John Williams Stoner

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Inhaltsangabe zu „Stoner“ von John Williams

Stoner‹ ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird - es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ. Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen. ›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Eine schlichte Geschichte über das Leben eines Mannes. Dennoch ein unglaublich tiefsinniges Buch, das man so schnell nicht vergisst.

— MeinbesterFreundisteinBuch
MeinbesterFreundisteinBuch

Grandioses Buch mit beeindruckender Hauptfigur - unbedingt lesen! Tiefgang mit Gänsehautpotenzial!

— reading-books
reading-books

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    Stoner
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. November 2014 um 18:01

    „This thou perceivest, which makes thy love more strong, To love that well which thou must leave ere long. “ Diese berühmten Schlusszeilen des 73. Sonetts von William Shakespeare sind es, die den jungen amerikanischen Agrarstudent William Stoner dazu bringen sich die englische Sprache zu verlieben und sein ganzes Leben umzuschmeißen. Dieses 65 Jahre dauernde Leben während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist mit allen seine Höhen und Tiefen das Thema von John Williams Roman. Literarisch unglaublich schön, aber nicht aufdringlich entfaltet sich eine Lebensgeschichte, die hauptsächlich von Liebe geprägt ist. Am Ende war es schöner als es zu Anfang den Anschein hatte und man könnte sich wahrscheinlich vom Hauptcharakter einiges abschauen. Leider bin ich eher Techniker und fand die (langen) Ausführungen über die konkreten Schriften teilweise etwas zäh. Ansonsten ein absolutes Buch zum Abtauchen und treiben lassen!

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  • Beeindruckendes Buch mit Tiefgang

    Stoner
    reading-books

    reading-books

    27. August 2013 um 20:39

    Stoner ist ein einfacher Mann, der sich alles in seinem Leben selbst erarbeiten muss. Dass dies nicht unbedingt einfach ist, wissen wir denke ich alle selbst und so macht dieses Tatsache John Williams Buch auch nicht zu etwas besonderem. Der Schreibstil ist ungewohnt, liegt aber für mich vielleicht auch an der eher jüngeren Literatur, die ich hauptsächlich lese. Dennoch muss ich gestehen: Dieser Roman hat mich mit seinem Tiefgang und den untereinander verwobenen Erzählungen schnell gefangen gehabt. Oft versteht man ein Zitat erst Seiten später wirklich, doch macht dies das Buch nicht etwa schwieriger, nein eher interessanter. Es fühlt sich an, als lese man es nebenbei ohne viel Nachzudenken. Doch der Tiefgang kommt automatisch und auch die Nachdenklichkeit. Williams hat dies mit einer scheinbar spielerischen Leichtigkeit in dem Roman um Stoner miteinader verwoben und fast nebenbei noch zeitliches Geschehen sowie die verschiedenen Denkweisen der Zeit hineingepackt. Es klingt überladen, ist es aber zu keinem Zeitpunkt. Stoner ist eine Figur, welche mich als Leser schon nach wenigen Seiten bei sich hatte. Er ist geradlinig und auf den ersten Blick scheinbar einfach in seiner Denkweise. Die Betonung liegt allerdings einmal mehr auf "dem ersten Blick", denn hier muss man weiterlesen, die Gedanken weiterspinnen und die Tiefe der Figur mit den weiteren Seiten entdecken. Eine grandiose Leistung und ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch!

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  • Stoner

    Stoner
    Clari

    Clari

    24. August 2013 um 15:09

    Die Geschichte von einem einsamen Mann. Stoner ist der eigenwillige Sohn eines armen Farmerehepaars aus Missouri. Arm geboren und aufgewachsen und gewöhnt an harte Arbeit verschlägt es den aufgeweckten Jungen an die Columbia Universität Missouri. Er kam mit dem Anliegen, Agrarwissenschaften zu studieren, doch erlebt er in der Literatur seine eigentliche Offenbarung. Geschätzt und gefördert von einem seiner Professoren bringt er es nach vier Jahren zum Literaturdozenten und folgt seiner eigentlichen Berufung. Im Klappentext heißt es: der Roman handelt „von der Liebe und von der Liebe zur Poesie und zur Literatur“. In der Tat ist Stoner ein begeisterter Literaturprofessor, dessen ganze Leidenschaft seiner Wissenschaft gehört. Doch sein Leben wird auch von zahlreichen Missgeschicken mit bestimmt. Da ist zum einen seine Ehe mit Edith, die sich als kalt, oberflächlich und lieblos entpuppt. Später sind es die Missgunst und Intrigen an der Universität, die ihm das Leben versauern. Gute Freunde aber hat er auch. Die Handlung schreitet flott voran. Zielstrebig und knapp erzählt John Williams die Geschichte vom Leben seines Helden, das sich über fast fünfzig Jahre erstreckt. 1914 melden sich Freunde von ihm zum Militär und zur Teilnahme am ersten Weltkrieg, wo er einen seiner guten Freunde verliert. Die Erzählung wirkt in ihrer Diktion klar und entschlossen, so wie der Held der Geschichte entschlossen ist, sein Glück zu machen Er fällt gar nicht besonders auf oder besitzt etwa ein besonderes Charisma. Allzu schnell hält er um die Hand der hübschen Edith an. Dass sie nicht die Richtige für ihn ist, wird mit kurzen und unumstößlichen Sätzen deutlich. Edith wünscht sich ein Kind, für das sie sich dann aber wenig zu interessieren scheint. Der Tochter Grace gilt die ganze Liebe ihres Vaters, bis Edith neben zahlreichen anderen Gemeinheiten auch diese Beziehung zu unterlaufen versteht. Das Leben von Stoner, der so zuversichtlich Karriere als Literaturprofessor macht, bleibt auf lange Strecken ein Fiasko. John Williams schreibt nachdrücklich und wohl beobachtend. Sein Protagonist ist ein Mensch, mit dem man intensiv mit fühlt. Er ist den Konkurrenten an der Universität ebenso ausgeliefert wie den Widrigkeiten mit seiner eigenen Frau. Nachfühlbar sind seine Niederlagen und die Kränkungen, denen er sich ausgesetzt sieht. Fühlt man sich nicht gelegentlich an eigene und ähnliche Situationen erinnert? Hierzu nochmals ein Zitat aus dem Klappentext: “Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein“. Man kann sich dem Sog dieser Geschichte kaum entziehen und folgt atemlos ihrem Fortgang. John Williams ist erst heute wieder entdeckt worden, nachdem sein 1967 erstmals veröffentlichter Roman lange Jahre in Vergessenheit geraten war. Ein wahres Glück für den Leser!

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