John Wray Retter der Welt

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Inhaltsangabe zu „Retter der Welt“ von John Wray

EINE REISE IN DEN UNTERGRUND. EINE REISE IN DEN WAHNSINN. Will Heller oder Lowboy, wie er sich nennt, ist schizophren und gefährlich. Nun ist er aus der Anstalt ausgebrochen, die Cops sind hinter ihm her mitsamt seiner Mutter. Lowboy macht sich auf die Flucht durch die Tunnel und Katakomben der New Yorker U-Bahn, denn er weiß: Nur er kann die Welt vor dem Untergang bewahren. «JOHN WRAYS ROMAN HAT DAS ZEUG ZUM KLASSIKER.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Wirr und leider nur selten spannend. Am Ende fragte ich mich, was der Autor mir mit dem Buch sagen wollte. Keine bereichernde Lektüre.

— Saari
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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    Babscha

    Babscha

    12. February 2012 um 21:40

    Ein Junge streift ziellos durch New York. William Heller, 16. Mit der Subway. Immer schön unter der Erde bleiben. Aber nicht nur deshalb nennt er sich selbst „Lowboy“. Er ist auf der Flucht, er hat sie ausgetrickst, hat die Medikamente heimlich entsorgt, die sie ihm in der „Schule“ genannten Anstalt für Paranoid-Schizophrene verabreicht haben, in den ihn die Staatsgewalt mit maßgeblicher Unterstützung seiner eigenen Mutter gesteckt hat und aus der er ausgebrochen ist. Und dort ging´s auch ganz schön „low“ zu. Er hat nämlich eine Mission, er muss die Welt retten, bevor sie in weniger als einem Tag untergehen wird, weil sie sich ja immer mehr erwärmt, was jedoch niemand außer ihm wahrnimmt. Aber sie sind ihm auf den Fersen, suchen ihn verzweifelt, weil es doch ohne seine Medikamente immer schlimmer mit ihm wird und damit bloß nicht noch mal so was Schreckliches passiert wie damals, bevor sie ihm den Prozess machten und ihn wegsperrten, damals, als sie ihm vorwarfen, er habe Emily, seine einzige Freundin und Vertraute, absichtlich vor die U-Bahn gestoßen. Aber er ist clever, er weiß, wie seine Verfolger ticken. Sie werden ihn nicht kriegen. Und vor allem muss er doch noch ein paar dringende Angelegenheiten erledigen, bevor es soweit ist…. Eine außergewöhnliche wie rasante Geschichte, diese roadstory aus dem Untergrund, die Wray hier erzählt. Und ein trauriges Buch dazu, in dem eine Handvoll selber Getriebene mit ihren eigenen Geschichten um den Hauptprotagonisten kreisen, diesen armen Kerl auf der Suche nach seinem Selbst, dem Kern, nach dem Sinn des Ganzen, mental immer auf Messers Schneide, eingewoben und abgekapselt in die abstruse Welt seines eigenen Geistes. Ein beklemmender Ausflug in die Welt der Schizophrenie, auf die man, heil zurückgekehrt, nicht gar so bald wieder einen erneuten Blick werfen möchte. Und dennoch: eine absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    Anialel

    Anialel

    10. December 2011 um 12:21

    Ich habe "Retter der Welt" verschlungen. Die Geschichte ist spannend, mysteriös, teilweise undurchsichtig (was aber Lowboys verworrenen Gedanken geschuldet ist) und regt auf alle Fälle zum Nachdenken an. Die letzten 50 Seiten sind etwas zäh, die Enthüllung über Lowboys Mutter Violet irgendwie unnötig, und zu viele Dinge werden nur angedeutet und nicht weiter ausgeführt ... daher den einen Stern Abzug.

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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    leserin

    leserin

    08. March 2010 um 20:41

    Das Buch "Retter der Welt" ist ein fesselndes und spannendes Buch. Der schizophrene 16 jährige Lowboy entflieht einer Anstalt. Sein Ziel ist es die Welt zu retten. Sein Aufenthaltsort sind die U-Bahnschächte New Yorks. Er wird von Detektive Lateef und seiner Mutter gesucht, da er seine Freundin Emely auf die U-Bahnschienen geschubst hat. Lowboy hat immer wieder schizophrene Schübe und die werden ausführlich beschrieben. Für meinen Geschmack manchmal zuviel des Guten. Die Darstellung der Krankheit ist gegen Ende des Buches etwas verwirrend. Starke Mitbeteiligte der Handlung sind seine Mutter Violet und auch seine Freundig Emely.

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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    Kaivai

