Empfindliche Wahrheit

von John le Carré 
3,5 Sterne bei52 Bewertungen
Empfindliche Wahrheit
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Positiv (24):
Langeweiles avatar

Sehr komplexe und vielschichtige Geschichte

Kritisch (6):
U

Unter dem Decknamen Paul Anderson wird der im Innendienst des Außenministeriums arbeitende Christopher Probyn zu einer geheimen Mission nach

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Empfindliche Wahrheit"

In der britischen Kolonie Gibraltar findet eine streng geheime Anti-Terror-Operation statt: Ein islamistischer Waffenkäufer soll entführt werden. Die Drahtzieher: Fergus Quinn, ein hochrangiges Regierungsmitglied, und Jay Crispin, Chef einer internationalen Sicherheitsfirma.
Toby Bell, ein Mitarbeiter Quinns, stolpert über die geheime Aktion. Irgendetwas ist an der Sache faul und soll vertuscht werden. Seine Nachforschungen bringen ihn in eine gefährliche Lage. Toby muss sich zwischen seinem Gewissen und der Verpflichtung gegenüber dem britischen Geheimdienst entscheiden.
John le Carrés neuer Roman ist hochaktuell und brisant. In England stieg „Empfindliche Wahrheit“ sofort auf Platz eins der Bestsellerliste ein.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783550080364
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Ullstein Buchverlage
Erscheinungsdatum:18.11.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.12.2013 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr komplexe und vielschichtige Geschichte
    Empfindliche Wahrheit

    Ich habe bisher noch kein Buch dieses Autors gelesen,vielleicht fiel es mir deshalb so schwer mich an seinen Schreibstil zu gewöhnen. Die Geschichte beginnt in Gibraltar,wo ein islamistischer Waffenkäufer entführt wird. Der Protagonist Toby Bell ,Mitarbeiter eines hohen Regierungsmitglieds ,muß sich zwischen seinen dienstlichen Anweisungen und seinem Gewissen entscheiden,was ihn in immer größere Schwierigkeiten bringt. Dem Autor gelang es bis zum Schluß einen hohen Spannungsbogen zu halten ,man wurde erschreckend deutlich auf den Bezug zur Realität gestoßen. Fazit: Eine spannende ,wenn auch schwierig zu lesende Geschichte. Buchtitel: Empfindliche Wahrheit

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    Yagmurs avatar
    Yagmurvor 3 Jahren
    nicht überzeugend

    Inhalt

    Eine streng geheime Anti-Terror-Operation findet in Gibralter statt. Sie wird von Fergus Quinn, der ein hochrangiges Regierungsmitglied ist, und Jay Crispin, der Chef einer internationalen Sicherheitsfirma, geleitet. Bei dieser geheimen Operation soll ein islamistischer Waffenkäufer entführt werden. Quinns Mitarbeiter, Toby Bell, wird schnell klar, dass die Operation nicht einwandfrei verlaufen ist. Er bereitet Nachforschungen, die ihn in eine gefährliche Lage bringen.



    Meinung

    "Empfindliche Wahrheit" ist das erste Buch von John le Carré, welches ich gelesen habe. Und leider muss ich auch hinzufügen, dass es mich nicht vom Hocker gehauen hat. Es hat mich vielmehr enttäuscht.

    Als ich die erste Hälfte des Buches schon gelesen hatte, ist das Lesen immer noch zäh und holprig für mich gewesen. Ich konnte mich mit seinem Schreibstil nicht anfreunden. Obwohl mich das politische Thema angesprochen hat, ist es unter dem Schreibstil bedauerlicherweise untergegangen. Ich musste die Geschichte konzentriert lesen, damit ich so vom Inhalt etwas mitbekomme. Daher habe ich das Lesen sehr anstrengend empfunden.

    Zwischendruch habe ich auch das Gefühl bekommen, das Buch zu zuklappen und wegzulegen. Aber da ich es in einer Leserunde las, habe ich mich doch hin und wieder durch die Seiten gequält.

    Die zweite Hälfte des Buches ist angenehmer gewesen. Ich konnte teilweise flüssig lesen und bin kaum über die ein oder andere Stelle gestolpert. Die direkte, offene Wortwahl hat mir gefallen und ist authentisch gewesen.

