Jolien Janzing

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Jolien JanzingDie geheime Liebe der Charlotte Brontë
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Die geheime Liebe der Charlotte Brontë
Die geheime Liebe der Charlotte Brontë
 (32)
Erschienen am 14.01.2016

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Rezension zu "Die geheime Liebe der Charlotte Brontë" von Jolien Janzing

Die geheime Liebe der Charlotte Brontë
Buecherwurm1973vor 2 Jahren

Das Leben als Pfarrerstochter ist Charlotte Brontë zu wenig. Sie möchte ihr Französisch in Brüssel verbessern. Im Pensionat von Claire Heger hofft sie alles zu erlernen, um eine Schule gründen zu können. Zusammen mit ihrer Schwester Emily wird sie 6 Monat auf dem Festland verbringen. Während Charlotte die Stadt erkundet, schottet sich Emily ab. Charlotte begleitet Constantin Heger auf seinen Touren in die Armutsviertel. Ihre Bewunderung weicht bald Liebe. Obwohl Constantin auch Gefühle für sie hegt, bleiben nichts als ihre Liebesbriefe. Charlotte reist schweren Herzens mit ihrer Schwester nach Hause.

 

Am Anfang der Geschichte gibt es eine Erzählerin, die den Leser quasi in die Geschichte einführt. Anfangs ist sie ziemlich präsent und kommt ab Mitte des Buches  schliesslich nicht mehr Wort. Mich hat sie ziemlich genervt. Sie hat so einen naiven und überschäumenden Unterton eines kleinen Mädchens.

Eines vorweg, wer eine Biografie von Charlotte Brontë erwartet, wird enttäuscht sein. Denn das Buch handelt nur von diesem Aufenthalt in Brüssel. Nicht einmal dies hat sie meiner Meinung nach befriedigend hinbekommen. Zweifelsfrei hat Jolien Janzing die damalige Zeit und dessen Geschehnisse treffend beschrieben. So gibt es zum Beispiel einen unnötigen Handelsstrang eines jungen Mädchens, das die Mutter zur Mätresse des Königs machen will. Klar, es begegnet Charlotte immer wieder. Ich vermute, dass die Autorin damit das damalige Weltbild skizzieren wollte. Doch dieser Handelsstrang nimmt viel zu viel Platz ein.

Die Beschreibung der Gefühle der Liebenden Charlotte Brontë und Constantin Heger waren für mich der Lichtblick. Aber leider sind sie nur wenig vorhanden. Denn die Autorin will so vieles erzählen. Somit kommt der eigentliche Kernpunkt des Buches zu kurz.

Wer aber wissen will, auf wessen Tatsachen das Buch „Jane Eyre“ beruht, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.

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Rezension zu "Die geheime Liebe der Charlotte Brontë" von Jolien Janzing

Überzeugendes Charakterbild
Isaoperavor 3 Jahren


Das vorliegende Buch hatte mich thematisch sehr interessiert, weil ich alle Werke der Bronte-Schwestern verschlungen habe und wirklich mehr über die Autorinnen erfahren wollte. Das Buch hat einen Schreibstil, der dem von "Jane Eyre" wirklich ähnelt, teilweise wird der Leser zum Beispiel direkt angesprochen.
Neben der Geschichte von Charlotte gibt es noch einige Nebenhandlungen, die ich auch durchaus interessant fand. Dadurch entsteht für mich ein recht rundes Bild der belgischen Gesellschaft zur damaligen Zeit. Auch der Gegensatz zwischen den harten Engländerinnen und den leidenschaftlichen Belgiern kommt wirklich gut raus.
Insgesamt hätte ich mir ein wenig mehr Bezug zu "Jane Eyre" bzw. allgemein zum Werk der beiden (Emily & Charlotte, die hauptsächlich Thema sind) gewünscht. Ebenso ein ausführliches Nachwort der Autorin, in der sie beschreibt, was war ist und was Fiktion.
Ich kann das Buch aber wirklich empfehlen, da ich die Lektüre sehr genossen habe :) Meinen Geschmack hat es getroffen, danke!

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Rezension zu "Die geheime Liebe der Charlotte Brontë" von Jolien Janzing

Der Anfang war ja noch vielversprechend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Vorweg: Ich habe die Rezension zu diesem Roman ein wenig vor mich her geschoben, da ich mir (immer noch) nicht so ganz sicher bin wie ich an die Rezension zu diesem Buch herangehen möchte und es mir auch schwer fällt meine Kritik fundiert rüber zu bringen. Ich hoffe es gelingt mir trotzdem.

Hier haben wir einen historischen und biografischen Roman von Jolien Janzing, der uns einen kleinen Einblick in das Leben von Charlotte und Emily Bronte geben soll. Charlotte hat den Traum eine eigene Schule in ihrer Heimat aufzubauen und möchte dafür erst selbst noch gemeinsam mit ihrer Schwester die Schulbank drücken. Dafür sucht sie sich das Pensionat der Familie Heger in Brüssel aus, wo sie ihre Französischkenntnisse verbessern möchte. 
Brüssel entpuppt sich für die beiden protestantischen Pfarrerstöchtern als eine komplett neue Welt. Während Emily sich mit Heimat verschanzt und sich immer mehr zurückzieht zeigt sich Charlotte als das totale Gegenteil ihrer Schwester. Neugierig erkundet sie die neue Welt und passt sich mit der Zeit immer mehr an diese an und wie der Titel des Romans schon andeutet verliebt sie sich auch. Und zwar ausgerechnet in ihren verheirateten Professor Constantin Heger.

