Ich lese mit!

Ich lese gerade noch mein aktuelles Buch zu Ende, dann starte ich hier!

hannipalanni

vor 1 Jahr

Ich lese mit!
@TanyBee

Ich muss noch zwei angefangene beenden, und werde dann wohl im Laufe der nächsten Woche hier mit einsteigen... Ich freu mich! (:

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hannipalanni

vor 12 Monaten

Fazit/Rezension

Mein Fazit hab ich gleich mit in den letzten Leseabschnitt gepackt. Ups. ^^ Mich hat 'Stoner' echt sehr beeindruckt und ich werde es irgendwann nochmal lesen. Und nun überlege ich, ob und welches Buch ich von diesem großartig schreibenden Autor als nächstes lesen will. Passenderweise gibt es hier ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=SkvcbLFDVJQ

Charlea

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 2: Kapitel V-VIII
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ulrikerabe schreibt:
Mir geht eigentlich schon von Anfang an durch den Kopf, das Edith ein Missbrauchsopfer sein könnte. So wie sie sofort heiraten will,, wie sie nach dem Tod ihres Vaters ihre Kindheitserinnerungen an ihn verbrennt ud wie sie Grace dem Vater entfremden will. Ich weiß nur nicht ob das ein Thema ist, dass ein (männlicher) Autor in den 60ern aufgegriffen hätte. Ansonsten vermute ich eine bipolare oder Borderline Störung.

Edith ein Missbrauchsopfer? Hm, das könnte wirklich die Erklärung sein, denn wenn es heutzutage schon schwer ist für Kinder oder auch Erwachsene, muss es in der damaligen Zeit umso schwerer gewesen zu sein, damit umzugehen, sich nicht selbst die Schuld zu geben. Aber Fakt ist, die Frau ist wirklich krank und auch wenn ich den Charakter sehr gut ausgearbeitet finde, muss ich sagen .... sie nervt. Du meine Güte, wie mies ist diese Frau eigentlich drauf. Aber wie eben schon angeschnitten - John Williams hat ein unglaubliches Talent, einen Charakter mit wenigen Worten sympathisch oder unsympathisch darzustellen.

Charlea

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 3: Kapitel IX- XII

@TanyBee
Schönes Zitat

Charlea

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 3: Kapitel IX- XII

"In seinem dreiundvierzigsten Jahr erfuhr Stoner, was andere, oft weit jüngere Menschen vor ihm erfahren hatten : dass nämlich jene Person die man zu Beginn liegt, nicht jene Person ist, die man am Ende liebt, und dass Liebe kein Ziel, sondern der Beginn eines Prozesses ist, durch den ein Mensch versucht, einen anderen kennenzulernen. "

Das Zitat hatte ich mir beim Lesen gemarkert. Sprachlich ist auch dieser Abschnitt wieder fantastisch. Dass sich unser Protagonist wirklich verliebt macht mir fast Angst, denn ich gehe irgendwie nicht davon aus, daß er.....Na sagen wir mal erfolgreich sein kann.
Edith scheint mir wirklich völlig gestört zu sein, da steckt definitiv mehr dahinter, wobei ich ab auch sagen muss, dass es ja auch immer eine Frage der Perspektive ist. Die Geschichte ist schon im Grunde aus der Sicht von Stoner geschrieben, wer weiß wie die Gefühlswelt von Edith aussieht....
Naja. Aber sympathisch wird sie mir dennoch nicht. Vor allem, fasste Grace immer mehr von ihrem Vater entfernt macht mich wütend.
Lomax ist ein sehr interessanter Charakter. Sieht er wirklich das Talent in Walker? Oder sieht er sich selbst in Walker und beschützt ihn wie eine Löwenmami ihre Jungen?
Stoner finde ich einfach nur konsequent und aufrichtig.

Charlea

vor 11 Monaten

Leseabschnitt 4: XIII- XVII
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Ich bin auch heute morgen in der Bahn durch gewesen mit dem Buch und fand es wirklich klasse. Weiß eigentlich jemand, ob der englische Originaltitel auch "Stoner" war? In der Ausgabe steht dazu gar nichts drin. Aber im Grunde passt der Titel, unabhängig, ob es sich dabei mal wieder um einen Titel der deutschen Version handelt oder nicht, sehr gut zum Inhalt. Es erzählt die Lebensgeschichte von William Stoner - warum sollt es dann nicht auch Stoner heißen ? :-) Es gibt sehr viele Passagen, die ich sprachlich einfach fantastisch fand und daher weiß ich schon jetzt, dass ich dem Buch die volle Punktzahl geben werde, obwohl ich noch nicht mal mit der Rezi angefangen habe. Man merkt einfach an jedem Satz, dass der Autor weiß, was er tut. Er schafft es, mit wenigen Worten Charaktere zu schaffen, die wir nicht mögen, oder die wir mögen. Wir können sie uns vorstellen und im Falle der Identifikation auch in sie hineinversetzen. Wobei das so ein Punkt ist, über den ich schon gestern Abend nachgedacht habe: Ist es ein Muss, dass man sich als Leser in einen Protagonisten hineinversetzt? Also die Frage, die ich gerne erörtern würde ist vielleicht vielmehr, ob ein Autor dies als Intention hat, oder spielt das eigentlich gar keine Rolle? Ich denke da an einen meiner Lieblingsautoren - John Irving. Es gibt ein Buch unter all seinen Büchern, die ich bisher gelesen habe, das ich kaum bewerten konnte, und zwar die Geschichte mit dem Wassertrinker. Der Protagonist war mir so dermaßen unsympathisch, ich fand ihn auch nicht im mindesten amüsant und ich habe mich immer wieder gewundert, wie es sein kann, dass ich ein Buch aus der Irving-Werkstatt so verschmähen konnte. Bei Stoner ist es jedoch anders. Ich würde jetzt nicht sagen, dass er mir unsympathisch ist. Er ist schwach, in der Äußerung dessen, was ihn bewegt, allerdings halte ich ihn für einen sehr tiefsinnigen Menschen, dem zwar eine große Chance im Leben gegönnt wird, in dem ihn seine Eltern zur Uni schicken, aber im Grunde ist er nie richtig aus seiner stillen, von seinen Eltern geprägten Art herausgetreten. Ich kann irgendwie verstehen, warum er ist wie er ist. Er lebt für die Literaturwissenschaft und liebt auch das Leben.