    Dennoch frage ich mich: Wieso hat John le Carré nicht zu Beginn diesen Schreibstil verwendet, den er in der zweiten Hälfte des Buches benutzt? Es hätte vieles leichter gemacht.

    Zu dem erschwerten Lesen kommen noch starke Sprünge zwischen den Handlungen hinzu, die viel Konzentration verlangen. Damit habe ich auch Probleme gehabt und konnte schließlich dem Inhalt schwer folgen.

    Mit Mühe und Not habe ich das Buch doch noch zu Ende gelesen. Das Ende ist offen gestaltet. Ich hätte es besser empfunden, wenn es abgerundet wäre. Oder auch ein Epilog wäre angemessen gewesen. Aber so lässt die Geschichte am Ende den Leser mit viel zu offenen Fragen zurück, was zur Unzufriedenheit führt.

    Die Charaktere Kit und Toby sind zwar ganz in Ordnung, aber ich konnte mich nicht mit ihnen sympathisieren. Des Weiteren finde ich ihre Verhaltensweisen zu leichtsinnig und ihre Beweggründe sind mir nicht schlüssig gewesen. Die beiden sind mir einfach zu naiv und blauäugig. Das führt dazu, dass sie unrealistisch wirken und künstlich dargestellt sind.

    Letzten Endes bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass John le Carre nichts für mich ist. Mir hat das Buch den Eindruck verleiht, dass man entweder mit John le Carres Schreibstil zurecht kommt oder nicht. Leider gehöre ich zu der zweiten Gruppe.

    Mich konnte das Buch nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft habe. Folglich habe ich auch bedenken, erneut auf ein von John le Carrés Buch zu greifen und zu lesen. In Zukunft vermeide ich wohl seine Bücher eher. Schade eigentlich, denn die Themen klingen schon interessant.




    Fazit

    Ein interessantes Buch, das durch das erschwerte Lesen und dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil leider untergeht. Leider konnte es mich nicht überzeugen.

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    wusls avatar
    wuslvor 3 Jahren
    Spionage vom Altmeister

    Le Carré erfindet sein Genre nicht neu, aber diesmal hat er durchaus einen erfrischend jungen Erzählton für diesen Spionagethriller gewählt. Ich gebe zu, mir ist es an manchen Stellen ein bisschen zu humurvoll und das Augenzwinkern hätte manchmal gerne einem kräftigen Schußwechsel weichen dürfen. Aber vielleicht ist ja ein Spionagethriller doch mehr etwas unblutiges mit viel Hintergründigem und Unterschwelligem.

    Das Tempo war anfangs gemächlich und man hatte Zeit, sich in die Zeit, die Orte und die Personen einzufinden. Dann beginnt ein Verwirrspiel, in dem jeder sein eigenes Spiel zu spielen scheint, manch einer die Seiten wechselt oder man glaubt es zumindestens und der erste Schein gerne mal trübt. Jeder belügt jeden, die Moral bleibt allerorten auf der Strecke. Auch Minister und andere hohe Tiere nutzen ihre Macht und spinnen Intrigen. Es gibt natürlich ein paar Tote und es drohen Enttarnung und Kriegsausbruch.

    Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was für die Handlung auch besser ist, da man sonst schon mal den Faden verlieren könnte. Für mich war es etwas zu verkopft um die volle Punktzahl zu bekommen. Aber der gute Schreibstil des Autors und sein hervorragendes Wissen über Politik und Machtstrukturen, über Geheimdienste und menschliche Abgründe machen das Buch trotzdem zu einer interessanten Lektüre, die meiner Meinung nach mal wieder das Potential zur Verfilumung hat.
    Gute 4 Sterne von mir.

