John le Carré Der Schneider von Panama

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Inhaltsangabe zu „Der Schneider von Panama“ von John le Carré

Spannend, bewegend, sarkastisch und amüsant ist le Carres Roman, der den Hörer in den "korrupten Operettenstaat" Panama entführt. Er erzählt die Geschichte Harry Pendels, des Prominentenschneiders mit dunkler Vergangenheit. Über seine Verhältnisse lebend und hoch verschuldet, wird Pendel zur leichten Beute des britischen Geheimdienstes.

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  • Rezension zu "Der Schneider von Panama" von John Le Carré

    Der Schneider von Panama
    sabisteb

    sabisteb

    16. November 2011 um 15:40

    Harry Pendel ist ein durch Fehlinvestitionen hochverschuldeter Herrenschneider in Panama City. Pendel ist bekannt in der Oberschicht und seine Frau ist die Chefsekretärin von Ernie Delgado, dem Vorsitzenden der Kanalkommission. Harry Pendel ist somit das perfekte Opfer für Andy Osnard, der für den britischen Geheimdienst arbeitet und Pendels eher unrühmliche Vergangenheit kennt. Er erpresst Pendel für England zu spionieren und weitere Agenten anzuwerben, als Gegenleistung will er dessen Geldprobleme beheben. Von den Umständen dazu gezwungen sieht sich Harry nur mit sehr viel Phatasie und Kreativität dazu in der Lage, Osnars Wünsche zu erfüllen. Er wird ein Meister des positiven Hörens. Dabei werden den Leuten gewisse Worte in den Mund gelegt, die sie vielleicht gesagt hätten, wenn sie ihnen zum richtigen Zeitpunkt eingefallen wären. Pendel greift die Fäden aus der Luft, verwebt sie und schneiderte Anzüge daraus, die der Realität perfekt passen. Diese Geschichte hat drei Aspekte: Jimmy Carter handelte 1977 mit General Omar Torrijos Verträge aus, nach denen der Kanal am 31. Dezember 1999 an Panama übergeben werden sollte. Das Buch „Der Schneider von Panama“ erschien noch vor diesem Zeitpunkt, nämlich 1999 und spielt mit den Rückgabeängsten bezüglich dieser wichtigen Seehandelsstraße. Die USA sind eine sichere Größe, aber Panama? Dieser Teil der Geschichte hat an Aktualität verloren und ist nun Geschichte, denn der Kanal wird nun schon seit vielen Jahren von der panamaischen Kanalbehörde verwaltet. Die Behörde ist autonom, allerdings wird ihr Vorstand vom panamaischen Präsidenten ernannt. Ein weiterer Aspekt dieses Romans ist der Angriff der USA auf Panama im Jahre 1989. Machthaber Manuel Noriega wurde dabei entführt. Etwas, was heutzutage kaum ein Europäer noch wissen dürfte, ein eher uninteressanter Aspekt Amerikanischer und Südamerikanischer Geschichte, zumindest aus europäischer Sicht. Der letzte Aspekt ist auch heute noch Aktuell. Man versucht verzweifelt einen Grund in ein Land einzumarschieren und Streut dafür so lange Gerüchte, bis keiner mehr die Wahrheit glaubt, auch wenn alle die Wahrheit sagen, denn wenn alle das gleiche dementieren, muss es eine geniale Lüge sein. So wird auch heute noch in den USA Politik gemacht. Das Hörspiel jedoch schafft es nicht, die in Buchform sicherlich geniale Geschichte zu vermitteln. Die Zeitsprünge sind irritierend und teils braucht man Zeit, um sie als solche zu erkennen. Die Intrige, die Harry Pendel spinnt, kommt im Hörspiel nur sehr verzwurbelt und schwer bis nicht nachvollziehbar rüber. Besonders mit dem Sprecher von Harry Pendel hatte ich nach dem Kinofilm von Pierce Brosnan ein echtes Problem. Harry Pendel wirkt in diesem Hörspiel uncool, peinlich und kleinbürgerlich, unter dem Pantoffel seiner Frau und irgendwie nimmt man ihm daher dieses feine Gespinst an Lügen überhaupt nicht ab. Fazit: Solides Radiohörspiel des WDR aus dem Jahr 1999.

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