John le Carré

 3.7 Sterne bei 776 Bewertungen
Autor von Der Spion, der aus der Kälte kam, Marionetten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von John le Carré

John le Carré, eigentlich David John Moore Cornwell, wurde am 19. Oktober 1931 im englischen Poole geboren. Die Mutter verlässt die Familie, als der Sohn fünf Jahre alt ist. Sein Vater saß mehrfach wegen Betrugs und anderer Delikte im Gefängnis, weshalb John le Carré und sein Bruder im Internat lebten. Der Roman A Perfect Spy, zu dt. „Ein blendender Spion“, verarbeitet die Beziehung zum Vater autobiografisch. In der Schweiz und in Oxford beginnt John le Carré als 16-Jähriger das Studium in Germanistik und Neue Sprachen. Bevor er Schriftsteller wird, arbeitete er für den britischen Nachrichtendienst, der den Verdacht hat, dass die Sowjetunion unter den Studenten Spione rekrutiert. Die Themen des Kalten Krieges und die Ost-West Beziehungen zeichnen bis in die 80er- Jahre seine Literatur. Für den Roman „Der Spion, der aus der Kälte kam“, wird er vom Bau der Mauer in Berlin inspiriert. Den Roman schreibt John le Carré in weniger als eine Woche, der Roman wird so erfolgreich, dass le Carré nun vollends als Schriftsteller arbeiten kann. Seither zählt der Autor als einer der international berühmtesten Schriftsteller des anspruchsvollen Spionageromans. In diesen werden oftmals detailliert recherchierte Figuren beschrieben. Thematisch schneiden sie den Zwiespalt von Gesellschaften und deren politischen Mitteln, um ein bestimmtes Vorhaben zu erreichen – an diesen politischen Systemen äußert er Kritik.

Neue Bücher

Das Vermächtnis der Spione

Neu erschienen am 02.05.2019 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

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Cover des Buches Der Spion, der aus der Kälte kam (ISBN:9783548061832)

Der Spion, der aus der Kälte kam

 (74)
Erscheint am 25.10.2019
Cover des Buches Der ewige Gärtner (ISBN:9783471780787)

Der ewige Gärtner

 (63)
Erschienen am 22.03.2001
Cover des Buches Marionetten (ISBN:9783939716815)

Marionetten

 (65)
Erschienen am 06.09.2010
Cover des Buches Verräter wie wir (ISBN:9783548288079)

Verräter wie wir

 (56)
Erschienen am 15.07.2016
Cover des Buches Das Vermächtnis der Spione (ISBN:9783548061818)

Das Vermächtnis der Spione

 (51)
Erscheint am 25.10.2019
Cover des Buches Empfindliche Wahrheit (ISBN:9783550080364)

Empfindliche Wahrheit

 (53)
Erschienen am 18.11.2013
Cover des Buches Das Russlandhaus (ISBN:9783548607207)

Das Russlandhaus

 (44)
Erschienen am 01.10.2006
Cover des Buches Die Libelle (ISBN:9783471780916)

Die Libelle

 (41)
Erschienen am 01.10.2003

Neue Rezensionen zu John le Carré

Neu

Rezension zu "Ein blendender Spion" von John le Carré

Hochstapler und Spion
Beustvor einem Monat

Die Geschichte des Spions Magnus Pym ist womöglich der anspruchsvollste Roman John le Carrés, den ich bisher gelesen habe. Pym ist der Sohn des Mythomanen Richard „Rick“ Pym und hat selbst ein ambivalentes Verhältnis zur Aufrichtigkeit und zur Lüge erworben. Dass diese Herkunft dem Beruf des Spions besonders förderlich ist, gehört zu den vielen Pointen, die dieser distanziert-ironische Text bereit hält.

