John le Carré Dame, König, As, Spion, 11 Audio-CDs

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Inhaltsangabe zu „Dame, König, As, Spion, 11 Audio-CDs“ von John le Carré

Einer der fünf Top-Leute des britschen Geheimdienstes muss ein Maulwurf sein, ein Top-Agent des KGB. George Smiley, als Relikt des Kalten Krieges im Zwangsruhestand, wird zurückgeholt, um den Laden auszumisten. Stück für Stück nimmt der Maulwurf menschliche Züge an bis hin zu einem rasanten Finale. Einer der packendsten Spionageromane aller Zeiten!!!

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  • Rezension zu "Dame, König, As, Spion, 11 Audio-CDs" von John Le Carré

    Dame, König, As, Spion, 11 Audio-CDs
    allegra

    allegra

    20. April 2012 um 14:56

    === Zum Inhalt in eigenen Worten === Der Thriller spielt im Jahre 1974 in England mitten im Kalten Krieg. Der Britische Geheimdienst wir im Kampf gegen den Kommunismus und den KGB angeführt durch einen inneren Kreis von sechs Topagenten, genannt der „Circus“. Dessen Mitglieder: Der Leiter „Control“, der nie mit Namen genannt wird, seine rechte Hand George Smiley, Percy Alleline, Roy Bland, Bill Haydon und Toby Esterhaze. Control, der gesundheitlich schwer angeschlagen ist, hegt den starken Verdacht, dass sich innerhalb dieses Gremiums ein Maulwurf befindet – ein russischer Spion der Informationen aus dem innersten Kreis des SIS an Moskau weiterleitet. Er schickt einen Agenten, Jim Prideaux unter dem Decknamen Jim Ellis nach Ungarn, wo er den Namen des Maulwurfs erfahren soll, im Tausch gegen einen Ungarischen General, der nach England fliehen möchte. Das ganze ist eine Falle, Jim Prideaux wird schwer verletzt, von den Russen gefangen und unter Folter verhört. Als Folge davon müssen George Smiley und Control in den Ruhestand treten. Kurze Zeit später stirbt Control. Percy Alleline wird sein Nachfolger. Einige Monate nach diesen Ereignissen sucht Peter Guillam, ein Mitarbeiter des MI6, der Agenten im Ausland betreut, George Smiley auf. Guillam verfügt über Informationen, die darauf hindeuten, dass Control Recht hatte mit seinem Verdacht, dass im Circus ein Maulwurf sitzt. Peter Guillam und George Smiley machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Verräter. Sie besuchen zahlreiche Beteiligte, lesen Berichte und erfahren immer wieder einzelne Puzzleteile, die sich im Laufe des Thrillers zu einem Bild ergänzen, was Smiley erlaubt, den Maulwurf zu enttarnen. Le Carré spielt in diesem Thriller auf die Affaire um Kim Philby an, der bis 1963 mit den „Cambridge Five“ zahlreiche britische Agenten an den KGB verraten hat. === Meine persönliche Meinung === Mit diesem Hörbuch habe ich, was meine Leseerfahrung betrifft, Neuland betreten. Wir haben zwar sämtliche Thriller von le Carré auf englisch zu Hause, aber für mich waren sie immer etwas schwierig und die Materie ungewohnt. Aus diesem Grund war ich nicht sehr erstaunt, dass mir der Einstieg in dieses Hörbuch erst nicht leicht gefallen ist. Le Carrés Welt des Geheimdienstes unterscheidet sich sehr von der „Whiskey – geschüttelt nicht gerührt“-Welt von James Bond. Sie ist unauffällig, bescheiden und teilweise sogar schmuddelig. Wer von diesem Thriller viel Action, Verfolgungsjagden und Schießereien erwartet, wird enttäuscht werden. Die Handlung ist zum größten Teil aus der Perspektive von George Smiley beziehungsweise Peter Guillam erzählt und besteht vorwiegend aus Gesprächen, Erinnerungen und Berichten, die Smiley