John Wyndham

 4.2 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Die Triffids, Kuckuckskinder und weiteren Büchern.

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Die Triffids

Die Triffids

 (27)
Erschienen am 12.02.2012
Die Kobaltblume,

Die Kobaltblume,

 (2)
Erschienen am 01.01.1962
Das versteckte Volk: Roman

Das versteckte Volk: Roman

 (1)
Erschienen am 31.10.2016
Wem gehört die Erde?

Wem gehört die Erde?

 (1)
Erschienen am 01.01.1961
Ärger Mit Der Unsterblichkeit,

Ärger Mit Der Unsterblichkeit,

 (1)
Erschienen am 01.01.1970
Griff nach den Sternen

Griff nach den Sternen

 (0)
Erschienen am 01.01.1965

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Rezension zu "Die Triffids" von John Wyndham

Science Fiction Klassiker von 1951 - hat mir gut gefallen
Aleshaneevor 4 Monaten

Science Fiction Klassiker von 1951 - typisch nüchterner Stil den man aus der Zeit kennt, trotzdem eine sehr spannende Idee und Umsetzung.

Ich war ja sehr gespannt, denn Geschichten aus dieser Zeit sind für mich immer besonders reizvoll weil ich immer das Gefühl habe, in die Vergangenheit zu reisen. Der Schreibstil wirkt anders, ebenso die Dialoge, und auch das Weltbild und die Gesellschaft zeigen andere Schwerpunkte.
Mit John Wyndhams Triffids reist man aber dennoch in eine Zukunft, die eine grauenvolle Entwicklung bereit hält. Gab es damals schon genmanipulierte Pflanzen? Ich weiß es nicht, jedenfalls wirkt das ganze zwar sehr visionär, aber auch sehr real, was auch an der nüchternen Schreibweise liegt. Ich hab das Gefühl, dass in dieser Zeit in den Geschichten immer etwas mit den Empfindungen der Figuren gespart wurde - war das damals nicht so wichtig? Lag der Fokus in Büchern woanders oder war es von der Gesellschaft her einfach so, die Gefühle eher beiseite zu lassen? Finde ich jedenfalls sehr faszinierend.

Was mich ja total überrascht hat war das Szenario am Anfang, dass mich sehr an die Serie The Walking Dead erinnert hat. Jemand wacht in einem Krankenhaus auf und die ganze Welt hat sich über Nacht verändert. Der Protagonist William erlebt einen völligen Zusammenbruch der Gesellschaft, ohne den Auslöser mitbekommen zu haben und muss sich nun irgendwie durchschlagen. Während es bei The Walking Dead die Zombies sind, sind es hier die Triffids, die mutierten Pflanzen, die Jagd auf die Menschen machen. Auch im weiteren Verlauf gibt es viele Parallelen zur Serie, wo schon der Gedanke aufkommt, ob die Serienmacher sich hier einige Ideen geholt haben.

Zusätzlich kommt hier aber das Problem auf, dass die meisten Menschen über Nacht erblindet sind, was natürlich zu extremsten Situationen führt. Denn die wenigen, die noch Sehen können, sind natürlich die einzigen, die das Überleben sichern können. Was das bei vielen an Ängsten auslöst und welche Charakterschwächen hier zutage treten, verursachen ein äußerst drastisches und brutales Bild. Dieser Zusammenbruch der Gesellschaft war mir zwar etwas zu schnell, aber man weiß ja nie, wie solch ein apokalyptisches Weltbild tatsächlich für Auswirkungen hat. Die Überlebensstrategien der Menschen und die Grüppchenbildung wurden aber sehr gut beschrieben und steht auch mehr im Vordergrund erstmal als die Gefahr durch die aggressiven Verhaltensweisen der Triffids.

Trotz den fehlenden Gemütsbewegungen wurden die Konsequenzen und Entwicklungen sehr gut beschrieben und ich konnte mir sehr gut vorstellen, welche Gewissenskonflikte in diesem Fall auftreten: das eigene Überleben sichern oder denen helfen, die durch ihre Blindheit kaum Chancen haben, sich Nahrung oder frisches Wasser zu sichern. Dazu kommen natürlich die vielen Toten und die sich dadurch verbreitende Gefahr der Krankheiten und die schleichende Bedrohung durch die Pflanzen, die sich zu einem unaufhaltsamen Gegner entwickeln.

Insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen. An den Schreibstil muss man sich etwas gewöhnen, da er natürlich dem damaligen Stil entspricht und in seiner nüchternen Art ein bisschen an Einfühlungsvermögen vermissen lässt, dafür aber auch das ganze Ausmaß sehr wirkungsvoll und ohne zu kaschieren vor Augen führt. Wollen wir hoffen dass wir nie in so eine Situation geraten.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Rezension zu "The Day of the Triffids" von John Wyndham

Packender Sci-Fi-Thriller
Deenglavor 3 Jahren

Kurzmeinung

Ein Sci-Fi-Klassiker, der auch fast 70 Jahre nach Erscheinen immer noch total packend ist und erschreckend modern wirkt.

Inhalt

Bill wacht eines Tages im Krankenhaus auf um festzustellen, dass er der Einzige zu sein scheint, der nicht blind geworden ist. Schnell stellt er fest, dass die gesamte Welt ins Chaos gestürzt ist und alle ums Überleben kämpfen. Eine große Gefahr sind vor allen Dingen Triffids - Pflanzen, die laufen und stechen können und der Stich giftig ist. Diese wurden überall zur Ölgewinnung angebaut. Dann begegnet er Josella, die ebenfalls noch sehen kann... und die beiden schließen sich zusammen. Doch das ist gar nicht so einfach - es gibt Plünderer, Gangs und viele andere Gefahren.

