John Wyndham

 4,2 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor*in von Die Triffids, Kuckuckskinder und weiteren Büchern.

Lebenslauf

John Wyndham Parkes Lucas Beynon Harris wurde am 10. Juli 1903 in der Nähe von Birmingham, England, geboren und besucht im Laufe seiner Schulzeit verschiedene Internate. Nach seinem Abschluss arbeitete er unter anderem als Landwirt, Grafiker und Werbefachmann, bevor er sich ab 1931 dem Schreiben widmete. Er ist einer der wichtigsten Science-Fiction-Autoren Englands und benutzte eine Reihe von Pseudonymen, darunter auch Lucas Parkes und John Beynon. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Verschlüsselungsexperte für das Royal Corps of Signals und nahm an der Landung in der Normandie teil. Nach dem Krieg wandte er sich, inspiriert und angespornt vom Erfolg seines Bruders Vivian Beynon Harris, erneut dem Schreiben zu. 1951 landete er mit Die Triffids einen Bestseller, dem sechs weitere Romane folgten. Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt, darunter auch Die Triffids und Das Dorf der Verdammten. John Wyndham starb am 11.3.1969 im Alter von 65 Jahren in London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von John Wyndham

Cover des Buches Die Triffids (ISBN: 9783453528758)

Die Triffids

 (32)
Erschienen am 12.02.2012
Cover des Buches Es geschah am Tage X (ISBN: 9783641191696)

Es geschah am Tage X

 (3)
Erschienen am 30.10.2016
Cover des Buches Die Kobaltblume, (ISBN: B0027TUX2C)

Die Kobaltblume,

 (2)
Erschienen am 01.01.1962
Cover des Buches Wem gehört die Erde? (ISBN: B0000BPUE1)

Wem gehört die Erde?

 (2)
Erschienen am 01.01.1961
Cover des Buches Das versteckte Volk (ISBN: 9783641191672)

Das versteckte Volk

 (2)
Erschienen am 30.10.2016
Cover des Buches Ärger Mit Der Unsterblichkeit, (ISBN: B0027TUSVI)

Ärger Mit Der Unsterblichkeit,

 (1)
Erschienen am 01.01.1970

Neue Rezensionen zu John Wyndham

Cover des Buches Die Triffids (ISBN: 9783453528758)
P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Die Triffids" von John Wyndham

Ein Klassiker
P_Gandalfvor einem Monat

Der Roman stammt aus dem Jahre 1951 und ist in mancher Hinsicht ein Kind seiner Zeit (wie die Triffids entstanden sind z.B.).

Es handelt sich um eine dystopischen Roman. Durch das Betrachten eines Kometenschwarms sind nahezu alle Menschen erblindet. Nur eine Handvoll Menschen haben durch den ein oder anderen (un)glücklichen Zufall ihre Sehkraft behalten. Viele Überlebende - vor allem Erblindete wie es scheint - erkranken und sterben kurze Zeit später an einer rätselhaften Krankheit. Außerdem müssen sie sich der Triffids erwehren.

Triffids sind Pflanzen, die anscheinend überall Lebensbedingungen finden, sich fortbewegen (!) können und einen äußerst gefährlichen Giftstachel besitzen. Da sich die Pflanze sehr gut zur Gewinnung von Ölen und als Tierfutter eignet, ist sie weitverbreitet. Obwohl diese Pflanzen der Namensgeber des Romans sind, stehen sie nicht im Mittelpunkt. Wyndham ging es viel mehr darum, wie sich die Überlebenden nach einer solchen Katastrophe neu organisieren können; welche Gesellschaftsentwürfe aufeinandertreffen. 

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Das britische Understatement zieht sich wie ein roter Faden durch alle Kapitel. Die Diskussionen darüber, wie ein Überleben am besten gesichert werden kann, nehmen viel Raum ein und regen zum Nachdenken an. Schön zu sehen, wie sich der Gedanken, dass das Land die Stadt ernährt durchsetzt.

Thematisch passt der Roman auch mehr als 70 Jahre später immer noch gut in die Zeit. Klar, wie eingangs gesagt, man merkt an einigen Stellen, dass das Buch aus den 1950er stammt. Von mir eine Leseempfehlung.

Cover des Buches Die Triffids (ISBN: 9783453528758)
KarenAydins avatar

Rezension zu "Die Triffids" von John Wyndham

„Wenn ein Tag, von dem man eigentlich weiß, es ist ein Mittwoch, sich von Anfang an so anhört wie ein Sonntag, ist irgendetwas faul.“
KarenAydinvor 5 Monaten

Worum geht es?