oder Guillam lesen. Dazwischen sind wenige kurze Sequenzen, die uns Jim Prideaux näher bringen, der an einer Privatschule französisch unterrichtet und ein eher kauziges Leben führt. Ich denke, man merkt es diesem Roman an, dass der Autor persönliche Erinnerungen und Erfahrungen eingearbeitet hat. Der Roman ist erstmals 1974 unter dem englischen Titel „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ erschienen sicherlich als Reaktion auf die Enthüllungen der Affäre um Kim Philby, die 1963 dazu geführt hat, dass le Carré den Britischen Geheimdienst verlassen musste. Es lohnt sich, vor der Lektüre oder dem Hören des Hörbuchs, sich mit diesen Entwicklungen etwas vertraut zu machen. So ganz ohne gewisse Kenntnisse über den Kalten Krieg und die wichtigsten Enthüllungen wird man sehr vieles nicht verstehen. Mir fallen praktisch jedes Mal, wenn ich einzelne Passagen noch mal höre, neue Einzelheiten und Zusammenhänge auf. Der englische Titel „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ bezieht sich auf einen beliebten englischen Abzählreim, der jedem Kind in irgendeiner Abwandlung bekannt ist: „Tinker, tailor, soldier, sailor, rich man, poor man, beggar man, thief” Wer der „Tinker“ und der „Tailor“ ist, habe ich bis jetzt nicht sicher herausgefunden. Den „Soldier“ und den „Spy“ meine ich, identifiziert zu haben. Als Gewohnheitsleser von Thriller, die in der Gegenwart spielen, fand ich es sehr interessant, wie sich die Agenten gegenseitig informiert hatten, in einem Zeitalter ohne Handy und Computer. Ein Badeanzug vor dem Fenster, ein Plakat an einer Wand oder ein hochgestellter Kragen zeigte dem anderen, ob ein Treffen stattfindet oder ob die Luft rein ist. Mit jeder Verabredung wurden gleichzeitig mehrere Ersatzverabredungen getroffen, falls die erste nicht klappte. Das Hörbuch in der mp3 Version ist auf 2 CDs, auf insgesamt 39 „tracks“ in der Dauer von 4 bis zu 32 Minuten, was für die Orientierung auf dem mp3-Player teilweise fast etwas lange ist, wenn man den Faden mal verloren hat. Auf dem Hörbuch gibt es keine Musik oder Hintergrundgeräusche. Der Sprecher Rainer Maria Erhardt versucht beim Lesen verschiedene Stimmen zu intonieren, so dass man bei Gesprächen gut versteht, wer gerade spricht. Bei Hörbüchern, die zu so großem Anteil aus wörtlicher Rede bestehen, ist mir das für das Verständnis sehr wichtig. Die größeren Kapitel sind durch Untertitel gekennzeichnet, die auf den Inhalt vorbereiten und praktischerweise der Aufteilung der „tracks“ entsprechen. Bei Perspektivwechseln innerhalb der Kapitel hat mir der Sprecher manchmal etwas zu schnell darüber hinweg gelesen, so dass ich öfter zurückgehen musste, um den Übergang zu finden. Aber ich finde das viel weniger schlimm, wenn die Lesung dafür ungekürzt ist. === Mein Fazit === Ich habe von diesem Buch sehr viel mitgenommen. Anfangs musste ich mir das Verständnis etwas erkämpfen und mir erst etwas historische Hintergründe erarbeiten oder auffrischen. Es ist eine Welt, in der Vertrauen auf Misstrauen trifft und Loyalität auf Verrat, die mir persönlich völlig fremd ist, aber die doch veranschaulicht, wie fragil das Kräftegleichgewicht zur Zeit des Kalten Krieges gewesen ist. Dame, König, As, Spion ist sicher keine schnelle Lektüre für zwischendurch. Aber wer sich bereits etwas auskennt mit der Materie oder an der jüngeren Geschichte interessiert ist, wird mit spannender und subtiler Unterhaltung belohnt.

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