In der Geschichte steckte so viel Potenzial, wobei man natürlich auch berücksichtigen muss, dass die Autorin sich an die historische Vorlage halten muss. Dies gelingt ihr auch in meinen Augen sehr gut. Die Charaktere, vor allem aber Charlotte wirkten authentisch und zeitgemäß. Allerdings hatte ich gehofft einen besseren Zugang zu den Charakteren zu erlangen, was leider nicht geschah. Die Autorin beschreibt zwar die Gefühlswelt der Charlotte, aber es fiel mir als Leser sehr schwer mich in sie hinein zu versetzen und insbesondere ihre Gefühle auch wirklich nachzuvollziehen. Charlotte ist verliebt, das habe ich verstanden. Aber wieso? Klar, Liebe ist oftmals  schwer nachzuvollziehen und diese zu erklären ist eine hohe Kunst. Aber es wollten keine echten Emotionen aufkommen beim Lesen.

Der Schreibstil war zu Beginn ungewöhnlich und anders. In der Leserunde, in der ich mich beteiligte, wurde dann auch erklärt, dass die Autorin sich daran versuchte sich am Schreibstil der Bronte Schwestern anzupassen. Was ich als Idee nicht schlecht fand. Wobei ich sagen musste, dass es mich ein wenig an einen Reiseführer erinnerte "Zu ihrer Rechten sehen Sie..."; "Lassen sie uns nun unseren Blick zu...schweifen". Etwas befremdlich, aber ich muss sagen es machte mich neugierig auf die Werke der Brontes.

Was mich auch etwas störte waren die Nebenfiguren Henriette und Arcadie Claret. Hier wurde erzählt wie die Mutter Henriette versuchte aus ihrer (minderjährigen) Tochter eine Mätresse des Königs zu machen. Ich fand diese Passagen zwar gut geschrieben, aber es hat mich irgendwie doch gestört, da diese Geschichte überhaupt nichts mit den Brontes zu tun hatte und die eigentliche Geschichte auch gar nicht voran brachte! Da stellte sich mir vermehrt die Frage, warum man diese Figuren im Roman unterbringen musste? Man hat so den wagen Verdacht, dass Charlottes Geschichte anscheinend nicht viel hergab für einen Roman...

Gegen Ende des Romans musste ich feststellen, dass meine Luste auf diesen Roman mehr und mehr verflog. Und mir fielen des weiteren die Zeitsprünge sehr negativ auf. Zuerst war noch Karneval und dann auf einmal Neujahr? Kann man ja machen, aber das wurde stets nur ganz beiläufig erwähnt. Womit es mir nochmal schwer gemacht wurde in die Geschichte einzutauen.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich mir von dem Roman doch mehr erhofft hatte.

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Herbig_Verlags avatar
Liebe Lerser*innen,

am 18. Januar 2016 erscheint der Roman "Die geheime Liebe der Charlotte Brontë" von Jolien Janzing im LangenMüller Verlag.
Und wir laden euch ein, bei unserer Leserunde mitzumachen und verlosen 20 Bücher des bitter-süßen Liebesromans rund um die wahre Geschichte der unglücklichen

Zum Inhalt des Buches:

Charlotte sehnt sich nach Abenteuern und leidenschaftlicher Liebe. Weil es beides im Yorkshire des Jahres 1842 nicht gibt, geht sie mit ihrer Schwester Emily nach Brüssel, um endlich mehr von Europa zu sehen. Die niederländische Autorin Jolien Janzing erzählt in „Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“, wie die junge Charlotte und ihre Schwester dort eine Achterbahn der Gefühle erleben und in eine neue Welt eintauchen: Die Stadt bietet die ideale Mischung aus französischem Wein und zahlreichen neuen Eindrücken.
Und schließlich verliebt sich Charlotte Hals über Kopf: in einen verheiratetet Mann. Zeitgleich wird sie aber auch noch von dem gutaussehenden Flamen Emile umworben. Die junge Charlotte muss sich entscheiden: eine Affäre mit einem verheirateten Mann oder eine ehrenhafte Ehe? Am Ende ist ihr Herz gebrochen, aber sie verarbeitet ihren Schmerz in einem Roman, der auch 200 Jahre später noch auf der ganzen Welt gelesen und verehrt wird: Jane Eyre.

Die Autorin:


Jolien Janzing, Jahrgang 1964, ist Journalistin und Autorin. An „Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“ arbeitete sie drei Jahre, in denen sie unermüdlich recherchierte und die damalige Zeit in Brüssel wieder zum Leben erweckte. Die Brontë Society hat sie als Ehrengast zum jährlichen Literatur-Lunch eingeladen. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Leuven, Belgien.


LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 17. Januar 2016. Am 18. Januar werden die Gewinner*innen dann benachrichtigt.

Viel Spaß beim Mitmachen!

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von 1 Lesern aktuell gelesen

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