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Daniliesing

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

Damit wir hier schön diskutieren können, habe ich mir zu jedem Leseabschnitt mindestens eine Frage überlegt, die ihr gern beim Posten eurer Eindrücke mit einbinden könnt.

Frage zu Teil 1:

Hättet ihr an Louisas Stelle den Job angenommen? Welche Befürchtungen oder Erwartungen hättet ihr im Vorfeld eventuell gehabt?

VeroNefas

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)
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@Daniliesing

Ich habe das Buch ja schon gelesen und witzigerweise habe ich mir beim Lesen genau die selben Gedanken gemacht. Ich fand, man konnte einfach wunderbar nachvollziehen, wie es Lou in dieser Zeit ging, nachdem sie ihren Job verloren hat, wie sehr sie sich irgendwo auch dafür geschämt hat "nie gut genug" zu sein. Das ist so menschlich und steckt wahrscheinlich in jedem von uns, dass ich das sehr gut nachvollziehen konnte.

Ich an ihrere Stelle hätte den Job angenommen, weil er ja zum einen ein absehbares Ende hatte ( egal wie schlimm es geworden wäre oder werden würde. 6 Monate hält man durch). Meine Befürchtung und auch Erwartung deckte sich wohl mit der von Lou. Im ersten Moment denkt man bei einer solchen Stellenbeschreibung an einen alten, vielleicht sogar schon dementen Menschen, der vielleicht auch durch seine Krankheit sehr schwer zu ertragen ist (menschlich). Ich hätte vielleicht auch Angst davor gehabt mich nicht durchringen zu können, diesen Menschen dann - im Notfall - zu berühren, zu waschen, zu füttern etc. pp. Das hört sich zwar so leicht an, aber im Endeffekt sind solche Aufgaben sehr happig. Gerade, wenn es um ältere Menschen geht die einem im Grunde fremd sind. Bei Kinder bzw. jüngeren oder gleichaltrigen Menschen fällt sowas irgendwie leichter.

Besonders hart war für mich aber der Prolog, vielleicht weil diese wenigen Seiten und dieser eine letzte Satz einem klar gemacht hat, wie schnell alles anders sein kann und wie dankbar man für jeden Tag sein muss, den man gesund lebt und erlebt.

"Das Letzte, was er sieht, ist ein Lederhandschuh, Augen unter einem Helm, den Schock im Blick des Mannes, der seinen eigenen spiegelt. Dann explodiert alles.
Und dann ist da nichts mehr." (Seite 12)

Lesefee86

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)
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Nur ein kurzes Zwischenwort: Ich habe gerade den Prolog gelesen und ich muss sagen, dass das natürlich schon mal ein guter Cliffhanger ist und einen am lesen hält. Aber auch der SChreibstil gefällt mir von Anfang an.... Nun bin ich gespannt Lou kennen zu lernen...

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Geschichtenabenteurerin

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

Laurili schreibt:
Denn wie ist es eigentlich, von jetzt auf gleich im Rollstuhl zu landen?

Also wirklich schön ist es nicht, ich hatte einen schweren Autounfall und war selbst 4 Monate im Rollstuhl gesessen, ich muss sagen ich bin froh das ich meine Familie und meinen Freund hatte...eine schöne Zeit war das sicherlich nicht und wenn sich dann auch noch alle abwenden, dann ist es bestimmt einfach nur grauenvoll....

Geschichtenabenteurerin

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)
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Puh, also Buch, ich hab es ja schon durch, kam nur nicht zum Posten weil mein Inet mal wieder nicht ging… alsoo…
Den Anfang fand ich eigentlich schon gut geschrieben, allerdings muss ich sagen das ich nach und nach immer mehr das Gefühl hatte so etwas schon mal gehört zu haben (Ziemlich beste Freunde) aber im Grunde ist es doch dann eine völlig andere Beziehung und Geschichte.
Zu deiner Frage: Ja, ehrlich gesagt hätte ich den Job auch angenommen, ich meine wenn man das Geld so dringend braucht wie Lou, dann würde ich genauso handeln und das nehmen was ich kriegen kann (ehrlich gesagt befinde ich mich demnächst in einer ähnlichen Situation, wenn ich 4 Wochen überbrücken muss, von meiner jetzigen Ausbildung, die bald rum ist zu meiner neuen die erst im September anfängt) und ich sage mal wenn der Zeitraum sowieso befristet ist (6 Monate) dann kann man schon sagen, Augen zu und durch.
Lou ist, wie ich finde, eine wirklich sympathische, schräge Protagonistin, die mir persönlich sofort ans Herz gewachsen ist. Ich kann mich in manchen Punkten mit ihr wirklich identifizieren und das finde ich immer besonders schön an Büchern. Ich finde es toll das sie auch nicht aufgibt obwohl alles gerade iwie mies läuft (Job verlieren..)
Was sie allerdings von diesem Patrick will, ist mir gänzlich schleierhaft, ich mag solche Typen nicht und ich finde auch dass er nicht zu Lou passt…