William Masen wacht im Krankenhaus auf. Seine Augen sind nach einem Arbeitsunfall verbunden. Als er die Binde abnimmt, ist die Welt eine andere. Zwar kann er wieder sehen, doch durch einen grünen Kometenschwarm ist ein Großteil der Menschen blind und tappt hilflos umher – leichte Opfer für die Triffids, Pflanzen mit Giftstachel, der Fähigkeit zu laufen und zu kommunizieren. Ein Kampf ums Überleben beginnt.

Kritik

William Masen erzählt die Geschehnisse in Retrospektive. Später erfahren wir, dass er sie in einem Tagebuch fixiert hat. Obwohl die Welt quasi in Trümmern liegt und die Menschen verzweifelt ums Überleben kämpfen, erzählt er mit typisch britischer „stiff upperlip“ – nüchtern, informativ. Dieser Stil hat mir sehr gut gefallen, denn letztlich kann man den Roman natürlich nicht ernst nehmen.

An den Ecken und den Gärten lauern überall Triffids, die sich so fortbewegen, als liefen sie auf Krücken und jederzeit ihre Giftstachel ausfahren und Menschen töten. Es geht in dem Roman aber eigentlich weniger um den Kampf gegen die wehrhaften Pflanzen, sondern um das Überleben der Menschen in diesem apokalyptischen Szenario. Am Anfang hatte ich überlegt, ob mich das stört, doch vermutlich wäre der ständige Kampf gegen die Pflanzen leicht slapstickhaft geworden (das kann Tibor Rode in „Der Wald“ heute etwas besser, die beiden Bücher haben durchaus Parallelen und mir beide sehr gut gefallen).

Interessant ist der Hintergrund der Triffids, den ich hier nicht verraten werde, in der Logik des Jahres 1951 völlig plausibel. Dass letztlich der Mensch in seiner Profitgier aber für die Katastrophe selbst verantwortlich ist, ist klar. Damit wird der Roman auch heute wieder modern.

Schön fand ich auch den Gedanken, der mehrfach geäußert wird, dass nun, da die Menschen ihre Nahrung wieder selbst anbauen müssen, da es keine Regierung gibt, die ihnen in der Krise hilft, das Bewusstsein dafür, dass das Land die Städte ernährt, gefördert wird. Das Land erhält Wertschätzung. Allerdings auch von den Triffids…

 

Insgesamt ein wirklich drolliger und charmanter, sehr britischer Sci-Fi-Klassiker, den ich sehr gern gelesen habe. Wer die frühen vier Romane von J.G. Ballard mag, dem könnte er gut gefallen. 

 

 

Cover des Buches Die Triffids (ISBN: 9783453528758)
M

Rezension zu "Die Triffids" von John Wyndham

Die Triffids
megalon22vor einem Jahr

Interessante Endzeitgeschichte über durch ein missglücktes wissenschaftliches Experiment entstandene Pflanzen (Triffids genannt), die sich bewegen können, und mit ihren Giftstacheln Menschen töten. Blöderweise findet eben zu dieser Zeit ein kosmisches (oder vielleicht doch ein menschengemachtes?) Ereignis statt, welches einen Großteil der Menschheit erblinden lässt. So übernehmen die Triffids natürlich schnell die Oberhand über die im Sterben begriffene (sehbehinderte) Weltbevölkerung. 

Das Buch ist sehr interessant zu lesen. Ich mag solche Endzeitstorys auch unglaublich gern und fand die Gedanken des Autoren, wie wir uns möglicherweise selbst in so einer Situation verhalten würden, sehr interessant zu verfolgen. Es ist auch von der Rache der Natur die Rede, mit der die Protagonisten des Buches, entgegen unseres heutigen Technikzeitalters, wieder mehr im Einklang leben müssen. Sie müssen sich in Gruppen zusammenzutun, wieder selbst Ackerbau und Viehzucht betreiben, um langfristig gesehen Überlebenschancen zu haben. Also wird hier im Prinzip ein Neuanfang der Menschheit beschrieben, aus welchem sich mit der Zeit unter Umständen alles wieder neu entwickeln könnte, oder aber auch die Ausrottung der Menschen bevorsteht. Gut fand ich, dass dies im Buch offengelassen wurde. 

Was Spannung und weiters betrifft, gibt es bessere Bücher. Trotzdem hat "Die Triffids" definitiv auch heitere, ernste und leicht philosophische Kapitel, die einen bei Laune halten, eine Liebesgeschichte inklusive. Für SF - Fans durchaus eine Empfehlung wert. 

3,5 von 5 Triffidflinten 

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