Meine ausführlichere Meinung

Dieses Buch gilt als ein absoluter Sci-Fi-Klassiker und ich war extrem positiv überrascht, wie großartig und spannend es geschrieben war. Ziemlich von Anfang an wurde ich praktisch in die Geschichte gesaugt!

Für mich war es in etwa ein Mix von "Der kleine Horrorladen" und "Die Stadt der Blinden" von Jose Sarramago. Es war erschreckend zu sehen, wie abhängig wir doch alle voneinander und von unserer Fähigkeit zu sehen sind und wie schnell alles zusammenbrechen kann. Es gab viele grausame Szenen, die aber alle sehr realistisch schienen und viele Gewissenskonflikte, die teilweise direkt von den Charakteren angesprochen werden, teilweise angedeutet und die mich intensiv zum Nachdenken angeregt haben.

Toll fand ich auch den Science-Aspekt und dass es einfach manche Situationen gab, in denen nicht klar war, was jetzt richtig oder besser ist. Verfolgt man den Großteil der Geschichte praktisch Tag für Tag wird gegen Ende mehr gerafft und ein größerer Zeitraum kurz abgefertigt.

Fazit

Absolute Leseempfehlung von mir! Das Buch hat mich gepackt, mich erschüttert, mir Hoffnung gegeben und mir wirklich viel zum Nachdenken gegeben.

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Am Abend des 26. September befinden sich der Autor Richard Gayford und seine Frau, Janet, auf dem Weg zurück von London nach Midwich. Doch vor erreichen des sonst so verschlafenen Orts, werden sie von einer Polizeisperre aufgehalten und gebeten sich in den Nachbarort zurück zu begeben. Der Zugang zu Midwich, so erklärt man ihnen ist gesperrt, aus Gründen die man zu ergründen suche.
Neugierig geworden durch das Ausweichende verhalten des Polizisten der sie anhielt so wie die Präsenz von Militär vor Ort beschließen die Beiden sich zu Fuß, querfeldein in das Dorf zu begeben. Die Anrufe einer Militärpatrouille missachtend eilt Janet voraus auf das Dorf zu, und fällt plötzlich zu Boden, Richard, befürchtend das seine Frau niedergeschossen wurde ist erst vor Schock erstarrt rennt ihr aber dann hinterher - ehe er seine Frau erreicht schwinden ihm die Sinne.

Als Richard wieder zu Bewusstsein kommt sieht er gerade wie Männer mit einer Kranvorrichtung und einem Haken nach dem Körper seiner Frau angeln. Nachdem sie wenige Meter über den Boden gezogen wird kommt sie schlagartig wieder zu sich. Die Untersuchungen des Militärs fördern in der Folge erstaunliches zutage, eine Art hemisphärische Kuppel von ca. zwei Meilen Durchmesser hat sich über das Dorf gelegt, jedes Lebewesen das sich innerhalb dieser Zone befindet verliert sofort das Bewusstsein.
Eine im Überflug angefertigte Photographie zeigt zu dem im Zentrum des Phänomens ein nicht identifizierbares Objekt. Handelt es sich etwa um ein  abgestürzten UFO?
Als man am 27. Versuche unter nimmt das Objekt genauer abzubilden, ist dieses Verschwunden und mit ihm die Kuppel.

Die Bewohner scheinen abgesehen von natürlichen Unterkühlungserscheinungen durch das Phänomen selbst keinen Schaden davongetragen zu haben. Trotzdem bittet der leitende Militär, welcher zufällig ein alter Freund Richards ist, den Autor darum ein Auge auf das Dorf zu haben und ihn über alles Ungewöhnliche zu Unterrichten.

Nur kurz darauf stellen alle Mädchen und Frauen in gebärfähigem Alter, welche länger den Auswirkungen des Phänomens ausgesetzt waren, fest das sie Schwanger sind. An einem Tag werden über siebzig Kinder geboren, alle mit leuchtend goldenen Augen. Seltsamer noch kehren alle Mütter nach der Niederkunft mit ihren Babies in den Ort zurück, auch jene die außerhalb Leben, wie sie sagen unter dem Zwang ihrer Kinder.
Erst als weibliche Massenhysterie abgetan, mehren sich schon bald die Zeichen das die Kinder Midwichs über außergewöhnliche mentale Fähigkeiten verfügen.
Gordon Zellaby, Vater einer der Midwich Mütter, ist der erste der den Verdacht äußert das man es hier mit einer Alien Invasion zu hat, und er ist auch der erste der die Gefahr erkennt, welche der Menschheit durch die Kinder droht.



Gemeinhin gilt "The Midwich Cuckoos" (dt. als "Es geschah am Tage X", Heyne) seiner hohen Bekanntheit zum Trotz, nicht als Wyndhams bestes Werk. Tatsächlich fällt es dem Autor hier schwerer als gewohnt die Geschichte kontinuierlich zu entwickeln und am Laufen zu halten, so dass, auch wenn sie nur knappe 230 Seiten umspannt, es zu gewissen Längen kommt. Ungeachtet dessen liest sich Wyndham wie immer sehr flüssig, wenn auch stilistisch schwerer als mancher Landsmann (z.B. Arthur C. Clarke), womit er sich im Original nur Lesern mit guten Englischkenntnissen empfiehlt.

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