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Schüler der 11. Klasse erzählen von ihren teilweise sehr großen Problemen. Besonders in Form und Stil, aber auch sehr verworren.

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Inhaltsangabe zu "Klassenbuch"

Was macht die digitale Welt mit unseren Köpfen?
Neun Jugendliche an der Grenze zwischen Realität und Virtualität, Beschleunigung und Verlangsamung: Erik, Stanko, Emily, Bea, Lenny, Annika, Nina, Li und Henk taumeln und rasen in Richtung Erwachsensein. Sie sind Hochbegabte und Schwänzer, Suizidgefährdete und Magersüchtige, Aktivisten und Computernerds, Selbstdarsteller und Unsichtbare, deren Wirklichkeit mit den digitalen Möglichkeiten verschwimmt. Neun Gefangene ihrer eigenen Welten, für die es nur wenige Momente von Freundschaft und Wahrhaftigkeit zu geben scheint.
Was als Kranz isolierter Perspektiven beginnt, verwandelt sich zu einem fein verästelten Gesamtgebilde, in dem alles auf überraschende Weise miteinander interagiert und sich allmählich zu einem gemeinsamen Schicksal verdichtet: zu einer Reise an die Ränder der digitalen Welt, aus der kein Klick zurückführt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832198343
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:350 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:21.03.2017

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    Bookster_HROvor einem Jahr
    John von Düffel | KLASSENBUCH

    INHALT: Als eine Grille im Klassenzimmer unermüdlich aber unentdeckt ihr Liedchen zirpt, lässt die Lehrerin Frau Höppner ihre Elftklässler kurzerhand einen Aufsatz über La Fontaines Fabel DIE GRILLE UND DIE AMEISE schreiben. So verschieden die Jugendlichen, so verschieden sind auch die Arbeiten. Lenny, der Nerd, von allen einstimmig als Vollidiot abgestempelt, schreibt ganz anders als Beatrice, die Selbstmordkandidatin. Der notorische Schulschwänzer Henk, der in Clubs rumhängt und Drogen vertickt, hat ganz andere Ziele als die hochbegabte Li, die mit ihrer Opernstimme eine Gesangskarriere anstrebt. Neun Schüler sind es, die zwischen Realität und Virtualität nach ihrem Platz in der Welt suchen.

    FORM: John von Düffel (*1966) hat für KLASSENBUCH tief in die Trickkiste gegriffen und ein kleines Mindfuck-Wunderwerk gezaubert, das vor Twists und Haken nur so strotzt. Dabei fängt alles ganz locker an.

    Im ersten der beiden Teile lesen wir die Hausarbeiten über die Grille. Alle Schüler werden auf diese Weise vorgestellt, erhalten ihre Tiefe, ihre Ziele und Absichten. So weit, so gut. Im zweiten Teil kommt die ganze Belegschaft nochmal der Reihe nach zu Wort. Diesmal aber nicht hinter dem Schutzmantel der Klassenarbeit, die Frau Höppner ja zu lesen bekommt, sondern echt, mit allen Problemen und Ängsten – die wahre Stimme aus der Tiefe des Herzens. Und hier wird dem Leser erst klar, wie es wirklich um die Klasse bestellt ist, wer das Sagen hat, wer sich verstellt und über wen es nur Gerüchte gibt. Ein Aha-Effekt jagt den nächsten und mit jeder Wortmeldung muss der Leser das bisher Gelesene neu sortieren.

    Einen wichtigen Part in diesem sozialen Wirrwarr übernehmen die Digitalen Medien, denen sich die Schüler wie selbstverständlich unterwerfen. Hier blickt von Düffel ein wenig in die Zukunft, die aber auch nicht mehr weit entfernt zu sein scheint. Dass die moderne Technik schier unbegrenzte Möglichkeiten bietet und dass das Internet eine der bahnbrechensten Erfindungen der letzten Jahrzehnte darstellt, ist unbestreitbar. Dass aber das Überangebot und das ständige Online-Dasein das Leben im Endeffekt eher verkompliziert als erleichtert, wird auch immer deutlicher. Und auch in KLASSENBUCH (was für ein schöner analoger Titel) ist die digitale Welt Fluch und Segen. Sicher, Social-Media-Kritik ist nichts Neues, aber selten wurde sie so kunstvoll dargebracht wie in diesem Roman.

    FAZIT: Kaum zu fassen, aber KLASSENBUCH war mein erstes Buch von John von Düffel, einem Autor von dem ich schon viel gehört habe und der mich schon seit Jahren reizt. Jetzt endlich durfte ich mich von seiner Könnerschaft überzeugen und verspreche: Das wird nicht mein letzter Roman von ihm sein. KLASSENBUCH ist große Kunst – fünf Sterne!

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

    Kommentare: 1
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    Lit-Trips avatar
    Lit-Tripvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schüler der 11. Klasse erzählen von ihren teilweise sehr großen Problemen. Besonders in Form und Stil, aber auch sehr verworren.
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    Pergamentfalters avatar
    Pergamentfaltervor 5 Monaten
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    Haeddlvor einem Jahr

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