Kunstvoll verschlungen mäandert die Erzählung durch die Biographien von Pym und Rick, verweilt in vielen Krümmungen bei der Betrachtung sowohl des allgemein Menschlichen wie auch der menschenfeindlichen Details des Agentenberufs.  Das Autobiographische des Romans entnehme ich den Texten über den „Blendenden Spion“, es ist freilich völlig unerheblich zum Verständnis des Textes.

Einen Agententhriller hat le Carrés wieder nicht abgeliefert, sondern einen abgewogenen, leider oft weitschweifigen literarischen Roman, durch den man sich bisweilen beißen muss. Im Kern geht es la Carré um die Beziehungen zwischen Vater und Sohn, zwischen Wahrheit und Lüge, Loyalität und Verrat sowie um die Frage, wie sich Heimat definiert.

Gut, aber für meine n Geschmack zu langsam.

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Rezension zu "Das Vermächtnis der Spione" von John le Carré

Spannung fehlte
Schnuppevor 6 Monaten

Schade, die Leseprobe hatte hier Lust auf einen Spionageroman gemacht, der mal anders aufgebaut zu sein versprach. Die Aufrollung eines Falls aus dem kalten Krieg hörte sich gut an. Leider kam nach der Leseprobe nur noch eine Geduldsprobe. Der ganze Pott entwickelte sich sehr zäh, ich hatte Mühe mit dem Dranbleiben. Es war auch schon länger her, das ich die Vorgänger gelesen hatte, aber auch die Aktivierung von Vorkenntnissen half hier nicht wirklich weiter. Ich kann hier keine Leseempfehlung aussprechen, bzw. nur eine für eingefleischte John leCarré- Fans. In wie weit die Geschichte an sich glaubwürdig ist, kann ich nicht beurteilen. Ist es tatsächlich möglich, das Kinder von Opfern den Geheimdienst verklagen, weil dieser die Agenten in Gefahr brachte? Die Reaktionen des Geheimdienstes kann ich nicht beurteilen, dass man aber in der Zeit des kalten Krieges bereit war Menschen zu opfern und derartig agierte wie beschrieben mag der Realität entsprechen.

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Rezension zu "Absolute Freunde" von John le Carré

Beklemmende Realitätsnähe
Duffyvor 8 Monaten

Ted Mundy und Sascha sind Freunde und diese Freundschaft begründete sich zu Zeiten der Studentenbewegung in Berlin. Ted ist ein Reisender des Britsh Council geworden und verbindet seine kulturellen Betreuungen englischer Künstler in Osteuropa mit einem Engagement für den Geheimdienst. Sascha ist als Aktivist in die DDR ausgewandert und vom dortigen Dogmatismus enttäsucht worden. Der Fall der Mauer führt die Freunde zusammen, doch die ideologischen Gräben stellen nicht nur die Freundschaft auf die Probe, sondern lösen noch ganz andere Probleme aus.
John Le Carré, dessen Agentenromane nicht nur weitsichtig und spannend, sondern aus eigenen Anschauungen der Materie im Diplomatischen Dienst mit vielen Fakten unterfüttert sind, liefert auch hier wieder hervorragende Arbeit ab. Nicht nur die Verstrickungen von Macht und Politik werden hier verwendet, sondern auch der ideologische Unterbau, der sich in den unteren Reihen der Spionagetätigen als Antrieb geriert. Wie eine Spinne webt Le Carré sein Netz und genauso vielschichtig wie die Mechanismen des Agentenbetriebes schildert er die Verstrickungen von Interessen auf allen Seiten, ausgetragen auf dem Rücken der beiden Protagonisten. Dass der Autor in der Realität sein bestes Material findet, verwundert nicht. Beklemmend ist die Deutlichkeit, in der er operiert und dass die Wirklichkeit fast noch unglaublicher als die Fikiton sein kann. Ein weiteres atemberaubendes Werk vom Meister des Spionageromans.

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Daher möchte ich ein paar meiner Krimis (Zustand neuwertig) ein neues Zuhause geben.
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John le Carré wurde am 19. Oktober 1931 in Poole geboren.

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