Edith ist im Grunde schwerer für mich als Charakter. Irgendwie wirkt sie wie ein verängstigtes Reh, das sich verlaufen hat. Dennoch denke ich bei ihr, dass einer der Gründe für ihre Art ist, dass auch sie nie die Fähigkeit erlernt hat, sich zu äußern. Ihre eigenen Gefühle zu verstehen und anderen gegenüber zu äußern. Stoner und sie haben nie ein wirkliches Gespräch geführt und wenn Stoner das mal versucht hat, hat sie mit Ablehnung reagiert, was in ihrer Erziehung liegen mag. Genau wird darauf ja nicht eingegangen.

Grace ist das Produkt aus beiden - sie hat sowohl Ediths als auch Stoners Gene, sie können sie wirklich nicht verleugnen. In ihrer Art der fatalistischen Sichtweise der Welt kümmern sie Gedanken wie Liebe, Freundschaft, der Unterschied zwischen richtig und falsch, einfach nicht. Sie ist, wie und was sie ist und erst als sie am Ende von Stoners Leben mit ihm über ihre Vergangenheit siniert kommt heraus, dass sie sich im Grunde eine Mitschuld an Stoners unglücklichem Leben gibt, was ich erstaunlich finde.

Vielleicht könnte man sogar soweit gehen, dass die Schuldfrage sogar eine große Rolle spielt, ich sie nur nicht als solche erkannt habe. Geben sich vielleicht alle drei die Schuld am Unglück anderer? Aber da müsste man Edith wohl raus nehmen.

Charlea

vor 11 Monaten

Leseabschnitt 4: XIII- XVII
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Federfee schreibt:
Ach, wie traurig das alles, aber man hat es quasi kommen sehen. Dabei sah zuerst doch alles ganz gut aus: Edith weiß es, duldet es aber; die auf dem Campus wissen es, schmunzeln aber eher und sein Verhältnis zu Edith und Grace wird sogar besser. Die beiden - Stoner und Katherine - beantworten die Frage selbst, warum sie nicht miteinander weggehen als es schwierig wird (270) Hätten sie es nicht doch tun sollen? Was meint ihr? Am Ende fragt sich Stoner das selbst. Ich sehe es so, dass er die Literatur, das Unterrichten vorgezogen hat.

Ja, diese Frage kam bei mir auch auf und ich habe sie mir so beantwortet, dass sie einfach nur ihrem Schicksal gefolgt sind. Für beide war immer klar, dass das eine endliche Geschichte bleiben wird, nicht zuletzt hat Katherine ihre Koffer lange bevor sie sich trennen gepackt. Sie war darauf vorbereitet und auch Stoner ist sich dessen immer bewusst. Es gibt keine große Diskussion und de Gedanke an gemeinsamer Flucht kommt im Grunde gar nicht richtig auf. Das wirft die Frage auf, ob Stoner wirklich eine Wahl hatte und auch, ob Katherine die wirklich hatte. Wäre ihr Ruf als weibliche Wissenschaftlerin dadurch nicht auf ewig zerstört worden, wenn sie, selbst in einer neuen Stadt, als die Frau bekannt geworden wäre, die einer anderen Frau den Mann "gestohlen" hat? Und Stoner - nun ja. Ich denke, dass auch Grace ein Grund war für ihn, nicht zu gehen. Als er die Affäre mit Katherine hat, ist sie ein junger Teenager und weiß zwar nicht so recht, wie er sie dem Einfluss von Edith entziehen soll oder ein gutes Gegengewicht dazu bieten kann, aber sie allein mit Edith zu lassen, ist glaube gar keine Option für ihn.

Charlea

vor 11 Monaten

Leseabschnitt 4: XIII- XVII
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TanyBee schreibt:
Hast du schon zu Ende gelesen? Ich habe es gestern beendet. Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang, den du ansprichst, die Biographie des Autors, die bei mir im Ebook direkt nach dem Buch kam. Sie ist teilweise ähnlich(er war auch Hochschulehrer) , teilweise aber auch genau gegeteilig (Williams war im Krieg). Aber vor allem: er war viermal verheiratet!!! Es war also auch in dieser Zeit möglich, aus einer unglücklichen Ehe auszubrechen. Aber Stoner war eben einfach nicht der Typ dafür. Er bedauert ja sogar ganz am Ende noch, dass er "nicht gut genug" für Edith war, obwohl die Schuld ja doch zum Größeren Teil bei ihr liegt, bzw er gar keine Chance hatte.

Ich habe mir das fast gedacht, dass auch der Autor eine ähnliche Geschichte hinter sich hatte. Danke für den Kommentar :-)

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