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    anywayss avatar
    anywaysvor 3 Jahren
    Empfindliche Wahrheit

    John le Carré war noch nie ein nur „bequemer“ Autor, bei seinen bisherigen Büchern musste man immer mitdenken, unausgesprochenes hinzudichten oder das wüste Knäuel an Fallverstrickungen auseinander wirren. In seinem neuesten Werk übertrifft sich der ungekrönte Meister des Spionageromans aber enorm, und das meine ich nicht im positiven Sinne. Woran liegt es das ich zu so einem Fazit kommen, zum einen an den fast gänzlich fehlenden Spannungsbögen zum anderen ist die Story an sich ist irgendwie grotesk. Ein Ministerialbeamter, der nie, von seinen früheren Botschaftstätigkeiten mal abgesehen, im Außendienst tätig war, wird jetzt als Mittelsmann geködert. Nicht unbedingt mit Geld, aber Ruhm und Ehre vielleicht. Angeblich hält sich auf Gibraltar ein Topterrorist auf, dieser soll dingfest gemacht werden und Paul, unser Ministerialbeamter darf Agent spielen. Angeblich geht beim Zugriff alles glatt. Paul bekommt später einen super Job in der Karibik und wird sogar von der Queen geadelt. Drei Jahre später hat er eher ungewollt Kontakt mit einem Soldaten, der die Mission auf Gibraltar ebenfalls unterstützte, dieser offenbart ihm die angebliche Wahrheit. Die Drahtzieher der damaligen Operation sind nicht gerade erfreut und torpedieren die „Enthüllung“ auf allen Ebenen.
    Das kurz zur Story. Aus verschiedenen Sichten werden nun die Dinge vorher und nachher von zwei Protagonisten geschildert. Dieser Szenen- und Personenumschwung fiel mir nicht leicht. Irgendwie kam bei mir auch nie ein Anflug von Spannung auf. Ich würde fast sagen die Geschichte dümpelt vor sich hin. Lediglich auf den letzten fünf Seiten gibt es einen Spannungsbogen der abrupt, man ahnt es, endet. Das ist mir zu wenig.

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    I
    Islaendervor 3 Jahren
    Empfindliche Wahrheit

    In diesem Buch "Empfindliche Wahrheit" von John le Carré nimmt er Bezug zur internationalen politischen Situation. Es geht um die Verquickung von Politik und privaten Söldnerarmeen, sowie Umgehen von rechtlichen Vorgaben und deren Auswirkungen. Es ist sehr gut geschrieben und spannend dargestellt. Dieses Buch ist jedoch nur zu empfehlen, wenn man sich für Politik interessiert. Ich werde auf jeden Fall den Schriftsteller im Auge behalten und mir andere Bücher von ihm besorgen.

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    brauchnixs avatar
    brauchnixvor 3 Jahren
    Gegenspionage

    Es war mein erstes Buch von le Carré – auch wenn ich schon einige seiner Buchverfilmungen mit Begeisterung gesehen habe. Spionage ist nicht hundertprozentig mein Genre. Aber wenn schon Spionageroman, dann doch bitte einen vom Altmeister.

    Mit scharfer Feder und ausgefeiltem Sprachwitz erzählt le Carré einen durch und durch ausgeklügelten Plot in dem sich korrupte Politiker, illoyale Agenten, geheimdienstliche Morde und ähnlich genretypisches aneinanderreihen und den Leser nicht zur Ruhe kommen lassen. Und auch wenn hier die geballte Spionagekraft auf einen herniedergeht, so ist das Buch nie überzogen oder gar unglaubwürdig. Was ja schon ein bisschen Angst macht, denn man glaubt dem Autor jedes Wort seiner Fiktion.

    Die nationale Geheimhaltungspflicht treibt hier mal wieder gefährliche Blüten und nach den aktuellen Geschehnissen in der realen Welt liest man den Roman besonders aufmerksam und mit dem dumpfen Gefühl, dass hier etwas gehörig falsch läuft in der westlichen Welt.
    Die Charaktere sind glaubwürdig und man fiebert mit ihnen mit und versucht für sich selbst zu ergründen, wie man selber entscheiden würde, wenn man in ähnlichen Situationen wäre. Als ist das Buch der beste Beweis, dass auch eine erfundene Geschichte durchaus Wahrheit und Wahrhaftigkeit in sich bergen kann.
    Mit hat das Buch wirklich gut gefallen. Vor allem der sarkastische Erzählstil

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    bblubbers avatar
    bblubbervor 3 Jahren
    nicht ganz mein Fall