BeautyBooks

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

Geschichtenabenteurerin schreibt:
Also wirklich schön ist es nicht, ich hatte einen schweren Autounfall und war selbst 4 Monate im Rollstuhl gesessen, ich muss sagen ich bin froh das ich meine Familie und meinen Freund hatte...eine schöne Zeit war das sicherlich nicht und wenn sich dann auch noch alle abwenden, dann ist es bestimmt einfach nur grauenvoll....

:/ .. Und in diesen Momenten sieht man dann erst Recht, wer wirklich deine wahren Freunde sind.. Wer noch hinter dir steht, oder wer dich fallen lässt..

martina400

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

BeautyBooks schreibt:
:/ .. Und in diesen Momenten sieht man dann erst Recht, wer wirklich deine wahren Freunde sind.. Wer noch hinter dir steht, oder wer dich fallen lässt..

ja schon schlimm, wenn man dann so richtig merkt, worauf die Mitmenschen Acht nehmen. Andererseits weiß man somit auch, auf wen man sich wirklich verlassen kann. Darum ist das Wort "Freunde" auch so schwierig find ich. Viele sind halt doch nur "Bekanntschaften", denn wirklich Freunde (die jahrelang einen begleiten) zu finden ist schwer.

Zampaline

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)
@martina400

Leider erkennt man wahre freunde immer erst in schweren Zeiten. Mein Onkel hat mir mal nen tollen spruch in mein Poesiealbum geschrieben als ich noch Jünger war...

"Im Glück erfährt du nicht wers ehrlich mit dir meint,
nur wer im Unglück zu dir hält, der ist dein wahrer Freund."

Irgendwie ist der Spruch immer hängen geblieben. Und ich glaube er stimmt auch.

britta70

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

Zampaline schreibt:
Leider erkennt man wahre freunde immer erst in schweren Zeiten. Mein Onkel hat mir mal nen tollen spruch in mein Poesiealbum geschrieben als ich noch Jünger war... Im Glück erfährt du nicht wers ehrlich mit dir meint, nur wer im Unglückzu dir hält, der ist dein wahrer Freund. Irgendwie ist der Spruch immer hängen geblieben. Und ich glaube er stimmt auch.

Wie wahr!
Auch das ist eine Lektion, die Will lernen musste. Sie hat ihm dabei geholfen, den Blick von Äußerlichkeiten auf das Wesentliche zu lenken.

nana_what_else

vor 6 Jahren

Leserunde Teil 1: Anfang - Kapitel 4 (Seite 88)

Zampaline schreibt:
Leider erkennt man wahre freunde immer erst in schweren Zeiten. Mein Onkel hat mir mal nen tollen spruch in mein Poesiealbum geschrieben als ich noch Jünger war... "Im Glück erfährt du nicht wers ehrlich mit dir meint, nur wer im Unglück zu dir hält, der ist dein wahrer Freund." Irgendwie ist der Spruch immer hängen geblieben. Und ich glaube er stimmt auch.

Stimmt. Gemeinsam zu lachen, ist leicht. Gemeinsam zu weinen, fällt schon schwerer.
Aber ich denke, Will hatte dann auch mit den Leuten, die er einmal für seine Freunde gehalten hatte, abgeschlossen. Das war auch etwas sehr schönes..

Wo anfangs noch unbändige Wut zu spüren war, wars dann nur noch Gleichgültigkeit, vielleicht sogar Erleichterung. Dass ihn diese Leute wie eine heiße Kartoffel fallen ließen, tat ihm schlussendlich nicht mehr wirklich weh..

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