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Zeilenxgefluester

vor 1 Jahr

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Nachdem ich die Bücher "Ein ganzes halbes Jahr" und "Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes gelesen hatte wollte ich unbedingt mehr. Meine Mama hatte dieses Buch schon länger auf ihrem Ebook Reader, ohne dass ich es wusste. Eigentlich lese ich solche Bücher nicht gerne, finde sie meistens zu langweilig und spannend sind sie meistens auch nicht. Hier war es aber anders. Bis es zu dunkel und zu kalt auf meinem Balkon wurde, habe ich gelesen. Ich war so gebannt von der Geschichte und wollte wissen, ob Jennifer und Anthony sich wiederfinden. 


Das Buch spielt in drei verschiedenen Zeiten. Anfangs hat es mich etwas gestört, da man schnell durcheinander kommt, wenn man das Buch nicht in einem Zug liest. Ich würde jedem raten, keine anderen Bücher währenddessen zu lesen, sondern sich wirklich nur auf dieses einzulassen. 

Einmal gibt es da  Ellie Haworth. Sie ist Journalistin bei einer bekannten Zeitung, doch seit dem sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat, sinkt ihre Leistung immer mehr. Von ihrer Arbeit und Freundeskreis bekommt sie nur abfällige Kommentare zu hören, doch einfach Schluss zumachen käme für sie überhaupt nicht in Frage. Seit einem Jahr ist sie unfassbar verliebt in diesen Mann, doch hat zu große Angst ihn zu verlieren, wenn sie ihm ihre Gefühle gestehen würde. Anlässlich eines Jubiläums der Zeitung bekommt sie von ihrer Chefin eine letzte Chance, indem sie einen großen Artikel schreiben darf. Beim Stöbern im Archiv findet sie wunderschöne und alte Briefe, die ein unbekannter Verfasser geschrieben hat. Bei Nachforschungen findet sie heraus, dass die Liebesbriefe an Jennifer Stirling adressiert wurden.

Die zweite Zeit spielt in der Vergangenheit. Jennifer Stirling wacht nach einem schweren Autounfall wieder auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie erfährt, dass sie einen sehr wohlhabenden Mann hat, viele Freunde, ein tolles Haus in London und vor ihrem Gedächtnisverlust das Leben mit all seinen Vorzügen genossen hat. Doch immer wenn sie etwas von ihrem Unfall wissen möchte, wird schnell das Thema gewechselt. Jennifer verzweifelt immer mehr. Eines Tages findet sie jedoch Briefe, die sie vermuten lassen, dass sie einen Geliebten hatte. Leider kann sie sich nur nicht mehr an ihn erinnern ...

Die dritte Zeit spielt noch weiter in der Vergangenheit und erzählt die Geschichte von Jennifer, die in ihrem Sommerhaus in Südfrankreich den Journalisten  Anthony O'Harekennenlernt. Umso öfters die beiden sich heimlich treffen desto mehr verlieben sie sich ineinander. Da Jennifer verheiratet ist und man sich in dieser Zeit nicht einfach so scheiden lassen kann, ohne gesellschaftlich verachtet zu werden, ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt. 

Es ist einfach herzzerreißend zu lesen, wie Anthony und Jennifer um ihre Liebe kämpfen. Man kann sich kaum vorstellen wie Jennifer unter diesem Gesellschaftlichen Druck steht. Da sie keine Ausbildung hat und nur als schöne Vorzeigefrau von ihrem Mann benutzt wird, kann sie es sich absolut nicht leisten sich von ihm zu scheiden. Selbst ihr Familie würde keinen Kontakt mehr zu ihr haben wollen. Trotzdem sieht man durch Ellie, dass selbst in dieser Zeit mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat und das macht es umso interessanter.

Nach jedem Kapitel hat Jojo Moyes die letzten Worte einer Beziehung gesetzt. Da sieht man erst mal, wie unterschiedliche Trennungen es gibt - ob kurze, lange, ältere, einfühlsame oder gefühlslose.

Glückliche Tage sollen nicht mehr sein ... Der Fehler ist nicht dein, sondern mein. (Mann an Frau, per Postkarte)  

Autor: Jojo Moyes
Buch: Eine Handvoll Worte
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