    Kaivai

    07. November 2009 um 13:33

    Am 11.11.2009 entkommt der 16-jährige William Heller in einem Bahnhof der New Yorker Subway seinen Aufpassern Schädel&Knochen. Will flieht mit der U-Bahn. Violet, seine Mutter und Lateef, ein Polizist, suchen nach ihm. Das sind die zwei Stränge, aus denen dies Buch geflochten ist. Will Heller hat Aufpasser, weil er Insasse einer Psychiatrie ist. Schizophrenie ist die Diagnose. Was ist Schizophrenie? Das ist noch immer eine ungeklärte Frage. Antworten kreisen wie Geier um den Kern dieser Krankheit, aber sie treffen ihn nicht. Darum fällt es den Ärzten auch so schwer, Mittel zur Heilung zu finden. Das, was in einer Schizophrenie vor sich geht, ist schon klarer. John Wray versucht in seinem Buch Bilder dafür zu finden. Die Bilder, die er findet, sind ganz großartig. Mich hat er mit seinen Bildern gefangen. Aufgesogen. In der Schlußphase des Buches hab ich fünf Stunden gelesen, ohne auch nur einmal Pause machen zu können. Merkwürdig war: obwohl ich immerzu wirkliche Menschen sah, hatte ich doch das Gefühl, ich befinde mich in einem Comic Strip. Früher hab ich Comics geliebt. Auch als Erwachsener. Comics für Erwachsene sind oft hohe Kunst. Und jetzt war ich in einem Comic, der durch Worte erzeugt wurde. Ganz einmalig! Aber: Schizophrenie hat nur sekündär Bildgewalt zum Thema. Primär geht es um Gefühlsgewalt. Der normale Mensch ist darum normal, weil er ein Ich hat. Dies Ich ist ein Beutel, in dem vieles Platz hat. Vor allem die Gefühle. Es kann aber vorkommen, dass die Gefühle einen Druck entwickeln, dass die Ich-Ventile, die der Gefühlsentladung dienen, nicht mehr standhalten. Dann platzt der Beutel. Im leichten Fall folgt ein Nervenzusammenbruch, im schweren eine Psychose. In der Psychose geht das gewohnte Ich verloren. Das ist ein ganz und gar unerträglicher und mit massiver Angst besetzter Zustand. Aber zugleich ein Zustand, in dem der Mensch sich offen fühlt für ein neues Ich. Natürlich hat dies neue Ich eine ganz andere Qualität als das alte. Es ist ein Ich, das viel größer ist. Ein Ich, das die Welt rettet. Will Heller. Hat John Wray diesen Namen mit Bewußtsein gewählt? Er kann deutsch. Seine Mutter ist, so wie Wills Mutter, Österreicherin. Der Name ist eine gute Wahl: Will will es heller. Violet will es violett. Am Ende wird das violett ganz dunkel und kurz darauf gnadenlos hell. Lateef, der Polizist, ist der Schwarze. In dem sich Mutter und Sohn, die beide Heller sein wollen, kreuzen. Je mehr ich darüber nachdenke, destso klarer wird mir, wie sehr es John Wray gelingt, ob nun bewußt oder unbewußt, Schizophrenie auf einer bildhaften Ebene zu spiegeln. Die emotionale Spiegelung gelingt ihm nicht. Aber das ist wohl auch gar nicht möglich.

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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    dzaushang

    dzaushang

    29. August 2009 um 13:03

    "Der Retter der Welt" hat es mir von Anfang an sehr schwer gemacht. Ein Funke will einfach nicht überspringen, weder Handlung noch Protagonisten konnten und wollten den Leser ansprechen. Sprachliches Einerlei, Figuren die äußerst blass bleiben. Insbesondre Lowboys Handicap bleibt nur sehr wage und diffus umrissen. Schizophrenie ist eine sehr schwere, tief greifende, psychiatrische Erkrankung, die Veränderungen der Gedanken, der Wahrnehmung und des Verhaltens auslöst. Schizophreniekranke sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen der Wirklichkeit und den eigenen Vorstellungen zu unterscheiden. Bei Lowboy gab es davon, für meinen Geschmack, nicht viel zu entdecken.

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  • Rezension zu "Retter der Welt" von John Wray

    Retter der Welt
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    02. July 2009 um 18:05

    William Heller, Ali Lateef, Yda (Violet) Heller - die tragischen Figuren in Wray’s „Retter der Welt“. William ist sechzehn, schizophren-paranoid und gerade frisch aus der „Schule“ ausgebrochen. Die Schule stellt sich als Anstalt heraus, in die er eingewiesen wurde, weil er Emily, seine Freundin auf die Gleise der U-Bahn-Station Union Square gestoßen hat. Emily überlebt, William, von nun an Lowboy, wird mit Medikamenten ruhig gestellt und in der Anstalt zur Besserung verwahrt. Nun hat er jedoch beschlossen die Welt vor der stetigen globalen Erwärmung und einer unmittelbar bevorstehenden Apokalypse zu retten. Seine Medikamente hat er daher eigenständig „abgesetzt“ und ist nun auf der Flucht im New Yorker U-Bahnsystem, denn hier spricht alles zu ihm, die Graffitis, die Werbetafeln, die Namen der Stationen. Hier fühlt er sich sicher und hier glaubt er seine Mission erfüllen zu können. In seiner Vorstellung kann er die Welt nur vor dem Untergang retten, indem er seine Unschuld verliert. Ali Lateef, ein afro-amerikanischer Detektive mit dem Spezialgebiet „vermisste Personen“ hat selbst jede Menge mit seiner eigenen Identität zu tun. Als Rufus Lamarck White geboren hat er seinen Platz im Gefüge der Welt noch nicht wirklich gefunden und ist ebenso ein Außenseiter wie Yda, von William Violet genannt, Heller. Williams Mutter Yda, ist Lateef nicht gerade eine große Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn. Auch sie ist haltlos, ja verwirrt und Lateef fühlt sich auf unbestimmte Art und Weise zu ihr hingezogen. Wray erzählt uns diese intensive Geschichte von Lowboys Mission abwechselnd aus Williams Perspektive und der von Lateef und Yda. Wir dürfen einen Blick in deren zerrissenes Seelenleben werfen, aber eben nur einen Blick und so bleibt manches unklar. Trotz allem ein erstaunlich fesselnder Roman.

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