    Ich habe von le Carre ja noch nichts gelesen aber mein Interesse wurde durch die Leseprobe durchaus geweckt. Echte Spionagethriller von einem Alt-Meister des Fachs sollte man durchaus mal probieren. Leider habe ich mich etwas schwer damit getan. Dies lag wohl hauptsächlich am Erzähltempo, dem für meinen Geschmack etwas die nötige Geschwindigkeit fehlte, um mich bei der Stange zu halten. Der sarkastische Ton hat mir durchaus gefallen, allerdings sind die Protagonisten teilweise etwas zwiespätige Charakter und ich tat mir schwer damit, einen Helden für mich auszumachen. Das kann natürlich auch am Genre liegen, welches sicherlich mit den Begriffen Gut und Böse besonders stark spielt und in dem Heimlichkeiten und Lagerwechsel ebenso dazu gehören, wie doppelte Identiätten und doppelte Spielchen.
    Die Aktualität ist sicherlich gegeben - wie wohl in den letzten 50 Jahren immer wieder, wenn man all die Spionageskandale zusammenzählt. Dennoch fehlte mir irgendwie etwas die Aktion und der Unterhaltungsfaktor, die beide neben Informationen und Strategiegeplänkel zurückstehen mussten. Nicht ganz mein Fall.

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    monstervor 4 Jahren
    empfindliche Wahrheit

    In der britischen Kolonie Gibraltar beginnt diese Geschichte anfangs noch ganz harmlos mit ein bisschen Spionage und ein wenig Thrill für den unbedarften Angestellten. Der Spion scheint ziemlich ungeübt und neu im Geschäft. Aber es scheint ja auch keine so schwierige Sache zu sein. Aber schon bald ist er wirkelt in ein Fall von weltumspannenden Ausmaßen und er ist nicht der einzige, der sich entscheiden muss, auf welcher Seite er steht, nein welche Seite überhaupt die Richtige ist und wie weit Geheimdienste überhaupt gehen dürfen.

    John le Carré versteht es einfach, einen spannenden und gleichzeitig klugen Spionagethriller zu schreiben, der alle Inkredenzien hat, die ein guter Roman dieses Genres braucht. Helden, in diesem Fall mehr als einen, die facettenreich und mit ein paar Grauschattierungen geschildert werden. Einen geheimen Spionagefall, der nicht nach Plan verläuft und droht an die Öffentlichkeit zu geraten. Verschiedene politische und geheimdiensttechnische Parteien, die nicht alle am selben Strang ziehen. Jede Menge Geheimnisse und Bedrohungen. Und die Frage nach der Moral und der persönlichen Schmerzgrenze der Beteiligten. Ach ja, und ein großes Maß an Aktualität und versteckten tatsächlichen Geschehnissen im Gewand einer Geschichte des Altmeisters.

    Mit großem Vergnügen habe ich dieses Buch gelesen. Keine Seite habe ich mich nicht ugt unterhalten gefühlt. In diesem Roman von le Carré kommt vor allem seine Ironie und sein Sarkasmus voll zur Geltung und entlockt dem Leser trotz allen Dramas immer wieder ein Schmunzeln. Weniger blutige Aktion als vielmehr psychologischer Suspence zeichnen das Buch aus und lassen keine Zeit zum Verschnaufen.
    Wer einen intelligent gestrickten Spionageroman sucht, in dem es nicht nur Schwarz und Weiß sondern jede Menge Grautöne gibt und die Guten nicht nur Gutes tun aber immer noch besser sind als die vermeintlich Bösen, der ist hier genau richtig. Le Carré ist sicherlich nicht mehr der Jüngst, soviel ich weiß. Aber die Altersweisheit und die Ruhe tuen diesem Genre wirklich gut.
    Volle Punktzahl von mir.

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    bblubbers avatar
    bblubbervor 4 Jahren
    Nicht ganz mein Fall

    Ich habe von le Carre ja noch nichts gelesen aber mein Interesse wurde durch die Leseprobe durchaus geweckt. Echte Spionagethriller von einem Alt-Meister des Fachs sollte man durchaus mal probieren. Leider habe ich mich etwas schwer damit getan. Dies lag wohl hauptsächlich am Erzähltempo, dem für meinen Geschmack etwas die nötige Geschwindigkeit fehlte, um mich bei der Stange zu halten. Der sarkastische Ton hat mir durchaus gefallen, allerdings sind die Protagonisten teilweise etwas zwiespätige Charakter und ich tat mir schwer damit, einen Helden für mich auszumachen. Das kann natürlich auch am Genre liegen, welches sicherlich mit den Begriffen Gut und Böse besonders stark spielt und in dem Heimlichkeiten und Lagerwechsel ebenso dazu gehören, wie doppelte Identiätten und doppelte Spielchen.
    Die Aktualität ist sicherlich gegeben - wie wohl in den letzten 50 Jahren immer wieder, wenn man all die Spionageskandale zusammenzählt. Dennoch fehlte mir irgendwie etwas die Aktion und der Unterhaltungsfaktor, die beide neben Informationen und Strategiegeplänkel zurückstehen mussten. Nicht ganz mein Fall.

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    L
    Lese-Bienchenvor 4 Jahren
    Wildlife

    Operation Wildlife - ich habe das Buch beendet und kann ehrlich gesagt nicht sagen, was nun hinter der Operation Wildlife steht.
    Alles fängt damit an, dass ein Mitarbeiter - Diplomat - des Außenministeriums nach Gibraltar geschickt wird um dort für den damaligen Staatsminister Quinn an der Operation "Wildlife" mitzuwirken. Zusammen mit den Amerikanern wollen die Briten irgend einen Verbrecher hochnehmen. Eine absolut geheimes handeln, aber was stimmt mit dieser ganzen Aktion nicht. Und was für mich immer noch fraglich ist, wer ist Jay Crispin. Leider hat das Buch nur noch mehr fragen für mich aufgeworfen als beantwortet. Das erste Kapitel ist verwirrend und der Schreibstil ziemlich gewöhnungsbedürftig. Vom 2. Kapitel über Toby Bell war ich begeistert, endlich erfährt man Zusammenhänge. Was ist damals in Gibraltar passiert und warum. Blöderweise erfährt man das tatsächliche warum auch am Ende des Buches nicht. Toby Bell ein erfolgreicher junger Mitarbeiter, rechte Hand von Quinn - weiß aber von nichts. Wird durch Zufall und Neugierde in den Fall verwickelt und dann 3 Jahre später kommt alles nochmal auf. Nur weil einer der Agenten der Spezialeinheit - Jeb - mit dem was damals passiert ist nicht mehr Leben kann und den Dipolomaten "Paul" aufsucht. Paul der in Wirklichkeit Kit heißt, lebt zwischenzeitlich auf dem Land und genießt sein Ruhestand. Ihm hat der Sondereinsatz "Wildlife" die Ritterwürde gebracht. Aber was tatsächlich schief gelaufen ist bzw. das etwas schief gelaufen ist, erfährt er erst nach dem Jeb bei ihm auftaucht. Langsam fängt auch Kits Gewissen an ihn zu quälen und er möchte rausfinden, was passiert ist, damals in Gibraltar. Er möchte die geheimen Machenschaften von Quinn, der aufgrund dieses Einsatzes ebenfalls degradiert wurde, endlich ans Licht bringen. Die "empfindliche Wahrheit" die nicht nur seinem neuen Freund Jeb das Leben kostet sondern vielleicht auch Toby und seiner Tochter Emily. Die restlichen Kapitel sind im gleichen Stil aber einfach spannend geschrieben. Man fiebert dem Ende entgegen, nur um eigentlich nichts zu erfahren. Es passiert noch einiges aber nichts wird wirklich aufgeklärt. Es wird alles von ganz oben geheim gehalten und es wird alles drangesetzt um dieses Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Jeder wird unter Druck gesetzt oder gar ermordet. So wird auch der Leser im Ungewissen gehalten.
    Ich gestehe, am besten hat mir an dem ganzen Buch das Cover gefallen. Ich bin vom Ende enttäuscht, da der Leser leider nichts erfährt und mehr Fragen am Ende offen stehen, als die am Anfang zu vermuten waren.

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